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Das Wissensmagazin «Einstein» berichtet wöchentlich über aktuelle und hintergründige Themen aus allen Wissensbereichen.

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Das Wissensmagazin «Einstein» berichtet wöchentlich über aktuelle und hintergründige Themen aus allen Wissensbereichen.

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    Expedition ins Innere eines Gletschers

    Expedition ins Innere eines Gletschers

    Die Klimaerwärmung lässt die Gletscher schmelzen. Jeden Sommer bedroht das Schmelzwasser des Plaine-Morte-Gletschers das Dorf Lenk. Die Wege des Wassers im Bauch des Gletschers sind unbekannt. Tobias Müller spürt dem Gletscherwasser nach – auf einer waghalsigen Expedition mitten im Gletscher.

    Gefährlicher Gletschersee
    Wann und wie schnell der See ausbricht, ist nicht vorhersagbar. Der Schlüssel dazu liegt im Innern des Gletschers verborgen. Dort existiert ein gigantisches Kanal- und Höhlensystem aus Eis, durch das sich das Schmelzwasser seinen Weg bahnt. «Die Innereien eines Gletschers sind eindrücklich. Eine versteckte Welt, die bislang nur sehr wenige Menschen gesehen haben und die für die Wissenschaft hochinteressant ist», sagt Glaziologe Matthias Huss.

    Gewagte Expedition
    «Einstein»-Moderator Tobias Müller spürt dem Gletscherwasser nach und begibt sich auf eine waghalsige Expedition in den Bauch des Gletschers. Mit einem Team von Bergführern und Eishöhlenexperten seilt er sich bis zu 100 Meter tief in die verwinkelten Höhlensysteme des Gletschers ab. «Das ist etwas vom Verrücktesten, das ich je gemacht habe», beschreibt der «Einstein»-Moderator zusammenfassend die Erlebnisse. Die Expedition bringt atemberaubende Bilder aus dem Gletscherinnern mit. Bilder, die auch für die Wissenschaft interessant sind. Bei Gletscherseeausbrüchen ist immer die entscheidende Frage, wo und warum sich das Wasser aufstaut. Dieses Eishöhlensystem ist der Schüssel dazu.

    Gefahr eindämmen
    Die Gefahr der Gletscherfluten ist real. 2018 hat der Ausbruch des Gletschersees eine zerstörerische Flut in der Lenk ausgelöst. Es entstanden Schäden in Millionenhöhe. Im Tal versucht man mit Schutzbauten und einem Frühwarnsystem das Schlimmste künftig abzuwenden. Am Gletscher hat man mit grossem Aufwand einen künstlichen Abflusskanal ins Eis gegraben. Wie gut funktioniert das? Kann hier die Technik die Natur besiegen? Und zu welchem Preis?

    «Einstein» über die Reise zum Mittelpunkt des Plaine-Morte Gletschers und die Erkenntnisse für die Wissenschaft.

    • 39 Min.
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    Löst Bioplastik wirklich unser Abfallproblem?

    Löst Bioplastik wirklich unser Abfallproblem?

    Corona verschärft die Plastikflut: Take-away und Liefermenus haben dramatisch zugenommen. Und nächstes Jahr verbietet die EU Einweggeschirr aus Plastik. Bioplastik gilt da als willkommene Alternative. Aber sind Biokunststoffe tatsächlich besser? «Einstein» über ein umstrittenes Verpackungsmaterial.

    Biokunststoff aus Abfall: Ein sinnvoller Ansatz
    Naturfasern werden zu Hauf weggeworfen: Holzspäne, Nussschalen, Kaffeesatz, Baumwollreste – die Liste könnte beliebig verlängert werden. Beat Karrer von der Zürcher Firma Fluidsolids hat herausgefunden, wie man aus diesen Abfällen einen stabilen Bioplastik herstellen kann. Und er ist daran, mit seiner ökologisch sinnvollen Idee den Plastikmarkt aufzumischen.

    Biokunststoff im Acker: Wird er abgebaut?
    Gemüsebauern pflügen ihre Bio-Schutzfolien schon seit Jahren in die Äcker. Aber lösen sich diese sogenannten Bio-Mulchfolien überhaupt gänzlich auf? Jetzt nehmen Forschende der ETH diesen Abbauprozess genauer unter die Lupe. Und tatsächlich bauen Mikroben die Biofolie ab – zumindest im Labor.

    Biokunststoff im Kompost: Wie von Plastik unterscheiden?
    Biokunststoff lässt sich von Auge kaum von herkömmlichem Plastik unterscheiden. Das ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits ist er genauso robust und vielseitig einsetzbar wie Plastik, im Abfall kann man Biokunststoff und Plastik aber kaum unterscheiden. Obwohl sich Biokunststoff in einer Kompostieranlage abbauen würde, sind dort deshalb solche Abfälle nicht gerne gesehen. Seit Jahren nimmt der Anteil an Plastik und anderen Fremdstoffen im Grüngut zu. Jedes Jahr landen so Tonnen Plastik via Kompostiererde auf Schweizer Feldern. «Einstein» mit einer Reportage aus der Kompostieranlage.

    • 38 Min.
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    Weihnachten 2020: So hat Corona uns Menschen verändert

    Weihnachten 2020: So hat Corona uns Menschen verändert

    Wie geht Weihnachten im Corona-Jahr 2020? «Einstein» zeigt, wie das Fest der Liebe in Zeiten von Distanzregeln aussehen könnte. Was es mit uns macht, dass seit Monaten Nähe und Berührung nicht mehr möglich sind. Und dass wir wegen der Maske die Mimik nicht mehr lesen können.

    Im Corona-Jahr 2020 wird Weihnachten so, wie es noch nie war: mit Abstand und Maske, Regeln und Einschränkungen. Das ist nur der vorläufige Höhepunkt der Entwicklungen seit Anfang Jahr. «Einstein» fragt: Was haben die neuen Regeln mit uns gemacht? Wie verändert es uns, dass Nähe und Berührung seit Monaten eingeschränkt sind? Was passiert, wenn wegen der Maske jegliche Mimik wegfällt und wir keine Emotionen mehr in Gesichtern ablesen können? Oder wenn wir wegen Corona unter Dauerstress stehen? «Einstein» mit den neusten Erkenntnissen zu den sozialen Folgen des Virus – und zur Frage: Wie geht Weihnachten mit dem Virus?

    • 36 Min.
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    Corona und die Logistik: Die Versorgung im Krisenmodus

    Corona und die Logistik: Die Versorgung im Krisenmodus

    Gähnende Leere beim WC-Papier: Die Coronakrise zeigt schonungslos auf, wie verletzbar unsere Lieferketten sind. Denn die Schweiz importiert einen Grossteil der Waren. «Einstein» zeigt, welch ausgeklügelte Logistik dahintersteckt, und wie die Versorgung robuster werden kann.

    Von der Bananenstaude ins Regal
    Was braucht es, damit die Regale im Supermarkt auch während der Coronakrise voll sind? Das will Tobias Müller herausfinden: Dafür arbeitet er im Verteilzentrum eines Grossverteilers und begleitet eine Lieferung Bananen – von der Bestellung bis ins Regal.
    Warum fehlt das WC-Papier?
    Die Schweiz importiert einen Grossteil aller Güter. Moderne Lieferketten sind heute technisch hochkomplex und äusserst eng getaktet. Weil Lagerhaltung teuer ist, sind die Warenströme stets im Fluss. Die Coronakrise zeigt, wie anfällig dieses fragile System ist – anhand des WC-Papiers.

    Problemfall Medikamente
    Wenn es bei Medikamenten zu Versorgungsengpässen kommt, kann das lebensbedrohlich sein. Zwar gibt es eine Liste mit essenziellen Medikamenten, von denen ein Notvorrat vorhanden ist, aber auch chronisch Kranke, wie zum Beispiel Epileptiker, können ohne ihr Standardmedikament in grosse Schwierigkeiten kommen.

    Krisenresistente Logistik
    Forschende zeigen Wege aus dieser fragilen Logistiklage auf, doch die Versorgungslinien von Handel und Industrie umzubauen, wäre ein langwieriges und schier unmögliches Unterfangen. Die gegenseitigen Abhängigkeiten sind enorm. «Einstein» zeigt auf, was es braucht, damit die Lieferketten wieder robuster werden.

    • 36 Min.
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    Chip im Hirn – Hoffnung für Gelähmte

    Chip im Hirn – Hoffnung für Gelähmte

    Seine Schritte aus dem Rollstuhl machten Querschnittgelähmten Hoffnung: Der Zürcher David Mzee konnte vor vier Jahren dank Chip im Rückenmark wieder gehen. Doch bis heute bleiben seine Schritte wacklig und klein. Nun wollen die Lausanner Forschenden den grossen Schritt wagen: mit einem Chip im Kopf.

    Wie geht es David Mzee heute? Und wie will ihm die Forschung in Zukunft weitere Fortschritte ermöglichen? «Einstein» wagt den Blick in die Zukunft der Behandlung von Querschnittgelähmten. Eine Zukunft, die unter anderem auch Elon Musk bereits eingeläutet hat. Eine Zukunft, in der Querschnittgelähmte wieder freihändig gehen können?

    Forschung an Ratten
    10 Jahre vor den ersten wackligen Schritten von David Mzee standen querschnittgelähmte Ratten. Die Forschenden hatten sie mit der elektrischen Stimulation des gelähmten Teils der Wirbelsäule wieder zum Gehen gebracht. Doch konnte das auch beim Menschen funktionieren?
    David Mzee war einer von drei Studienteilnehmenden. Alle hatten keine komplette, sondern eine teilweise Lähmung. Ihr Rückenmark war also nicht komplett durchtrennt. David Mzee wurde, ähnlich wie bei den Ratten, eine Elektrodenplatte auf das Rückenmark operiert. Über eine externe Steuerung kann er so bis heute Bewegungen in seinen Beinen provozieren.

    Erste Erfolge, dann der Rückschlag
    Doch nicht nur das: Dank der Stimulation lernten die noch verbliebenen gesunden Nervenfasern in Davids Rückenmark die Funktion der abgetrennten Fasern zu übernehmen. So kann David Mzee bald auch ohne Stimulation seine Beine wieder besser kontrollieren.
    Doch heute, vier Jahre nach seinen ersten Schritten als Querschnittgelähmter, sind die Fortschritte nur noch gering. So arbeiten die Lausanner Forschenden bereits an der nächsten Evolutionsstufe – auch mit David Mzee. Statt über einen Laptop oder eine Steuereinheit sollen die Elektroden im Rückenmark direkt über die Hirnströme gesteuert werden – über einen Chip im Hirn.

    Die Zukunft gehört dem Chip im Hirn
    Auf diese Technologie setzt auch der Tesla-Gründer Elon Musk. Vor wenigen Monaten hat er ein Schwein präsentiert, dem ein Hirnimplantat eingesetzt worden ist. Dieses kann die Bewegungsabsichten des Tieres aufzeichnen. Auch an Menschen sind bereits Versuche gemacht worden. Eine gelähmte Person konnte so einen Roboterarm steuern.
    Doch die Technologie hat noch Schwächen. Die Implantate können Infektionen auslösen, was bereits zum Abbruch von Studien geführt hat. Die Lausanner Forschenden setzen darum auf ein Implantat, das die Hirnströme nicht im Innern des Hirns, sondern auf dessen Oberfläche misst. Bereits im kommenden Jahr wollen sie erste Versuche mit querschnittgelähmten Personen machen. Bei Affen hat das bereits funktioniert. Denkt der Affe ans Gehen, schickt das Implantat die Informationen an die Elektroden im Bein, und das gelähmte Tier kann wieder gehen. Bei diesem Versuch möchte David Mzee nicht schon wieder Pionier sein. Zuerst will er sich auf seine bevorstehende Rolle als Vater konzentrieren. Aber bei der Version 2.0, da sei er dann wieder dabei.

    • 36 Min.
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    Mission Gletscherrettung

    Mission Gletscherrettung

    Die Gletscher verschwinden. Ein Schweizer Forscher will das ändern und den Morteratschgletscher mit Kunstschnee retten. Wie realistisch ist das und können Mini-Gletscher die Wassernot lindern? «Einstein» über das weltweit erste Gletscher-Rettungsprojekt.

    Der Morteratsch-Gletscher schmilzt im Rekordtempo. Dagegen will der Schweizer Glaziologe Felix Keller etwas tun: Er plant, den Gletscher mit einer gigantischen Kunstschnee-Anlage zu beschneien. «Schnee ist der beste Eisschutz, den es überhaupt gibt», sagt Experte Keller. «Einstein» hinterfragt diesen weltweit ersten Gletscher-Rettungsversuch.

    Schneedüsen an Seilen
    Da sich der Gletscher bewegt, kommen herkömmliche Schneekanonen nicht in Frage. Nun sollen hunderte Düsen, an Seilen aufgehängt, einen ganzen Quadratkilometer des Gletschers beschneien. Das Interesse ist gross, weil Gletscher nicht nur touristisch wertvoll, sondern auch ein wichtiger Wasserspeicher sind. Das Projekt ist auf 30 Jahre angelegt und die Kosten werden auf 100 Millionen Franken geschätzt.

    Kritik am Gletscher-Rettungsprojekt
    «Die Kosten sind gigantisch», meint Glaziologe Matthias Huss, der das Gletscher-Rettungsprojekt kritisch analysiert hat. Es sei ein massiver Eingriff in diese Bergregion und man müsse sich gut überlegen, wie weit man gehen wolle, um einen einzigen Gletscher zu retten, meint Huss.

    Wie bewegen sich Gletscher?
    Am Rhonegletscher gehen Forscherinnen und Forscher einem ungelösten Phänomen nach: Wie sich Gletscher bewegen, also im Zeitlupentempo ins Tal gleiten – oder in anderen Worten: Wie dynamisch sie sind. Mit Hightech entschlüsseln die Glaziologen das Fliessen des Rhonegletschers und schlagen den Bogen zu den grossen arktischen Eisschildern.

    Gletscherseen: Risiko oder Chance?
    Die Klimaerwärmung lässt im Umfeld der Gletscher immer mehr Gletscherseen entstehen. Wenn diese unkontrolliert wachsen, können sie plötzlich auslaufen und zur Gefahr für ganze Täler und ihre Bewohnerinnen und Bewohner werden. Millionenteure Schutzprojekte sind die Folge. Aber Gletscherseen könnten durchaus auch einen Nutzen haben: als Stauseen für die Stromproduktion.

    • 36 Min.

Kundenrezensionen

4.4 von 5
608 Bewertungen

608 Bewertungen

sngksskgyvndhlj ,

guter Inhalt, zu wenig Podcast Vibes

finde den Inhalt super aber wünschte mir einr spezielle „Radio“ Stimme, da man solches besser hören kann

fortnite cyrill 👌👌👍 ,

Geillll

Die sendung finde ich mega nice

Rubix.LK ,

Top

Dieser podcast ist soo gut geworden habe alle schon mindestens 10000x angehört ❤️❤️❤️❤️❤️❤️

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