30 Folgen

literaturcafe.de – Der Podcast für Autoren und Leser und alle, die verrückt nach Büchern sind. Im Podcast des Cafes gibt es Tipps, Interviews, Berichte, Kurzgeschichten, Gedichte und Kritiken.

English: literaturcafe.de (The Literature-Cafe) is a German website for authors and readers and everybody who is mad about books. You will find tips, interview, reports, short-stories, poems and reviews in our award-winning podcast. Entertaining informations for readers and writers.

literaturcafe.de - Bücher, Autoren, Schreiben und Lesen literaturcafe.de

    • Bücher

literaturcafe.de – Der Podcast für Autoren und Leser und alle, die verrückt nach Büchern sind. Im Podcast des Cafes gibt es Tipps, Interviews, Berichte, Kurzgeschichten, Gedichte und Kritiken.

English: literaturcafe.de (The Literature-Cafe) is a German website for authors and readers and everybody who is mad about books. You will find tips, interview, reports, short-stories, poems and reviews in our award-winning podcast. Entertaining informations for readers and writers.

    Wie geht’s weiter mit dem Urheberrecht, Frau Falkenhagen?

    Wie geht’s weiter mit dem Urheberrecht, Frau Falkenhagen?

    Wolfgang Tischer fand die Diskussion hierüber eher zahm, die Autorin Lena Falkenhagen fand es gut, dass die Frage bei der Tagung des Deutschen Literaturfonds überhaupt besprochen wurde. Als VS-Vorsitzende vertritt Falkenhagen über 4.000 Autorinnen und Autoren. Wie soll die umstrittene EU-Verordnung zum Urheberrecht nun in nationales Recht umgesetzt werden?

    Trotz der Warnung von Experten und Protesten aus dem Netz stimmt das Europaparlament im vergangenen Jahr für eine Urheberrechtsreform. Und wie erwartet, sind es nicht unbedingt die Urheberrinnen und Urheber, sondern die Verwerter, die den nationalen Gesetzgeber zur Umsetzung der für sie wichtigsten Punkte drängen. So fordern die Zeitungsverleger das bereits auf nationaler Ebene wirkungslose Leistungsschutzgesetz auf europäischer Ebene umzusetzen und die Buchverlage fordern schnellstmöglich die Wiedereinführung der Verlegerbeteiligung.

    Für die Verlegerbeteiligung spricht sich jedoch auch der VS, der Verband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus. Lena Falkenhagen ist seit 2019 die Vorsitzende des Verbands, der zur Gewerkschaft ver.di gehört. Ansonsten sieht man durchaus noch Verbesserungsbedarf am ersten Entwurf des Justizministeriums, die EU-Vorgaben in deutsches Recht umzusetzen.


    Zum Gespräch nachgetragen sei an dieser Stelle noch: Auf der Tagung des Deutschen Literaturfonds in Leipzig wurde Lena Falkenhagen als »Nachfolgerin von Heinrich Böll« bezeichnet. Im Podcast-Gespräch war sich die Autorin jedoch schon ziemlich sicher, dass Böll zwar Gründungsmitglied, aber nicht VS-Vorsitzender war, sondern dass dieses Amt als erstes Dieter Lattmann innehatte. Ein verifizierender Blick in die Wikipedia zeigt: Lena Falkenhagen hatte Recht.

    Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

    Mit dieser Folge enden die täglichen Sonderfolgen von der Tagung des Deutschen Literaturfonds am 31. Januar 2020 im Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.

    Doch bald schon folgt die nächste »reguläre« Folge des Podcasts des literaturcafe.de.

    Abonnieren Sie daher kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 12 Min.
    Wie macht ein kleiner Verlag seine Bücher sichtbar, Herr Beskos?

    Wie macht ein kleiner Verlag seine Bücher sichtbar, Herr Beskos?

    Die Verlegerin der S. Fischer Verlage spricht sich klar gegen staatliche Förderung aus. Wie steht Daniel Beskos zu diesem Thema? Auch er betont, dass sich Verlage an der Schnittstelle zwischen Kultur und Wirtschaft befinden und daher zumindest eine Förderung sinnvoll sein könnte, wenn es um den kulturellen Teil des Verlagsgeschäfts gehe.

    Die Lage ist auch für die unabhängigen Verlage nicht einfacher geworden. Die KNV-Insolvenz traf insbesondere die kleineren Verlage, andere Großhändler listen die älteren Backlist-Titel aus, der Handel hat oftmals sein Budget schon mit den Titeln der großen Verlage ausgeschöpft und die Medien besprechen immer weniger Bücher.

    Im Podcast-Gespräch erzählt Daniel Beskos, warum er dennoch gerne Verleger ist und warum es schon immer die Kompetenz der unabhängigen Verlage war, kreative Wege zu finden, das kleine und feine Verlagsprogramm sichtbar zu machen.

    Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

    Abonnieren Sie kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 7 Min.
    Warum sind Sie gegen staatliche Verlagsförderung, Frau Bublitz?

    Warum sind Sie gegen staatliche Verlagsförderung, Frau Bublitz?

    Siv Bublitz findet es wichtig, dass Verlage von staatlichen Mitteln unabhängig sind. Bücher unterschieden sich von anderen Handelswaren, dass sie gleichzeitig Wirtschafts- und Kulturgut seien. Beides müsse miteinander in Einklang gebracht werden. Ansonsten bestehe die Gefahr einer politischen oder anders gearteten Abhängigkeit. Zwar sehe sie derzeit keine Probleme, doch die Geschichte habe gezeigt, dass politische Systeme nicht immer so bleiben, wie sie sind. Wo Unabhängigkeit möglich sei, solle sie erhalten bleiben. Gleichzeitig ist sich Siv Bublitz natürlich darüber bewusste, dass ein Verlag natürlich auch indirekt von einer Autorenförderung profitiert, wie sie beispielsweise der Deutsche Literaturfonds betreibt.

    Natürlich muss Siv Bublitz auch die Frage gestellt werden, wie unabhängig ein Verlag wie S. Fischer ist, der zum Holtzbrinck-Konzern gehört.

    Die S. Fischer Verlage, so berichtete es Siv Bublitz auf dem Podium der Diskussionsrunde »Die Sache mit dem Geld« und im Podcast, veröffentlichen nur noch 300 statt vormals 500 Bücher im Jahr. Die gleichgebliebene Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern könne sich so intensiver um diese Titel kümmern, der Umsatz sei tatsächlich gleich geblieben.

    Im Podcast-Gespräch erläutert die verlegerische Geschäftsführerin, worin ihrer Ansicht nach die beiden zentralen Aufgaben eines Verlags bestehen: das sei zum einen das Kuratieren eines interessanten und relevanten Programms. Die zweite große Aufgabe sei es, diese Bücher sichtbar zu machen. Das sei ganz etwas anders, als Bücher nur zu drucken. Bei insgesamt 70.000 Titeln im Jahr und einem großen medialen Rauschen, das sich nicht nur auf Bücher konzentriere, sei es besser, die bestehenden Kräfte auf weniger Bücher zu konzentrieren. Aber steigt so nicht auch der Erfolgsdruck?

    Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

    Abonnieren Sie kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 12 Min.
    Wie verfahren Sie mit dem Gendern in Ihren Büchern, Frau Kunstmann?

    Wie verfahren Sie mit dem Gendern in Ihren Büchern, Frau Kunstmann?

    Verlegerin Antje Kunstmann (Kunstmann Verlag) auf der Tagung des Deutschen Literaturfonds in Leipzig

    Einen Titel wie »Der weiße N***r Wumbaba« würde Verlegerin Antje Kunstmann heute nicht mehr verwenden. »Vom Wind verweht« erschien unlängst im Kunstmann Verlag in einer Neuübersetzung, da in der alten die Figuren der Sklaven in einer herabsetzenden Sprache geredet hatten. Antje Kunstmann über das Verlegen in sprachsensiblen Zeiten.

    Ist die Diskussion um die Wirkung und Verwendung von Sprache auch eine Diskussion Jung gegen Alt? »Ich glaube, dass das immer so ist«, sagt Antje Kunstmann im Podcast-Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de am Rande der Tagung des Deutschen Literaturfonds in Leipzig. »Und das finde ich eigentlich auch produktiv, weil ich finde, dass wenn man jung ist, das eine bestimmte Radikalität haben muss und auch nicht mitbedenkt, dass die, die auf dem Podium sitzen und jetzt schon so alt sind auch eine Geschichte mit der politischen Korrektheit haben.« Kunstmann erläutert, an welchen Stellen die Kritik ihrer Meinung nach gerechtfertigt ist und wo es auch absurd wird.

    Wie verfährt man im Kunstmann Verlag mit Sprachregelungen? Gibt es die überhaupt? »Die Autorinnen und Autoren müssen das im Wesentlichen entscheiden. Ich würde in einen literarischen Text dazu nicht eingreifen. Mir geht es um die Inhalte und ›Wie ist die Haltung des Autors?‹. Entspricht die dem, von dem ich denke, das ist etwas, das man erzählen muss.«

    Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

    Abonnieren Sie kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 10 Min.
    Warum wird so emotional über Sprache diskutiert, Frau Delius?

    Warum wird so emotional über Sprache diskutiert, Frau Delius?

    »Political Correctness«, »Gendern«, »Emanzipation«, »Sensitivity Reading« oder »Mikroaggressionen«, all das sind Begriffe, die zu hören sind, wenn über die Wirkung von Sprache und Literatur diskutiert wird, wenn es darum geht, ob und wie Sprache benachteiligen oder ausgrenzen kann. Es ist eine Diskussion, die sehr schnell sehr ernst und emotional geführt wird, so auch am Leipziger Literaturinstitut. Der Literaturkritiker Ijoma Mangold von der ZEIT, der im Publikum saß, hat die Diskussion ebenfalls in einem lesenswerten Artikel beschrieben.

    Die Literaturkritikerin Mara Delius wurde in jüngster Vergangenheit für ihren Artikel zur Aktion #vorschauenzählen kritisiert. Dabei wurde in den Verlagsvorschauen der Anteil der Autorinnen und Autoren verglichen. Mara Delius stehe der Aktion »skeptisch aber nicht abgeneigt gegenüber«, sagte sie in einem Gespräch mit dem Deutschlandradio.

    Wie erklärt sich Mara Delius die Emotionalisierung dieser Diskussionen? Was kann getan werden, dass sie differenzierter verlaufen?

    Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

    Abonnieren Sie kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 7 Min.
    Was darf man alles erfinden, Frau Lewitscharoff?

    Was darf man alles erfinden, Frau Lewitscharoff?

    Meinungsstark wie so oft nahm Sibylle Lewitscharoff an der Diskussion zu »Fake und Fiktion« teil. Anschließend unterhielt sie sich mit Wolfgang Tischer über die Aspekte des Autobiografischen im und beim Schreiben. Autobiografisches langweile sie und interessiere sie nicht. Sie verstehe diesen »generellen Zug des Schreibens« nicht, speziell bei jungen Menschen, die »moderat aufgewachsen« seien und ein gutes Leben führen.

    Jedoch lehnt Lewitscharoff das Autobiografische nicht generell ab. Die Berichte der Überlebenden der Konzentrationslager seien »außerordentliche wichtig und fundamental«.

    Was das Dritte Reich angehe, interessieren Sibylle Lewitscharoff literarische Formen überhaupt nicht. Die meisten literarischen Bearbeitungen finde sie »in der Regel miserabel«, sie kämen mit der Wirklichkeit nicht klar, die viel schärfer sei. Lewitscharoff bevorzuge hierzu historisches Tatsachenmaterial.

    Woher kommt bei literarischen Texten die Vermutung vieler Leserinnen und Leser, dass alles selbst erlebt sei? »Es kommt mir gar nicht in den Sinn, über mich zu schreiben«, sagt Sibylle Lewitscharoff. Daher sage sie ganz klar, dass ihre Texte nichts mit ihr zu tun haben, wenngleich – gerade was die Themenwahl angehe – der Einfluss des Unterbewussten oftmals nicht zu leugnen sei.

    Ein zukünftiges Projekt Lewitscharoffs sei, über Positives zu schreiben: »Das Gute zu beschreiben ohne Kitsch, ist sehr schwer.«

    Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

    Abonnieren Sie kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 7 Min.

Kundenrezensionen

hansi1 ,

Weiter so...

Die großen Worte lass ich mal in den Bücher stehen, ich vergebe kurz und knapp 4 Punkte ;-)

Melendurance ,

Melanie

Sehr anregend und interessant – freue mich auf mehr!

Top‑Podcasts in Bücher

Zuhörer haben auch Folgendes abonniert: