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Im Familienrat Podcast von Mit Vergnügen beantwortet Diplom Pädagogin Katia Saalfrank eure Fragen zum Familienleben und zur Beziehung zu Kindern.

Schreibt an: Familienrat@mitvergnuegen.com

Familienrat mit Katia Saalfrank Mit Vergnügen

    • Kinder und Familie
    • 4.4 • 28 Bewertungen

Im Familienrat Podcast von Mit Vergnügen beantwortet Diplom Pädagogin Katia Saalfrank eure Fragen zum Familienleben und zur Beziehung zu Kindern.

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    Ab wann kann ich Kinder im Dunkeln nach Hause gehen lassen?

    Ab wann kann ich Kinder im Dunkeln nach Hause gehen lassen?

    Jonas* schreibt: “Liebe Katja, lieber Matze,
    ich habe eine 9-jährige und zwei 7-jährige Tochter (Zwillinge). Von der Mutter lebe ich getrennt, die Kinder sind nach einem festen Rhythmus wechselnd bei ihr oder bei mir, das klappt seit Jahren gut, die Kinder sind daran gewöhnt. Sie wohnt im selben Ort, ca. 15 Minuten Fußweg entfernt. Den für sich genommen harmlosen Weg (keine verkehrsreichen Straßen, keine Obdachlosen usw.) kennen die Kinder gut, da es ihr Schulweg ist.

    Am Sonntagabend um 18 Uhr war wieder turnusmäßiger Wechsel zur Mutter. Es war schon dunkel. Die Kinder wollten den Weg zu ihr laufen, mit dabei war noch eine Freundin, ebenfalls 9 Jahre alt. Sie wollten unbedingt alleine, ohne mich, laufen. Ich selbst hatte der Mama Sachen abzugeben, so dass ich 5 Minuten nach den Kindern los bin und dann auch kurz vor ihnen bei der Mutter angekommen bin.

    Sie war ziemlich entsetzt darüber, wie ich die Kinder im Dunkeln alleine zu ihr laufen lassen konnte. Die Kinder könnten ja gekidnappt werden. Ein ähnliches Feedback bekam ich später am Abend von der Mutter der Freundin ("wir erlauben das nicht mal unserem 11-jährigen Sohn!"). Meine Nacht verlief dann mit weniger Schlaf als sonst ;-)

    Mir war wichtig, dass die Kinder nicht alleine die weite Strecke laufen, aber ich fand es gut, dass sie etwas unternehmen und für sich Spaß an den einfachen Dingen finden (im Dunkeln laufen, eine Taschenlampe hatten sie auch dabei). Ich halte die Gefahr eines Kidnapping für sehr gering und auch nicht für im Dunkeln höher als tagsüber. Mir scheint das eher eine "Tatort"-getriggerte Angst zu sein, die aus meiner Sicht ignoriert, dass die Gefahren für Kinder heutzutage z.B. im Straßenverkehr viel höher sind. Zudem finde ich, dass diese Weltsicht der Entwicklung der Kids entgegensteht, denn nur in der "freien Wildbahn" lässt sich Leben lernen und von dort werden sie oft genug ferngehalten (und beschwert sich dann, dass sie am Smartphone hängen...).

    Ich wäre euch sehr dankbar, wenn Ihr dieses "Winter-Thema" besprechen könntet. Es interessiert bestimmt auch viele andere Mamas und Papas.

    Vielen Dank für euren tollen Podcast und schöne Grüße,
    Jonas*”

    *Name geändert

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    Katias Kinder-besser-Verstehen-Kurse (Pädagogische Grundausbildung für Eltern und Fachleute, Modul 1 - 3 Kleinkind/Schulkind/Pubertät): https://bit.ly/KBV-Kurse

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    In Katias Online-Shop findet ihr Karten und weiteres pädagogisches Material für einen bindungs- und beziehungsorientierten Alltag mit Kindern: https://www.katiasaalfrank.de/online-shop/

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    Habt ihr eigentlich schon mal darüber nachgedacht, Pate zu werden? Mit einer Patenschaft bei World Vision schenkt ihr Kindern, ihren Familien und ihrem Umfeld eine bessere Zukunft. Werdet jetzt Pate! Alle wichtigen Infos findet ihr hier: worldvision.de/patenschaft/informieren.

    • 29 Min.
    Warum will mein Kind immer alles haben, was die anderen Kinder haben?

    Warum will mein Kind immer alles haben, was die anderen Kinder haben?

    Mara* schreibt: “Liebe Katia, lieber Matze,
    Wir leben seit circa einem halben Jahr mit einer weiteren Familie in einer Haus-WG, wir haben zwar zwei eigene Wohnungen, aber teilen uns beispielsweise den Hausflur und den Hauseingang. Wir leben mit meiner dreijährigen Tochter Ida* und unserer einjährigen Tochter Hanna* in der einen Wohnung, unsere Freunde mit ihrer zweijährigen Tochter Toni* in der anderen.

    Meine dreijährige Tochter liebt andere Kinder sehr. Schon als Einjährige war sie verrückt nach anderen Kindern und liebt auch unsere zweijährige Mitbewohnerin Toni* über alles. Auch wenn der Umzug und der Übergang in die für uns alle sehr neue Wohnform oft für mich und die Kinder sehr herausfordernd war, ist das Zusammenleben zurzeit sehr harmonisch und man kann Ida* und Toni* teilweise eine Stunde lang konfliktfrei alleine spielen lassen.
    Trotzdem haben wir mit größeren und kleineren Abständen immer wieder die Situation, dass meine Tochter Ida* das haben will, was Toni*, die Tochter unserer Freunde, hat. Es gab eine Phase, da wollte sie alles anziehen, was Toni* hatte (was schwierig war, da Ida* viel größer ist als Toni* und ich nicht wollte, dass sie Toni*s Anziehsachen kaputt macht). Sie will eigentlich immer, wenn sie Toni* sieht, das haben, was Toni* gerade in der Hand hat. Mittlerweile finden teils sehr vehemente Tausch-Verhandlungen statt. "Wenn ich den Hasen bekomme, kriegst du meine Puppe etc.".

    Ich frage mich, wie ich meine Tochter darin unterstützen kann, glücklicher mit dem zu sein, was sie hat. Sie darf bei uns ihre Wünsche äußern und wir versuchen diese auch stets im Rahmen des Möglichen zu verwirklichen. Allerdings ist bei mir eine Grenze erreicht, wenn der andere dann eingeschränkt oder unglücklich wird. Ich würde gerne besser verstehen, warum Ida* stets alles will, was Toni* oder Hanna* haben. Ist es noch die Eifersucht?

    Ich würde mich sehr freuen, ein paar Erklärungsansätze für dieses Verhalten von euch zu hören und vielleicht auch eine Idee, wie man mit den Situationen umgehen kann...

    Ich danke Euch vielmals fürs Lesen und für eure Arbeit
    Mara*”

    *Name geändert

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    Supporter des Familienrates sind dieses Mal World Vision und der Eiskönigin Soundtrack.
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    Aufgepasst alle Fans von Anna, Elsa, Olaf und Sven: Ihr könnt jetzt den Soundtrack der Eiskönigin zu Hause hören, wann immer ihr wollt! Auf universal-music.de/die-eiskoenigin-voellig-unverfroren könnt ihr schon mal in ein paar Songs reinhören und mitsingen, was das Zeug hält. Den Soundtrack könnt ihr Euch auch überall dort anhören, wo ihr am liebsten Musik streamt.

    • 41 Min.
    Wie kann ich meinem Sohn helfen, damit er sich nicht minderwertig fühlt?

    Wie kann ich meinem Sohn helfen, damit er sich nicht minderwertig fühlt?

    Henriette* schreibt: “Lieber Matze und liebe Katia,
    wir sind eine Familie bestehend aus: Otto* (7 Jahre), Anton* (11 Jahre), Henriette* (44 Jahre) und John* (47 Jahre). Otto* ist gerade in die Schule gekommen und ist ein redegewandter, extrovertierte und fröhlicher Junge mit einer schnellen Auffassungsgabe, altersgemäß entwickelten, exekutiven Funktionen, dem die Herzen scheinbar mühelos zufliegen.

    Anton* ist in der 5. Klasse, macht gern alles in seinem Tempo, ist introvertiert, lässt Beziehungen zu Menschen, die er kennenlernen möchte, eher entstehen und geht dann längerfristige Freundschaften ein. Anton* hat schon einen Schulwechsel hinter sich, weil bei ihm eine Lese- und Rechtschreibschwäche am Ende der 2. Klasse diagnostiziert wurde. Anton* war dementsprechend schon bei allen möglichen Therapien (Physio-, Ergo-, Lerntherapie und Logopädie). Er hat ein Bewusstsein dafür, dass seine LRS nichts mit seiner Intelligenz zu tun hat und hat eine hohe Anstrengungsbereitschaft, sich im Schreiben zu verbessern, entwickelt, das Lesen ist immer noch ein rotes Tuch…

    Wir, Eltern, haben uns entschieden unsere Kinder in unterschiedliche Bildungsorte gehen zu lassen. Die Schulen ähneln sich in der Umsetzung des ganzheitlichen, gemeinschaftlichen Lernens und zeichnen sich durch Pädagog*innen aus, denen wir vertrauen und zu denen wir eine gute Beziehung haben.

    Nun ist es so, dass Otto* nach 10 Wochen Schule liest und schreibt, noch nicht auf dem Level seines Bruders, aber Anton* realisiert, dass sein “kleiner” Bruder sich weniger anstrengen muss. Das macht Anton* sehr wütend und traurig. Und so ist die Beziehung der Brüder von Machtkämpfen und Konflikten geprägt. Anton* versucht verbal und nonverbal Otto* zu zeigen, dass Otto* dumm ist, um sich selbst nicht dumm zu fühlen. Otto* liebt seinen “großen” Bruder, gibt ihm auch Widerworte oder physisch Kontra, will aber eigentlich von Anton* angenommen werden.

    John* hört sich die Konflikte der Jungs oft an, greift dann ermahnend ein, ich versuche mit beiden Jungs, miteinander oder getrennt voneinander, altersgemäß zu reden und um Verständnis zu werben. Unsere Familienzeit ist derzeit sehr von den Konflikten der Jungs bestimmt. Wie kann ich Anton* unterstützen, dass er sich nicht so minderwertig fühlt? Eure Henriette*”

    *Name geändert

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    Katia bietet im Moment für Eltern und Fachleute eine pädagogische Grundausbildung in Bindungs- und Beziehungsorientierter Pädagogik an. Ihr könnt noch zur Aus- und Weiterbildung Kinder-Besser-Verstehen Modul 1 (Das Kleinkind, die Autonomiephase) dazu kommen. Der Kurs Kinder-Besser-Verstehen (Das Schulkind, die „Wackelzahnpubertät) Modul 2 wird ab Dezember beginnen. Ihr könnt euch hier informieren und anmelden: bit.ly/3otakRp
    Mit dem Code ‘familienrat’ bekommt ihr 10% Rabatt auf Katias Sommerakademie Kinder besser verstehen. Der Code ist bei der Buchung einfach in das entsprechende Feld einzugeben: sommerakademiekinderbesserverstehen.de/

    Katias Familienwerkstatt: https://www.katiasaalfrank.de/familienwerkstatt-kinderbesserverstehen/ || Kinder besser verstehen: https://www.kinderbesserverstehen.net/

    Supporter des Familienrates sind dieses Mal World Vision und die Zuckerblitz Band.
    Habt ihr eigentlich schon mal darüber nachgedacht, Pate zu werden? Mit einer Patenschaft bei World Vision schenkt ihr Kindern, ihren Familien und ihrem Umfeld eine bessere Zukunft. Werdet jetzt Pate! Alle wichtigen Infos findet ihr hier: worldvision.de/patenschaft/informieren.
    Wenn euch auf langen Autofahrten die immer gleichen Kinderlieder zu den Ohren raushängen, solltet ihr auf jeden Fall mal das neue Album der Zuckerblitz Band „Achtung Kokosnuss!“ auschecken. Die Zuckerblitz Band ist das gemeinsame Kindermusikproj

    • 39 Min.
    Wie kann ich meine Patchworkfamilie so organisieren, dass niemand zu kurz kommt?

    Wie kann ich meine Patchworkfamilie so organisieren, dass niemand zu kurz kommt?

    Pola* schreibt: “Liebe Katia, lieber Matze,
    ich bin zur Zeit sehr traurig und wende mich darum heute an euch. Mich würde eure Ansicht bezüglich Patchworkfamilien interessieren.

    Kurz zu meiner Situation: Wir sind vor zehn Monaten Eltern einer süßen, kleinen Tochter geworden. Meine Schwangerschaft war eine riesige Überraschung, die Freude dafür umso größer. Mein Mann ist schon Vater eines nun 13-jährigen Sohnes. Zur Zeit finde ich unsere Familienkonstellation sehr schwierig. Ich fühle mich allein gelassen und unsere Familie ist in zwei Teile aufgeteilt. Das macht mich sehr traurig.

    Der 13-jährige Sohn ist jeden Donnerstag und jedes zweite Wochenende bei uns. Er akzeptiert seine Schwester, zeigt aber wenig Interesse an ihr. Mittlerweile ist es auch so, dass er für mein Empfinden ziemlich genau weiß, wo er was sagen muss, damit man ihm noch mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt. Die Trennung von der Mutter des Kindes ist schon zehn Jahre her. Trotzdem hat mein Mann ein ziemlich schlechtes Gewissen und verwöhnt in meinen Augen seinen Sohn ganz schön. Es gibt viele Geschenke zwischendurch, teures Spielzeug, z.B. Modellautos und so weiter. Beim Einkaufen darf er sich immer Sachen aussuchen und unsere Mahlzeiten werden weitestgehend nach ihm ausgerichtet. Wohingegen ich fast alle Anschaffungen für unsere Tochter übernehme.
    Damit alleine könnte ich mich ja noch arrangieren. Wobei ich mich jedoch schwer tue, ist unsere Freizeitgestaltung. Mein Mann unternimmt jeden Donnerstag etwas mit seinem Sohn, das er sich aussuchen darf. Und so sieht es auch an den Wochenenden aus, wo wir zu viert sind. Ich kümmere mich dann um unsere Tochter und die beiden sind unterwegs. Mein Mann meint, dass wir uns die nächsten Jahre wohl so aufteilen müssten. Ich habe schon mehrfach angesprochen, dass ich das sehr unglücklich finde. Ich glaube mein Mann fühlt sich immer noch für die Trennung von der Mutter des Sohnes verantwortlich. Und er hat auch Angst, seinen Sohn zu verlieren, der auf der anderen Familienseite in sehr wohlhabenden Umständen aufwächst.

    Reagiere ich vielleicht über? Vielleicht habt ihr ja einen Rat oder eine neue Sichtweise für mich? Über eine Antwort bin ich euch sehr dankbar.
    Viele Grüße,
    Pola*”

    *Name geändert

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    • 27 Min.
    Wie kann ich meinem kriminellen Stiefbruder helfen?

    Wie kann ich meinem kriminellen Stiefbruder helfen?

    Milena* schreibt: “Hallo Katia und Matze, mein kleiner (Stief-)Bruder ist mittlerweile 15 Jahre alt. Er lebt mit seiner Mutter in einer Großstadt in Deutschland. Meine Stiefmutter war ab seiner frühesten Kindheit immer beruflich viel unterwegs. Er wurde aus meiner Sicht oft mit materiellen Dingen getröstet. Wenn meine Stiefmutter weg war, ist er viel bei unserer Großmutter gewesen. Sie hat das Herz am rechten Fleck, kann ein Kind gewissenhaft versorgen, das beste Essen und die sauberste Wäsche waschen, nur Liebe und Wärme kann sie nicht körperlich zeigen – sprich einen nicht fest in den Arm nehmen und drücken etc.
    Mein kleiner Stiefbruder ist seit seinem 12. Lebensjahr stark auffällig und er rutscht immer weiter in die Kriminalität ab. Als Kind hat er viel Konsole gespielt, hat wenig Aufmerksamkeit durch seine Mutter bekommen und hat schon im Kindergarten Regeln gebrochen. Zum Beispiel, indem er einfach über den Zaun geklettert und nach Hause gelaufen ist. Er umgibt sich mit Gleichgesinnten. Manchmal auch deutlich älteren Jungs. Er dealt mit Drogen, bedroht, prügelt, erpresst. Auch einen Schulverweis hat er nun erhalten, er besuchte eine Realschule. Er hat keinen Respekt vor Lehrkräften. Er sieht sich sehr cool, nicht aber wie sehr sein Leben in schiefe Bahnen gerät. Es kam nun schon häufiger vor, dass die Polizei zu Hause bei ihm geklingelt hat. Mein Vater und meine Stiefmutter leben seit einigen Jahren getrennt. Wir haben aber alle noch einen guten Kontakt zueinander.
    Wenn ich oder mein Vater mit ihm sprechen, hört er zu und ist auch vordergründig einsichtig. Auch respektvoll im Umgang mit uns. Nur habe ich das Gefühl, er kann nicht aus seiner Haut. Etliche Gespräche mit Psycholog*innen haben nichts gebracht. Der nächste Schritt wird nun ein Gespräch mit dem Jugendamt sein. Vielleicht wäre eine Jugendeinrichtung was für ihn, nur fühlt er sich dann nicht total verlassen? Und lernt er dadurch vielleicht Jugendliche kennen, die ebenfalls Probleme dieser Art haben und sich eventuell darin auch noch gegenseitig bestätigen?
    Wir wissen nicht so recht weiter, wie geht man die Sache an? Wie soll es weiter gehen? Welche Wege gibt es? Er ist noch so jung und wir haben große Angst um ihn. Vor allem davor, die falschen Entscheidungen für ihn zu treffen. Ein Rat von euch wäre uns viel wert.
    Liebe Grüße, Milena* und Familie”

    *Name geändert

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    • 30 Min.
    Wenn Papa nie da ist: Wie kann Familienleben trotzdem gelingen?

    Wenn Papa nie da ist: Wie kann Familienleben trotzdem gelingen?

    Juliane* schreibt: “Hallo Katia, Hallo Matze, ich habe zu meiner Frage bislang noch nichts bei euren Podcasts finden können. Daher werde ich jetzt selbst aktiv. Wir sind eine 4-köpfige Familie. Meine Tochter Malina* ist sechs Jahre alt, ein Schulkind und Henrik* ist zwei Jahre alt, ein Krippenkind. Der Papa ist Ingenieur und daher viel unterwegs und ich studiere Medizin (bald im PJ).
    In den letzten sechs Jahren hatten wir eine Fernbeziehung. Papa ist Sonntagabend 500 km zur Arbeit gefahren und kam dann Freitag wieder nach Hause. Schon da war es immer unheimlich schwierig, einen „guten“ Weg zu finden, wie man bzw. ob man den Kindern die Trennung bewusst macht. “Von gar nichts sagen” bis “Wir stehen alle Sonntagabend an der Haustür, winken und weinen” war alles dabei.
    Seit ein paar Monaten hat sich die Arbeitsstelle geändert. Jetzt sind es nur noch 180 km. Diese pendelt er täglich, um wenigstens nachts zu Hause zu sein. Er bringt früh unsere Mausi in die Schule und sie hat noch etwa eine Stunde Zeit mit ihm. Am Abend ist er jedoch nie vor 22 Uhr zu Hause. Henrik* jedoch geht abends ins Bett, ohne Papa zu sehen und steht auch morgens wieder auf, ohne ihn zu sehen. Er fragt täglich nach, ob Papa heute nach Hause kommt. Darauf sage ich “ja“, aber er erlebt ihn nicht.
    Was kann ich tun, um ihm zu helfen? Wie sollte ich einem Kleinkind und einem Schulkind „Abschied“ leichter machen? Wie kann ich meinen Partner unterstützen, dass er neben der Arbeit auch noch was von uns als Familie hat? Weil ich an den Wochenenden den Lernstoff aufarbeiten muss, zu dem ich in der Woche nicht komme, bleibt keine Zeit zu viert. Was kann ich tun, dass meine Kinder dennoch eine vertraute und liebevolle Verbindung zu ihrem Papa und zu uns haben? Und wie begegne ich dem Thema Trennungsangst? Viele Fragen und für mich nicht nur ein schwieriges Thema, sondern eine super schwierige Lebenssituation. Ich hoffe, ihr könnt uns weiterhelfen.
    Ganz liebe Grüße, Juliane*”

    *Name geändert

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    • 27 Min.

Kundenrezensionen

4.4 von 5
28 Bewertungen

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Filipov ,

Enttäuschend

Zu wenig konkrete, anwendbare Tipps... Die einzige Lösung ist immer eine „Perspektivenänderung“ - als wäre das so einfach... Dabei wäre es gut möglich, anwendbare Inputs zu geben...

Ferner spielen die Bedürfnisse der Eltern keine Rolle - z.B. selbst wenn sich eine Mutter völlig überfordert und erschöpft fühlt, weil ihre Tochter extrem anhänglich ist, bekommt sie den Rat, ihre Tochter besser zu verstehen und ihre Bedürfnisse als altersadäquat zu akzeptieren. Ich nehme an, wenn die Mutter das könnte, würde sie nicht um Hilfe bitten...

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