25 Folgen

Hier geht es um Asyl- und Aufenthaltsrecht!
Victoria Lies spricht mit Expert*innen zu verschiedenen Bereichen in der Arbeit mit Geflüchteten.
#zugangzumrecht

Asyl im Dialog - der Podcast der Refugee Law Clinics Deutschland Victoria Lies

    • Gesellschaft und Kultur

Hier geht es um Asyl- und Aufenthaltsrecht!
Victoria Lies spricht mit Expert*innen zu verschiedenen Bereichen in der Arbeit mit Geflüchteten.
#zugangzumrecht

    Rechtswidrige Hausordnungen für Geflüchtete

    Rechtswidrige Hausordnungen für Geflüchtete

    Grundrechte am Eingang abgeben - das müssen Geflüchtete in Erstaufnahmeeinrichtungen oder Sammelunterkünften. Grund dafür sind Hausordnungen, die Rechte dieser Menschen gänzlich außer Acht lassen. Und das, obwohl Asylsuchende verpflichtet sind, dort zu wohnen, sogar bis zu 18 Monate.

    Ich spreche in dieser Folge mit Sarah Lincoln von der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Als Bündnis hat die GFF gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, LEA Watch, ProAsyl und der Aktion Bleiberecht Klage beim Verfassungsgerichtshof Mannheim gegen die rechtswidrigen Hausordnungen erhoben.

    Sarah Lincoln erklärt uns, dass nicht einmal Erdnussbutter mit in die Zimmer gekommen werden darf und inwieweit die Hausordnungen mit solcher in Gefängnissen vergleichbar sind.

    Wieso sich die Bewohner*innen selbst nur schwer gegen die Grundrechtseingriffe wehren können und wie die Lage in anderen Bundesländern aussieht, erfahrt ihr in dieser Folge.



    Weiterführende Links:

    https://freiheitsrechte.org/hausordnung/

    https://leawatch.noblogs.org/

    https://www.aktionbleiberecht.de



    #asyl #flüchtlinge #ankerzentrum #grundrechte #rechtswidrig #klage #gericht #strategischeprozessführung

    • 29 Min.
    Wieso Menschen aus Eritrea fliehen

    Wieso Menschen aus Eritrea fliehen

    ERITREA

    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Magnus Treiber, Professor für Ethnologie an der Uni München.

    Es geht weiter mit dem Fokus auf Herkunftsländer. Und nach Somalia wir uns in dieser Folge wieder mit einem Herkunftsland mit einer sogenannten „guten Bleibeperspektive“ beschäftigen. Es ist Eritrea - ein sehr kleines Land mit 3,5 Millionen Einwohner*innen und dennoch stellen zwischen 5 und 10 tausend Menschen aus Eritrea jährlich einen Asylantrag in Deutschland.



    In Eritrea herrscht kein Bürgerkrieg und es gab keine militärische Intervention von außen, aber dennoch versuchen jährlich Tausende das Land zu verlassen. Schuld daran ist das diktatorische Regime von Staatsoberhaupt Isayas Afewerki, dessen Diktatur als die schlimmste und repressivste in ganz Afrika gilt.

    Insbesondere die neueren Entwicklungen lassen auch nichts Gutes hoffen. Neben der Pandemie gibt es einen Bürgerkrieg im Nachbarland Äthiopien, der Krieg in Tigray. Dabei war der 2018 geschlossene Friedensvertrag zwischen Eritrea und Äthiopien mit großen Hoffnungen verbunden.

    Vor ein paar Monaten ging nun aber der Krieg im Tigray los und auch Eritrea scheint dabei nicht unbeteiligt zu sein.



    Was genau ein Reueformular ist, wie man ohne ein gefordertes Ausreisevisum überhaupt das Land verlassen kann und dass der Grenzkrieg zwischen Eritrea und Äthiopien immer noch nicht vorbei ist. erfahrt ihr in dieser Folge.

    #eritrea #flucht #tigray #asyl

    • 39 Min.
    Somalia - Frauen* auf der Flucht

    Somalia - Frauen* auf der Flucht

    Es geht weiter mit dem Fokus auf Herkunftsländer.

    Ein Gespräch mit Khulud Sharif-Ali

    Somalia - ein Land, das gezeichnet ist von Armut, Krieg und Terror. Seit den 1990er Jahren kämpfen am Horn von Afrika verschiedene Clans, Milizen und insbesondere die islamistische Terrorvereinigung Al-Schabaab um die Vorherrschaft. Über 5000 Asylanträge von Menschen aus Somalia wurden im letzten Jahr in Deutschland gestellt, dabei sind Hauptaufnahmeländer für Geflüchtete von dort vor allem die benachbarten Länder wie Kenia, Jemen oder Äthiopien.



    Wir werden heute aber auch noch einen ganz besonderen Blick auf das Land werfen - nämlich von den Augen einer Frau* aus. Es geht um geschlechtsspezifische Fluchtgründe und wieso Somalia besonders für Frauen* so gefährlich ist.

    Meine Expertin Khulud, die in Somalia geboren ist, promoviert an der Hochschule Fulda über die Alltagsstrategien weiblicher Geflüchteter in Deutschland. Sie wird uns erklären, dass weibliche Genitalverstümmelung, oder auch kurz FGM, immer noch ein großer Faktor der Unterdrückung von Frauen* in Somalia ist. Aber auch die Flucht an sich und die Unterbringung in Notunterkünften im Zielland kann ebenso eine Gefahr für geschlechtsspezifische Diskriminierung sein - vor sexualisierter Gewalt oder Sex als Währung sind sie auch dort nicht sicher.

    Dieser Problematik hat sich meine Expertin heute angekommen und wie sie geflüchtete Frauen in Deutschland empowern will, erfahrt ihr in dieser Folge.



    #asyl

    #somalia

    #fgm#leavenoonebehind

    • 33 Min.
    Alarmphone statt Küstenwache

    Alarmphone statt Küstenwache

    Ein Gespräch mit Britta vom Alarmphone - Watch the Med



    Sie berichtet von der Arbeit der Initiative, die seit über 6 Jahren eine Hotline bereitstellt, die Menschen in Seenot anrufen können. Über 3000 Boote wurden dadurch schon begleitet. Es wird unterstützt bei der Kontaktaufnahme mit Küstenwachen und Behörden, auch die zivile Seenotrettung wird informiert.

    Wieso die Arbeit leider weiterhin wichtig bleibt, was genau passiert, wenn ein Anruf eingeht und wie sich die Situation im Atlantik in Richtung Kanaren im letzten Jahr entwickelt hat, erfahrt ihr in dieser Folge!





    "In der Welt, die wir wollen, würde das Alarm Phone nicht existieren. Menschen sollten nicht ihr Leben auf dem Meer riskieren müssen einfach nur, um eine Grenze zu überqueren und einen sicheren Ort zu erreichen. Sie sollten keine von Aktivist*innen betriebene Notfall-Hotline anrufen müssen, damit ihr Notruf überhaupt gehört wird und sie gerettet werden. Sie sollten sich frei und sicher bewegen dürfen."





    Wenn euch der Podcast gefällt, abonniert ihn oder folgt ihm gerne auf Instagram!

    • 22 Min.
    Warum Afghanistan nicht sicher ist

    Warum Afghanistan nicht sicher ist

    #fokusherkunfsländer

    Ein Gespräch mit Thomas Ruttig vom Afghanistan Analyst Network darüber, wieso Afghanistan nicht sicher ist. Darüber, wieso es einen sofortigen Abschiebestopp braucht.







    Afghanistan ist das gefährlichste Land der Welt mit mehr als 100.000 getöteten Zivilist*innen in den vergangenen zehn Jahren. 







    Als hätte das Bundesinnenministerium vergessen, dass wir gerade mitten in einer weltweiten Pandemie stecken, finden leider weiterhin Abschiebeflüge nach Afghanistan statt. Wie sich Corona in diesem zerrütteten Land auswirkt, was ganz grundsätzlich die Hintergründe der Konflikte sind und was nach Afghanistan Abgeschobene dort erwartet, hört ihr in dieser Folge.







    Webseite des Netzwerks:


    https://www.afghanistan-analysts.org/en/







    Blog von Thomas Ruttig:


    https://thruttig.wordpress.com/author/thomasruttigaan/









    Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

    • 41 Min.
    Brutalität und Menschenrechte auf der Balkanroute

    Brutalität und Menschenrechte auf der Balkanroute

    Bittere Kälte, kein Essen, kein Dach über dem Kopf - das ist Realität für tausende Geflüchtete, die zuvor im nun abgebrannten Camp Lipa nahe der bosnischen Stadt Bihac unterkamen. Heute geht es um einen Abschnitt der sogenannten Balkanroute, genauer gesagt um illegale Pushbacks an der kroatisch-bosnischen Grenze und was dagegen getan werden kann.





    Dazu spreche ich mit Matjia Vlatkovic, der beim ECCHR arbeitet, dem European Center for Constitutional and Human Rights. Dort geht er gemeinsam mit seinem Team gegen Pushbacks vor. Dieser Verein setzt sich durch juristische Interventionen und strategische Prozessführung für Menschenrechte ein.


    Er selbst war bei den ersten Pushbacks vor Ort.


    Wie die asylpolitische Situation in Kroatien und Bosnien ist, was die Geschichte des Balkans mit der heutigen Lage zu tun hat und wie die Klagen des ECCHR gegen Menschenrechtsverletzungen durch Pushbacks laufen, erfahrt ihr in dieser Folge.





    Wie könnt ihr helfen?

    Hier:





    www.ecchr.eu





    www.balkanbruecke.org





    https://aachener-netzwerk.de/sos-bihac/

    • 44 Min.

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