14 épisodes

Dieser Podcast wird vom Lehrstuhl Sozialstrukturanalyse (Prof. Dr. Oliver Nachtwey) der Universität Basel betrieben. In Form einer Ringvorlesung kommen die mitunter wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Soziologie zu aktuellen Themen zu Wort. Die aktuelle Vorlesungsreihe wird von Helene Thaa und Mirela Ivanova organisiert und beschäftigt sich mit dem Kapitalismus, seinem Wandel und der Kritik an ihm.

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    • Sciences sociales

Dieser Podcast wird vom Lehrstuhl Sozialstrukturanalyse (Prof. Dr. Oliver Nachtwey) der Universität Basel betrieben. In Form einer Ringvorlesung kommen die mitunter wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Soziologie zu aktuellen Themen zu Wort. Die aktuelle Vorlesungsreihe wird von Helene Thaa und Mirela Ivanova organisiert und beschäftigt sich mit dem Kapitalismus, seinem Wandel und der Kritik an ihm.

    Folge 14: Lisa Vollmer: "Wohnungsfrage und Mieter*innenbewegung in der kapitalistischen Stadt" (2.6.2021)

    Folge 14: Lisa Vollmer: "Wohnungsfrage und Mieter*innenbewegung in der kapitalistischen Stadt" (2.6.2021)

    Die gebaute Umwelt und mit ihr die Wohnraumversorgung nehmen in kapitalistischen Gesellschaften eine besondere Rolle in der Kapitalakkumulation ein, nicht erst, aber besonders im Finanzmarkt-Kapitalismus. Deshalb ist „die Wohnungsfrage“, anders als von Engels in den 1870er Jahre beschrieben, kein Nebenwiderspruch des Kapitalismus und ist folglich immer wieder Anlass für Konflikte und die Formierung sozialer Bewegungen. Diese Mieter*innenbewegung wird im Vortrag in ihren unterschiedlichen Ausprägungen in der Krise des Laissez-Faire-Kapitalismus, des Fordismus und des Neoliberalismus heute vorgestellt.

    • 54 min
    Folge 13: Christa Wichterich: "Who cares? Kapitalismus, Gender und Soziale Reproduktion in der Corona-Krise" (26.5.2021)

    Folge 13: Christa Wichterich: "Who cares? Kapitalismus, Gender und Soziale Reproduktion in der Corona-Krise" (26.5.2021)

    Die Covid-19-Krise hat die Systemrelevanz von Care Arbeit und die Verschränkung von Produktion und Reproduktion deutlich gemacht und damit gezeigt, dass der globale neoliberale Kapitalismus bezüglich der Reproduktion des Sozialen und der Natur an einen Kipppunkt gelangt ist. Der Vortrag schlägt – analog zu Ressourcenextraktivismus – das Konzept ‚Care Extraktivismus’ vor, um die aktuelle Rekonfiguration der sozialen Reproduktion intersektional zu analysieren.

    • 1h 2 min
    Folge 12: Sabine Pfeiffer: "Digitalisierung als Distributivkraft. Das wirklich Neue am digitalen Kapitalismus" (19.5.2021)

    Folge 12: Sabine Pfeiffer: "Digitalisierung als Distributivkraft. Das wirklich Neue am digitalen Kapitalismus" (19.5.2021)

    Plattform, Click-Work, Daten und Algorithmen – ist das das Neue am digitalen Kapitalismus oder ist es nur ein Kapitalismus mit anderen, nicht-materiellen Mitteln? Der Beitrag analysiert den aktuellen Kapitalismus aus einer politischen-ökonomischen Perspektive mit dem Blick auf die Dynamik der Wertrealisierung.

    • 57 min
    Folge 11: Oliver Decker: "Verschwörungsmentalität und Antisemitismus: eine dunkle Ressource in Zeiten der Covid-19-Krise?" (12.5.2021)

    Folge 11: Oliver Decker: "Verschwörungsmentalität und Antisemitismus: eine dunkle Ressource in Zeiten der Covid-19-Krise?" (12.5.2021)

    Die als Leipziger “Mitte”-Studien bekannt gewordene Untersuchungsreihe wurde 2020 zum 10. Mal durchgeführt und gestattet den Verlauf der antidemokratischen Einstellungen in Deutschland über 18 Jahre nachzuzeichnen. Dadurch wird sichtbar, dass die autoritäre Dynamik in der Bundesrepublik unterschiedliche Ausprägungen hat. Seit Beginn prägte ein sekundärer Autoritarismus die postnationalsozialistische Gesellschaft, die Identifikation mit der abstrakten Autorität einer “starken deutschen Wirtschaft”. Sie bot die Prothesensicherheit von Stärke und Selbstwert, beides hätte nach dem Untergang Nazi-Deutschlands sonst aufgegeben werden müssen. Ganz obsolet ist dieser Befund nicht, aber unter dem Druck der Covid-19 Pandemie zeigt die sozialpsychologische Analyse der Leipziger Autoritarismus Studien etwas Neues: Mit Verschwörungsmythen und Antisemitismus treten wieder Elemente einer alten autoritären Dynamik zu Tage. Sie bringt eine anti-moderne Bewegung hervor, die gegenwärtig auch ohne personelle Autorität auskommt, und doch eine Prothesensicherheit bietet. Oliver Decker wird die Ergebnisse vorstellen und die Frage diskutieren, ob auch in modernen Gesellschaften mit den Verschwörungsmythen und dem Antisemitismus eine dunkle Ressource zur Verfügung steht, die im Falle von Krisen aktiviert wird.

    • 54 min
    Folge 10: Richard Gebhardt: "”...gegen die Logik des Kapitals, gegen die Entwurzelung der Völker und die Ausmerzung der Kulturen” – Was ist "Antikapitalismus" von rechts?" (5.5.2021)

    Folge 10: Richard Gebhardt: "”...gegen die Logik des Kapitals, gegen die Entwurzelung der Völker und die Ausmerzung der Kulturen” – Was ist "Antikapitalismus" von rechts?" (5.5.2021)

    Der Vortrag widmet sich den Entwicklungslinien sowie den Spezifika einer Kapitalismuskritik von rechts, die als Sonderform einer antiliberalen Kulturkritik analysiert und mit den Grundlagen einer idealtypisch linken Kritik der politischen Ökonomie kontrastiert wird.

    • 1h
    Folge 9: Christoph Henning: "Entfremdung im Kapitalismus: Was Ritalin, "fake news" und brennende Regenwälder damit zu tun haben" (28.4.2021)

    Folge 9: Christoph Henning: "Entfremdung im Kapitalismus: Was Ritalin, "fake news" und brennende Regenwälder damit zu tun haben" (28.4.2021)

    Die Diagnose einer kapitalistischen "Entfremdung" wird von vielen als veraltete Diagnose empfunden, die nur auf ölverschmierte Blaumänner in dunklen Fabrikhallen des 19. Jahrhunderts zutreffe. Weit gefehlt: Mit der Dynamisierung der Arbeitswelt, der Familien und der Kommunikationswege ist auch die Entfremdung "fluider" geworden. Der Vortrag umreißt und analysiert aktuelle Ausformungen heutiger Entfremdung samt ihrer Kritikwege und diskutiert verschiedene Auswege.

    • 54 min