6 Folgen

In unserem Podcast „Über Gott und die Welt: Der Glaubenspodcast“ geht es um die großen Fragen des Lebens. Es geht um das, was viele von uns bewegt – und was zwei Bischöfe dazu zu sagen haben. Jede Folge dreht sich um eine Frage: Was macht Hoffnung? Warum braucht es Kirche überhaupt? Schuften wir uns zu Tode? Das Besondere an diesem Audio-Format: Gleich zwei Bischöfe – der evangelische Regionalbischof Axel Piper (Augsburg) und der katholische Bischof des Bistums Augsburg, Bertram Meier – sprechen hier miteinander und mit Daniel Wirsching, Redakteur und Fachmann für das Thema Religion bei der Augsburger Allgemeinen. Und das ganz locker, wie bei einem guten Gespräch in einem guten Restaurant. Da erzählt man sich auch so manches Persönliches. Neue Folgen erscheinen jeweils samstags.

Über Gott und die Welt Augsburger Allgemeine

    • Christentum
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In unserem Podcast „Über Gott und die Welt: Der Glaubenspodcast“ geht es um die großen Fragen des Lebens. Es geht um das, was viele von uns bewegt – und was zwei Bischöfe dazu zu sagen haben. Jede Folge dreht sich um eine Frage: Was macht Hoffnung? Warum braucht es Kirche überhaupt? Schuften wir uns zu Tode? Das Besondere an diesem Audio-Format: Gleich zwei Bischöfe – der evangelische Regionalbischof Axel Piper (Augsburg) und der katholische Bischof des Bistums Augsburg, Bertram Meier – sprechen hier miteinander und mit Daniel Wirsching, Redakteur und Fachmann für das Thema Religion bei der Augsburger Allgemeinen. Und das ganz locker, wie bei einem guten Gespräch in einem guten Restaurant. Da erzählt man sich auch so manches Persönliches. Neue Folgen erscheinen jeweils samstags.

    Was können wir gegen Einsamkeit tun?

    Was können wir gegen Einsamkeit tun?

    Sind Bischöfe einsam? Wie gehen sie damit um? Ist Einsamkeit etwas Negatives oder kann sie auch positiv sein? Der katholische Bischof Bertram Meier und der evangelische Regionalbischof Axel Piper geben darauf in „Über Gott und die Welt: Der Glaubenspodcast“ Antworten. Indem sie von ihren Erlebnissen erzählen – und von Momenten, in denen sie bewusst vielleicht nicht die Einsamkeit, aber doch das Alleinsein gesucht haben. „Manchmal hat man das Gefühl, man hat auskommuniziert“, sagt Piper.
    Alleinsein, Einsamkeit, Verlorensein – es gibt viele Facetten. Und es gibt ebenso Geistliche, die im Alter ohne Freunde vereinsamen, wie welche, die aufblühen. Bertram Meier betont, wie wichtig Freundschaften seien – und wie wichtig es sei, sie zu pflegen. Er mache sich eher Sorgen um jüngere Priester, die nicht in ein soziales Netz eingebunden seien, sagt er.
    Aus einem Gespräch über Einsamkeit wird in dieser vorerst letzten Folge des Audio-Formats auch ein Gespräch über derzeit im Bereich der katholischen Kirche kontrovers diskutierte Themen – wie ein problematisches Priesterbild oder die Priesterweihe für Frauen. Am Ende schließlich geht es im Wortsinne um das Ende: die Frage, wie Meier und Piper zum assistierten Suizid stehen. Niemand dürfe alleingelassen werden beim Sterben, sagt Piper. Und auch Meier sagt: „Wir werden als Kirche alles Erdenkliche tun, dass Menschen nicht einsam sterben müssen.“

    Wie sieht die Welt unserer Kinder aus?

    Wie sieht die Welt unserer Kinder aus?

    Früher war alles besser? Natürlich nicht. Aber die Welt, in der der katholische Bischof Bertram Meier, 1960 geboren, und der evangelische Regionalbischof Axel Piper, 1959 geboren, aufgewachsen sind, war eine andere. Es war Wirtschaftswunderzeit. „Bei uns in der Familie und in der Gesellschaft überhaupt ging es immer aufwärts“, erinnert sich Piper in „Über Gott und die Welt: Der Glaubenspodcast“. Und erzählt vom ersten Fernsehgerät der Familie – und davon, dass die Autos immer größer geworden seien. Auch der katholische Bischof Bertram Meier teilt ganz ähnliche Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit. „Wir lebten nicht in Saus und Braus“, sagt er, „aber wir sind, meine Schwester und ich, super ins Leben gestartet.“
    Heute sieht die Welt für Kinder und Jugendliche etwas anders aus – mit Blick auf die Corona-Pandemie und vor allem auf den Klimawandel. Bewahrung der Schöpfung, um es im Kirchenjargon auszudrücken, ist dabei auch für Meier und Piper ein großes Thema, auch wenn es derzeit etwas in den Hintergrund gerückt scheint. Mit den Worten von Papst Franziskus sagt Meier: Die junge Generation stehe vor der Wahl, ob das globale Dorf mehr zu einem Schuttabladeplatz oder zu einem blühenden Garten werde. Piper sagt in dem Audio-Format, er erlebe die junge Generation als etwas gespalten. Einerseits seien junge Leute auf Lebensgenuss aus, andererseits gingen sie auf eine fast strenge Art mit der Welt um und wollten mit Vielem aus der Vergangenheit brechen. Das sei gleichwohl das Vorrecht der Jugend.
    Bertram Meier äußert in dem Podcast Verständnis für die Jugendbewegung Fridays for Future, die nach eigenen Angaben für „eine lebenswerte Zukunft“ kämpft und eine Politik fordert, „die die Bewältigung der Klimakrise ernsthaft angeht“. „Wir waren alle mal jung. Wenn wir nicht als junge Menschen durchaus auch 150-prozentige burning persons gewesen wären, dann wären wir nicht so weit gekommen, auch mit unseren Idealen, die wir bis jetzt hochhalten“, meint der katholische Bischof Meier. „Denn abschleifen tut sich das automatisch.“ Er glaube, man müsse neue Ideen sogar geschärft präsentieren, damit sie Aufmerksamkeit fänden. Wichtig sei dabei, ergänzt der evangelische Regionalbischof Piper, Barmherzigkeit im Umgang miteinander.

    Schuften wir uns zu Tode?

    Schuften wir uns zu Tode?

    Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten so vieles verändert – auch den Alltag eines Bischofs. Nach Ansicht des evangelischen Regionalbischofs Axel Piper haben sich Entwicklungen, die es vor der Pandemie bereits gab, noch einmal verstärkt. So rechnet er damit, dass das Arbeiten im Homeoffice bleiben wird – gibt hierbei aber zu bedenken, „dass die Leute Angst bekommen, dass sie eigentlich jederzeit erreichbar sind und schnell reagieren müssen“. Er selbst sei abends derzeit „manchmal richtig platt“. Eine Erfahrung, die er mit dem katholischen Augsburger Bischof Bertram Meier teilt.
    Der sagt in „Über Gott und die Welt: Der Glaubenspodcast“: „Wir werden sicherlich nach der Pandemie nicht in die alte Normalität zurückkehren können. Es wird sich manches sieben, manches auch neu sortieren, das ist nur gut. Auch wir müssen uns sortieren.“ Er wünsche sich, dass das Wesentliche wiederkomme – und dass Dinge wie ein Händedruck oder eine Umarmung künftig mehr geschätzt werden. Bertram Meier betont in dem Audio-Format überdies die Wichtigkeit eines geregelten Tagesablaufs für ihn, zu dem bei ihm – er sei „eine Nachteule“ – eine Siesta gehöre. „Die Siesta ist die heilige Stunde am Tag, und da bin ich nicht erreichbar – außer, wenn die Hütte brennt“, erzählt der Bischof.
    Beide Kirchenmänner kennen das Problem, dass Geistliche im Wortsinne ausbrennen, überfordert von ihrer Aufgabenfülle etwa in ländlichen Pfarreiengemeinschaften. Die Frage „Schuften wir uns zu Tode?“ wird an diesem Beispiel ganz konkret und dringlich. Der Pfarrer von heute sei, so Bertram Meier mit Blick auf dieses Beispiel und ein Lied im katholischen Gesangbuch Gotteslob, überall und nirgends. Der evangelische Regionalbischof Axel Piper fügt hinzu: „Wir merken bei unseren Pfarrerinnen und Pfarrern, dass wir ein hohes Maß an sogenannten erschöpften Menschen, an Burn-out-Geschädigten haben – und das liegt, glaube ich, an dem Beruf.“ Die Burn-out-Gefahr sei aber in allen „Helferberufen“ groß. Piper meint damit unter anderem Berufe in Pflege oder Medizin.

    Wie zwei Bischöfe über Liebe denken

    Wie zwei Bischöfe über Liebe denken

    Vor allem wenn katholische Geistliche über Liebe und Sexualität sprechen, kommt das häufig nicht bei allen gut an. Schnell heißt es, sie würden von etwas reden, von dem sie kein Ahnung hätten. Und dann auch noch die rigide Sexualmoral, die die katholische Kirche vertritt!
    Umso überraschender dürfte es für manchen sein, wie offen Bertram Meier, der Bischof des Bistums Augsburg, über das Thema in der dritten Folge von „Über Gott und die Welt: Der Glaubenspodcast“ spricht. Was ist Liebe?, ist die Frage – und Meier erzählt unter anderem, dass auch er einst in die Jugendzeitschrift Bravo mit ihren Berichten über Liebe, Sex und Zärtlichkeit geschaut habe, dass er bis heute sehr tiefe Freundschaften zu Frauen pflege, und dass ihn sein zölibatäres, eheloses Leben erfülle.
    „Es war gut, dass ich schon mit gut 23 mich für den Zölibat entschieden habe und nicht erst später“, sagt Meier überzeugt von seiner damaligen Entscheidung, die dem evangelischen Regionalbischof Axel Piper großen Respekt abnötige, wie dieser sagt. Piper erzählt – auch das gewiss überraschend für manche –, dass es sogar in der evangelischen Kirche Pfarrer gebe, die freiwillig zölibatär lebten.
    Nicht ausgespart wird die Haltung der Kirchen zur Homosexualität – ein Diskussionsthema in der evangelischen Kirche, wenn es um homosexuelle Paare im Pfarrhaus geht. Was Bertram Meier über die Segnung eines homosexuellen Paares denkt, ist ebenfalls zu hören in „Über Gott und die Welt: Der Glaubenspodcast“. In dem sprechen die beiden Augsburger Bischöfe zudem darüber, wie schwer es sein kann, seinen Nächsten zu lieben, wie sich selbst. Was zu weiteren Fragen führt: Darf ein Bischof wütend werden? Und: Was bringt einen Bischof eigentlich zur Weißglut?
    Zwei Bischöfe, evangelisch und katholisch, in einem Podcast – das ist etwas Besonderes. Die beiden sprechen zwar zunächst einmal für sich und werden dabei auch sehr persönlich – und doch sind sie die Gesichter ihrer Kirchen. Piper vertritt knapp 270.000 evangelische, Meier knapp 1,3 Millionen katholische Christen – zwischen Ries und Allgäu.

    Warum braucht es die Kirche überhaupt?

    Warum braucht es die Kirche überhaupt?

    Evangelische wie katholische Kirche sind in einer tiefen Krise, aus einer Vielzahl von Gründen. Was auch an der Zahl der Kirchenaustritte sichtbar wird: Sie ist überaus hoch. 2019 war für die Kirchen das Jahr eines traurigen Rekordes – aus der evangelischen und der katholischen Kirche traten bundesweit jeweils um die 270.000 Menschen aus. Der katholische Bischof von Limburg, Georg Bätzing – der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz – sprach kürzlich von einer „Erosion persönlicher Kirchenbindung“. Und, natürlich, sind es auch die Kirchenskandale, die zu Austritten führen. Etwa der um den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, der ein unabhängiges Missbrauchsgutachten unter Verschluss hält – und sich dadurch Vertuschungsvorwürfen ausgesetzt sieht.
    „Warum braucht es die Kirche überhaupt?“, lautet also die Frage, mit der sich die beiden Augsburger Bischöfe in der zweiten Folge von „Über Gott und die Welt: Der Glaubenspodcast“ befassen.
    Der evangelische Regionalbischof Axel Piper und der katholische Bischof Bertram Meier sprechen in dem Podcast unter anderem darüber, wie sie sich Gott vorstellen und was für sie Glaube bedeutet. „Mein Gottesbild ändert sich immer wieder einmal“, sagt Meier, „aber der Glaube wächst mit, so ähnlich wie die Schuhgröße.“ Und er erzählt, warum er zu einer bestimmten Zeit nicht mehr gerne Papstmessen in Rom besucht habe.

    Zu den Skandalen finden beide Bischöfe unmissverständliche Worte. Axel Piper sagt etwa über Missbrauchsfälle in Reihen der Kirche: „Das darf nicht vorkommen, das ist eine Katastrophe.“ Sowie: Jeder Kirchenaustritt schmerze ihn, „weil Menschen mit dem Evangelium besser leben und sterben können. Kirche soll Lebenshilfe sein“.
    Zwei Bischöfe, evangelisch und katholisch, in einem Podcast – das ist etwas Besonderes. Die beiden sprechen zwar zunächst einmal für sich und werden dabei auch sehr persönlich – und doch sind sie die Gesichter ihrer Kirchen. Piper vertritt knapp 270.000 evangelische, Meier knapp 1,3 Millionen katholische Christen – zwischen Ries und Allgäu.

    Was macht Hoffnung?

    Was macht Hoffnung?

    Mehr als ein Jahr dauert nun die Corona-Pandemie schon. Zwar gibt es inzwischen Impfstoffe, doch das Leben geht noch immer nicht seinen gewohnten Gang. Deutschland fährt auf Sicht – und befindet sich in einer schier endlos erscheinenden Debatte über Lockdown und Lockerungen.
    Es sind harte Zeiten – für Menschen, die an Corona erkranken. Oder für Angehörige, die Familienmitglieder verloren haben, weil diese an oder mit dem Virus gestorben sind. Es sind harte Zeiten für Unternehmer, die vor der Pleite stehen oder bereits insolvent sind; harte Zeiten für Eltern und Kinder, die sich bei Homeoffice und Homeschooling aufreiben. Und es sind auch harte Zeiten für die Kirchen, für Amts- und Würdenträger, für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.
    Mehr als ein Jahr Corona: Es ist zum Verzweifeln. Oder gibt es selbst in dieser Krise etwas Gutes? „Was macht Hoffnung?“, lautet die Frage, die die beiden Augsburger Bischöfe zu beantworten versuchen. Im Podcast „Über Gott und die Welt: Der Glaubenspodcast“ sprechen der evangelische Regionalbischof Axel Piper und der katholische Bischof Bertram Meier über das, was sie umtreibt und besorgt – und sie verraten, worauf sie sich freuen, „nach“ der Pandemie.
    Bertram Meier redet zudem über einen Fehler, den er gemacht habe und für den er bundesweit kritisiert wurde: seine frühe Corona-Impfung. Und Axel Piper räumt ein, dass er Corona-müde sei: „Ich bin’s leid. Lieber heute als morgen kein Corona mehr“, sagt er.
    Zwei Bischöfe, evangelisch und katholisch, in einem Podcast – das ist etwas Besonderes. Die beiden sprechen zwar zunächst einmal für sich und werden dabei auch sehr persönlich – und doch sind sie die Gesichter ihrer Kirchen. Piper vertritt knapp 270 000 evangelische, Meier knapp 1,3 Millionen katholische Christen – zwischen Ries und Allgäu.

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