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Biologe Andreas Moser moderiert die Natursendungen. Tiere und ihre Vernetzung mit ihrem Lebensraum stehen dabei im Mittelpunkt.

NETZ NATUR HD Schweizer Radio und Fernsehen

    • Wissenschaft
    • 4.9 • 10 Bewertungen

Biologe Andreas Moser moderiert die Natursendungen. Tiere und ihre Vernetzung mit ihrem Lebensraum stehen dabei im Mittelpunkt.

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    … zum Schluss noch dies

    … zum Schluss noch dies

    In der letzten Ausgabe der Sendereihe «NETZ NATUR», die im Spätsommer 1988 zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, schaut Redaktionsleiter und Moderator Andreas Moser auf ausgewählte Beispiele aus 210 Sendungen zurück und erzählt, was sich seit früheren Episoden bis heute verändert hat.

    Kein beschaulicher Rückblick, sondern eine engagierte Analyse, wo und weshalb die Entwicklungen in der Natur weiterhin Achtsamkeit der Menschen brauchen. Vom natürlichen und künstlich herbeigeführten Auftauchen neuer Organismen in unserer Umwelt, über die Erfolgsgeschichten von Bibern und Bartgeiern, was Tauben mit Falken verbindet bis zu den Wildschweinen, die den Jägern immer wieder ein Schnippchen schlagen. «NETZ NATUR» zeigt, warum düstere Prognosen, dass die Schweizer Eichhörnchen von Amerikanischen Grauhörnchen überrollt werden, total falsch lagen und auch, wie «NETZ NATUR» bei den Wölfen immer wieder missverstanden worden war: Wie sich das natürliche Verhalten von Wölfen ausnützen liesse, dass es nicht immer mehr werden. Die Sendung schliesst mit einem Bogen in die Urzeit mit einem Blick auf die Schildkröten und darauf, was die Menschen von ihnen lernen könnten: Von der Natur lernen bis zum Schluss.

    • 53 Min.
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    Wildschweine gehen viral

    Wildschweine gehen viral

    NETZ NATUR Sendung vom 25.03.2021. Wildschweine lassen niemanden kalt – weder durch ihren herben Charme, noch durch die Ängste oder den Ärger, die sie verursachen. Und nicht zuletzt als Träger von Viren, die uns immer wieder beschäftigen.

    Der «Jöööh»-Effekt ist garantiert, wenn winzige Frischlinge ihre Schweine-Näschen aus dem grossen warmen Schilfnest an die kühle Luft strecken. Keine Frage – Wildschweine wecken Emotionen: entzücken bei Zoobesuchenden vor einer munteren Schar gestreifter Frischlinge. Bei Jägern, die den Abschuss von Wildschweinen als besondere Herausforderung empfinden. Bei den Bauern, deren Maisfelder und Wiesen immer wieder von Wildschweinrotten auf ihre Art «abgeerntet» und umgepflügt werden.
    Wildschweine sind in der Landwirtschaft gefürchtet, weil sie verschiedene Krankheitserreger verbreiten und auf Hausschweine übertragen können. Aktuell die gefürchtete Afrikanische Schweinepest, ein Virus, das im September 2020 von Wildschweinen aus Polen nach Deutschland eingeschleppt wurde.
    Auch in der Schweiz wappnet man sich, weil man damit rechnet, dass diese gefürchteten Viren auch hierzulande wilde Schweine befallen und so zur Gefahr für heimische Schweinezuchten werden könnten. Doch wie gelangte dieses Virus, das ursprünglich aus Warzenschweinen in Afrika stammt, auf Schweine in Europa und auf anderen Kontinenten? Weshalb sind die wilden und domestizierten Grunzer für verschiedene Viren so empfänglich – etwa für Grippeviren, die regelmässig auch Menschen befallen? Welche Rolle spielen Viren in der Natur? Und wie gehen die Menschen damit um?
    «Netz Natur» schaut mitten in der aktuellen Corona-Pandemie hinter die Kulissen täglicher Schlagzeilen und zeigt erstaunliche Zusammenhänge: Etwa, dass Menschen Genteile von Viren ganz normal im Erbgut tragen, weil diese Viren einst die Evolution bestimmter Organe und Lebensprozesse mitgestaltet hatten. Der Blick aufs Ganze zeigt: Viren gab es wohl vor der ersten, lebenden Zelle vor mehr als drei Milliarden Jahren. Und allein das schon sagt etwas darüber, welch ungeheuer wichtige Rolle sie für die Natur und die Entwicklung des Lebens insgesamt haben: Viren, diese mysteriösen, mikroskopischen Partikel aus Fetten, Eiweissen und Erbmaterial mit genetischen Informationen, die nicht einmal als Lebewesen gelten, die die Menschen aber immer wieder beschäftigen, sie bedrohen können und ihr gewohntes Leben tüchtig durcheinanderbringen.
    Schweine und Viren sind ein Spiegel der Gesellschaft und werden zum Lehrstück. Sie werfen Gedanken und Fragen auf, die vielleicht helfen, sie besser zu verstehen und zu lernen mit ihnen umzugehen – mit den Launen der Natur, die die Menschen immer wieder fordert.

    • 55 Min.
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    Landwirtschaft – mit der Natur!

    Landwirtschaft – mit der Natur!

    NETZ NATUR Sendung vom 10.12.2020. Es klingt wie David gegen Goliath: Winzige Lebewesen sollen den Boden ebenso fruchtbar machen, wie eine hoch technisierte Landwirtschaft.

    Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist die Produktion von Nahrungsmitteln zu einem industrialisierten Business geworden. Die Natur kommt dadurch in unseren Kulturlandschaften oft buchstäblich unter die riesigen Räder der Landmaschinen: Insekten nehmen dramatisch ab und mit ihnen Vögel, kleine Säugetiere, Reptilien und Amphibien. Lebewesen in Bächen und Flüssen werden Opfer von Giftstoffen aus der Landwirtschaft und das Grundwasser ist oft weit über die Grenzwerte belastet. Muss das sein? Ist das der Preis, um die Bevölkerung zu ernähren? Oder geht es auch anders? NETZ NATUR zeigt Pioniere einer anderen Landwirtschaft, die die Natur – die Lebensgemeinschaften eines natürlichen Waldes – als Vorbild nehmen, um mit Heerscharen von Kleinlebewesen im Boden, mit Pilzen und innovativen Kombinationen von Pflanzen, rückstandsfreie, wertvolle Lebensmittel zu produzieren: faszinierende Ideen für eine neue Landwirtschaft mit Hilfe der Natur.

    • 50 Min.
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    Erklärungen zum Wolf

    Erklärungen zum Wolf

    NETZ NATUR Sendung vom 27.08.2020. Es gibt immer mehr Wölfe im Land. Das wirft Fragen auf. «NETZ NATUR» liefert kontroverse Diskussionen zu einem Tier, das Emotionen weckt wie kein anderes.

    Neben Einzeltieren haben Wölfe in verschiedenen Landesteilen Familien gegründet, die sich vermehren. Inzwischen tauchen sie nicht nur in den Bündner, Tessiner und Walliser Bergen auf, sondern auch im Flachland. Ein Wolf drang sogar in Schafställe ein. Und die Presse berichtet, dass sie sogar Rinderherden auf der Alp kopfscheu machen. Werden Wölfe tatsächlich zum Problem? Oder sind sie bloss der Zankapfel und Spielball zwischen völlig unterschiedlichen Ansichten über die Natur?«NETZ NATUR» nimmt mit spektakulären Bildern eine Wolfsfamilie im Piemont unter die Lupe, deren Freud und Leid ein talentierter Naturfilmer aus nächster Nähe dokumentiert hat. Diese Bilder zeigen, wie Wölfe wirklich sind und wie sie sich in ihre Umgebung mit unzähligen anderen Wildtieren einfügen. Was bedeutet die Anwesenheit von Wölfen für Hirsche, Rehe, Gämsen, Füchse oder Adler? Und was für Ziegen und Schafe?Die Sendung vergleicht, was die Leute auf der Strasse über Wölfe wissen und denken, und wie sich Wölfe in Wirklichkeit draussen in der Natur- und Kulturlandschaft verhalten. «NETZ NATUR» geht der Frage nach, wo Wölfe überall auftauchen, und macht sich auf die Suche nach dem Ursprung der Angst vor dem Wolf. Die Sendung deckt auf, welches Bild die Behörden und Politikerinnen und Politiker von diesen Tieren verbreiten, und untersucht, ob dieses einem Faktencheck zum tatsächlichen Verhalten der Wölfe wirklich standhält.«NETZ NATUR» fragt weiter: Haben Wölfe überhaupt Platz in der heutigen Kulturlandschaft? Was weiss man über die neueste Entwicklung dieser Rückkehr in die hiesige Umgebung? Und wie kann man ihr Verhalten verfolgen und voraussagen? Wie wichtig sind sie für die Natur? Und schliesslich: Was und wer müsste sich bewegen, welche Massnahmen wären nötig, um ein Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf ohne grosse Konflikte in unseren Landschaften zu ermöglichen?

    • 52 Min.
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    Fischotter und andere Selfies

    Fischotter und andere Selfies

    Seine Rückkehr war heimlich und unerwartet: Automatische Kameras enthüllten 2017, wie Fischotter in den letzten Jahren an die Aare bei Bern zurückkehrten und Junge aufzogen, nachdem sie in den 1970er-Jahren wegen Umweltgiften in der Schweiz ausgestorben waren.

    «NETZ NATUR» hat sich 2017 an einem besonderen Projekt beteiligt: Zwei Biologen, ein Naturzeichner und ein Lehrer machten sich mit automatischen Kameras im Auenwald daran, die Biber unbemerkt zu beobachten und ihre Entwicklung zu überwachen. So filmten sich schliesslich längst nicht nur Biber, sondern gegen 50 andere Tierarten selbst.

    Einige Aufnahmen sind äusserst spektakulär: Sie zeigen Verhaltensweisen von Tieren, die man kaum für möglich gehalten hätte. So ermöglicht die Wildcam-Technik intime, bisher unbekannte Beobachtungen an Tieren, die man bestens zu kennen glaubte. Etwa Ratten als erbarmungslose Mäusejäger oder Füchse, die vor Bibern flüchten. Neben den erwarteten Tieren schossen aber auch Überraschungsgäste wie etwa der Fischotter ihre heimlichen Selfies.

    • 53 Min.
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    Wolf und Bär: Wer braucht Schutz vor wem?

    Wolf und Bär: Wer braucht Schutz vor wem?

    Seit 1995 gibt es Wölfe in der Schweiz. Zum ersten Mal ist im Sommer 2012 Nachwuchs eindeutig nachgewiesen worden. «NETZ NATUR» berichtet, wie man sich in der Schweiz auf die Rückkehr der Wölfe und Bären einstellt, welche Diskussionen sie auslösen und wie sie den Schafen Gutes tun.

    Wohl noch nie gab es so viele Wölfe in der Schweiz wie 2012. Mindestens in einem Gebiet der Schweiz, im Calanda-Massiv bei Chur, haben sie auch nachweislich Nachwuchs. Damit ist eingetreten, was Wolfsgegner schon lange befürchtet und Wolfsfreunde gehofft hatten: Es sind mehrere Wölfe unterwegs, die eine soziale Gemeinschaft bilden und gemeinsam jagen. Was bedeutet dies für die Schafherden auf den Alpen? Und wie stellen sich Jäger darauf ein, dass nicht nur sie Anspruch aufs Wild geltend machen? Muss man sich bald vor Wolfsrudeln in Acht nehmen?

    Bereits scheint vorgesorgt: Noch bevor sich Wölfe und Bären nach ihrer Ausrottung vor mehr als 100 Jahren tatsächlich in der Schweiz wieder etabliert haben, hat die Politik bereits beschlossen, dass die sogenannten Grossraubtiere dann «reguliert» werden können, wenn ein Kanton nach seiner Einschätzung zu hohe «Schäden» an jagdbaren Wildtieren oder an Haustieren erleidet. Dazu müsste die Schweiz zwar aus dem europäischen Artenschutz-Abkommen, der sogenannten Berner Konvention, austreten, denn beide Fleischfresser-Arten sind europaweit streng geschützt. Doch das Parlament hat dies grundsätzlich beschlossen.

    Vor allem der Wolf weckt immer noch hauptsächlich im Berggebiet irrationale Ängste und dadurch Widerstand gegen seine Präsenz im Land. Dies wird politisch geschickt genutzt. Doch weil es immer mehr Wölfe gibt, schützen auch immer mehr verantwortungsbewusste Schafhalter ihre Tiere während der mehr als dreimonatigen Alpzeit mit Hirten und mit Herdenschutzhunden. «NETZ NATUR» zeigt, ob dieser Herdenschutz im Sommer 2012 erfolgreich war. Und das Team spürt den Jägern nach, die in denselben Gebieten wie die Wölfe jagen.

    «NETZ NATUR» schaut auch über die Grenzen nach Italien, Frankreich und auch nach Osten, was sich dort bei den Wölfen tut. Von Nordosten, aus Deutschland, und aus Südosten, aus Slowenien, breitet sich nämlich eine zweite Wolfspopulation aus, die sich in absehbarer Zeit mit den italienischen Wölfen in der Schweiz treffen werden – auch in der Schweiz.

    Eine Wolfsfamilie beansprucht ein Revier von 150 – 250 Quadratkilometern, in dem es keine anderen Wölfe duldet. So verteidigt eine Wolfs-familie etwa ein Gebiet von der Fläche des Kantons Zug. Die Vermehrung wird dadurch begrenzt, dass nur ein Weibchen, die Mutter der ganzen Familie, Junge hat. Erwachsene Jungtiere wandern nach ein bis drei Jahren ab und ziehen manchmal sehr weit, um neue Gebiete zu besiedeln. Wird allerdings diese soziale Selbstregulation und das Familiensystem durch den Abschuss wichtiger Tiere gestört, reagieren die Tiere mit erhöhter Reproduktion. So kann es sein, dass es mehr Wölfe in einem Gebiet gibt als vorher.

    Mit «Wolf Schweiz: Wer braucht Schutz vor wem?» versucht NETZ NATUR aufzuzeigen, dass in der Natur nicht immer alles ist, wie wir uns denken, und warum der Wolf für die Schafe auch sein Gutes hat.

    • 52 Min.

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