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#5 Wärmepumpe als Energieausweis-Turbo – wie ein Heizungstausch dein Haus von H auf B katapultiert

Mit Dr. Susanne Hendel – warum die Heizung mehr bringt als jede Fassade

Ein neuer Energieausweis und plötzlich ist das Haus von dunkelrot auf grün gerutscht – wie ist das möglich, ohne einen einzigen Stein an der Fassade zu bewegen?

In Folge 5 sitzt Sascha Oertel erneut mit Dr. Susanne Hendel, beratende Ingenieurin für Bauphysik aus Wuppertal, vor den Mikros und sie zerlegen die Sanierungsfrage Schritt für Schritt.

Es geht um die Grundsatzfrage, was Eigentümer überhaupt sanieren müssen, was sie sinnvollerweise sanieren sollten – und warum die Antwort komplett unterschiedlich ausfällt, je nachdem ob das Haus selbst genutzt oder als Renditeobjekt vermietet wird. Susanne erklärt, welche Pflichten beim Eigentümerwechsel tatsächlich greifen, warum die oberste Geschossdecke der heimliche Verlierer im Energiebilanz-Spiel ist, und was die viel diskutierte 30-Jahre-Regel für Ölheizungen in der Praxis bedeutet.

Der eigentliche Knaller kommt in der Mitte der Folge: Wer von einer Gas- oder Ölheizung auf eine förderfähige Wärmepumpe wechselt, springt im Energieausweis nicht um eine oder zwei Stufen – sondern oft von H direkt auf B oder A+. Susanne legt offen, warum das physikalisch möglich ist (Stichwort: 20.000 kWh Gas vs. 5.000 kWh Strom), wo die Grenzen der Wärmepumpe liegen, was bei der Aufstellung wirklich wichtig ist, und warum sich nebenbei ein ganzer Berufsstand neu erfindet.

Zum Schluss räumen die beiden mit einem hartnäckigen Missverständnis auf: Wer einen alten Energieausweis aus den 2000ern hat, denkt vielleicht, sein Haus sei energetisch im Mittelfeld. Tatsächlich wurde die Skala vor rund elf Jahren stillschweigend gestaucht – aus früher gelb wird heute dunkelrot.

In der nächsten Folge geht es weiter im Förderdschungel: BEG, BAFA, KfW – wer wann welchen Topf bekommt.

Gast der Folge: Dr. Susanne Hendel – beratende Ingenieurin für Bauphysik, Wuppertal

Host: Sascha Oertel – Immobilienmakler aus Wuppertal

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