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Sebastian Bartoschek

Ordo ab chao.

  1. 2 APR

    Graham Hancock seziert: Atlantis, Anti-Archäologie und Pilz-Metaphysik

    Van Henyo nimmt vier Videos von Graham Hancock auseinander – von „Ancient Apocalypse“ über Anti-Archäologen-Rhetorik bis zu Atlantis, Peru, Göbekli Tepe und psychedelischer Pilz-Kosmologie.Es geht um Graham Hancock. In dieser Episode zerlegt Van Henyo vier Videos des wohl bekanntesten Pseudoarchäologie-Popstars der Gegenwart. Im Zentrum stehen Hancocks alte Lieblingsthemen: eine angeblich untergegangene Hochzivilisation, die Arroganz der „Mainstream-Archäologie“, selektives Zitieren von Studien, Opfermythen rund um „Debunking“ und die Behauptung, Fachwissenschaftler würden aus Karrieregründen unbequeme Wahrheiten unterdrücken. Besprochen werden ein Bühnenvortrag über die „Debunking Industry“, ein Gespräch mit Michael Button über angeblich vergessene Zivilisationen, ein Update zu Perus Küstenanlagen und ein Gespräch mit Darren Le Baron, in dem es endgültig ins Mykologische kippt. Es geht um Wissenschaftsverachtung, Pseudoarchäologie als Erzählmuster, die Attraktivität großer Geheimnisgeschichten – und um die Frage, warum die reale Menschheitsgeschichte meistens spannender ist als Atlantis-Fantasien. Besprochene Videos: – Debunking the Debunking Industry – Is Civilization OLDER Than We Think? Graham Hancock & Michael Button – Update from the Writing Room: Peru’s ancient coastal pyramids are rewriting world history – You are a Mushroom having a Human Experience | Darren Le Baron Links zu den besprochenen Videos https://youtu.be/lkhRif40cRg?is=t-RpxSvXUACKWkOz https://youtu.be/uvgbib_aqSM?is=spLt_4mxvqTpTDsN https://youtu.be/ydTh2GuOOG8?is=4ZoAVt_wxMrGAkpX https://youtu.be/6LoeFwL4LPQ?is=AYLO73jzTjctfSZg The post Graham Hancock seziert: Atlantis, Anti-Archäologie und Pilz-Metaphysik first appeared on Bartocast.

    1hr 11min
  2. 22 MAR

    Blindheit, Museumsrants & Mammuts – mit Ali Hackalife

    Ali Hackalife ist dabei – und damit beginnt das Gespräch direkt an der richtigen Stelle. Eigentlich wollten wir etwas völlig anderes aufnehmen, stattdessen reden wir über das, was gerade da ist. Es geht um eine Augen-OP und die Frage, wie sehr unser Alltag vom Sehen bestimmt ist – und wie sich dieser Alltag verändert, wenn man keine Farben sehen kann. Daraus entstehen Gespräche über Orientierung, Missverständnisse im Alltag und die oft erstaunlich unbeholfenen Reaktionen anderer Menschen. Wir sprechen über Krankenhauslogik, absurde Entscheidungen von Patienten, Service-Erlebnisse zwischen Warteschleife und Realität und darüber, wie wenig selbstverständlich viele Dinge sind, die wir für normal halten. Dazu kommt ein Blick auf Journalismus, Interviews, Vorbereitung und den Unterschied zwischen Anspruch und Praxis – inklusive Einblicken in Gespräche mit Politikern und der Frage, warum Nahbarkeit in der deutschen Politik unterschätzt wird. Ein größerer Block dreht sich um Museen: Was passiert, wenn Ausstellungen anfangen, ihre Besucher erziehen zu wollen? Wann verlieren Objekte ihre Wirkung? Und warum funktionieren echte Dinge oft besser als jede noch so gut gemeinte Interaktivität? Von dort geht es weiter zu Frühmenschen, Mammuts und der Faszination für eine Zeit, über die wir fast nichts wissen – außer dass sie uns mehr geprägt hat als alles, was danach kam. Und irgendwo dazwischen entsteht die Idee, nachts in einem Museum zu sitzen und einfach zu erzählen. In dieser Folge: – Leben mit Sehbehinderung: Alltag, Ampeln und Kommunikation – Krankenhaus, OP und Entscheidungslogik von Patienten – Journalismus: Vorbereitung, Interviews und Realität – Politik: Gespräche, Zugänglichkeit und Perspektiven – Museen: Exponate vs. Pädagogik – Frühmenschen, Mammuts und verlorene Geschichten – Idee: „Nachts im Museum“ The post Blindheit, Museumsrants & Mammuts – mit Ali Hackalife first appeared on Bartocast.

    1hr 56min
  3. 18 MAR

    Tartaria – das QAnon der Archäologie

    Tartaria ist eine relativ neue Verschwörungserzählung aus dem Internet. Sie behauptet, ein technologisch überlegenes Weltreich sei im 19. Jahrhundert verschwunden – ausgelöscht durch eine „Schlammflut“ und anschließend aus der Geschichte getilgt. Im Gespräch geht es um Ursprung, Logik und Abgründe dieses Mythos. Was ist die Tartaria-Verschwörung? Hinter Begriffen wie „Tartarian Empire“ oder „Mud Flood“ steckt eine pseudohistorische Theorie, die seit einigen Jahren vor allem auf YouTube und in sozialen Netzwerken verbreitet wird. Anhänger behaupten, bis ins 19. Jahrhundert habe ein technologisch hochentwickeltes Weltreich namens Tartaria existiert – dessen Geschichte später bewusst aus Archiven und Geschichtsbüchern gelöscht worden sei. Historiker sehen darin jedoch eine moderne Verschwörungserzählung, die aus missverstandenen alten Karten, Architektur-Mythen und pseudowissenschaftlichen Theorien entstanden ist.  In dieser Folge spreche ich mit Patrick Frajtag darüber, woher diese Idee kommt, warum sie sich im Internet so schnell verbreitet hat und welche ideologischen Motive teilweise dahinterstehen. Themen der Folge Was genau behauptet die Tartaria-Verschwörung? Warum taucht „Tartary“ auf alten Karten auf? Die Mud-Flood-Theorie: eine globale Schlammflut Warum historische Stadtfotos oft menschenleer wirken Architektur-Mythen über Gründerzeit, Jugendstil und Art déco Warum im 19. Jahrhundert so schnell gebaut wurde Woher die Theorie ursprünglich kommt Verbindungen zu russischer Pseudogeschichte und Esoterik Antisemitische und rassistische Narrative in Teilen der Szene Warum solche Mythen im Internet so erfolgreich sind Zuschauerhinweise:Das ikonische Bild der Arbeiter auf dem Stahlträger zeigt nicht Arbeiten am Empire State , sondern am Comcast Building und war gestellt für eine PR Aktion. Kasparow ist Oppositioneller und sehr engagiert im Kampf gegen Putin und seinen Machtapparat. Karpow ist Abgeordneter für Putins Partei. Schließt ja nicht aus, dass Kasparow trotzdem auch merkwürdig Sachen glauben kann. Als Fachidiot: Einmal sagt ihr statt Gebiet der USA oder USA „Nordamerika“ als es darum ging, dass es vor den Europäern da keine Städte gab (vermutlich einfach intuitiv um nicht immer das selbe Wort zu sagen) das ist dann aber so nicht mehr richtig. México liegt auch in Nordamerika und Tenochtitlán hat vor der Ankunft der Europäer je nach Schätzung zwischen 200k und 400k Einwohner, womit es entweder gleichauf mit oder größer als Paris zum gleichen Zeitpunkt und damit auch nach heutiger Definition noch groß genug für eine Stadt ist. Für die USA könnte man dann höchstens noch über Cahokia und die Mississippi-Kultur reden, da sind wir so bei 20k Einwohnern. Da wäre der Begriff „Stadt“ diskutabel aber die kennt, außerhalb der Blase, selbst in den USA niemand The post Tartaria – das QAnon der Archäologie first appeared on Bartocast.

    1hr 13min
4.2
out of 5
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Ordo ab chao.

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