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Vertiefende Gespräche mit herausragenden Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Die Sternstunde Philosophie vermittelt lebensnahe Denkanstösse zu zentralen Fragen unserer Zeit.

Sternstunde Philosophie HD Schweizer Radio und Fernsehen

    • Gesellschaft und Kultur
    • 4.4 • 37 Bewertungen

Vertiefende Gespräche mit herausragenden Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Die Sternstunde Philosophie vermittelt lebensnahe Denkanstösse zu zentralen Fragen unserer Zeit.

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    Achtung Beuys – Aktionskünstler, Visionär, Provokateur

    Achtung Beuys – Aktionskünstler, Visionär, Provokateur

    Joseph Beuys (1921–1986) gilt als weltweit bedeutendster Aktionskünstler des 20. Jahrhunderts. Wie kaum ein anderer revolutionierte er den zeitgenössischen Kunstbegriff. Yves Bossart spricht mit dem Kunsthistoriker Philip Ursprung über Beuys und die Rolle der Kunst heute.

    Er ist eine Ikone der modernen Kunst: Der Mann mit Hut, der Filz und Fett in die Kunst einführte. Er prägte Sätze wie: Jeder Mensch ist ein Künstler! Mit seinem «erweiterten Kunstbegriff» wollte Beuys die Kunst als gesellschaftsverändernde Kraft etablieren. Er plädierte für eine neue Wirtschaftsordnung jenseits von Kommunismus und Kapitalismus und erkannte als Gründungsmitglied der Partei «Die Grünen» früh den Wert der Natur. Am 12. Mai jährt sich sein 100. Geburtstag. Joseph Beuys wurde einerseits als Künstler von Weltruhm gefeiert, andererseits als Scharlatan und Provokateur angefeindet. Wie hat sich seine Rezeption 34 Jahre nach seinem Tod verändert? Und wie kann und soll Kunst heute noch provozieren? Yves Bossart im Gespräch mit Philip Ursprung, Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich und Autor der unlängst beim C.H. Beck-Verlag erschienenen Monografie «Joseph Beuys: Kunst Kapital Revolution».

    • 58 Min.
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    Nach mir die Würmer – Tabu Sterben und Tod

    Nach mir die Würmer – Tabu Sterben und Tod

    Sterben muss jeder. Sterben üben kann aber niemand. Wie also sollen wir uns auf den eigenen Tod vorbereiten? Und was passiert mit dem Körper, wenn er zur Leiche wird? Warum jagen uns tote Körper Angst ein? Die «Sternstunde der Nacht» zu den grossen Tabus am Ende des Lebens.

    Der Tod ist für viele Menschen ein Tabu. Gleichzeitig wird er für viele in der Zeit von Corona zur unmittelbaren Realität. Ebenso tabu ist der Leichnam. Wer will schon wissen, dass sich der Darm entleert oder sich die Haut ablöst, nachdem wir die ewige Ruhe gefunden haben? Oder dass der Atem rasselt, wenn es zu Ende geht? Viele empfinden auch Angst oder Ekel beim Anblick toter Körper. Warum eigentlich?

    Fakt ist: Jeder von uns wird irgendwann zur Leiche. Aber was passiert dabei genau? Tut sterben weh? Wie geht Sterben in Zeiten des Coronavirus? Und was kommt nach dem Sterben: das Feuer, die Würmer oder die Diamantpresse?

    Barbara Bleisch und Yves Bossart diskutieren in der «Sternstunde der Nacht» mit Mark Benecke, Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie, Martin Prein, Thanatologe und ehemaliger Bestatter, Alexandra Schiller, Sterbebegleiterin mit Hund, Sabine Mehne, Krebs-Langzeitüberlebende, Peter Steiger, Intensivmediziner, und Steffen Eychmüller, Palliativmediziner, über den Sterbeprozess und fragen, was mit unseren sterblichen Überresten geschieht.

    Den Abend begleitet der Schriftsteller Pedro Lenz mit seinen Texten.

    Diese Sendung ist eine Wiederholung vom 17. Oktober 2020.

    • 59 Min.
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    Adolf Muschg – Wie geht Lebenskunst?

    Adolf Muschg – Wie geht Lebenskunst?

    Der 86-jährige Schweizer Adolf Muschg zählt zu den wichtigsten Schweizer Schriftstellern. Yves Bossart spricht mit dem engagierten Intellektuellen über die Kunst des guten Lebens, die Irrtümer der Gegenwart und über die Weisheit des japanischen Zen-Buddhismus.

    Adolf Muschg gilt als einer der wichtigsten lebenden Schriftsteller. Er ist in Zollikon am Zürichsee aufgewachsen. Seine schwierige Kindheit, der frühe Tod des Vaters und die Depressionen seiner Mutter prägten ihn stark. Das Schreiben war für Muschg auch eine Flucht in die Fantasie. Ähnlich wie Japan – das Land, das er als sein «Heimwehland» bezeichnet. Der vielfach preisgekrönte Schriftsteller war Professor an der ETH Zürich und zeitlebens ein engagierter Intellektueller. 1975 kandidierte er gar für den Ständerat, unterstützt von Max Frisch und Günther Grass. Im Gespräch mit Yves Bossart spricht der bescheidene Grossmeister der Literatur über seine schwierige Kindheit, über die Kunst des guten Lebens und den weisen Umgang mit Widersprüchen.

    • 58 Min.
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    Philosophischer Stammtisch: Wem gehört mein Körper?

    Philosophischer Stammtisch: Wem gehört mein Körper?

    Verlockungen gibt es viele: Downhill ohne Helm, Zuckerwaren haufenweise, mehrere Gläser über den Durst. Doch Väterchen Staat will uns erziehen: mit Helmobligatorien, Zuckersteuer und Alkoholverboten. Darf er das? Gehören mein Körper, mein Wohl nicht ganz alleine mir?

    Die Welt buhlt um Corona-Impfstoff und misst sich im Wettbewerb, wer schneller seine Bevölkerung durchgeimpft hat. Doch nicht alle, die könnten, wollen sich auch impfen lassen. Dabei wäre die Impfung ein zentrales Element in der Strategie der Pandemiebekämpfung. Der Staat darf die Impfrenitenten aber nicht zwingen. «Warum eigentlich nicht?», fragen die einen. Immerhin ist ziemlich sicher, dass Geimpfte das Virus auch weniger übertragen. «So weit kommt’s noch», entgegnen die anderen.
    Gilt nicht: «Mein Körper gehört mir?» Doch tut er das eigentlich noch? Werden wir nicht ständig ermahnt, die steigenden Gesundheitskosten im Blick zu behalten und mit unserem Verhalten nicht die Staatskasse zu belasten? Geht mein Lebensstil die anderen etwas an? Oder ist er gänzlich Privatsache? Mit Svenja Flasspöhler und Stefan Riedener diskutieren am philosophischen Stammtisch Wolfram Eilenberger und Barbara Bleisch.

    • 59 Min.
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    Sophie Passmann: Komplett ironisch, total feministisch

    Sophie Passmann: Komplett ironisch, total feministisch

    Sophie Passmann ist eine der bekanntesten Satirikerinnen unserer Zeit und landet nach «Alte weisse Männer» mit ihrem neuen Buch «Komplett Gänsehaut» schon den zweiten Bestseller – und das mit 27 Jahren. Barbara Bleisch spricht mit dem Ausnahmetalent über Spiessertum, Sexismus und Satire.

    Noch keine dreissig, aber eine der wichtigen Stimmen Deutschlands – Sophie Passmann hat geschafft, was nur ganz Wenigen gelingt: Sie nahm an der Seite Jan Böhmermanns im «Neo Magazin Royale» unseren Zeitgeist aufs Korn, hat einen eigenen Podcast, schreibt eine Kolumne für die «Zeit» und hat in den sozialen Medien weit über 200’000 Follower. Passmann nimmt kein Blatt vor den Mund: Sie kritisiert Rassismus und Sexismus messerscharf, schreckt aber auch vor Selbstkritik nicht zurück. In ihrem neuen Buch «Komplett Gänsehaut» seziert sie das Milieu des mittelständischen Urban Hipsters, der im Biosupermarkt einkauft, ganz schön «woke» ist und dauernd an allem etwas auszusetzen hat. Als selbst ernanntes «Mittelstandsgirl» geht Passmann im Buch ihrer eigenen Identität auf den Grund und nimmt ihre Generation der Millennials unter die Lupe. Barbara Bleisch trifft Sophie Passmann zum Gespräch über Spiessertum, Feminismus und Cancel Culture.

    • 1 Std.
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    50 Jahre Frauenwahlrecht – Demokratie für (fast) alle

    50 Jahre Frauenwahlrecht – Demokratie für (fast) alle

    Vor 50 Jahren gestanden die Schweizer auch ihren weiblichen Mitbürgerinnen das Stimm- und Wahlrecht zu. Einer der krassesten Ausschlüsse aus der Schweizer Demokratie kam zu einem Ende. Doch auch heute dürfen nicht alle mitbestimmen. Warum eigentlich?

    Die Schweiz zelebriert sich gern als «Wiege der Demokratie». Die Hälfte der Bevölkerung schloss sie jedoch bis 1971 vom Mitbestimmungsrecht aus. Die Schweiz war damit eines der letzten Länder der Welt, das auch seinen weiblichen Mitbürgerinnen demokratische Rechte zugestand. Der Blick ins Ausland zeigt, dass in vielen Ländern die Frauen anfänglich von der Mitbestimmung ausgeschlossen blieben. Oft erteilte man vor den Frauen den Sklaven, dem Arbeitervolk und den Randständigen das Wahlrecht. Demokratie wurde dabei gern als männliches Unterfangen inklusive Saufgelage inszeniert, weiss die bekannte deutsche Historikerin Hedwig Richter. Patriarchale Ausschlussmechanismen griffen aber weiter, auch nachdem die Frauen das Wahlrecht erhalten hatten, so die Historikerin Fabienne Amlinger. Heute sind es nicht mehr die Frauen, sondern andere Gruppen, die im Vorzimmer der Macht auf Einlass warten, sagt die Politologin Silja Häusermann. Wer darf mitreden in einer Demokratie und wie verschaffen sich Ausgeschlossene Gehör? Barbara Bleisch diskutiert die Fragen mit den drei Expertinnen.

    • 59 Min.

Kundenrezensionen

4.4 von 5
37 Bewertungen

37 Bewertungen

Ernesto „Che“ Guevara ,

Tolle Sendung

Die Folge zum Thema „Der gekränkte Mann als Gefahr“ war jedoch schrecklich mitanzusehen. Der Moderator hat sich sofort auf die Seite des Herrn/der Frau Kuenzle gestellt. Sehr einseitig geführte „Diskussion“ mit vielen Strohmann-Argumenten.

MisterTamtam ,

Gutes Format

Starke Sendung

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