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«52 beste Bücher» widmet sich Woche für Woche einer herausragenden literarischen Neuerscheinung. Die Sendung richtet sich an alle Liebhaberinnen von Literatur und literarischer Debatte und an jene, die neugierig sind auf Begegnungen mit Autoren und Literaturkritikerinnen.

52 beste Bücher Schweizer Radio und Fernsehen

    • Bücher
    • 4.6, 10 Bewertungen

«52 beste Bücher» widmet sich Woche für Woche einer herausragenden literarischen Neuerscheinung. Die Sendung richtet sich an alle Liebhaberinnen von Literatur und literarischer Debatte und an jene, die neugierig sind auf Begegnungen mit Autoren und Literaturkritikerinnen.

    «Mutter. Chronik eines Abschieds» von Melitta Breznik

    «Mutter. Chronik eines Abschieds» von Melitta Breznik

    Melitta Breznik schildert in ihrem aktuellen Roman «Mutter» das Sterben einer betagten Frau. Sie wird dabei von ihrer Tochter begleitet. Ein überaus tiefgründiges und berührendes Buch. Die in Sent lebende schweiz-österreichische Autorin Melitta Breznik ist zu Gast bei Felix Münger. Die im Sterben liegende Mutter wohnt in einer Kleinstadt in der Steiermark. Die in der Schweiz lebende Tochter reist an. Sie möchte die Mutter auf deren letzter Reise nicht allein lassen und begleitet sie über mehrere Wochen bis zu deren Lebensende.

    Mit nüchtern-lakonischer Sprache schildert «Mutter» die Veränderungen der Sterbenden und die ambivalenten Gefühle der sie begleitenden Tochter in Anbetracht des unabwendbaren Todes: Liebevolle Zuneigung mischt sich mit Wehmut darüber, dass vergangene und belastende Geschehnisse in der Familie keine Klärung mehr finden werden.

    «Mutter» führt eindrucksvoll vor Augen, dass das Sterben Teil des Lebens ist. Der Roman konfrontiert uns mit der Frage, wie wir selbst dem Tod begegnen möchten – demjenigen unserer Nächsten und unserem eigenen.

    Buchhinweis:
    Melitta Breznik. Mutter. Chronik eines Abschieds. Luchterhand, 2020.

    • 39 Min.
    52 Beste Bücher kompakt: Mit Melitta Breznik

    52 Beste Bücher kompakt: Mit Melitta Breznik

    Felix Münger unterhält mit sich Melitta Breznik über die Motive, das Sterben zum Thema ihres aktuellen Romans zu machen. Buchhinweis:
    Melitta Breznik. Mutter. Chronik eines Abschieds. Luchterhand, 2020.

    • 12 Min.
    «Das Museum der Welt» von Christopher Kloeble

    «Das Museum der Welt» von Christopher Kloeble

    «Das Museum der Welt» führt uns zurück ins Indien des 19. Jahrhunderts. Ein Waisenjunge begleitet als Übersetzer die grösste deutsche Forschungsexpedition jener Zeit. Luzia Stettler spricht mit Christopher Kloeble über die Vermischung von Fakten und Fiktion und über den Clash von Kulturen. Die drei bayrischen Brüder Adolph, Hermann und Robert Schlagintweit haben von ihrem Idol, Alexander von Humboldt, ein Empfehlungsschreiben erhalten und reisen kurz vor dem ersten indischen Unabhängigkeitskrieg quer durch das riesige Land. Vor dem Hintergrund ihrer historisch belegten Erfahrungen und Entdeckungen hat Christopher Kloeble einen vielschichtigen und temporeichen Abenteuerroman geschrieben.

    Im Mittelpunkt steht Bartholomäus aus Bombay, der mindestens zehn Sprachen spricht. Sein Ziel ist es, das erste Museum Indiens zu gründen, denn er hat gehört, dass ein Museum zur Stärkung der nationalen Identität beiträgt. Als Ort für die Aufbewahrung schenkt ihm der Waisenhausvater ein Notizbuch. «Darin kann ich die teuersten, schwersten und gefährlichsten Objekte des Kontinents sammeln», sagt er stolz, «selbst Unsichtbares wie Gefühle, Träume oder Erinnerungen».

    Mit diesen herzerfrischenden Erzähler setzt Christopher Kloeble – wie er sagt – all jenen namenlosen indischen Hilfskräften ein literarisches Denkmal, ohne deren Unterstützung die vielen weissen Forscher jener Zeit nie ihre Expeditionen hätten durchführen können. Gleichzeitig gelingt es dem Autor auch unaufdringlich die Brücke vom kolonialistischen Indien bis in die Gegenwart zu schlagen.

    Buchhinweis:
    Christopher Kloeble. Das Museum der Welt. dtv, 2020.

    • 42 Min.
    52 Beste Bücher: Mit Christopher Kloeble

    52 Beste Bücher: Mit Christopher Kloeble

    Luzia Stettler spricht mit Christopher Kloeble über die Spionagetätigkeit einstiger Forscher, über seinen Alltag in Indien und über den Gap zwischen den Kulturen. Buchhinweis:
    Christopher Kloeble. Das Museum der Welt. dtv, 2020.

    • 13 Min.
    «Palast der Miserablen» von Abbas Khider

    «Palast der Miserablen» von Abbas Khider

    Zwei Abwärtsspiralen, gegeneinander geschnitten: hier ein junger Häftling in wechselnden Kerkern, dort seine Familie, die ein besseres Leben suchte und immer nur ein schlechteres fand. Abbas Khider zeichnet in «Palast der Miserablen» ein packendes Panorama irakischer Geschichte. In seinem neuen Roman erzählt Abbas Khider vom Irak der späten achtziger und der neunziger Jahre. Es ist «ein Land der unterirdischen Kerker», gebeutelt von Diktatur, Kriegen, religiösen und sozialen Konflikten, dumpfer Angst und himmelschreiender Armut. Aus dem ländlichen Süden ziehen Shams Husseins Eltern mit Sohn und Tochter nach Bagdad und landen dort in einem der ärmsten Slums. Kaum haben sie sich etwas eingerichtet, bricht eine Katastrophe nach der anderen über sie herein. Und Shams, ein ganz normaler Teenager, entdeckt die Welt der Bücher und besiegelt damit seinen Untergang.

    «Palast der Miserablen» kommt düster daher, ist aber auch voller Galgenhumor und Situationskomik. Mehr noch als eine Chronik des Schreckens ist der Roman eine Chronik des Alltags trotz aller Schrecken. Politik, Soziologie, Psychologie, Tradition und individuelle Hoffnungen und Wünsche verbinden sich zu einer grossen Erzählung über den Zustand des Irak in den Jahren vor dem Sturz Saddam Husseins.

    Mit Abbas Khider spricht Franziska Hirsbrunner.

    Buchhinweis: 
    Abbas Khider. Palast der Miserablen. Carl Hanser Verlag, 2020. 

    • 37 Min.
    52 Beste Bücher kompakt: Mit Abbas Khider

    52 Beste Bücher kompakt: Mit Abbas Khider

    Franziska Hirsbrunner spricht mit Abbas Khider darüber, wie man das Lesen auch auf ungewöhnlichen Wegen entdecken kann und warum Lektüre wie guter Wein ist. Buchhinweis:
    Abbas Khider. Palast der Miserablen. Carl Hanser Verlag, 2020.

    • 13 Min.

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