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Die «Sternstunde Religion» ordnet ein, fragt nach und schafft Zusammenhänge – in Form von Dokumentarfilmen oder Gesprächen.

Sternstunde Religion Schweizer Radio und Fernsehen

    • Religion und Spiritualität
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Die «Sternstunde Religion» ordnet ein, fragt nach und schafft Zusammenhänge – in Form von Dokumentarfilmen oder Gesprächen.

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    Eva und die Erfindung der Ungleichheit?

    Eva und die Erfindung der Ungleichheit?

    Eva wurde lange Zeit die Schuld für die Vertreibung der ersten Menschen aus dem Paradies zugeschrieben. Was sagt uns die Paradiesgeschichte punkto Gleichberechtigung von Mann und Frau eigentlich wirklich? Wie stark prägt sie unser Frauenbild? Eine Spurensuche. Durch Eva seien Tod und Sünde in die Welt getreten, so zumindest für lange Zeit die Auslegung in der christlichen Tradition. Jahrhundertelang sollte dieser Mythos die Diskriminierung von Frauen legitimieren. Doch: Das Patriarchat sei bloss eine «Anomalie der Menschheitsgeschichte», das sagt zumindest der niederländische Verhaltensforscher und Evolutionsbiologe Carel van Schaik in seiner neuesten Publikation. Aber warum gerieten die Frauen in diese Defensive? Wie kam es dazu, dass Frauen um Gleichberechtigung kämpfen müssen?

    In der «Sternstunde Religion» spricht Olivia Röllin mit dem Autor Carel van Schaik und der feministischen Theologin Christine Stark darüber, was uns biblische Geschichten zur kulturellen Evolution sagen, weshalb Frauenbenachteiligung entgegen einiger aktueller Stimmen nicht in der Natur begründet liegt, und seit wann diese Benachteiligung vorliegt.

    • 58 Min.
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    «Ich bin eine Hexe»

    «Ich bin eine Hexe»

    Es gibt sie doch, die Hexen. Wicca Meier-Spring etwa feiert die Übergänge der Jahreszeiten, zum Beispiel Beltaine, also den Sommeranfang. Sie ist eine von schätzungsweise 5000, die sich hierzulande als Hexen bezeichnen. Ein schweres Erbe. Wurden doch noch bis 1782 Frauen dafür hingerichtet. In der Frühen Neuzeit wurden Hexen für Missernten verantwortlich gemacht, verfolgt und hingerichtet. Das ist lange her, möchte man meinen. Doch noch immer ist der Begriff «Hexe» negativ besetzt. Umso erstaunlicher, dass sich Wicca Meier-Spring nicht nur als solche bezeichnet, sondern ihr Wissen auch nach aussen trägt. Sie ist Gründerin und Leiterin des Hexenmuseums Schweiz, dem einzigen im deutschsprachigen Raum. Olivia Röllin besuchte Wicca Meier-Spring im Frühling 2019 in Gränichen AG und sprach mit ihr über den Einfluss der Reformation auf die Hexenverfolgung, den Glauben an Magie und den Zusammenhang von Klimawandel und Hexenwahn.

    • 8 Min.
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    Zwei und Gott: Tierisch neu geboren

    Zwei und Gott: Tierisch neu geboren

    Darf man Tiere essen, wenn man an die Wiedergeburt glaubt? Darf man sich Tattoos stechen lassen, wenn der Körper als heilig gilt? Unterwegs mit zwei jungen Frauen, die eine Hindu, die andere tibetische Buddhistin. Ein Kurzfilm von Meili Dschen. Es ist gar nicht einfach, religiöse Grundsätze zu befolgen und dabei Widersprüche auszuhalten. Saambavi Poopalapillai und Tenzin Yundung sind zwei junge Frauen – die eine Hindu, die andere tibetische Buddhistin – die sich als religiös bezeichnen. Sie sind religiös, ohne dogmatisch zu sein, sie sind modern und respektieren dennoch die Traditionen. Wie halten sie es mit dem Glauben, und wie leben sie ihn in ihrem Alltag? Darüber unterhalten sie sich bei «Zwei und Gott».

    • 10 Min.
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    Komponistin Helena Winkelman: «Wir sind praktische Philosophen»

    Komponistin Helena Winkelman: «Wir sind praktische Philosophen»

    Sie spricht von Osmose und Spiritualität, wenn man sie nach ihrer Musik fragt. Die Komponistin Helena Winkelman lernte von grossen Meistern das Geigenspiel, hat mit 19 ihre erste Komposition geschrieben, und gehört heute zu den vielseitigsten zeitgenössischen Komponistinnen. Als international gefragte zeitgenössische Komponistin ist Helena Winkelman oft unterwegs, kommt aber immer wieder gerne nach Hause, an den Rhein. In Diessenhofen steht die Kirche Sankt Katharinental, in der Helena Winkelman ihre ersten Solokonzerte spielte. Getauft wurde sie zwar nicht, ist aber überzeugt, dass Musiker derart oft an Taufen, Hochzeiten und Begräbnissen spielen, dass es Musik ohne Spiritualität gar nicht geben kann, und dass man still wird im Geist, wenn die Zeremonie funktioniert.

    • 14 Min.
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    Thomas Hürlimann über die Odyssee seines Lebens

    Thomas Hürlimann über die Odyssee seines Lebens

    Der Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann sagt, durch seine Krankheit sei er ein anderer geworden. Zweimal ist er fast gestorben, nun wird er 70 Jahre alt. Olivia Röllin spricht mit dem streitbaren Intellektuellen über Schreiben als Ressource, die Kraft der Träume und seine Liebe zu Katzen. Seine literarischen Themen kreisen oft um seine Familie, seine Herkunft und sein Leben. Vor Jahren schwer an Krebs erkrankt, findet er im Schreiben Kraft und verarbeitet die dramatische Lebensbedrohung immer wieder zu Literatur. Auch religiöse Motive durchziehen sein gesamtes Werk. Als Klosterschüler in Einsiedeln gründete er einen Atheistenclub, heute verteidigt er das Gipfelkreuz und plädiert für die lateinische Messe.

    Im Gespräch mit Olivia Röllin erzählt Thomas Hürlimann, wieso er sich vom kritischen Zeitgenossen zu einem konservativen Beobachter verwandelt hat, wie Träume sein Schreiben beeinflussen und wie ihm sein jung verstorbener Bruder noch heute Kraft gibt.

    • 58 Min.
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    Kirchenrebell Eugen Drewermann: 80 Jahre lang radikal

    Kirchenrebell Eugen Drewermann: 80 Jahre lang radikal

    Eugen Drewermann zählt zu den umstrittensten und gleichzeitig bekanntesten Theologen im deutschen Sprachraum. Der 80-Jährige schaut als Kirchenkritiker und ehemaliger Priester auf ein bewegtes Leben zurück. Bis heute orientiert er sich am Einzelnen, die Institution hat das Nachsehen. Dass der Mensch doch endlich frei werde von seinen Ängsten, das gehört zu Drewermanns grössten Anliegen und seinen intensivsten Bemühungen. Bis heute. Und bis heute fährt er gut damit, denn Drewermann ist ausserhalb der römisch-katholischen Kirche ein viel gefragter Redner und eifriger Autor. Für die Institution Kirche ist er zeit seines Lebens unbequem – nicht zuletzt, weil er sich und seinen Analysen trotz aller Disziplinierungsmassnahmen stets treu blieb.

    Es war 1991, als ihm der Erzbischof von Paderborn die kirchliche Lehrerlaubnis entzog. Ein Jahr später wurde er gar vom Priesteramt suspendiert. Mit seinen Analysen und Glaubenssätzen stehe Drewermann in direktem Widerspruch zur offiziellen Lehre, so das damalige Votum. Trotzdem trat Drewermann erst mit 65 Jahren aus der Kirche aus. Weshalb?

    Im Gespräch mit Olivia Röllin schaut er zurück in seine Kindheit, erzählt von den einschneidendsten Erlebnissen, beschreibt, weshalb Dostojewski ihm das Leben rettete und erklärt, weshalb Psychotherapie und Zuwendung besser sind als Strafe.

    • 57 Min.

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