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Immer wieder wurde der Lauf der Musikgeschichte durch technische Innovationen maßgeblich verändert. Effektgeräte, Drumcomputer oder Synthesizer machten neue Klänge, Grooves und somit auch Genres erst möglich. Wir erzählen die Geschichten der Erfinder ebenso wie die der Menschen, die deren Maschinen (oft gegen den ursprünglichen Einsatzzweck) verwendet haben - und wir zeigen ikonische Geräte wie die 808, das Tonband-Echo oder den Minimoog auch bei der Arbeit. Mit Musikproduzent und DJ Patrick Pulsinger und FM4 HipHop-Experte Stefan „Trishes“ Trischler

FM4 Musikmaschinen ORF

    • Music
    • 4.9 • 7 Ratings

Immer wieder wurde der Lauf der Musikgeschichte durch technische Innovationen maßgeblich verändert. Effektgeräte, Drumcomputer oder Synthesizer machten neue Klänge, Grooves und somit auch Genres erst möglich. Wir erzählen die Geschichten der Erfinder ebenso wie die der Menschen, die deren Maschinen (oft gegen den ursprünglichen Einsatzzweck) verwendet haben - und wir zeigen ikonische Geräte wie die 808, das Tonband-Echo oder den Minimoog auch bei der Arbeit. Mit Musikproduzent und DJ Patrick Pulsinger und FM4 HipHop-Experte Stefan „Trishes“ Trischler

    Der microKORG ist der wichtigste Einsteiger-Synth der Nuller-Jahre

    Der microKORG ist der wichtigste Einsteiger-Synth der Nuller-Jahre

    Heute gibt es jede Menge leistbarer Instrumente für den Einstieg in die elektronische Musikproduktion, aber das war nicht immer so. 2002 kam der microKORG auf den Markt, der bis heute produziert und für rund 350 Euro verkauft wird. Dank der virtuell-analogen Klangerzeugung, die die Charakteristik legendärer Synths digital nachberechnet kann das kompakte Gerät sehr vielseitige Klänge erzeugen und wurde zu einem der meistverkauften Keyboards aller Zeiten.

    Auch der Wiener Musiker Dorian Concept hatte ab 2004 einen microKORG im Einsatz, um seine sample-basierten Beats elektronisch zu verstärken. Der Sound der Maschine sowie seine besondere Spielweise wurden schnell zu einem Markenzeichen und legten so das Fundament für seine Musik-Karriere. In einem ausführlichen Gespräch führt Dorian Concept einige Lieblings-Sounds am microKORG vor und beschreibt die Netz- und Musik-Kultur der 2000er. Davor erklärt Patrick Pulsinger, wie der microKORG seine Klänge erzeugt.

    • 1 hr
    Talkbox, Vocoder & Autotune: Als die Maschinen singen lernten

    Talkbox, Vocoder & Autotune: Als die Maschinen singen lernten

    In diesem Musikmaschinen-Spezial zu elektronischen Stimmen beleuchten wir mit Talkbox, Vocoder und Autotune ausnahmsweise gleich drei verschiedene Technologien. Dabei werden faszierende Geschichten erzählt: So kommt die Talkbox eigentlich aus dem medizinischen Bereich, der Vocoder diente als militärische Verschlüsselungstechnik und das Autotune-Plugin hätte man idealerweise garnicht bewusst hören können sollen. Wie und warum es dann anders kam erklären Patrick Pulsinger und Stefan Trischler ebenso wie die Funktionsweisen dieser sehr unterschidlichen technologischen Ansätze, um menschliche Stimme und elektronische Klänge zu fusionieren.

    • 52 min
    Die TB-303 hat statt Bass-Begleitung den Acid-Sound groß gemacht

    Die TB-303 hat statt Bass-Begleitung den Acid-Sound groß gemacht

    Das Zusammenspiel von Musik und Technologie ist voll von Geschichten, in denen Geräte durch "falsche" Bedienung gänzlich neue Klänge erzeugt haben. Die TB-303 ist dafür ein herausragendes Beispiel: Anfang der 1980er wurde der Bass-Synthesizer eigentlich vorgestellt, um die Begleitung für Solomusikerinnen zu erledigen.

    Für die vorgesehene Aufgabe war die 303 aber viel zu frustrierend in der Bedienung und wohl auch zu synthetisch im Klang - die handlichen Geräte landeten weltweit in Second Hand-Geschäften. Dort sollte auch DJ Pierre aus Chicago zuschlagen, das resultierende Stück 'Acid Tracks' seiner Formation Phuture war die erste Manifestation des Sounds, für den die 303 bekannt werden sollte: Ein elektronisches Zwitschern, das je nach Modulation und Filterkurve auch ins Aggressive umschlagen kann. In Verbindung mit House-, Techno- oder Breakbeats war dieser //Acid// Sound über die 90er Jahre hinaus sehr populär.

    Mit Patrick Pulsinger und Stefan Trischler.

    • 45 min
    Die SP-1200 packte viele Sample-Möglichkeiten in ein kompaktes Gehäuse

    Die SP-1200 packte viele Sample-Möglichkeiten in ein kompaktes Gehäuse

    Anfang der 1980er bahnte sich nach Synthesizern der nächste Umbruch im Klang der Pop-Musik an: Sampling. Klänge aller Art digital festzuhalten und dann in unterschiedlichen Tonhöhen wieder abzuspielen konnten, war aber vorerst wohlhabenden Popstars vorbehalten. Sampling Workstations wie die SP-12 von E-Mu Systems und die MPC60, die der Ingenieur und Musiker Roger Linn für Akai entwickelte, packten dann alles, was man zum sample-basierten Musikmachen brauchte, in ein Gehäuse. In Kombination mit Rack-Samplern gaben diese Maschinen und ihre Nachfolger den Bedroom-Producer_innen immer mehr Möglichkeiten, kunstfertig mit alten Klang-Fragmenten zu hantieren.

    Wie es sich an der SP-1200 so arbeitet, wie Produzenten wie Pete Rock damit den heute oft als Golden Era bezeichneten HipHop-Sound der 90er geprägt haben und warum die Maschine ebenso wie die verschiedenen MPCs bis heute gerne verwendet wird, das erzählen Patrick Pulsinger und Stefan Trischler in dieser Folge der FM4 Musikmaschinen.

    • 52 min
    Krachige Sounds machten den MS-20 zu einem "Punk"-Synthie

    Krachige Sounds machten den MS-20 zu einem "Punk"-Synthie

    Eine sehr weit verstreute Gruppe von Musikern, die den Geist und die Energie des Punk schätzten, seine Instrumentierung aber altmodisch fanden, zog Ende der 70er Jahre die logische Konsequenz: Gegen musikalischen Elitismus lässt es sich mit Synthesizern und Drummaschinen auch gut kämpfen! Die Resultate hießen Electro Punk, Industrial oder New Wave - und ein essenzielles Tool in vielen Studios war der semimodulare Synthesizer MS-20 von Korg, der dann in den 90ern als günstige Second Hand-Maschine noch einmal wiederentdeckt werden sollte.

    Mit zwei Oszillatoren, via Patchkabel zusteckbaren Effekten wie einem Ringmodulator und der Option, externe Signale nicht nur dazuzumischen, sondern auch als Ausgangspunkt für eigene Klänge zu verwenden, eröffneten sich ganz neue Möglichkeiten. Mehr über den MS-20 erzählen Patrick Pulsinger und Stefan Trischler diese Woche in den "Musikmaschinen" - und einige der vielen Klang-Möglichkeiten des Gerätes werden ebenfalls vorgestellt.

    • 43 min
    Das Tape Echo öffnete der Musik unwirklich große Räume

    Das Tape Echo öffnete der Musik unwirklich große Räume

    Bis in die 50er Jahre waren in Studios riesige und umständliche Effektkammern im Einsatz, um der aufgenommenen Musik auch den nötigen Raum zu verleihen. Dann erfand Gitarrist Les Paul eine handliche Lösung mit einer Tonbandmaschine: Das sogenannte Slapback-Echo gehört heute zur akustischen DNA des 50er Jahre Pop. Die Möglichkeiten des Tape Delay stiegen dank findiger Ingenieure exponentiell und bald konnten damit auch riesige, in der Realität unmögliche Räume simuliert werden. Die Soundsystem-Kultur der winzigen, aber kulturell überdimensional einflussreichen Karibikinsel Jamaika tat das ihre dazu: Die Konzepte der Dub-Musik, des Mischpultes als Instrument und des Remix entstanden dort innerhalb weniger Jahre bei Tontechniker-Auteurs wie Lee "Scratch" Perry, King Tubby oder Joe Gibbs.

    Die Geschichten dahinter und die Funktionsweise des Bandmaschinen-Echos erklären Patrick Pulsinger und meine Wenigkeit in dieser Folge genauer.

    • 52 min

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