48 Folgen

"Auf ein Buch" ist ein Podcast aus der bunten Welt der Bücher! Alle zwei Wochen stelle ich euch einen neuen Roman vor, der mich bewegt, begeistert oder zum Nachdenken gebracht hat.

Auf ein Buch - Der Literaturpodcast Sebastian Aufdemkamp

    • Kunst
    • 4,5 • 8 Bewertungen

"Auf ein Buch" ist ein Podcast aus der bunten Welt der Bücher! Alle zwei Wochen stelle ich euch einen neuen Roman vor, der mich bewegt, begeistert oder zum Nachdenken gebracht hat.

    Svenja Flaßpöhlers Sachbuch "Sensibel"

    Svenja Flaßpöhlers Sachbuch "Sensibel"

    Wie kamen wir vom sich mit den Fingern schnäuzenden, mordenden und an brutalen Ritterturnieren teilnehmenden Johann im 11. Jahrhundert zum gendernden, einfühlsamen und sensiblen Vegetarier und Gymnasiallehrer Jan?

    Diese Frage führt Svenja Flaßpöhler in ihrem neuen Buch "Sensibel" in eine umfassende Philosophiegeschichte der menschlichen Sensibilität und Empathie. Zwar stehe das sensible Ich stellvertretend für einen bedeutenden zivilisatorischen Fortschritt, so Flaßpöhler, jedoch zeige sich gerade in den kontroversen Debatten unserer Gegenwart, dass Sensibilität häufig als Schwäche wahrgenommen werde.

    Gerade in Kombination mit wenig Resilienz - oder Widerstandsfähigkeit und Selbstbehauptung - führe dies heute zu einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft und Diskurskultur. In dieser Folge erfahrt ihr, warum es Flaßpöhler trotz dieser eher trivial anmutenden Ausgangsthese gelingt, einen differenzierten (weil philosophischen!) Überblick über die Entwicklung des menschlichen Einfühlungsvermögens zu geben, ohne dabei polemisch zu werden bzw. sich klar auf eine Seite zu schlagen.

    Shownotes und Links:

    Svenja Flaßpöhlers Sachbuch "Sensibel" beim Verlag Klett-Cotta

    Autorinnenseite zu Svenja Flaßpöhler beim Verlag Klett-Cotta

    Das Hörbuch zu Svenja Flaßpöhlers Sachbuch "Sensibel" beim Lagato Verlag

    "Hart aber fair" vom 15. November 2021: "Nur ja keinen Zwang: Ist unsere Politik beim Impfen zu feige?" (WDR Mediathek)

    TAZ talk meets Buchmesse: Interview mit Svenja Flaßpöhler vom 22. Oktober 2021 (YouTube)

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    • 17 Min.
    Sarah Jägers Roman "Die Nacht so groß wie wir"

    Sarah Jägers Roman "Die Nacht so groß wie wir"

    Die Freund*innen Suse, Pavlow, Maja, Tolga und Bo haben gerade Abi gemacht und stehen nur noch einen Schritt vor dem Erwachsenenleben. Pavlow schlägt vor, den letzten gemeinsamen Abend zu nutzen, um sich den eigenen "Ungeheuern" zu stellen, um so "wiedergeboren" zu werden. Die Nacht läuft mächtig aus dem Ruder und die fünf müssen feststellen, dass ihre Freundschaft Risse hat und dass eine Menge Unausgesprochenes zwischen Ihnen steht.

    Sarah Jäger erzählt in ihrem zweiten Roman von Neuorientierung, von Scheidewegen, von Familie, Freundschaft und von den Dämonen in unserem Leben. Warum dieser Jugendroman gar kein richtiger Jugendroman ist und wieso man ihn mit 14, 44 oder 74 hervorragend lesen kann, erfahrt ihr in dieser Folge.

    Shownotes und Links:

    Sarah Jägers Roman "Die Nacht so groß wie wir" beim Rohwolt Verlag

    Autorinnenseite von Sarah Jäger beim Rowohlt Verlag

    Webseite vom Blogger*innen-Literaturpreis "Das Debüt"

    Bonus-Folge von "Auf ein Buch!": Interview mit Bozena Badura, Mitbegründerin von "Das Debüt"

    Webseite der Buchhandlung "proust wörter + töne" in Essen

    Sarah Jägers Debütroman "Nach vorn, nach Süden" beim Rowohlt Verlag

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    • 18 Min.
    Dave Eggers' Roman "Every"

    Dave Eggers' Roman "Every"

    Dave Eggers landete 2013/2014 mit der dystopischen Erzählung "The Circle" einen internationalen Bestseller. Jetzt ist der Nachfolger erschienen und darin begegnen wir wieder der Protagonistin Mae Holland, die mittlerweile zum CEO eines Tech-Super-Unternehmens mit dem Namen The Every geworden ist, nachdem The Circle den größten Online-Versandhändler (der nach einem Fluss in Südamerika benannt ist - zwinker, zwinker) geschluckt hat.

    Dieses Mal schickt sich die Tech-Skeptikerin und ehemalige Nationalpark-Rangerin Delaney Wells als Protgaonistin zusammen mit ihrem guten Freund Wes Kavakian an, das Unternehmen von Innen zu zerstören. Delaney und Wes versuchen mit immer abstruseren App-Ideen einen öffentlichen Widerstand gegen The Every zu formieren, der jedoch ausbleibt. Denn die Menschen feiern jede noch so absurde Einschränkung ihrer Privatsphäre, ihrer Selbstbestimmung und ihrer Individualität.

    Dave Eggers hat mit "Every" (ins Deutsche übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann) einen fantastischen Ideenroman vorgelegt, der uns als beklemmende Dystopie einen Spiegel vorhält und eine Zukunftsperspektive entwirft, die einen sofort das Smartphone zur Seite legen lässt. Warum das Ganze aber als literarischer Text so überhaupt nicht funktionieren will, das erfahrt ihr in dieser Folge.

    Für die Erstellung dieser Folge wurde mir vom Verlag Kiepenheuer & Witsch ein Rezensionsexemplar des Romans zur Verfügung gestellt.

    Shownotes und Links:

    Dave Eggers' Roman "Every" beim Verlag Kiepenheuer & Witsch

    Autorenseite von Dave Eggers bei Kiepenheuer & Witsch

    Dave Eggers' Roman "The Every" im englischsprachigen Original bei Penguin Random House

    Das Hörbuch zu Dave Eggers' Roman "Every" beim Argon Verlag

    Webseite von Dave Eggers' Verlag McSweeny's

    Angela Gruber: "Volle Kontrolle: Chinas Social Credit System" (Spiegel vom 28.12.2017)

    Anne Schwedt: "'Facebook interessiert sich mehr für Wachstum als für Menschen" (ZEIT vom 4. Oktober 2021)

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    • 22 Min.
    Maxim Billers Roman "Der falsche Gruß"

    Maxim Billers Roman "Der falsche Gruß"

    Maxim Billers Roman beginnt mit einem Skandal, einer unerhöhrten Begebenheit: Der junge deutsche Schriftsteller Erck Dessauer zeigt seinem vermeintlichen Erzfeind, dem jüdischen Groß-Literaten Hans Ulrich Barsilay, in einem Berliner Szenelokal den Hitler-Gruß. In der Folge fürchtet Erck um seine Karriere, die gerade erst Fahrt aufnimmt, denn er glaubt, Barsilay könnte ihn wegen Volksverhetzung anzeigen, was jedoch nicht passiert. Dennoch holt Erck zum Erstschlag aus und spinnt eine eigene Intrige gegen Barsilay, den er trotz seiner tief empfundenen Verachtung, die bis weit in seine eigene Familiengeschichte reicht, bewundert und verehrt. Denn Barsilay besitzt alles, was Erck selbst gerne hätte: Ein selbstbewusstes Auftreten, Erfolg und Ansehen und eine tragische persönliche Geschichte, die Erck erkennen lässt, wie wenig er selbst zu erzählen hat.

    Maxim Biller thematisiert in seinem neuen Roman "Der falsche Gruß" eine Vielzahl an kontroversen Themen: Satirisch blickt er auf den Berliner Literaturbetrieb, chiffriert Täter- und Opferrollen bis zu Unkenntlichkeit, und erzählt von Eitelkeit und Narzissmus, von Antisemitimus und vom Umgang mit dem größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte in einer Gegenwart, die dieses nur noch als Fiktion wahrnimmt.

    Shownotes und Links:

    Maxim Billers Roman "Der falsche Gruß" bei Kiepenheuer & Witsch

    Autorenseite von Maxim Biller bei Kiepenheuer & Witsch

    Nele Pollatschek: "Unter Gaffern: Über den Streit zwischen Max Czollek und Maxim Biller" (Süddeutsche vom 17. September 2021)

    Maxim Billers "100 Zeilen Hass" bei Hoffmann & Campe

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    • 20 Min.
    Nicole Seiferts Sachbuch "Frauenliteratur"

    Nicole Seiferts Sachbuch "Frauenliteratur"

    Selten gab es in meinem Podcast für mich einen so klaren Lebensweltbezug wie in dieser Woche. In meinem Deutsch-Leistungskurs wünschten sich die Studierenden zu Beginn des Schuljahres, dass sie gerne mehr Literatur von Frauen lesen möchten, was ich zum Anlass nahm, meinen eigenen Unterricht, die Textauswahl und auch meine Bewertungsmaßstäbe für Literatur kritisch in den Blick zu nehmen. Dabei stieß ich auch auf Nicole Seiferts neues Buch "Frauenliteratur" (erschienen bei Kiepenheuer & Witsch), das sich mit der systematischen Geringschätzung, Abwertung und Unterdrückung weiblichen Schreibens auseinandersetzt. Dass das nicht an der mangelnden Quantität und Qualität der Literatur von Autorinnen liegen kann, zeigt Nicole Seifert genauso auf wie die Tatsache, dass das historisch gewachsene System aus männlich dominierter Literaturkritik, Literaturgeschichtsschreibung und Lehrplangestaltung eine nachhaltige Sichtbarmachung von Frauen im Literaturbetrieb konsequent behindert. Mehr zu "Frauenliteratur" und meinen persönlichen Schlüssen daraus erfahrt ihr in dieser Folge.

    Shownotes und Links:

    Nicole Seiferts Sachbuch "Frauen Literatur - Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt" beim Verlag Kiepeinheuer und Witsch

    Autorinnenseite von Nicole Seifert beim Verlag Kiepenheuer & Witsch

    Nicole Seiferts Blog "Nacht und Tag"

    Webseite des Forschungsprojekts "Frauen zählen"

    Gabriele Reuters Roman "Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens" bei Verlag Literaturwissenschaft.de

    Theodor Fontanes Roman "Effi Briest" beim Reclam Verlag

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    • 17 Min.
    Bonus-Folge: Interview mit Bozena Badura vom Literaturpreis "Das Debüt"

    Bonus-Folge: Interview mit Bozena Badura vom Literaturpreis "Das Debüt"

    In diesem Jahr bin ich erstmals Jury-Mitglied bei "Das Debüt", einem kleinen (aber feinen) Literatupreis, bei dem Literatur-Bloggerinnen und -Blogger über ihren Debütroman des Jahres abstimmen. In dieser Folge ist daher Bozena Badura zu Gast, die den Preis 2016 gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen Janine Hasse und Sarah Jäger ins Leben gerufen hat. Bozena erzählt im Interview, wie der Preis entstanden ist, wie er vergeben wird und verrät auch ihre persönlichen Highlights aus sechs Jahren „Das Debüt“.

    Shownotes und Links:

    Webseite von "Das Debüt"

    "Das Debüt" bei Instagram

    Bozena Badura bei Instgaram

    Sarah Jäger bei Instagram

    Sarah Jägers Roman "Die Nacht so groß wie wir" beim Rowohlt Verlag

    Autorinnenseite von Sarah Jäger beim Rowohlt Verlag

    "Das Debüt"-Gewinner von 2020: Deniz Ohdes Roman "Streulicht" beim Suhrkamp Verlag

    Webseite des Literaturcafe.de-Podcast

    Webseite der Literarischen Gesellschaft Ruhr

    Webseite des Café Livres in Essen

    Webseite des Franz-Tumler-Literaturpreises

    Webseite der Zeche Carl in Essen

    Ferdinand Schmalz' Roman "Mein Lieblingstier heißt Winter" beim S. Fischer Verlag

    Autorenseite von Ferdinand Schmalz beim S. Fischer Verlag

    Shida Bazyars Roman "Drei Kameradinnen" bei Kiepenheuer & Witsch

    Autorinnenseite von Shida Bazyar bei Kiepeneheuer & Witsch

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    • 32 Min.

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