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Dokumentarfilme zu Themen aus Gesellschaft, Natur, Politik, Sport und Wirtschaft. Es sind Geschichten, so einzigartig wie das Leben.

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    • Gesellschaft und Kultur
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Dokumentarfilme zu Themen aus Gesellschaft, Natur, Politik, Sport und Wirtschaft. Es sind Geschichten, so einzigartig wie das Leben.

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    Luzern im Coronajahr – Folge 4

    Luzern im Coronajahr – Folge 4

    Seit Monaten bestimmt Corona das Leben in der Schweiz. Im Winter 2020 scheint für das Varieté Caleidoskop das schlimmste Szenario einzutreffen. Hauswart Bojan Jovanovic hat Mühe bei der Stellensuche. An Ostern ist das Hotel Beau Séjour ausgebucht und auch beim Festzeltbauer Hunziker gibt es Hoffnung.

    Claudia Kienzler, die Geschäftsführerin des Varieté Caleidoskop, muss die geplante Tournee absagen. Jetzt steht sie vor einer ungewissen Zukunft und hofft auf Solidarität: Crowdfunding soll ihr Traumprojekt retten.
    Bojan Jovanovic, der ehemalige Hauswart, ist auf Jobsuche. Der 51-Jährige muss schmerzlich erfahren, dass er zwar einen grossen Erfahrungsschatz, aber keine Diplome vorzuweisen hat. «Ich habe in diesem Jahr gelernt, dass man auf sich selbst gestellt ist», sagt er. Doch dann zeigt ein Viersterne-Hotel Interesse an seinen Fähigkeiten.
    Seit dem Shutdown kaum mehr Aufträge- die wirtschaftliche Situation schlägt Roland Küng, CEO der Zeltbaufirma Hunziker, aufs Gemüt. Da hilft der Optimismus seines Chefs Andreas Messerli. «Wir werden alles tun, damit die Firma Hunziker stark aus der Krise kommt», verspricht dieser. Mitten im historischen Tief des 86-jährigen Unternehmens hat Messerli Expansionspläne. Das gibt Küng neuen Mut: «Ich will mit dem Unternehmen und den Mitarbeitenden in die Zukunft gehen und kämpfe dafür wie ein Löwe.»
    Manuel Berger und Walter Willimann, die beiden Betreiber des Hotels Beau Séjour, wecken das Haus aus dem Winterschlaf und können sich freuen: Über Ostern ist das Hotel ausgebucht. Aus den Höhen und Tiefen des vergangenen Jahres hat Manuel, der 36-jährige Hoteldirektor gelernt: «In Zukunft kann ich wohl gewisse Sachen lockerer angehen».
    «Ich bin zufrieden, wie ich diese Zeit gemeistert habe», sagt Souvenirhändler Robert Casagrande im Rückblick. Über die Ostertage hofft er auf einige kaufkräftige Feriengäste und bleibt optimistisch. Er glaubt fest daran, dass Ende Sommer der Individualtourismus Schwung aufnehmen wird.

    • 41 Min.
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    Warum ist die Schweiz so reich?

    Warum ist die Schweiz so reich?

    Die Schweiz ist das reichste Land der Welt – oder rangiert je nach Berechnungsart zumindest unter den Top 10. Sowohl beim Durchschnittseinkommen als auch beim Durchschnittsvermögen.

    Weshalb ist ausgerechnet das rohstoffarme Alpenland so wohlhabend wie kaum ein anderes Land dieser Welt? Der Dokumentarfilm geht der Frage analytisch nach und beleuchtet über 500 Jahre Schweizer Wirtschaftsgeschichte.

    Fragt man auf den Strassen des nördlichen Nachbarn nach, warum die Schweiz so reich ist, sind die Antworten schnell zur Hand: «Nazigold und Bankgeheimnis haben die Eidgenossen reich gemacht.» Nicht ohne Neid nimmt man in Deutschland wahr, dass das Durchschnittseinkommen in der Schweiz um ein Vielfaches höher ist als dasjenige in Deutschland. Durchschnittlich verdienen Deutsche Angestellte 3535 Euro brutto im Monat, bei den Schweizern sind es 6655 Euro. Ein frappanter Unterschied. Aber es lohnt sich – wie so oft – genauer hinzuschauen.

    Der Film spannt einen Bogen vom 15. Jahrhundert und dem Söldnertum, über den Anfang des 19. Jahrhunderts, als in der Schweiz Menschen an Hunger starben und Hunderttausende gezwungen waren, auszuwandern, bis in die Jetztzeit, in der auch die Alpenrepublik versucht, mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Ausgewiesene Expertinnen und Experten kommen zu Wort und ordnen die historischen Abschnitte ein.

    Der Dokumentarfilm räumt mit Klischees auf und zeigt, welche Stereotypen viel mit der Wahrheit zu tun haben.

    • 51 Min.
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    Zarli Carigiet – Mis Dach isch dr Himmel vo Züri

    Zarli Carigiet – Mis Dach isch dr Himmel vo Züri

    Am 6. Mai 2021 jährt sich Zarli Carigiets Todestag zum 40. Mal. In einem Dokumentarfilm erinnert SRF an den Volksschauspieler, der mit seinem markanten Kopf, Kraushaar und unverwechselbarem Bündner Dialekt über Jahrzehnte zur festen Grösse und prägenden Figur im Schweizer Kabarett und Film gehörte.

    Der Dokumentarfilm «Zarli Carigiet – Mis Dach isch dr Himmel vo Züri» zeigt zum Teil unveröffentlichtes Film- und Fotomaterial des 1907 in der Surselva in Trun geborenen Künstlers. Familienmitglieder, Berufskollegen, Autoren und Freunde erinnern sich an Zarli Carigiet, der die Rolle des schwierigen Aussenseiters nicht nur auf der Bühne verkörperte. So entsteht ein spannendes, ungeschminktes Porträt über einen der wichtigsten Exponenten schweizerischer Populärkultur des 20. Jahrhunderts.

    Vor allem Zarlis Rolle als singender Schauspieler im «Cabaret Chornichon» in den 1930er-Jahren machten ihn im ganzen Land bekannt. Unvergessen sind auch seine Auftritte in legendären Schweizer Filmen wie beispielsweise «Hinter den sieben Gleisen» (1959) von Kurt Früh. Erst in den letzten Lebensjahren wurde es ruhig um den Charakterkopf. Theater und Filmrollen blieben aus und Zarli zog sich immer mehr zurück auf sein Maiensäss in der Surselva. Filmautor Felice Zenoni blendet auch diese schwierigen Jahre in seinem Leben nicht aus. 2019 brannte die imposante «Casa Carigiet», das Geburtshaus der Familie Carigiet, in Trun lichterloh. Inzwischen hat «Trun Cultura» das Gebäude gekauft, baut es wieder auf, um es später der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und darin ein Kulturzentrum einzurichten. Direkt neben dem Haus erinnert auf dem Friedhof ein von seinem Bruder Alois Carigiet gestaltetes Kreuz an den am 6. Mai 1981 verstorbenen Schauspieler.

    • 25 Min.
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    Luzern im Coronajahr – Folge 3

    Luzern im Coronajahr – Folge 3

    Im Herbst 2020 spitzt sich die Krise zu. Souvenirhändler Casagrande muss zehn Angestellten kündigen, darunter seinem langjährigen Hauswart. Auch der CEO des Festzeltbauers Hunziker bricht sein Versprechen an die Belegschaft. Die Hoteliers des Beau Séjours müssen eine schwere Entscheidung treffen.

    «Mit 90 Prozent Rückgang der Einnahmen ist die Situation für uns sehr schlimm», sagt Souvenirhändler Robert Casagrande. Das hat Konsequenzen: Zehn Angestellte verlieren ihren Job. Für Bojan Jovanovic, der fast 25 Jahre lang für das Unternehmen gearbeitet hat, ist die Entlassung ein Schock. Der 50-Jährige hat zwei Töchter, die noch mitten im Studium stecken.

    Auch Roland Küng, der CEO des Festzeltbauers Hunziker AG, dessen Auftragsbücher Corona leergefegt hat, muss Kündigungen aussprechen. «Es tut mir selbst weh für die Leute und ihre Angehörigen», bedauert Küng. Damit bricht er ein Versprechen an die Belegschaft. Denn bis vor Kurzem hat er beteuert, alle würden den Job bis Weihnachten behalten.

    Manuel Berger und Walter Willimann, die beiden Betreiber des Hotels Beau Séjour, verzeichnen immer weniger Buchungen. Der Hausbesitzer Peter Kiener versichert ihnen, die Miete den Einnahmen anzupassen. Trotzdem entscheidet man sich, das Hotel in den Winterschlaf zu schicken. Hoteldirektor Manuel plagen Existenzängste: «Das sind Momente, wo man Angst hat, ob es das jetzt gewesen ist mit der Hotellerie».

    Die Musikerin Claudia Kienzler, die Geschäftsführerin des Vereins Varieté Caleidoskop, trommelt Gönnerinnen und Gönner zusammen, um ihnen die schwierige finanzielle Situation aufzuzeigen. Den drei Angestellten bezahlt sie einen Lohn, sie selbst lebt von Erspartem. «Das ist meine Altersvorsorge, auf die ich jetzt zurückgreife», bedauert sie. Da hilft es, dass sie niedrige Lebenskosten hat und in einer Theaterproduktion mitwirken kann – der Applaus aber auch die Gage machen der Kulturschaffenden wieder Mut.

    • 41 Min.
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    Handicap Behinderung: Das Märchen von der Inklusion

    Handicap Behinderung: Das Märchen von der Inklusion

    Die Gleichstellung von Behinderten ist mehr Wunschdenken als Realität. Das zeigen die Geschichten von vier Menschen mit Handicap, die ihre Lebens- und Karriereträume in die eigene Hand nehmen, aber täglich für ihr Recht auf Selbstbestimmung und Akzeptanz kämpfen müssen.

    Alle haben sich Ziele gesetzt, die auf den ersten Blick unrealistisch scheinen. Der körper- und sprechbehinderte Islam Alijaj will in den Nationalrat. Die nahezu blinde Geologin Barbara Müller kämpft für die Berufung zur Uni-Dozentin. Der Paraplegiker David Mzee fightet für eine Festanstellung als Sportlehrer und der muskelkranke Amir Gashi für seine internationale DJ-Karriere.
    Sie sind Menschen mit Behinderungen, die sich von nichts und niemandem daran hindern lassen wollen, ihre Lebens- und Karriereträume zu verwirklichen. Ihr wahres Handicap ist aus ihrer Sicht nicht ihre Beeinträchtigung, sondern die fehlende Gleichstellung in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt. Was läuft da schief? Und wieso tun sich viele schwer, wenn Behinderte auf Selbstbestimmung pochen und diese einfordern?
    Fast zwei Jahre lang hat «SRF DOK» die Protagonistin und die drei Protagonisten des Films begleitet und zieht nun Bilanz: Wer von ihnen hat seine scheinbar unrealistischen Ziele erreicht? Wer nicht – und weshalb nicht?

    • 49 Min.
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    Luzern im Coronajahr – Folge 2

    Luzern im Coronajahr – Folge 2

    Im Sommer 2020 verspricht der CEO des Festzeltbauers Hunziker AG in Willisau seinen Mitarbeitenden einen sicheren Job. Das Hotel Beau Séjour ist von Schweizer Touristen abhängig, aber die kommen nur bei schönem Wetter. Und Souvenirhändler Casagrande muss über hundert Angestellte in Kurzarbeit schicken.

    Beim geselligen Grillfest der Firma Hunziker ist die Stimmung aufgeräumt, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage. CEO Roland Küng gibt ein grosses Versprechen an die 70-köpfige Belegschaft ab: «An Weihnachten haben alle immer noch einen sicheren Job.» Doch bald fällt an einer Krisensitzung zum ersten Mal das Wort Entlassungen.
    Manuel Berger ist froh um seine Schweizer Gäste und doch nicht ganz glücklich mit ihnen. Der junge Direktor des Boutiquehotels Beau Séjour muss die harte Lektion lernen, dass einheimische Touristen, im Gegensatz zu ausländischen Gästen, nur bei schönem Wetter im Hotel absteigen. Doch die bleiben in der Krise aus. «Ohne Ausländer überleben wir auf Dauer nicht», prognostiziert Manuels Geschäftspartner Walter Willimann. Doch dann sorgt ein Geburtstagsfest für Aufschwung und bringt neue Hoffnung.
    Noch mehr leidet unter dem Ausbleiben der ausländischen Gäste der grösste Souvenirhändler Luzerns. Robert Casagrande erinnert sich sehnsüchtig an die pandemiefreien Zeiten, in denen indische und chinesische Touristengruppen das Familienunternehmen reich gemacht haben. Doch jetzt verirrt sich kaum mehr ein Tourist in seine Läden und nach den Sommerferien müssen Filialen geschlossen werden.
    Claudia Kienzler besitzt ein wunderbares Varieté, spielt virtuos Violine und sprüht vor Ideen. Doch die Coronakrise macht ihr einen Strich durch alle Pläne. Wie andere Kulturschaffende auch, muss Claudia flexibel sein. So ist sie froh über ein Engagement für ein Theaterstück für Kinder, in dem es um nichts weniger als den Tod geht. Ein Thema, das in Pandemiezeiten an tragischer Aktualität gewinnt.

    • 43 Min.

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Ihr seid einfach geil ,

SRF

Schweizer Radio Fernsehr
Schweiz ist geil

206982 ,

Mittelnässig

Eigentlich finde ich dok ja super, aber diese luzern im coronajshr folgen nerven irgendwie

serfkei ,

Sehr spannend

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