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In Handelsblatt Mindshift sprechen die Journalistinnen Tanja Kewes und Carina Kontio mit inspirierenden Leader:innen und Visionär:innen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik über deren Vorstellungen und Ideen zu Diversity und darüber, was gute Führung ausmacht. Wir glauben: Die Arbeitswelt der Zukunft und damit auch das Leadership braucht ein Umdenken, braucht Regelnbrechen – kurz: einen Mindshift.

Unser Podcast ist für alle Führungskräfte, Manager:innen, Mitarbeiter:innen und Macher:innen interessant. Es erwarten Sie Erfolgsgeschichten inspirierender Personen, um aus deren Erfahrungen zu lernen. Praxiswissen und Insider-Tipps zu Leadership und Vielfalt, die Sie in keinem Buch finden.

Handelsblatt Mindshift finden Sie auf allen relevanten Podcast-Plattformen - und natürlich hier auf der Handelsblatt-Website. 

Jetzt reinhören: 14-tägig am Donnerstag mit den Handelsblatt Redakteurinnen Carina Kontio und Tanja Kewes.

Handelsblatt Mindshift Tanja Kewes und Carina Kontio, Handelsblatt

    • Business

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In Handelsblatt Mindshift sprechen die Journalistinnen Tanja Kewes und Carina Kontio mit inspirierenden Leader:innen und Visionär:innen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik über deren Vorstellungen und Ideen zu Diversity und darüber, was gute Führung ausmacht. Wir glauben: Die Arbeitswelt der Zukunft und damit auch das Leadership braucht ein Umdenken, braucht Regelnbrechen – kurz: einen Mindshift.

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    Insa Klasing: „Wer mehr als zwei Stunden am Tag führt, ist übergriffig“

    Insa Klasing: „Wer mehr als zwei Stunden am Tag führt, ist übergriffig“

    Früher managte Insa Klasing die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC). Nun macht sie mit ihrem eigenen Start-up TheNextWe aus anderen gute Chefs. Warum sie das kann? Zweimal in ihrer Karriere musste sie unfreiwillig lernen, zu delegieren und ihren Führungsstil radikal anzupassen.

    Das erste Mal im Jahr 2016. Damals war Insa Deutschlandchefin von KFC und brach sich bei einem Reitunfall beide Arme. Sechs Wochen konnte sie nicht ins Büro, verbrachte die Zeit im Krankenhaus und der Reha. Danach konnte sie erstmal nur für nur zwei Stunden am Tag zurück - für sie als Workaholic der Horror.

    Vier Jahre später, im März 2020, steckte sich Klasing bei einer Chorprobe in Berlin in der Frühphase der Pandemie mit dem gefährlichen Coronavirus an. Es folgten: eine Lungenentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung und dann noch ein Krankenhauskeim. „Der Effekt war am Ende, dass ich wirklich innehalten musste.“

    Heute sagt die Unternehmerin: „Wer mehr als zwei Stunden am Tag führt, ist übergriffig“. Sie fordert ein radikal anderes Führungsverständnis. Statt alles kontrollieren zu wollen, sollten Chefs ihren Mitarbeitern viel mehr Freiheiten geben. Ansonsten geht es bergab mit deutschlands Unternehmen. Wichtig dabei laut Klasing: eine geteilte Vision. „Sonst wird Loslassen im Chaos enden, weil jeder das macht, was er glaubt, was richtig ist.“

    Die Ostfriesin, die in Oxford Volkswirtschaft, Politik und Philosophie studiert hat, spricht mit uns über die Stolpersteine von New Work, über die Ego-Falle („Zwischen Delegieren und Loslassen fließt der Mississippi“), ihre größten Lehren aus beiden Schicksalsschlägen („Feedback ist Liebe, auch wenn sich das nicht immer so anfühlt“) die Frage, wie lange eine gute Chefin arbeiten muss - viel Spaß beim Zuhören.

    • 49 min
    Marc Wallert: „Positives Denken kann tödlich sein“

    Marc Wallert: „Positives Denken kann tödlich sein“

    Von der Geisel im Dschungel zum Krisenexperte
    Wenn jemand über Krisen sprechen kann, dann dieser Mann: Der Göttinger Marc Wallert überlebte 140 Tage als Geisel unter Extrembedingungen im philippinischen Dschungel. Mitten im Paradies wurden er und seine Eltern im Jahr 2000 von islamistischen Terroristen entführt und mit 18 anderen Geiseln verschleppt. Psychoterror statt Tauchurlaub.

    Die Kidnapper waren bis auf die Zähne bewaffnet, drohten mit Enthauptung und forderten pro Geisel 1 Millionen Dollar Lösegeld. Ein Fall, der damals die ganze Welt in Atem gehalten hat, denn die Entführer haben immer wieder Journalisten ins Dschungelcamp gelassen. Bizarr: in unmittelbarer Nähe startete damals die TV-Produktion der Reality-Show “Das Inselduell.”

    Doch nicht der Dschungel hat den Manager Marc Wallert kaputt gemacht - die grösste Gefahr lauerte im Arbeitsalltag danach. Nur zwei Wochen nach der Freilassung, sitzt er wieder in der Firma und managt internationale Umstrukturierungen. Das geht fünf Jahre lang gut. Dann rutscht der zahlengetriebene High-Performer in einen Burn-Out - erst dann macht es Klick in ihm und er fängt an, sein Leben nochmal ganz neu zu sortieren.

    Heute sagt Wallert, der inzwischen als Resilienztrainer, Bestsellerautor und Redner arbeitet: Wer glücklich sein will, braucht außer Optimismus vor allem Krisen. Aber er warnt auch, denn allzu positives Denken kann tödlich sein. Ja, das klingt erstmal ziemlich schräg, aber der größte Fehler, den viele Menschen machen, ist, dass sie nach Krisen wie ein Stehaufmännchen „aufstehen, Krönchen richten, und weitermachen“ wie immer.

    In dieser Folge von Handelsblatt Mindshift nimmt uns Marc Wallert mit auf eine Reise durch seine Krisen und wie er sie bewältigt hat. Er verrät, wie Unternehmen aber auch jeder einzelne von uns persönlich eine Krise in eine Chance verwandeln kann, wie er Menschen vor einem Burnout bewahrt und wie ihm Galgenhumor im Dschungel geholfen hat, nicht den Kopf zu verlieren. Viel Spaß beim Zuhören.

    • 52 min
    Verena Hubertz: „Wir sind im Parlament kein Spiegelbild der Gesellschaft“

    Verena Hubertz: „Wir sind im Parlament kein Spiegelbild der Gesellschaft“

    Heute sprechen wir mit Verena Hubertz: sie gründet 2014 in Berlin die bekannte und preisgekrönte Koch-App Kitchen Stories. Eine Online-Plattform mit idiotensicheren Schritt-für-Schritt Rezepten und Video-Anleitungen zum Nachkochen.

    Als Hubertz mit ihrer Mitgründerin Mengting Gao die Idee vor potentiellen Investoren pitchen muss, nimmt sie keiner ernst. Doch die beiden Tech-Gründerinnen lassen sich nicht entmutigen. Sie finanzieren ihre Idee aus der eigenen Tasche und treffen einen Nerv. Heute ist die Food-App in 150 Ländern verfügbar und wurde schon über 21 Millionen Mal heruntergeladen. Sogar Apple-Chef Tim Cook ist ein Fan und hat mit den Gründerinnen schon Pfannkuchen gebacken.

    2017 kauft die Bosch-Tochter BSH die Mehrheit der Anteile, heute hält Verena zusammen mit ihrer Mitgründerin noch 25,1 Prozent am Unternehmen und Kitchen Stories ist eines der erfolgreichsten deutschen Start-ups überhaupt. Mit dem Geld könnte sich die 33-jährige Jungunternehmerin auch einen schönen Lenz machen - stattdessen hängt Verena Hubertz ihren Job als CEO an den Nagel und zieht wieder zu Hause bei ihren Eltern ein. Denn sie will für die SPD im Wahlkreis Trier in den Bundestag.

    Was ihr nach vielen schlaflosen Nächten geholfen hat, diese Entscheidung zu treffen, warum sie sich das antut, nochmal bei Null anzufangen und wie sie sich wappnet, um sich nicht an festgefahrenen Parteistrukturen die Zähne auszubeissen, das verrät sie uns Verena Hubertz jetzt im Gespräch. Viel Spaß beim Zuhören.

    • 44 min
    Pamela Pabst: „Selbst Mörder können sympathisch sein“

    Pamela Pabst: „Selbst Mörder können sympathisch sein“

    Pamela Pabst ist die erste von Geburt an blinde Strafverteidigerin Deutschlands. Zu ihren Klienten zählt die Berlinerin Mörder, Hochstapler, Räuber, Dealer und Vergewaltiger.

    Pamela kommt 1978 im sechsten Monat auf die Welt - sie ist nur 37 Zentimeter lang und 1100 Gramm schwer. Ihr Leben können die Ärzte retten, ihr Augenlicht nicht. Im Brutkasten wird ihr Sauerstoff zugeführt, wahrscheinlich hat der die Sehkraft nahezu vollständig zerstört.

    Als sie vier Jahre alt ist, kommt sie zunächst auf eine Sonderschule für Blinde und Mehrfachbehinderte. Aber Pamelas Lehrerin merkt schnell, dass sie dort unterfordert ist. So darf sie in eine normale Grundschule, wo sie mit sehenden Kindern aufwächst. Ihr Leben verläuft friedlich, aber auf dem Gymnasium wird es schlimm. Mitschüler kokeln ihren Pony mit einem Feuerzeug an, schneiden ihren Zopf ab, rufen ihr “blindes Huhn” nach, nehmen ihre Sachen weg und verlangen Lösegeld dafür.

    In dem Moment weiß Pamela schon, dass sie Jura studieren und Anwältin werden möchte - sie träumt von einer gerechten Welt, die sie am Gericht vermutet. Mit einem unbändigen Willen und viel Kraft und Leidenschaft trotzt sie auch im Studium allen Widrigkeiten und geht ihren Weg.

    Heute arbeitet Pamela Pabst erfolgreich als selbstständige Strafverteidigerin und hat ihre eigene Kanzlei, in der sie auch junge Menschen ausbildet. Sie schreibt Bücher und ihre Lebensgeschichte hat sogar die Macher der ARD-Fernsehserie “Die Heiland - wir sind Anwalt” inspiriert.

    Ihre Blindheit sieht Pamela Pabst nicht als Behinderung, sondern als eine besondere Eigenschaft. Ein Gespräch mit einer bemerkenswerten Frau - ich wünsche Euch viel Spaß beim Zuhören.

    **Außerdem wollten wir von Pamela Pabst wissen:**

    - Wie sieht ein Arbeitstag aus im Leben von Pamela Pabst?
    - Können Sie hören, ob jemand lügt?
    - Wie reagieren die Gefangenen auf eine blinde Strafverteidigerin?
    - Als Blinde urteilen Sie nicht nach dem Aussehen, haben Sie trotzdem Vorurteile?
    - Wie kann man als Anwalt einen Mörder verteidigen?

    • 48 min
    Rüdiger Striemer: "Für mich hat eine Psychiatrie jeden Schrecken verloren"

    Rüdiger Striemer: "Für mich hat eine Psychiatrie jeden Schrecken verloren"

    Rüdiger Striemer, erfolgreicher Vorstand der börsennotierten Aktiengesellschaft Adesso, hielt sich immer für stark. Bis er sich, Mitte 40 und auf dem Höhepunkt seiner Karriere, selbst in die Psychiatrie einweist.
    „Die Situation wurde von Tag zu Tag immer schlimmer, bis ich eines Nachts wach wurde und eine wahnsinnige Panikattacke hatte. Mein Puls und mein Blutdruck waren wahnsinnig hoch. Ich habe am ganzen Körper gezittert, war schweißnass“, erzählt der Top-Manager in der neuen Folge von Handelsblatt Mindshift. „Dann habe ich meine Nachbarin aus dem Bett geklingelt, zu der ich eine sehr freundschaftliche Beziehung habe und wir haben den Notarzt angerufen, der hat mir eine Valium reingehauen hat. Dann habe ich gesagt: Gisela, fahre mich bitte morgen zur Klinik.“
    Mitten im Wald lernt er über acht Wochen in der Klinik, was ihn auf diese Talfahrt geschickt hat, woher seine Panikstörungen kommen und dass eigentlich gar nichts Schlimmes daran ist, sich professionell helfen zu lassen, wenn die Seele erkrankt ist.
    Wieder zu Hause, mutet er sich direkt am nächsten Tag einen lange Vorstandssitzung zu - und arbeitet noch drei Jahre lang weiter als Co-Vorstandsvorsitzender des IT-Beratungsunternehmens. Erst dann schaltet er einen Gang runter und kalibriert sein Arbeitsleben neu. Heute arbeitet Rüdiger Striemer als Leiter Internationalisierung eine Ebene unter dem Vorstand.
    Angst vor einem Rückfall hat der Manager keine. "Für mich hat so eine psychiatrische Klinik jeden Schrecken verloren, weil am Ende des Tages war ja diese Phase, diese zwei Monate in meinem Leben, wahnsinnig wichtig und haben mir auch echt geholfen", erzählt Rüdiger Striemer im Interview.
    In unserem sehr persönlichen erzählt Striemer offen über seine Krankheit, wie er sich wieder zurück in sein altes Leben gekämpft hat und wie es ihm heute, zehn Jahre nach der Psychiatrie, geht.

    Wenn Sie auch eine Psychotherapie machen oder gar ein längerer Klinikaufenthalt Ihren Lebenslauf schmückt, kann ich Ihnen an dieser Stelle eigentlich nur gratulieren. Weil es eine Menge Mut und Reife erfordert, sich seinen Problemen zu stellen, sich Schwäche einzugestehen, Selbstreflexion zu üben und sich als Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Und genau das sind wichtige Eigenschaften sowohl im Privatleben als auch im Beruf. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören.

    • 37 min
    Enise Lauterbach: "Als Migrantin fühlte ich mich wie ein Alien"

    Enise Lauterbach: "Als Migrantin fühlte ich mich wie ein Alien"

    Von der Chefärztin zur Start-up-Gründerin: Mitten in der Pandemie gründet Enise Lauterbach ihr Unternehmen Lemoa Medical. Die Kardiologin konzipiert eine App für Herzkranke Menschen und einen Messenger von Ärzten für Ärzte, der Patienten und Medizinern das Leben leichter machen soll.

    Enise war bis dahin sehr erfolgreich, sie hatte einen unbefristeten Job - trotzdem gab sie entnervt auf: zu viel Bürokratie, zu viel Pedanterie im Medizinbetrieb. Mit ihrem Start-up setzt sie jetzt alles auf eine Karte und geht unbeirrt ihren Weg, dessen größte Hürde am Anfang ein uraltes Faxgerät gewesen ist.

    Was die Tochter türkischer Gastarbeiter und zweifache Mutter dazu bewogen hat, in der Corona-Krise ihren Job als Ärztin an den Nagel zu hängen und wie sie die Digitalisierung in der Medizin weiter voranbringen will, erzählt Enise Lauterbach im Interview.

    Außerdem wollten wir von ihr wissen, wie sie sich selbst motiviert in Momenten, in denen sie Zweifel hat, woher Enise Lauterbach ihren Mut nimmt und wie es sich anfühlt, auf einmal einen eigenen Wikipedia-Eintrag zu haben.

    Viel Spaß beim Zuhören.

    • 57 min

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