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Kultur durchdringt unser Leben. «Kulturplatz» will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick.

Kulturplatz HD Schweizer Radio und Fernsehen

    • Gesellschaft und Kultur
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Kultur durchdringt unser Leben. «Kulturplatz» will für Kultur begeistern und behält dabei die wichtigsten Akteure und Ereignisse des Kulturbetriebes im Blick.

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    Vater-Tochter-Beziehung: Es ist kompliziert

    Vater-Tochter-Beziehung: Es ist kompliziert

    Tochter-Mutter-Beziehungen werden viel diskutiert, diejenigen zum Vater weniger. Zu Unrecht. Denn Anerkennung durch den «ersten Mann im Leben» ist wichtig für das weibliche Selbstwertgefühl. «Kulturplatz» lotet das Spannungsfeld aus, unter anderem beim Komikerduo René und Laura Rindlisbacher.

    Die Bandbreite reicht vom blossen Erzeuger über den Versorger bis zur emotionalen Hauptperson. So oder so, wie sie sich auch verhalten: Väter haben viel Einfluss auf die Entwicklung ihrer Töchter. Zwei neuere Sachbücher loten die Möglichkeiten und Fallgruben in Vater-Tochter-Beziehungen aus. Nina Mavis Brunner besucht René und Laura Rindlisbacher, die als Vater-Tochter-Duo unter dem Namen «s’Rindlisbachers» mit ihrem Programm «Oh nein Papa!» gemeinsam auf der Comedy-Bühne auftreten und ihrer Beziehung dadurch kreativ-satirischen Ausdruck verleihen.
    Und ausserdem:
    Das bewährte, duale Bildungssystem der Schweiz ächzt unter den Zumutungen und Einschränkungen der Pandemie. Vor allem für Jugendliche, die den Wechsel von der Oberstufe in die Berufswelt oder ans Gymnasium vollziehen, sind diese Zeiten von Shutdowns und Fernunterricht schwierig. Befürchtungen über zu wenige oder nicht zukunftsfähige Lehrstellen und Protest gegen die hohen Hürden für das Gymnasium machen sich in solchen Krisenzeiten breit. «Kulturplatz» ergründet, wie anfällig unser Bildungssystem ist bei einer Pandemie, die die Verwundbarkeit des Wirtschaftslebens und der Berufswelt schonungslos offenlegt.
    Zudem:
    In den Fussstapfen eines Giganten: Der Schweizer Andreas Reize leitet bald den weltberühmten Leipziger Thomaner-Chor und wird damit der 18. Nachfolger von Johann Sebastian Bach. Chöre sind Reizes Leidenschaft: Er dirigiert unter anderem den «Zürcher Bach Chor» und die Singknaben der St. Ursenkathedrale Solothurn. Ab September fungiert er in Leipzig nicht nur als Chorleiter, sondern auch als Coach und Vaterfigur für die fast 100 talentierten Sänger zwischen 10 und 18 Jahren, die dort im Internat leben und ein Lernpensum absolvieren fast wie Hochleistungssportler. Ein Porträt.

    • 29 Min.
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    Kreativität verändert die Welt

    Kreativität verändert die Welt

    Kreativität ist der Motor jeglicher Veränderung. Aber wie entsteht sie? Unter welchen Bedingungen? Und warum? «Kulturplatz» ist zu Gast bei der Luzerner Singer/Songwriterin Heidi Happy und beobachtet, wie sie in ihrem «Musikzimmer» an einem neuen Song arbeitet. Woher holt sie ihre Inspiration?

    «Why Are We Creative?»
    Diese Frage treibt den Filmemacher und Autor Hermann Vaske seit 40 Jahren um. Er reiste mit der Kamera um die Welt und stellte Künstlerinnen, Politiker und Philosophinnen immer diese eine Frage. David Bowie, Quentin Tarantino, Björk oder Marina Abramović, der Dalai Lama und Stephen Hawking – sie alle und viele mehr liessen sich auf dieses Abenteuer ein. Entstanden sind der Dokumentarfilm «Why Are We Creative?», der 2018 bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgeführt wurde, und eine Ausstellung mit Skizzen, Zeichnungen und Collagen. Denn Hermann Vaske bat alle Prominenten auch um ein Bild zur Frage «Warum sind Sie kreativ?».

    Kreativität verändert die Welt
    Wie entstehen besondere Ideen: im Kopf von Genies oder in Zusammenarbeit vieler, die Veränderung suchen? Stefan Klein hat in seinem Buch «Wie wir die Welt verändern» eine Kulturgeschichte der Kreativität entworfen und die entscheidenden historischen Momente skizziert. Dazu zeigt die Kreativitätsforscherin Catherine Robin auf, wie sich Kreativität in Gruppen ausbildet. Und nicht nur in der Gedankenwelt einsamer Genies.

    • 27 Min.
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    Oscars 2021 – Anders als je zuvor

    Oscars 2021 – Anders als je zuvor

    Endlich findet sie statt: Coronabedingt musste die Oscar-Verleihung um zwei Monate auf den 25. April verschoben werden. Angesichts geschlossener Kinos und abgesagter Filmfestivals birgt sie viel Unbekanntes. «Kulturplatz» beleuchtet eine historische Austragung – und die Zukunft des Schweizer Kinos.

    Normalerweise präsentiert sich die Oscar-Verleihung als glamouröser Anlass, bei dem sich Film-Stars aus der ganzen Welt auf dem roten Teppich treffen. Die Pandemie macht nun alles anders: Statt wie gewohnt im Februar, vollzieht sich die Gala im April; statt mit Umarmung hier und Küsschen da, mit Sicherheitsabstand; statt an einem Ort, gleich an deren drei; und statt mit Publikumshits, mit vielen Filmen, die noch kaum jemand gesehen hat.
    Doch nicht nur die Rahmenbedingungen sind speziell, sondern auch wiederkehrende Merkmale bei zahlreichen nominierten Personen und Werken. So werden die «Oscars 2021» zu einem in jeder Hinsicht aussergewöhnlichen Ereignis.
    «And the winner is …»: Das gilt anderweitig schon mal für Richard Wherlock. Der Choreograf und Direktor des Ballett Basel feiert sein 20-Jahr-Jubiläum – und dies spektakulär. Auf allen drei Bühnen des Theater Basel kommt das Publikum in den Genuss von sieben Stücken an einem Abend.
    Der gebürtige Brite mit Schweizer Pass und sein Team geniessen hohe internationale Anerkennung. Das zeigt sich auch bei Absolventinnen und Absolventen der von ihm geleiteten Ballettschule, die weltweit Preise gewinnen. Wherlock ist ein leidenschaftlicher Botschafter des Tanzes. So hat er einen Fonds ins Leben gerufen, der Ensemblemitglieder bei der Umschulung nach dem Karriereende finanziell unterstützt. Sein Credo: Humor und Respekt, wie in unserem Porträt deutlich wird.
    Ebenfalls eine Geschichte des Gelingens soll das «Studio Magazine» werden. Doch zurzeit ist das Schweizer Mode- und Kunstfotografie-Heft vor allem noch ein Wagnis: Mitten in der schwierigen Corona-Zeit, im Herbst 2020, kam es auf den Markt. Die Zeitschrift sei, so Kreativdirektor und Herausgeber Charles Blunier, eine Verschmelzung von Kunst und Kommerz. Dadurch versuche sie, die Kunst nahbar zu machen. Die Publikation auf Hochglanzpapier versteht sich als Plattform für renommierte Künstlerinnen und Künstler, aber auch als Bühne für junge Talente. Bevor Ende Monat die zweite Ausgabe erscheint, nehmen wir einen vertieften ersten Blick.
    Eine Sendung aus dem Stadtkino Basel – das auch ein Filmfestival, ein Filmarchiv und auf dem Land tätig ist. Moderatorin Eva Wannenmacher trifft hier Direktorin Nicole Reinhard, um mit ihr über die Zukunft der Branche zu sprechen – nun, da die Kinos wieder öffnen dürfen. Dabei zeigt sich: Die Herausforderungen sind immens.

    • 27 Min.
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    Die weite Welt liegt so nah

    Die weite Welt liegt so nah

    Die Freiheit des Reisens ist uns in der Pandemie ein gutes Stück abhandengekommen. Dafür hatten wir während des Stillstands Zeit, uns grundsätzlich übers Reisen Gedanken zu machen. Warum wollen wir so dringend in die Ferne? Und wie gestalten wir das Reisen der Zukunft. Viele Fragen. Ein paar Antworten.

    Was wissen wir eigentlich über Nordkorea dieses isolierte Land – ausser, dass es seine Bevölkerung unterdrückt und der westlichen Welt mit Atomwaffen droht? Sehr wenig, sagten sich auch die Ausstellungsmacher des Alpinen Museums in Bern und sind deshalb nach Nordkorea gereist, um mit den Menschen dort über die Berge zu sprechen. Und damit auch ein wenig über das Leben.

    Zu den gloriosen Zeiten der Schweizer Grand Hotels traf sich Glamour, Luxus und die Hochfinanz jeweils zur Kur im Engadin, vor allem in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Eines dieser Grand Hotels war das Waldhaus in Vulpera, ein Wahrzeichen des Bädertourismus der Belle Époque, das aber 1989 abbrannte. Was bisher niemand wusste, eine Gästekartei mit 20‘000 Karten wurde gerettet und darin wurde penibel Buch geführt über die Klientel.

    • 29 Min.
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    Machtmissbrauch am Opernhaus Zürich? Eine direkt beteiligte Person berichtet

    Machtmissbrauch am Opernhaus Zürich? Eine direkt beteiligte Person berichtet

    Am Opernhaus Zürich soll es zu sexuellen Belästigungen gekommen sein. Im Fokus: Opernhausdirektor Michael Fichtenholz. Eine direkt involvierte Person bricht jetzt das Schweigen.

    Zudem: Schallplatten, Dias, Videokassetten: Das Kunsthaus Langenthal fasziniert mit einer Welt aus alten Medien. Es zeigt, wie stark diese Begleiter früherer Tage unsere Biografie prägen – bis heute.

    Die Nachricht liess aufhorchen: Operndirektor Michael Fichtenholz werde das Opernhaus Zürich auf Ende Saison 2020/21 verlassen, hiess es – ohne Angabe von Gründen. Recherchen von «Kulturplatz» enthüllen nun: Hinter diesem Abgang verbergen sich Vorwürfe des Machtmissbrauchs und der sexuellen Belästigung gegenüber jungen Unterstellten. Eine involvierte Person erzählt im Interview, was hinter den opulenten Kulissen geschehen sein soll. Das Opernhaus sowie die Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr nehmen Stellung zum Fall.

    Anschliessend taucht die Sendung in den Schauplatz der aktuellen Ausgabe ein: das Kunsthaus Langenthal. Die Ausstellung «H.o.Me. – Heim für obsolete Medien» nimmt die Besuchenden mit auf eine Reise in bewegende Zeiten. Dazu erinnern sich prominente Kulturschaffende, wie die präsentierten Technologien – als damaliges Mass aller Dinge – ihr Schaffen beeinflusst haben und wie sie bis in die Gegenwart nachwirken. Die aussortierten Geräte gehören noch längst nicht zum alten Eisen.

    Erinnerungswürdig ist auch das Gedicht, das Amanda Gorman zur Inauguration von US-Präsident Joe Biden vortrug. «The Hill We Climb» stellt ein emphatisches Plädoyer für einen Neubeginn der amerikanischen Politik dar. Doch nun ist ein Streit entbrannt, wer diesen Text aus dem Englischen übersetzen soll. Er führt zur brisanten Frage, ob dies Weisse bei Texten von Schwarzen überhaupt tun dürfen. Lange vor dieser Diskussion hat der Verlag, der soeben die deutsche Übersetzung veröffentlicht hat, einen ganz speziellen Weg beschritten: Er wählte für die Aufgabe nicht eine, sondern gleich drei Personen.

    • 29 Min.
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    Intime Einblicke – Die Inszenierung unseres Lebens

    Intime Einblicke – Die Inszenierung unseres Lebens

    Im Internet stellen viele ihr Leben zur Schau. Das birgt Gefahren. Nun veröffentlicht ausgerechnet eine Mutter Fotos der eigenen Söhne. Sie hat sie seit Geburt monatlich porträtiert, 25 Jahre lang. Ihr intimer Bildband fasziniert, wirft aber auch Fragen auf.

    Moderatorin Eva Wannenmacher besucht die Fotografin dieses erstaunlichen Langzeit-Projekts, Caroline Minjolle. Und trifft dabei auch auf einen der beiden Söhne, deren Heranwachsen das Buch «Rendez-Vous» dokumentiert.

    Darüber hinaus beleuchtet die Sendung in mehreren Beiträgen das Phänomen des Inszenierens – aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

    Ringen um Aufmerksamkeit: Viele Menschen sind stark in den sozialen Medien präsent. Sie streben oft nach einem idealen Ich, das allen gefallen will. Jia Tolentino spricht von einem «Inszenierungswahn». Die US-amerikanische Autorin sorgt mit ihrem Essayband «Trick Mirror» für Aufsehen. Denn darin analysiert sie aus feministischer Warte die Gefahren einer Kultur, die sich nur noch um Likes dreht.

    Auf Du und Du mit der Kamera: Ewan McGregor wird 50! Die Sendung macht sich ein Bild des Hollywood-Stars, gehört er doch zu den vielseitigsten Schauspielern unserer Zeit. Ob Shakespeare auf der Bühne, Star Wars im All oder Sänger im preisgekrönten Musical-Drama «Moulin Rouge!»: Der Schotte überzeugt in seinen Rollen. Das bewies er bereits 1996 im legendären Film «Trainspotting». Mit ihm schaffte McGregor den internationalen Durchbruch.

    Gut in Szene gesetzt: Die Newcomerinnen und Newcomer der Schweizer Musikbranche buhlen um Aufmerksamkeit – am prestigeträchtigen Wettbewerb «M for Music». Bekannte Namen wie etwa Steff la Cheffe starteten hier einst ihre Karriere. Nun hat sich der aktuelle «Jahrgang» der fachkundigen Jury gestellt. Und dazu Songs eingesandt. In der sogenannten «Demotape Clinic» steht viel auf dem Spiel. Wer überzeugt, gewinnt entscheidend an Publizität. Das ist in Zeiten von Corona erst recht von enormer Bedeutung.

    • 26 Min.

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