9 Folgen

Die Reportagen rücken Menschen ins Zentrum, deren Schicksale und Abenteuer. Gezeigt werden neben den grossen Abenteuern auch die kleinen Sensationen des Alltags.

Reporter Schweizer Radio und Fernsehen

    • Gesellschaft und Kultur
    • 3.9, 264 Bewertungen

Die Reportagen rücken Menschen ins Zentrum, deren Schicksale und Abenteuer. Gezeigt werden neben den grossen Abenteuern auch die kleinen Sensationen des Alltags.

    • video
    Christian Jott Jenny – Der Präsident als Entertainer

    Christian Jott Jenny – Der Präsident als Entertainer

    Man nennt ihn einen Tausendsassa, den Entertainer und Tenor Christian Jott Jenny. Nun ist er auch Gemeindepräsident von St. Moritz. Jenny bringt frischen Wind in den Nobelort, aber auch viel Unruhe. Christian Jott Jenny ist eigentlich ausgebildeter Tenor. Als Entertainer steht er auf der Bühne, als Kulturproduzent veranstaltet er Shows und elf Jahre lang leitete er das Festival da Jazz St. Moritz, das er aus der Taufe gehoben hat. Ende 2018 wurde der Zürcher nach einer Kampfwahl der neue Gemeindepräsident von St. Moritz.St. Moritz kann es besser, versprach Jenny im Wahlkampf. Kann er seinen Anspruch einlösen? Was hat sich in St. Moritz verändert, wie bringt Jenny seine diversen Aktivitäten unter einen Hut? Und funktioniert das überhaupt, ein Künstler ohne politische Erfahrung an der Spitze einer Exekutive?Nach eineinhalb Jahren geniesst Jenny viel Rückhalt in der Bevölkerung. Er hat frischen Wind hineingebracht und einige verkachelte Themen angepackt. Doch die politische Knochenarbeit ist nicht sein Ding, und so steigt die Kritik innerhalb der St. Moritzer Exekutive an Jennys Amtsauffassung. Reporter Reto Brennwald hat den neuen Gemeindepräsidenten in seinen ersten anderthalb Jahren mit der Kamera begleitet.

    • 21 Min.
    • video
    Das Stockhus brennt! – Der Zürcher Phönix aus der Glarner Asche

    Das Stockhus brennt! – Der Zürcher Phönix aus der Glarner Asche

    Auf einmal stand sein Traum in Flammen. Eine Wohlfühloase hatte der Zürcher Christian Drescher aus dem Berggasthof Fronalpstock in den Glarner Alpen machen wollen. Und das durfte auch etwas kosten. Doch am 9. November 2019 brannte das Gasthaus oberhalb von Mollis vollständig nieder. Der Berggasthof Fronalpstock auf 1300 Meter über Meer, von den Einheimischen liebevoll Stockhus genannt, vermittelte zu seinen besten Zeiten typisch schweizerische Bergromantik: im Winter voll mit Schulklassen, im Sommer mit Ausflugs- oder Hochzeitsgästen. Altersbedingt – und weil das Wirten hier oben auch nicht leichter wurde – verkauften die langjährigen Besitzer Fränzi und Bruno Reich 2018 das Stockhus für knapp 800'000 Franken an den Zürcher Christian Drescher. Dieser ist Berufsfischer auf dem Walensee, spielt Golf und führt gleichzeitig als gelernter Sporttherapeut das Wellness- und Therapiezentrum im Strandbad Uto-Quai an der Zürcher Seepromenade. In Glarus hat er das Image eines bunten Vogels. Aus dem Glarner Stockhus will er ein Eventlokal mit Wellnessbereich machen. Das Gasthaus wird jeweils an Gruppen vermietet. Drescher investiert nach dem Einzug viel Geld ins Interieur – in Antiquitäten zum Beispiel, von einem ehemaligen Sklavenschiff. Seine Schmuck- und Diamantensammlung lagert er ebenfalls hier.

    Doch kaum ist das neue Dach fast aufgerichtet, sind die neuen Fenster bestellt und Hunderte von Weinflaschen im Keller, kommt Anfang November 2019 das Feuer. Zum Löschen setzt die Feuerwehr auch Helikopter ein. Dennoch bleiben vom Stockhus fast nur Ruinen, Schutt und Asche übrig. In dieser Nacht ist Drescher selbst im Zürcher Uto-Quai. Zu Schaden kommt niemand. Die Polizei sperrt den Unglücksort ab. Die schwierige Suche nach der Brandursache beginnt.

    «Traurig», sagten viele; «Brandstiftung», riefen andere. In den sozialen Medien und an manchen Stammtischen ist die Rede vom «Warm-Sanieren». «Blödsinn von Neidern», kontert Drescher und verweist auf die Untersuchungsberichte, die auf eine unbekannte technische Brandursache hindeuten. Reporter Christof Franzen hat Christian Drescher ein halbes Jahr lang begleitet – von der Zeit des bösen Erwachens bis hin zur Planung eines ambitionierten Neubaus. Drescher hofft, dass die Versicherungen für den grossen Schaden zahlen werden.

    • 24 Min.
    • video
    Nötzlis Abgang - Walter Roderers letzte Monate

    Nötzlis Abgang - Walter Roderers letzte Monate

    Ein grosses Projekt wollte Walter Roderer unbedingt noch umsetzen in seinem Leben: den Kinofilm über die Liebe eines alten Schauspielers zu einer jungen Frau. Das Drehbuch schrieb er selber, und die Handlung war zu einem grossen Teil autobiographisch: Roderer war in dritter Ehe mit einer 60 Jahre jüngeren Frau, seiner Grossnichte, verheiratet.

    Filmautor Hanspeter Bäni hat Walter Roderer seit dem Herbst 2011 mit der Kamera begleitet. Bäni wollte unter anderem die Entstehung des geplanten Kinofilmes «Der grosse Narr» dokumentieren. Die Hauptrolle wollte der 91jährige Roderer darin gleich selber übernehmen. Durch die Schwierigkeit, einen Produzenten zu finden, verzögerte sich jedoch der Drehbeginn. Kurz vor seinem Tod sorgte er sich darüber, ob seine Energie in zwei Jahren noch ausreiche, um in einem Film mitzuwirken - die Zeit laufe ihm davon.

    Das sehr persönliche Porträt über den beliebten Volksschauspieler, der sich selber als Melancholiker bezeichnete, ist in den letzten Monaten und Wochen vor seinem Tod entstanden.

    • 22 Min.
    • video
    Luanas Leben mit MS

    Luanas Leben mit MS

    Die 26-jährige Luana Montanaro leidet an Multipler Sklerose: Fussballspielen musste sie aufgeben – doch als grösster Fan des FC Thun schöpft sie beim Mitfiebern an den Spielen und im Kontakt zur Mannschaft Kraft und Lebensmut. In «Reporter» spricht die junge Frau über ihre Wünsche und Ängste. Zum Zeitpunkt der Diagnose «Multiple Sklerose» im November 2010 war Luana Montanaro 18 Jahre alt und sportlich erfolgreich: Sie spielte Fussball beim Zweitligisten FC Spiez; im Tennis war sie in ihrer Alterskategorie die Nummer zwei des Schweizer Nationalkaders. Psychologin hätte sie werden wollen, anderen Menschen helfen. Doch sie war gezwungen, die Fachmittelschule 2012 – kurz vor Abschluss – abzubrechen.

    Heute besucht Luana Fussballspiele nur noch als Zuschauerin, ist der wohl grösste Fan und das «Maskottchen» des FC Thun: «Während des Spiels kann ich meine Schmerzen vergessen», strahlt sie. Die chronische Nervenerkrankung verläuft bei ihr hochaktiv; Reha-Aufenthalte prägen ihren Alltag. Freunde haben sich von ihr abgewendet, weil sie nicht umgehen können mit ihrer fortschreitenden Krankheit: Erblinden des linken Auges, Lähmungserscheinungen an den Beinen, starke Schmerzen. Auf das einzige Medikament, das helfen könnte, ist sie allergisch. Doch Aufgeben ist für die junge Frau keine Option: «Ich will weiterhin am Leben teilhaben, auch wenn Vieles immer schwieriger wird und sich mein Zustand stetig verschlechtert!»

    Reporter Reto Vetterli hat Luana Montanaro ein Jahr lang mit der Kamera begleitet: im Alltag und in der Fussballarena, bei ihren Hochs und Tiefs – getreu ihrem Lebensmotto: «Siebenmal Umfallen – achtmal Aufstehen». Eine Stammzellentherapie ist ihre letzte Hoffnung.

    • 23 Min.
    • video
    Ein Opfer des Staates

    Ein Opfer des Staates

    Rolf Horst Seiler versteckte sich 40 Jahre lang im Wald. So wollte er sich dem Zugriff der Behörden entziehen. Seiler gehört zu den 60'000 Opfern von «administrativen Zwangsmassnahmen». Deren Grundrechte wurden in der Schweiz im 20. Jahrhundert systematisch verletzt. Es war Anfang der 1960er-Jahre; Rolf Horst Seiler war kaum volljährig, als sein jahrzehntelanger Leidensweg begann. Er galt als arbeitsscheuer Tunichtgut, der entmündigt und umerzogen gehörte. Um sich dem Zugriff der Behörden zu entziehen, sah er nur einen Ausweg: Er versteckte sich im Wald. Lange Ruhe hatte er allerdings nie. Teilweise wurde er administrativ versorgt. Man wollte versuchen, aus ihm ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu machen. Teilweise landete er hinter Gittern, weil er delinquent war. Meist ging es um Vagabundismus oder Zechprellerei. Wenn er es im Winter nicht mehr aushielt im Wald, quartierte er sich in einem Gasthof ein und konnte nicht bezahlen.

    Mindestens 60’000 Menschen wurden im 20. Jahrhundert in der Schweiz Opfer von behördlicher Willkür. Unter dem Titel «administrative Versorgung» wurden die Grundrechte von Betroffenen jahrzehntelang systematisch verletzt. Die Politik wehrte sich lange gegen eine ernsthafte historische Aufarbeitung und wies eine finanzielle Wiedergutmachung weit von sich. Das änderte sich unter Simonetta Sommaruga als Vorsteherin des EJPD. Die Politik war unter Druck geraten, weil der Unternehmer Guido Fluri über 100'000 Unterschriften für eine Initiative gesammelt hatte, die Wiedergutmachung forderte. Die Schweiz entschuldigte sich offiziell und sprach einen Solidaritätsbeitrag von 25'000 Franken pro Opfer. Damit endete ein jahrzehntelanger Kampf – oder besser: Er hätte enden sollen.

    Rolf Horst Seiler ist weit davon entfernt, mit seiner Vergangenheit abzuschliessen. Er besitzt schon ganze Berge von Akten und fordert immer mehr an. Er will alles darüber wissen, was ihm angetan wurde – und von wem. Reporter Simon Christen berichtet über die tragische Geschichte eines Menschen, von dem man heute weiss: Er wäre kein Fall für Zwangsmassnahmen gewesen, sondern für die IV. Ein Gutachten hat inzwischen festgestellt, dass er infolge einer schweren Hirnhautentzündung im Kindesalter sein Leben lang weitgehend erwerbsunfähig gewesen ist.

    • 24 Min.
    • video
    Der Männerarzt

    Der Männerarzt

    Marco Caimi will mit seiner Männerpraxis in Basel die Schnittstelle zwischen Hausarzt, Urologe und Psychiater sein. «Reporter» rund ums Thema «Ganz Mann sein». Auf die Idee, eine Männerpraxis zu gründen, kam Marco Caimi im Zuge der Finanzkrise: Immer häufiger brachen Manager in seiner Praxis in Tränen aus. Caimi fragte nach und hörte dabei Geschichten von verunsicherten Männern, denen nicht nur der gestiegene Druck am Arbeitsplatz, sondern auch starre Rollenklischees sowie die Anforderungen und Erwartungen ihrer Frauen zusetzte.

    Doch es sind nicht nur Männer, die die «Männerpraxis» aufsuchen: Marco Caimi hat eine Ausbildung in Psychiatrie und bietet auch für Paare Gesprächstherapien an. Er begleitet Scheidungsprozesse, coacht bei der Suche nach Lösungen, wenn Drittpartner im Spiel sind, oder unterstützt ganz einfach die Beziehungspflege in Langzeitbeziehungen. «Unsere Beziehung ist uns wichtig – wir wollen den Moment nicht verpassen, in dem einer von uns beiden abdriftet, weil es ihm zu langweilig geworden ist», sagt Sylvia Eichenberger, die sich mit ihrem Mann Christian regelmässig für Beziehungscoachings mit Marco Caimi trifft. Sie fühle sich als Frau beim Männerarzt gut aufgehoben und verstanden, erklärt Sylvia Eichenberger Reporterin Helen Arnet.

    Im Empfangsbereich der Männerpraxis sitzt Caimis dritte Ehefrau, Daniela Bürgin. Zusammen zu leben und zusammen zu arbeiten gehe gut, wenn die Zuständigkeiten klar definiert seien, sagen die beiden. «Er ist kein Macho», meint Daniela Bürgin über ihren Mann, befragt zu dessen Auftritt im «Club» des Schweizer Fernsehens im Januar 2019. Dort gerieten sich Caimi und Psychologe Markus Theunert zum Thema «Oh Mann! Männlichkeit in der Krise?» in die Haare. «Typisch mein Vater!», meint dazu Caimis Sohn Philipp. Er trete dezidiert für seine Meinung ein und verteidige diese vehement, sei aber nie nachtragend. Seine eigene Männlichkeit umschreibt Caimi so: «Wenn ein Mann weiss, was er will, zum Wohle aller.»

    • 22 Min.

Kundenrezensionen

3.9 von 5
264 Bewertungen

264 Bewertungen

Tomm 1922 ,

Halb , Halb

Meistens gut. Manchmal auch langweilig!...

swissoneee ,

Eigentlich top!

aber: früher habt ihr mehr über persönliches gemacht zb Michelles leben auf der Achterbahn was ich persönlich viel spannender finde als irgendetwas über die Wirtschaft oder so ich fand die früheren spannender da sie mehr auch auf leben und tot fixiert waren was immer spannend ist. Die heutigen Thema könnte man nicht ein jähr später wieder schauen da es immer aktuelle Themen sind und früher allgemeinere.

CasioB ,

Setzen Sie doch bitte einen Titel

Sensationelles Angebot mit unglaublich dämlicher Titel-Gestaltung. Auf der iPhone Übersicht stellen sich die Dok- und Reporter-Sendungen, die mehrheitlich von super Qualität sind, nur mit dem Titel "Schweizer Fernsehen" dar. Wow, welch Informationsgehalt. So muss man in jede Sendung reinschauen, inkl. Trailer und ev. noch Vorwerbung. Kann ja nicht so schwer sein, den Titel der Sendung anstelle des "Schweizer Fernsehen"s zu setzen. Ansonsten wirklich gute Sendungen, die meist recht kurz nach Ausstrahlung im Podcast sind.

Top‑Podcasts in Gesellschaft und Kultur

Zuhörer haben auch Folgendes abonniert:

Mehr von Schweizer Radio und Fernsehen