123 Folgen

Der Podcast "Brand Punkt On Air - der Einsatzleben-Podcast" ist der Podcast für alle Helferinnen und Helfer aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit Hermann Zengeler.

Hermann Zengeler ist mit über 40 Jahren Erfahrung als Feuerwehrmann, Stadtbrandinspektor, Kreisbrandmeister, Öffentlichkeitsarbeiter und HP für Psychotherapie Experte seines Fachgebietes.

Im Laufe seiner Feuerwehrkarriere hat der gebürtige Hesse Eines festgestellt: Der Einsatzdienst hat sich stark verändert, nicht nur in Bezug auf die technische Weiterentwicklung, sondern vor allem bezogen auf die mental-emotionalen Belastungen, denen eine Einsatzkraft heute ausgesetzt ist.

Die immer schnelllebigere Welt und Digitalisierung führt zu einer Reizüberflutung im Alltag und das macht uns Menschen gehörigen Stress. Einsatzkräfte werden wegen ihres Einsatzdienstes mit zusätzlichen Stressoren konfrontiert: Konflikte mit dem Arbeitgeber, dem Lebenspartner oder der Familie, die Unterbringung der eigenen Freizeit, die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels: Gaffer an Einsatzstellen, Gewalt gegen Helfer und fehlende Rettungsgassen sind hier nur einige Stichworte. Hinzu kommen die belastenden Einsatzsituationen wie verletzte Menschen oder sogar die Konfrontation mit Tod.

All diese Mehrfachbelastungen bringen Helfer/innen immer mehr an den Rand ihrer Kapazitäten: Die Folgen? Verluste an Lebensqualität, Demotivation, emotionale Überbelastungen bis hin zu psychosomatischen Krankheiten sind die negativen Antworten auf diese Veränderungen. Nicht umsonst melden die Hilfsorganisationen seit Jahren alamierend rückläufige Helferzahlen.

Es wird Zeit etwas zu ändern: Diese neuen Anforderungen und Belastungen erfordern ein Umdenken und eine Neuausrichtung in der Einsatzvorbereitung. Genau hier setzt Hermann Zengeler und Carina Ott, die Coachingexpertin, von Brand Punkt mit ihrem Coaching an.

Sie sind auf dem Weg, die Einsatzvorbereitung zu modernisieren, zu revolutionieren und dieser ein zeitgemäßes und den Bedürfnissen der Menschen, die jeden Tag zum größten Teil freiwillig für uns losgehen, angepasstes Coaching zu ermöglichen.

Wöchentlich behandelt Hermann in seinem Podcast genau diese Themen und lädt dazu interessante und inspirierende Interviewgäste ein. Experten, Einsatzkräfte und alle, die zu diesen Themen etwas zu sagen haben, sind herzlich willkommen!

Willst du Hermann und Carina von Brand Punkt in ihrer Arbeit unterstützen? Dann hilf ihnen die Botschaft zu verbreiten. Teile die Folgen, empfehle den Podcast weiter und hinterlasse eine 5-Sterne Bewertung. Damit zu keine Folge verpasst abonniere den Podcast gerne auf Apple Podcasts, Spotify, Deezer, YouTube oder auf jeder anderen Podcast-App.

Hast du einen bestimmten Themenwunsch für eine Podcast-Folge oder interessierst du dich für ein Interview? Kein Problem: Schreibe gerne eine Nachricht an kontakt@brand-punkt.de.

Verfolge unsere Arbeit gerne auf Facebook und Instagram und besuche für mehr Informationen unsere Homepage.

Homepage: https://www.brand-punkt.de

Facebook: https://www.facebook.com/brandpunktcoaching/

https://www.instagram.com/brand_punkt/

Und nun ganz viel Spaß mit diesem Podcast.

Das Team von Brand Punkt,

Hermann und Carina

Brand Punkt On Air - Der Einsatzleben-Podcas‪t‬ Hermann Zengeler

    • Mentale Gesundheit
    • 4.8 • 32 Bewertungen

Der Podcast "Brand Punkt On Air - der Einsatzleben-Podcast" ist der Podcast für alle Helferinnen und Helfer aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit Hermann Zengeler.

Hermann Zengeler ist mit über 40 Jahren Erfahrung als Feuerwehrmann, Stadtbrandinspektor, Kreisbrandmeister, Öffentlichkeitsarbeiter und HP für Psychotherapie Experte seines Fachgebietes.

Im Laufe seiner Feuerwehrkarriere hat der gebürtige Hesse Eines festgestellt: Der Einsatzdienst hat sich stark verändert, nicht nur in Bezug auf die technische Weiterentwicklung, sondern vor allem bezogen auf die mental-emotionalen Belastungen, denen eine Einsatzkraft heute ausgesetzt ist.

Die immer schnelllebigere Welt und Digitalisierung führt zu einer Reizüberflutung im Alltag und das macht uns Menschen gehörigen Stress. Einsatzkräfte werden wegen ihres Einsatzdienstes mit zusätzlichen Stressoren konfrontiert: Konflikte mit dem Arbeitgeber, dem Lebenspartner oder der Familie, die Unterbringung der eigenen Freizeit, die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels: Gaffer an Einsatzstellen, Gewalt gegen Helfer und fehlende Rettungsgassen sind hier nur einige Stichworte. Hinzu kommen die belastenden Einsatzsituationen wie verletzte Menschen oder sogar die Konfrontation mit Tod.

All diese Mehrfachbelastungen bringen Helfer/innen immer mehr an den Rand ihrer Kapazitäten: Die Folgen? Verluste an Lebensqualität, Demotivation, emotionale Überbelastungen bis hin zu psychosomatischen Krankheiten sind die negativen Antworten auf diese Veränderungen. Nicht umsonst melden die Hilfsorganisationen seit Jahren alamierend rückläufige Helferzahlen.

Es wird Zeit etwas zu ändern: Diese neuen Anforderungen und Belastungen erfordern ein Umdenken und eine Neuausrichtung in der Einsatzvorbereitung. Genau hier setzt Hermann Zengeler und Carina Ott, die Coachingexpertin, von Brand Punkt mit ihrem Coaching an.

Sie sind auf dem Weg, die Einsatzvorbereitung zu modernisieren, zu revolutionieren und dieser ein zeitgemäßes und den Bedürfnissen der Menschen, die jeden Tag zum größten Teil freiwillig für uns losgehen, angepasstes Coaching zu ermöglichen.

Wöchentlich behandelt Hermann in seinem Podcast genau diese Themen und lädt dazu interessante und inspirierende Interviewgäste ein. Experten, Einsatzkräfte und alle, die zu diesen Themen etwas zu sagen haben, sind herzlich willkommen!

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Das Team von Brand Punkt,

Hermann und Carina

    Wer hat Sie denn gerufen!?

    Wer hat Sie denn gerufen!?

    “Das interessiert mich nicht, das ist nicht mein Problem!”

    Diesen Satz hat wohl jeder Einsatzleiter schon mal gehört, wenn er mehr als 4 Wochen im Amt ist. In diesem Fall ging es um einen Einsatz, bei dem wir eine komplette Straße sperren mussten, weil beim Beladen eines Heizöltanks etwas schief gelaufen war und die ganze Pracht sich über die komplette Straße ergoß. Wir mussten sperren, wir hatten gar keine andere Chance. Da es sich aber um eine Einbahnstraße handelte staute sich der Verkehr schon über hunderte Meter und der erste in der Kette, also der vor der Einsatzstelle fing mit mir eine riesen Diskussion an.

    “Ihr sied doch alle Brandstifter!”

    In einem zweiten Beispiel lobte mich ein Passant bei einem Zimmerbrand über den grünen Klee. Kurze Zeit später beschimpfte er mich, wir wären doch alle Brandstifter, deswegen seien wir ja in der Feuerwehr. Damals wusste ich natürlich sofort, dass dieser Mann ein “Zustandsstörer” ist, die Polizei hat sich darum gekümmert. Er war offensichtlich psychisch krank.

    Gesellschaftliche Bedürfnisse

    Beide Beispiele können wir an Einsatzstellen natürlich nicht gebrauchen, trotzdem geschehen sie und wenn wir den Statistiken trauen dürfen, öfter wie früher. Unsere Gesellschaft scheint einfach kritischer geworden zu sein. Das hat, wie wir wissen, sehr viele Gründe. Vertrauen in den “Staat” und seine Organe scheint immer weniger vorhanden und das spüren wir als eine staatliche Organisation natürlich ganz genau. Wir Menschen haben Bedürfnisse ganz klar und diese wollen wir “befriedigt” sehen. Kommt was dazwischen, versuchen wir die entstandenen Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Wenn wir die Perspektive wechseln, können wir diese Menschen auch verstehen. Wo der Spaß aufhört ist bei Beschimpfungen und bei Unterstellungen.

    Was können wir Einsatzkräfte tun?

    Zunächst kennen wir unsere Kameraden/innen im Einsatz und können die “Typen” an die Absperrung packen, die Fähigkeiten im Bereich des Deeskalierens haben. Den emotionalen Kameraden, der schnell mal aus der Haut fährt, setzen wir hier besser nicht ein. Es geht nicht um gut oder schlecht. Jede menschliche Typisierung hat Vor- und Nachteile. Aber richtig eingesetzt, bringen uns unterschiedliche “Einsatztypen” eben Vorteile. Wie wir das erkennen und nutzen können, sollten wir herausfinden. Das kann man lernen!

    Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge.

    Erfahre hier mehr über unsere Arbeit:

    www.brand-punkt.de

    Wir würden uns freuen, wenn dir die Folge gefallen hat und uns deine Gedanken und Anregungen hierzu auf Instagram, Facebook oder auf unserer Homepage unter unserem Post mitteilst. Damit dieser Podcast künftig noch mehr Helfer erreicht, bitten wir dich um eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes. Du kannst uns natürlich auch abonnieren und die Folge teilen.

    • 22 Min.
    Gleiche DNA unterschiedlicher Dienstrang

    Gleiche DNA unterschiedlicher Dienstrang

    “Wir hatten gestern Ausschuss-Sitzung!...”

    So fing 1986 ein Vater-Sohn-Gespräch an. “Wir haben entschieden, dich als Stadtbrandinspektor einzusetzen.” Natürlich wusste mein Vater, dass ein StBI gewählt wird. Er wusste aber auch, dass ein Vorschlag, der aus dem kompletten Wehrführerausschuss kommt, gute Aussicht hat, angenommen zu werden. Ich war damals knapp 26 Jahre jung und hatte natürlich 2 Herzen in meiner Brust. Stolz wie Bolle, dass man mir das zutraut und riesigen Respekt, ja Angst vor dieser großen Aufgabe. War ich nicht zu jung?

    Konflikte vorprogrammiert?

    Mein Vater war der Wehrführer der größten Feuerwehr in der Stadt und gleichzeitig der Kreisbrandinspektor. Was für eine Mischung! Konflikte schienen vorprogrammiert, denn wir sind beide ziemlich starke Persönlichkeiten und ja er war ja immer noch mein Vater. Im Wehrführerausschuss war ich sein Vorgesetzter und im Verbandsausschuss des Landkreises war es umgekehrt. als 30- Jahre älterer und demzufolge erfahrenerer Feuerwehrmann, ließ er sich ungern von seinem Sohn etwas erklären. Da spielte der Stolz eine wesentliche Rolle aber auf meiner Seite natürlich auch die ungebremste jugendliche Rebellion. Wie also einem solchen Konflikt aus dem Weg gehen? Geht das überhaupt? Mein Sohn ist übrigens Führungskraft in unserer Feuerwehr. Wie hätte es auch anders kommen sollen...

    Feuerwehr ist oft Familiensache

    Die Familie ist für die Feuerwehr eine wichtige Nachwuchsquelle, denn wenn einer in der Familie mit dem Feuerwehr-Virus “infiziert” ist, kann er/sie alle anderen in der Familie ebenfalls begeistern, aktiv zu werden. Und Nachwuchs ist dringend nötig...

    Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge.

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    Live-Webinar Grossschadenslage Personal:

    Morgen Abend, 25.02.2021, 19:00 Uhr

    Jetzt noch anmelden:

    https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_6anmSiJGTh27hFrmFgpmsQ


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    • 21 Min.
    Stadt Land Frust

    Stadt Land Frust

    Es gibt Abermillionen von Webseiten, genauer 1,7 Milliarden. Es gibt im Quartal 1,72 Milliarden Facebooknutzer, auch die anderen Social-Media-Kanäle haben irren Zulauf. Jeder Deutsche verbringt (durchschnittlich) 3,2 Stunden am Tag vor dem Bildschirm. JEDER! Das Verhalten von uns Menschen hat sich also nachhaltig verändert. Hinzu kommen noch Medien wie TikTok, 65 % der 15-24 Jährigen nutzen das, Whatsapp-Gruppen, Signal, Telegram. Das alles sollten die Feuerwehren bei der Werbung um neue Mitglieder bedenken und berücksichtigen. “Ja was denn noch? Spinnt ihr jetzt komplett? Was sollen wir denn noch machen?”

    Regionale Unterschiede

    Von Region zu Region, von Bundesland zu Bundesland, gibt es da natürlich regional noch ganz feine Unterschiede, was die Methodik bei der Mitgliederwerbung betrifft. Aber die Grundbotschaft in allen Regionen ist gleich. Wir brauchen Personal um alle festgezurrten Schutzziele auf Dauer aufrecht zu erhalten!
    Wir werden zwar weltweit um das Ehrenamt in Deutschland beneidet, aber wir müssen schon auch dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Die Statistiken sprechen leider eine deutliche Sprache. Eine Zahl macht dies besonders deutlich: 1996 hatten wir auf 74 Bürger/innen ein Feuerwehrmitglied, 2018 auf 82 Bürger/innen.

    Hört sich ja erstmal nicht dramatisch an, oder?

    Wenn man das mathematisch ausdrückt, hat sich die Anzahl der Feuerwehrleute entweder um mehr als 10 % verringert oder die Anzahl der Einwohner in Deutschland so stark erhöht. Es ist tatsächlich die Anzahl der Feuerwehrleute, die sich verringert hat, denn die Anzahl der Einwohner ist relativ stabil geblieben. Wir brauchen also neue Mitglieder um unsere Aufgaben bewältigen zu können. Das wird oft noch hinter vorgehaltener Hand erzählt, weil man ja nicht als “Versager” da stehen will oder nicht von den Älteren hören mag: “bei uns früher hat das aber noch geklappt”. Es braucht also Konzepte, wie wir die Anzahl unserer Mitglieder erhöhen und, das wird oft vergessen, wie wir den Bestand halten und weiter motivieren.

    Ist das jetzt mit den Zahlen regional unterschiedlich?

    Nach dem Studium hunderter Webseiten wird klar: Es gibt regional minimale Unterschiede, aber es stellt sich dann irgendwann an dieser Stelle die entscheidende Frage: reicht das? Reicht das wirklich? Müssen wir nicht verstehen, wie google, Facebook und die ganzen Social-Media Kanäle funktionieren? Müssen wir SEO SEA kennen, oder aber sind wir nicht irgendwann angetreten, Feuerwehr auszumachen. Beides ist richtig. Deshalb müssen wir darüber reden!

    News:

    Am 19.02.2021, um 19:00 Uhr findet ein LIVE TALK zum Thema “Grossschadenslage Personal” statt.
    https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_asrMq5PSQjm-Lm2LFWSWbg


    Darauf aufbauend findet am 25.02.2021 ein Webinar zum Thema “Großschadenslage Personal - Mitglieder gewinnen und langfristig Austritte verhindern” statt.

    https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_6anmSiJGTh27hFrmFgpmsQ

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    • 23 Min.
    Noch keine 3 Einsätze gefahren, aber die Klappe aufreißen!

    Noch keine 3 Einsätze gefahren, aber die Klappe aufreißen!

    Andere Generationen - andere Ansichten?

    Manchmal gibt es Ärger weil die “Jungen” sehr viel mehr Ausbildung und Übung wollen, als die “Älteren”. “Früher haben wir Feuer auch aus bekommen, da mussten wir nicht zusätzlich üben.” “Ja nur viel langsamer und mit mehr Schaden.” Manchmal gibt es Ärger weil die “Jungen” etwas völlig anderes wollen, als die “Älteren”. Argumente prallen dann aufeinander und es entsteht Konfliktpotenzial.

    Verschiedene Generationen, wie die “Alten” (vor 1966), Generation X (1966-1980): Aufgezogen von Babyboomern, Generation Y (1981-1995): die Millennials, Generation Z (nach 1995): Influencer & YouTube-Stars, wurden durch tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen geprägt und haben deshalb unterschiedliche Sichtweisen.

    Wie funktioniert also Feuerwehr mit dieser Erkenntnis?

    Ist das jetzt wirklich ein ernsthaftes Thema oder eher eine Sache, über die wir locker hinwegsehen können? Es gibt weitere Streitpunkte wie Alkoholmissbrauch, Besetzung der Fahrzeuge (Sollbesetzung), Art der Ausbildung etc. Feuerwehr ist Ehrensache, hat mein Vater immer zu mir gesagt. Für mich war sehr schnell klar, dass ich auch dabei sein werde, weil meine Familie integriert und mein Vater als Chef mein Vorbild war.
    Wenn man viele Jahre Mitglied in Kinder- und Jugendfeuerwehr ist, bekommt man auch eine Menge mit. Ist man dann “Aktiv” mit 17 ist man bereits über 10 Jahre dabei, wenn es gut läuft. Direkt mit 18 Führerschein, am besten bereits TF - Ausbildung, Maschinist und PA-Träger. Junge Menschen haben dann sehr schnell kreative Ideen, wie der ein oder andere Einsatz oder die Vorbereitung dazu verbessert werden könnte.


    Klugscheißerei und/oder mangelnde Team- und Kritikfähigkeit?

    Wie funktioniert eigentlich das betriebliche Vorschlagswesen bei der FF ;-)? Ist das jetzt nun wirklich ein Generationenkonflikt oder eher eine Sache der Einstellung? In einem Onlinemagazin über Sicherheit im Feuerwehrdienst “pvsafety” habe ich einen interessanten Artikel dazu gelesen: Der Verfasser, Ulrich Wolf, hatte keine Antwort, darauf, warum mehr Leute im Sportverein tätig sind, als in der Feuerwehr. Denn eigentlich müssten die Leute im Ort doch ein hohes Interesse an “ihrer Feuerwehr” haben. Wenn nicht schon aktiv, dann zumindest als Unterstützer.

    Wir sollten alle daran arbeiten, dass solche Konflikte, wie beschrieben, die wirklichen Ausnahmen bleiben und wir es schaffen, auch künftig eine leistungsfähige Feuerwehr zu bleiben. Wie das geht, erklären wir im Podcast.

    Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge.

    Hier geht es zu unserem neusten Webinar und weiteren Angeboten zum Thema Grossschadenslage Personal in Freiwilligen Feuerwehren:

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    • 21 Min.
    Sollstärke in Feuerwehren

    Sollstärke in Feuerwehren

    Was heißt eigentlich Sollstärke in Feuerwehren?

    Personal ist gemeint, so viel steht fest. Feuerwehr ist ja eigentlich kommunal, aber auch Ländersache, also auf keinen Fall Bundessache. Wer bestimmt, wie Feuerwehren aufgestellt sein müssen? Grundsätzlich das Land. Mindest-Verordnungen, Erlasse und Regelungen auf örtlicher Ebene. Es gibt Empfehlungen auch genaue Anweisungen, wo kein Spielraum zugelassen wird. Feuerwehr-Dienstvorschriften sind wieder bundeseinheitlich erlassen und werden den Bundesländern zur Einführung empfohlen. Also die Feuerwehren müssen sich ganz stark mit den jeweiligen Vorschriften auseinandersetzen, um genau zu wissen, was sie dürfen und was nicht.
    Insbesondere wenn man ganz wichtige Rechtsgebiete verletzt wie die Feuerwehren, z.B. Unversehrtheit der Wohnung, körperliche Unversehrtheit, Versammlungsrecht etc.

    Ganz besonders interessant wird es aber für die Feuerwehren, wenn es um eigenes Personal geht. Jedes Bundesland hat Mindeststärke-Regelungen in Form von Verordnungen, Erlässen, Bedarfs- und Entwicklungsplänen. Diese B+E werden mit den Dienstaufsichtsbehörden abgestimmt, die wiederum meistens beim Landkreis beheimatet sind, von dort mit Regierungspräsidien und dann mit dem Bundesland. Ein Wahnsinn, oder? Man kann sich ja über unser föderales System freuen, aber manchmal denkt man, wir verwalten uns tot.

    In vielen Feuerwehren wird das Zusammenzählen der Sollstärken der Mannschaft, sagen wir mal, großzügig ausgelegt. Denn wenn eine Feuerwehr 2 LF und 3 Sonderfahrzeuge (1 Staffel, 2 Trupp) besitzt, kommt sie schon auf mindestens 60 Mann Sollstärke + Führung nach der Lesart geltender Orga-VO`s. In Bayern wären es dann schon 90, aber in Ausnahmefällen kann das reduziert werden (auf das Zweifache).

    Was machen Feuerwehren, die an die Grenze der Mindestverordnung kommen: Verzweifeln? Aufgeben = Zahlen frisieren? Das was nötig ist, ist in erster Linie Transparenz. Hauptberufliche Kräfte sind auf Dauer eine teure Lösung aber es geht ja auch kreativ: Bauhofmitarbeiter und Verwaltung Feuerwehrmitgliedschaft erwünscht, auf Ausschreibungspflichten achten und vor allem die politisch Verantwortlichen nicht aus der Verantwortung lassen. Ansonsten gibt es viele kreative Möglichkeiten, hier aktiv zu werden. Unsere Workshops und Live-Talks bieten hier viele Ansätze, wie so etwas gehen könnte.

    Wir wünschen dir ganz viel Spaß mit der Podcastfolge.

    Wenn du mehr über das Thema Personal in Feuerwehren wissen möchtest, dann schau gerne auf unserer Homepage vorbei. Hierzu wird es in Kürze einen kostenfreien Live-Talk und ein Webinar geben.

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    • 21 Min.
    Men in red statt men in black

    Men in red statt men in black

    Neutralisator für die Feuerwehr?

    “Men in black”, wer kennt diesen Kultfilm nicht? Mit eines der besten Tools aus diesem Film ist der so genannte Neutralisator, der dann eingesetzt wird, wenn Menschen Aliens gesehen haben. Er verhindert so, dass man sich an die Begegnungen dritter Art erinnern kann und sie wieder “normal” weitermachen können. So ein Neutralisator wäre auch manchmal recht praktisch für den Feuerwehralltag oder? Bürger, die vergessen haben wie man sich richtig zum Beispiel an Einsatzstellen verhält, könnte man dann wieder in einen “So-wird’s-eigentlich-gemacht-Zustand” zurückbringen. Das wäre doch genial oder? Aber warum wäre das überhaupt nötig?

    Einsatzstellen und das Verhalten der Bürger

    An Einsatzstellen zeigt sich oft die “moderne Welt” von ihrer unangenehmen Seite. Die Egoismen in unserer Gesellschaft nehmen deutlich zu. Das kann man zum Beispiel derzeit sehr gut an dem aktuellen Umgang mit der Corona-Krise sehen. Noch ist die große Mehrheit mit den Sanktionen einverstanden. Noch. Hoffen wir, dass das so bleibt. Ein weiteres guten Beispeil ist das Autofahren. Es scheint als wäre der Ausdruck “me first” zum Standard geworden. Das macht ein harmonisches gesellschaftliches Miteinander natürlich enorm schwierig.

    Feuerwehrleute merken das besonders im Einsatz und bei Übungen. Verschiedene Beispiele machen das deutlich.

    Was also tun? Neutralisator, Blitzdingsen, da sind wir wieder bei men in red bzw. men in black. Aber leider gibt es so etwas noch nicht, also müssen wir uns als Feuerwehrleute etwas anderes einfallen lassen, wie wir mit den Egoismen am besten umgehen.

    Wie reagieren die meisten Feuerwehrleute auf Meckerer?

    In den von Hermann in dieser Folge geschilderten Fälle sind die Feuerwehrleute überwiegend ruhig geblieben. Das ist schon bewundernswert, oder? Man könnte es gut mit dem Begriff “Beherrschung” zusammenfassen: In kritischen Situationen cool bleiben, überlegt handeln, niemals den Einsatzerfolg gefährden. Sagenhaft!” Aber... Alle shat seine Grenzen und vor allem darf nichts “hängen bleiben”. Also am Besten mit den richtigen Menschen (Kameraden, Führung, Familie) reflektieren, sprechen, diskutieren...

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    Erfahre hier mehr über unsere Arbeit:

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    • 19 Min.

Kundenrezensionen

4.8 von 5
32 Bewertungen

32 Bewertungen

FFW Reddelich ,

Super Gut

Ich würde mir gerne Wünschen das du mehr
über Einsätze erzählen Kannst 😄✌️

Ice077 ,

Super Podcast

Supet Podcast rund um Feuerwehr und HiOrg mit spannenden Aspekten der Arbeit. Vielen Dank!

Guitarbenson666 ,

Super aber gerne länger

Kurz vor der Brandmeisterausbildung, hab ich diesen Podcast entdeckt, Super!
Aber die Folgen können gerne länger sein und ausführlicher. Trotzdem danke dafür!

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