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Die «Sternstunde Religion» ordnet ein, fragt nach und schafft Zusammenhänge – in Form von Dokumentarfilmen oder Gesprächen.

Sternstunde Religion HD Schweizer Radio und Fernsehen

    • Religion und Spiritualität
    • 4.4 • 5 Bewertungen

Die «Sternstunde Religion» ordnet ein, fragt nach und schafft Zusammenhänge – in Form von Dokumentarfilmen oder Gesprächen.

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    Achtung Menstruationsblut!

    Achtung Menstruationsblut!

    Unrein und gefährlich? Bis heute wird die Menstruation gesellschaftlich tabuisiert. Dabei spielen religiöse Reinheitsvorstellungen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Längst überholt geglaubte Vorstellungen stigmatisieren noch immer den Prozess des Menstruierens. Was steht hinter diesem Phänomen?

    Gross war der Aufschrei in den sozialen Medien, als zwei Unternehmensgründer ihre «Pinky Gloves» in einer TV-Sendung vorstellten. Dabei handelt es sich um pinkfarbene Plastikhandschuhe, mit denen Menstruierende vor dem Kontakt mit dem eigenen Periodenblut geschützt und die diskrete Entsorgung von Hygieneprodukten gesichert sein sollte. Periodenblut, etwas Ekliges, gar Peinliches? Selbst in Werbungen für Menstruationsprodukte wird das Blut bis heute entfremdet als blaue Flüssigkeit dargestellt. Was also steckt hinter diesem Verdrängungsphänomen, dieser Unsichtbarmachung?

    Noch bis ins 20. Jahrhundert wurde der Periode Toxizität nachgesagt und Menstruierende wurden damit geächtet. Von der Antike bis in die Neuzeit haftete dem monatlichen Blutfluss ein Stigma an: Im Sinne der (rituellen) Unreinheit, des Mangels, der Giftigkeit oder als Folge des Sündenfalls. Diese Erklärungen zogen normierende Beschränkungen der Frau mit sich, was nicht zuletzt in der Verweigerung höherer religiöser Ämter resultierte und teilweise noch immer resultiert.

    Weshalb gilt Blut, zumal weibliches, als unrein? Weshalb schämen wir uns dafür und ekeln uns davor? Und was braucht es, um das Menstruationstabu in unserer aufgeklärten Gesellschaft zum Verschwinden zu bringen?
    Olivia Röllin im Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Lechner und der Indologin und Philosophin Angelika Malinar.

    • 58 Min.
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    Hans Küng und die päpstliche Unfehlbarkeit

    Hans Küng und die päpstliche Unfehlbarkeit

    Es war vor allem seine Kritik am Unfehlbarkeits-Dogma des Papstes, die den Vatikan bewogen hat, dem Schweizer Theologen Hans Küng 1979 die Lehrbefugnis zu entziehen. Olivia Röllin diskutiert mit Judith Wipfler von der SRF Fachredaktion Religion über die Aktualität seiner Kritik.

    «Wie kommt es eigentlich, dass ein Einziger da oben meint, er könne unfehlbar entscheiden (…)?» fragte Hans Küng vor 27 Jahren in einer «Sternstunde». Er hat sich zwischen 1994 und 2005 mehrmals in dieser Sendung zum Unfehlbarkeits-Dogma des Papstes geäussert und seine Kritik erläutert. Vor wenigen Wochen ist Hans Küng im Alter von 93 Jahren verstorben.

    • 14 Min.
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    Mario Botta: «Bauen ist eine heilige Handlung»

    Mario Botta: «Bauen ist eine heilige Handlung»

    Kirchen, Kapellen, eine Synagoge und nun eine Moschee. Es gibt wohl kaum einen zeitgenössischen Architekten, der mehr sakrale Bauten erschuf, als Mario Botta. Olivia Röllin spricht mit dem Stararchitekten über die Rolle heiliger Räume im Städtebau und wie man zwischen Himmel und Erde vermittelt.

    Mario Botta ist ein Getriebener, einer, der immer arbeitet, auch morgens um drei. Und nicht selten entstehen dabei Sakralbauten. Seine Kirchen und Kapellen stehen in Frankreich, Italien, der Ukraine, Südkorea und natürlich im Tessin. Seit Botta mit 18 Jahren sein erstes Gebäude plante – ein Kirchgemeindehaus – widmet er sich dem Raum zwischen Himmel und Erde. Dabei kombiniert er moderne schlichte Formen mit massiven Materialien wie Naturstein, Holz oder Backstein, also mit gebranntem Lehm. Ein Geruch, den er auch aus seiner Kindheit im Mendrisiotto kennt. Olivia Röllin spricht mit Mario Botta über die Faszination des Sakralen in einer Welt des Konsums, den Zufall des Schönen und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben.

    • 1 Std.
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    «Das Universum braucht den Menschen nicht»

    «Das Universum braucht den Menschen nicht»

    Die Physik hat Kathrin Altwegg bereits als Kind gepackt und seither nie mehr losgelassen. Im Gespräch mit Olivia Röllin erläutert sie, was es für sie als Astrophysikerin auch noch nach Jahrzehnten der Forschung bedeutet, als so kleines Wesen dem ganz Grossen gegenüberzustehen.

    Der Erdmond ist der am besten erforschte Himmelskörper, allein schon wegen seiner Nähe zur Erde. Dass Ebbe und Flut von ihm abhängen, weiss jedes Kind. Dass der Mond aus dem Material unserer Erdkruste besteht, zeigt, wie wichtig er für die Entstehung menschlichen Lebens ist. Die Berner Astrophysikerin Kathrin Altwegg bezeichnet den Mond deshalb als wichtigen Zeitzeugen. Aber sie sieht natürlich noch viel mehr: Dass das Universum dynamisch ist, dass alles entsteht und auch vergeht. Und dass das Universum den Menschen nicht braucht.
    Und trotzdem: Der Mensch kann das All erforschen und sogar verstehen. Doch was bedeutet es, täglich die eigene Winzigkeit vorgeführt zu bekommen? Beginnt im Staunen über das Universum auch der Glaube an etwas Grösseres? Oder haben es Physiker vielleicht schwerer, an eine höhere Macht zu glauben?
    Olivia Röllin spricht mit Kathrin Altwegg in der Sternwarte Uecht in Niedermuhlern bei Bern.

    Diese Sendung ist eine Wiederholung vom 16. Juni 2019.

    • 8 Min.
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    Niklaus Brantschen und das grosse Schweigen

    Niklaus Brantschen und das grosse Schweigen

    Zuerst war er Jesuit, dann entdeckte Niklaus Brantschen in Japan den Zen-Buddhismus. Seither verbindet der aus dem Wallis stammende Pater Spiritualität aus West und Ost. Was für manche wie ein Widerspruch klingt, ist für ihn eine Ergänzung. Ein Gespräch über das Schweigen und über die Stille.

    Stille ist nicht nur das Gegenteil von Lärm, sondern kann auch das Gegenteil von Einsamkeit sein, sagt der Jesuit und Zen-Meister Niklaus Brantschen. 1937 in Randa im Mattertal geboren, entschliesst sich der Sohn eines Bergführers früh für den Jesuitenorden, studiert erst in Deutschland, dann in Japan, wo er den Zen-Buddhismus kennenlernt. Seit über 50 Jahren verbindet er westliche und östliche Spiritualität. Darin sieht er weder Konkurrenz noch Widerspruch, sondern eine wunderbare Ergänzung. Eine Ergänzung, die er gerne auch weitergibt, nämlich im Lassalle-Haus in Edlibach (ZG). Dort lehrt er, der Meister im Schweigen, mehrere Wochen im Jahr die stille Einkehr. Und er weiss, wie die Stille hinter der Stille aussieht – nämlich gross. Ein Gespräch über Stille, Einsamkeit und warum man im Vorteil ist, wenn man Tagebuch schreibt.

    • 31 Min.
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    Milo Rau – Zwischen Marx und der Passion Christi

    Milo Rau – Zwischen Marx und der Passion Christi

    Milo Rau ist Theaterregisseur, Filmemacher und Aktivist. In seinen Arbeiten prangert er immer wieder ausbeuterische Verhältnisse an. Sein neuestes Werk, der Kinofilm «Das Neue Evangelium», zeigt die Passion Christi und verbindet sie mit dem Flüchtlingselend in Süditalien.

    Bereits zwei Jesus-FiIme wurden im süditalienischen Matera gedreht: In den 60er-Jahren von Pier Paolo Pasolini, 2004 von Mel Gibson. Nun hat auch Milo Rau dort eine Passionsgeschichte realisiert. Jesus und die Apostel werden von Geflüchteten aus Afrika gespielt, die unter prekären Verhältnissen als Erntehelfer arbeiten. Geschickt verwebt Milo Rau ihre miserablen Lebensbedingungen mit der Passionsgeschichte. Entstanden ist eine radikale Neuinterpretation, eine Mischung aus Fiktion, Dokumentation und politischem Aktivismus. Doch weshalb braucht es heute ein neues Evangelium? Was predigt Milo Raus’ Jesus? Und wie hat die Auseinandersetzung mit den Evangelien den Marxisten Rau geprägt? Olivia Röllin fragt nach.

    • 29 Min.

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