Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte

Aufgeschlossen - Türen zur Geschichte

Taucht ein in die Welt der Geschichte mit „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“, dem Podcast des Hessischen Landesarchivs. Moderiert von Jan-Hendrik Evers und Maria Kobold, erwartet euch ein spannender Blick hinter die Kulissen historischer Dokumente, die Jahrhunderte alte Geschichten erzählen. In strukturierten Interviews mit Expert*innen und Archivmitarbeitenden entdeckt ihr faszinierende Einblicke, überraschende Aha-Momente und bislang unerforschte Schätze. Von der Herkunft unserer Familiennamen bis hin zu historischen True-Crime-Fällen – Archive sind lebendiger, als ihr denkt! Schaltet ein, wenn wir die Türen zur Geschichte öffnen und die Vergangenheit für euch zum Leben erwecken.

  1. 27 APR

    Zwischen Schutz und Aufklärung: Verantwortung im Umgang mit belastenden Unterlagen

    Was passiert mit Unterlagen, die für Betroffene belastend sein können? Wie gehen Archive mit sensiblen Informationen um, etwa zu Verfolgung, Diskriminierung oder persönlichen Schicksalen? Und welche Verantwortung tragen Archive, wenn sie solche Quellen bewahren und zugänglich machen? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ sprechen wir über den Umgang mit belastenden Unterlagen im Archiv. Gemeinsam mit Andrea Heck, zuständig für Themen der Erschließung und des Gesundheitsmanagements im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt sowie dem Archivleiter des Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt am Main, Johannes Bermann-Schön, werfen wir einen Blick auf Dokumente, die schwierige und oft schmerzhafte Kapitel der Geschichte überliefern. Dabei geht es um Quellen, die von staatlichem Handeln ebenso zeugen wie von individuellen Lebensgeschichten. Solche Unterlagen können für Forschung und Aufarbeitung von großer Bedeutung sein. Gleichzeitig stellen sie Archive immer wieder vor die Frage, wie sich der Zugang zu diesen Materialien verantwortungsvoll gestalten lässt. Wir sprechen darüber, welche rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen dabei eine Rolle spielen und wie Archive zwischen Transparenz, Schutz der Persönlichkeitsrechte und historischer Aufklärung abwägen. Eine Folge für alle, die erfahren möchten, welche Herausforderungen mit sensiblen Archivbeständen verbunden sind und wie Archive mit der Verantwortung umgehen, schwierige Geschichte zu bewahren. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet Ihr auf landesarchiv.hessen.de und hla-media.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform Eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen.

    45 min
  2. 31 MAR

    Klassenzimmer der Vergangenheit: Wie Schulgeschichte überliefert wird

    Was verraten Schulakten über den Alltag früherer Generationen? Welche Spuren hinterlassen Unterricht und Schulverwaltung in den Archiven? Und warum sind gerade scheinbar alltägliche Dokumente wichtige Quellen für die Geschichtsforschung? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ sprechen wir über Schule als historischen Ort und über die Überlieferungen, die dabei entstehen. Gemeinsam mit Dr. Elisabeth Schläwe, stellvertretende Leiterin des Referats Überlieferungsbildung im Hessischen Staatsarchiv Marburg, schauen wir darauf, welche Unterlagen aus Schulen ins Archiv gelangen und was sie über Bildung und über gesellschaftliche Entwicklungen erzählen. Dabei geht es auch um typische Quellen aus dem Schulalltag und um die Frage, welche Einblicke sie in vergangene Lebenswelten ermöglichen. Selbst unscheinbare Einträge oder Randnotizen können zeigen, wie sich größere historische Entwicklungen im Alltag von Schule widerspiegeln. Außerdem sprechen wir darüber, wie Archive entscheiden, welche Unterlagen zu Archivgut werden. Denn aus der großen Zahl von Schulen kann nicht jede vollständig archivisch überliefert werden. Umso wichtiger ist eine bewusste Auswahl, die langfristig aussagekräftige Einblicke in die Geschichte des Schulwesens ermöglicht. Eine Folge für alle, die wissen möchten, wie Schulgeschichte im Archiv bewahrt wird und welche Geschichten sich hinter den Akten des Schulalltags verbergen. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet Ihr auf https://landesarchiv.hessen.de/ und https://hla-media.de/. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform Eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen. Shownotes: Mehr Hinweise zu den Schulchroniken im Hessischen Staatsarchiv Marburg, Best. Prot. IV: https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/showFondsDetails?fondsId=1635 Bewertungskatalog Schulämter: https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2022-11/schulaemter_2018_0.pdf Bewertungsmerkblatt: https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2022-11/bewertungsmerkblatt_schulen_hla.pdf

    41 min
  3. 28 FEB

    Erinnern, Forschen, Verstehen: Jugendgeschichte auf Burg Ludwigstein

    Was bedeutet Jugendbewegung eigentlich und warum spielt sie für die deutsche Geschichte eine so große Rolle? Welche Vorstellungen und Spannungen verbinden sich mit Pfadfindern und bündischen Gruppen? Und wie lässt sich all das heute im Archiv nachvollziehen? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ werfen wir gemeinsam mit der Leiterin des Archivs der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein, Dr. Susanne Rappe-Weber, einen Blick auf mehr als hundert Jahre Jugendkultur. Wir sprechen über die Entstehung um 1900 und darüber, wie aus Reformgedanken gemeinschaftliche Lebensformen entstanden. Zugleich geht es um politische Vereinnahmung, umtiefe Einschnitte sowie Neuanfänge nach 1945. Die Bestände reichen von Protokollen und Mitgliederlisten bis hin zu Nachlässen und Fotografien. Sie erzählen von Wanderfahrten und Zeltlagern ebenso wie von Protest und gesellschaftlichen Veränderungen. So wird deutlich, wie eng persönliche Erinnerungen und historische Entwicklungen miteinander verwoben sind. Wir diskutieren, unter welchen Bedingungen sich Jugendbewegungen zwischen eigenem Gestaltungswillen und politischem Zugriff bewegten. Außerdem schauen wir auf die Bedeutung von Orten wie Burg Ludwigstein als Erinnerungsorte und darauf, weshalb diese Überlieferungen bis heute wichtige Quellen für die Sozial- und Kulturgeschichte sind. Eine Folge für alle, die erfahren möchten, wie Jugend Generationen geprägt hat und welche Spuren davon bis heute in Archiven erhalten sind. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet Ihr auf landesarchiv.hessen.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform Eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen. Shownotes: • Zu den Beständen des Archivs: Arcinsys | Detailseite: Archiv der deutschen Jugendbewegung https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/showArchiveDetails?archiveId=76 • Der Link zum Sammlungsprofil https://www.burgludwigstein.de/forschen/profil/sammlungsergaenzung • Die Jugendmusikbewegung: https://www.adjb-jugendmusikbewegung.de/

    40 min
  4. 31 JAN

    Geschichte in Bewegung: Wie Sport Gesellschaft prägt

    Wie prägt Sport unser Leben – und seit wann eigentlich? Was erzählen Vereinsregister, Polizeiakten oder Turnordnungen über Macht, Disziplin und Gemeinschaft? Und warum ist Sportgeschichte weit mehr als nur eine Randnotiz? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte” sprechen wir mit Dr. Katrin Marx-Jaskulski und Dr. Alexander Priebe über Sport als historische Quelle im Archiv. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die vielfältigen Spuren, die sportliche Aktivitäten in den Beständen des Hessischen Landesarchivs hinterlassen haben – von frühen Turnvereinen und Arbeitersport bis hin zu Sport im Nationalsozialismus. Die Überlieferungen reichen von Vereinsstatuten und Mitgliederlisten über Bauakten zu Turnhallen und Schwimmbädern bis hin zu Gerichtsakten. Sie dokumentieren nicht nur körperliche Betätigung, sondern auch Fragen von Disziplin, Gesundheit, Integration und politischer Einflussnahme – und eröffnen damit aufschlussreiche Einblicke in Sozial- und Alltagsgeschichte. Wir sprechen darüber, welche Dokumente Aufschluss über Vereinsleben und gesellschaftliche Normen geben, wie Sport zur Gemeinschaftsbildung beitrug und warum gerade scheinbar alltägliche Unterlagen wertvolle Quellen für die historische Forschung sind. Eine Folge für alle, die verstehen möchten, wie eng Sport, Politik und Gesellschaft historisch miteinander verbunden sind. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet ihr auf landesarchiv.hessen.de und hla-media.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen. Shownotes: Sport und Geschichte - Landessportbund Hessen e.V.: https://www.landessportbund-hessen.de/geschaeftsfelder/sport-und-geschichte/ 100 Jahre Institut für Sportwissenschaft und Motologie - Institutsjubiläum 2024 - Institut für Sportwissenschaft und Motologie - Philipps-Universität Marburg: https://www.uni-marburg.de/de/fb21/sportwissenschaft-motologie/ifl100 Deutsche Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e.V.: https://www.dags-ev.de/?title=Hauptseite Marx-Jaskulski, Katrin: „Auf die Plätze, fertig, los! Sport und Spiel in und um Marburg, Archivnachrichten aus Hessen (2024/2): https://landesarchiv.hessen.de/sites/landesarchiv.hessen.de/files/2024-12/archivnachrichten_webpdf_02_2024_hessisches_landesarchiv_end_ow_18122024.pdf

    45 min
  5. 31/12/2025

    Zwischen Diagnose und Schicksal: Psychiatrie-Akten als Spiegel der Gesellschaft

    Was erzählen Psychiatrieakten über Menschen, Gesellschaft und den Umgang mit psychischer Krankheit? Und warum sind diese Unterlagen für Archive ebenso wertvoll wie sensibel? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ öffnen wir eine Tür zu einem besonders anspruchsvollen Archivbestand: den Psychiatrie- und forensischen Patientenakten. Gemeinsam mit unseren Gästen Dr. Anke Stößer (Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden) und Annett Schreiber (Archiv des Landeswohlfahrtsverbands Hessen) sprechen wir über Geschichte, Bedeutung und Herausforderungen dieser außergewöhnlichen Quellen. Die Akten reichen teils mehrere Jahrhunderte zurück – von frühneuzeitlichen Hospitälern über die Heil- und Pflegeanstalten des 19. Jahrhunderts bis hin zur forensischen Psychiatrie der Moderne. Sie enthalten detaillierte Lebens- und Leidensgeschichten, ärztliche Anamnesen, Diagnosen, Familienverhältnisse und soziale Hintergründe – und eröffnen damit einzigartige Einblicke in Medizin-, Sozial- und Mentalitätsgeschichte. Doch mit dieser Nähe zu einzelnen Biografien gehen große ethische und rechtliche Fragen einher: Wie bewertet und übernimmt man solche Massenakten? Wie werden sensible Daten erschlossen und geschützt? Welche Begriffe aus der Vergangenheit lassen sich heute noch verwenden – und welche müssen kritisch eingeordnet werden? Und wo liegen die Grenzen von Nutzung und Digitalisierung? Die Folge zeigt, warum Psychiatrieakten für Forschung und Erinnerungskultur unverzichtbar sind, gleichzeitig aber ein besonders verantwortungsvoller Umgang erforderlich ist. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Beständen des Hessischen Landesarchivs findet ihr auf landesarchiv.hessen.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen. Shownotes: Mehr Informationen zum Archiv des Landeswohlfahrtsverbandes: Landeswohlfahrtsverband Hessen: Über uns Am 1. Januar 2008 wurde durch den LWV Hessen zunächst die LWV-Gesundheitsmanagement GmbH als Holding gegründet. Im März 2009 richtete sich die Unternehmensgruppe neu aus und nennt sich seitdem Vitos GmbH. Der LWV ist Alleingesellschafter von Vitos. Die Bestände zu den forensischen Psychiatrieakten, die im LWV-Archiv aufbewahrt werden, können in Arcinsys recherchiert werden https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/list.action?nodeid=g173165&page=1&sorting=41&reload=true Die erwähnten Bestände zur Landesheil- und Pflegeanstalt Eichberg im Hessischen Hauptstaatsarchiv können hier recherchiert werden Arcinsys | Navigator: 6.1 Eichberg

    44 min
  6. 30/11/2025

    Täter, Taten, Tatsachen: True Crime im Hessischen Landesarchiv

    Warum faszinieren uns Verbrechen – und was verraten uns historische Kriminalakten über die Gesellschaft? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ blicken wir in die Welt der Kriminalakten. Gemeinsam mit Marina Laube und Maggie Kleindienst sprechen wir darüber, wie True-Crime-Fälle den Weg ins Archiv finden – und was sie dort über die Menschen, die Justiz und über gesellschaftliche Normen erzählen. Wir tauchen ein in spektakuläre, kuriose und belastende Fälle aus mehreren Jahrhunderten: von historischen „Verbrechen“ wie Ehebruch und Hexerei über Mordfälle der Moderne bis hin zu legendären Akten wie dem Fall Rosemarie Nitribitt oder einem spektakulären Gefängnisausbruch mit einem Panzer. Unsere Gäste berichten, wie sie täglich mit solchen Unterlagen arbeiten, nach welchen Kriterien Kriminalfälle archiviert werden – und wie man damit umgeht, wenn Akten emotional schwer belasten. Was verraten uns diese Dokumente über Wandel im Strafrecht? Warum übt True Crime eine so große Faszination aus? Und warum sind gerade diese Unterlagen für Forschung, Justizgeschichte und Erinnerungskultur unersetzlich? Triggerwarnung: Diese Folge enthält die Darstellung realer Kriminalfälle sowie Beschreibungen von Gewalt. Die behandelten Themen können emotional belastend oder verstörend wirken. Bitte höre diese Episode nur, wenn diese Inhalte für dich geeignet sind. Mehr Informationen zu dieser Episode und zu den Quellen des Hessischen Landesarchivs findet ihr auf landesarchiv.hessen.de. Abonniert den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder der Plattform eurer Wahl, um keine Folge zu verpassen. Shownotes: Online-Ausstellung: „Zauberei ist des Teufels selbs eigen Werk“: https://landesarchiv.hessen.de/geschichte-erleben/ausstellungen/online_hexenglaube-und-hexenverfolgung Hinweise zur Überlieferung der Justiz im Hessischen Landesarchiv zu finden unter folgendem Link: https://landesarchiv.hessen.de/fuer-behoerden/aussonderung-bewertung/bewertungsmodelle

    40 min
  7. 30/10/2025

    Lebendig begraben? Die Angst vor dem Scheintod

    Was, wenn der Tod gar keiner ist? Und was, wenn man aus Versehen lebendig begraben wird? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ sprechen wir mit Dr. Constanze Sieger über ein Thema, das uns bis heute schaudern lässt: den Scheintod. Zwischen Wiedergängermythen, medizinischem Fortschritt und staatlicher Gesetzgebung entstand im 18. und 19. Jahrhundert eine regelrechte Debatte um die Frage, wie der Tod zweifelsfrei festgestellt werden kann. Warum wurden Leichenhallen beheizt? Wie kamen Glöckchen in den Sarg? Und was sagt das alles über den Umgang mit dem Tod – damals und heute? Eine Folge für alle, die mehr über historische Ängste, wissenschaftliche Umbrüche und kuriose Schutzmaßnahmen erfahren möchten. Mehr Informationen zur Episode und zu den Quellen aus dem Hessischen Landesarchiv gibt es auf landesarchiv.hessen.de. Und nicht vergessen: Abonniert uns auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt. Shownotes: Wiedergänger: Untoter, Vorstellung, dass ein Verstorbener in die Welt der Lebenden zurückkehrt Unterscheidung Medicus und Physicus: Beim Medicus handelt es sich um einen Heilkundigen, vermutlich ohne akademische Ausbildung, während der Physicus ein städtisch bestellter, verbeamteter Arzt ist. Jacob Benignus Winslow: dänischer Anatom, veröffentlichte 1740 eine medizinische Publikation in Dänemark, die gewissermaßen den Startschuss dafür gelegt hat, dass in medizinisch-wissenschaftlichen Publikationen das Thema „Scheintod“ vermehrt aufgegriffen wurde. Dieser Aufsatz Winslows über die Gefahr des Lebendigbegrabenwerdens wirkt gewissermaßen katalysierend für eine Publikationsflut in England, Frankreich, den deutschsprachigen Ländern und Skandinavien. Der Aufsatz wurde in den 1750er Jahren von Jean-Jaque Bruhier übersetzt und ausgearbeitet und zunächst in der medizinisch wissenschaftlichen Literatur intensiv diskutiert.

    46 min
  8. 30/09/2025

    Digitales Gedächtnis: Warum wir Geschichte(n) sichern

    Was bedeutet Digitalisierung im Archiv eigentlich konkret? Wie wird entschieden, was digitalisiert wird – und wie funktioniert das technisch? In dieser Folge von „Aufgeschlossen – Türen zur Geschichte“ sprechen wir mit Andrea Langner, Digitalisierungsexpertin im Hessischen Landesarchiv. Gemeinsam werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Digitalisierung: von der Auswahl und Speicherung über Drittmittelprojekte bis hin zur Sicherung auf Mikrofilm im Barbarastollen in Oberried im Schwarzwald. Welche Daten landen im digitalen Archiv? Welche Rolle spielt der Kölner Dom dabei? Und warum können uns Fake News im Archiv gefährlich werden? Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie Archive im digitalen Zeitalter arbeiten – und was das mit Forschung, Katastrophenschutz und Nostalgie zu tun hat. Infos zur Nutzung von Digitalisaten, zur Bundessicherungsverfilmung und zum digitalen Archiv Hessen findet ihr auf landesarchiv.hessen.de. Und nicht vergessen: Abonniert uns auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt. Shownotes: Über die Bestellung von digitalen Reproduktionen von Archivgut: https://landesarchiv.hessen.de/nutzen-forschen/fotografieren-reproduktionen/reproauftrag Über die Bundessicherungsverfilmung: https://landesarchiv.hessen.de/ueber-uns/zentrale-einrichtungen/bundessicherungsverfilmung Über das Digitale Archiv Hessen: https://landesarchiv.hessen.de/ueber-uns/digitales-archiv Über die Übernahme digitaler Unterlagen: https://landesarchiv.hessen.de/fuer-behoerden/digitale-unterlagen Begriffe kurz erklärt: Big Data: Bezieht sich auf die Auswertung großer Datenbestände. Dabei kommen Techniken wie maschinelles Lernen oder die systematische Anwendung statistischer Methoden (Data Mining) zum Einsatz, um Informationen aus komplexen Datensätzen zu extrahieren. Knowledge Graphen: Der Knowledge Graph (Wissensgraph), wie er hier erwähnt wurde, bezieht sich auf eine Entwicklung des NFDI4Memory-Konsortiums (NFDI=Nationale Forschungsdateninfrastruktur). Der Wissensgraph soll Daten aus verschiedenen Quellen auf einer konzeptionellen Ebene in Beziehung setzen und es Forschenden erleichtern, heterogene Datenbestände zu sichten, nach Konzepten zu suchen und so für sie relevante Bestände zu identifizieren. Born-Digitals: Born-Digitals bezeichnen Objekte, die in ihrer Entstehungsform digital sind. Beispiele hierfür sind z.B. E-Mails, digitale Fotografien oder eBooks.

    32 min

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