30 Folgen

literaturcafe.de – Der Podcast für Autoren und Leser und alle, die verrückt nach Büchern sind. Im Podcast des Cafes gibt es Tipps, Interviews, Berichte, Kurzgeschichten, Gedichte und Kritiken.

English: literaturcafe.de (The Literature-Cafe) is a German website for authors and readers and everybody who is mad about books. You will find tips, interview, reports, short-stories, poems and reviews in our award-winning podcast. Entertaining informations for readers and writers.

literaturcafe.de - Bücher, Autoren, Schreiben und Lesen literaturcafe.de

    • Bücher

literaturcafe.de – Der Podcast für Autoren und Leser und alle, die verrückt nach Büchern sind. Im Podcast des Cafes gibt es Tipps, Interviews, Berichte, Kurzgeschichten, Gedichte und Kritiken.

English: literaturcafe.de (The Literature-Cafe) is a German website for authors and readers and everybody who is mad about books. You will find tips, interview, reports, short-stories, poems and reviews in our award-winning podcast. Entertaining informations for readers and writers.

    Cornelia Travnicek: »In diesen Zeiten sollten wir über Bücher sprechen«

    Cornelia Travnicek: »In diesen Zeiten sollten wir über Bücher sprechen«

    Die Corona-Maßnahmen treffen auch Autor*innen und Künstler*innen hart. Lesungen sind eine wichtige Einnahmequelle, doch diese sind bis auf weiteres abgesagt. »Wir müssen den Künstlern die Aufmerksamkeit, die ihnen jetzt entgeht, ein bisschen zurückgeben, indem wir über ihre Bücher sprechen«, empfiehlt die österreichische Autorin Cornelia Travnicek. Im Podcast des literaturcafe.de erzählt sie, warum sie trotz Absage der Buchmesse letzte Woche in Leipzig war und mit Wolfgang Tischer spricht sie über ihre neues bewegendes und poetisches Buch »Feenstaub«.

    Der Roman »Feenstaub« ist am 4. März 2020 erschienen, und da begannen auch die Absagen der Veranstaltungen. Obwohl die Leipziger Buchmesse und das begleitende Lesefestival »Leipzig liest« abgesagt wurden, fand die Literaturshow »Die schlecht gemalte Deutschlandfahne« im neuen Schauspielhaus Leipzig noch statt und Cornelia Travnicek war dort. »Dafür, dass alle Angst hatten, war es gut besucht«, meint die Autorin schmunzelnd im Podcastgespräch.

    Doch mittlerweile sind Einzellesungen und Literaturfestivals abgesagt. Einige Veranstalter wollen die Termine nachholen, doch Travnicek zweifelt daran, ob dann die Aufmerksamkeit für die Termine noch vorhanden sei, wo doch bald schon die neuen Titel des zweiten Halbjahres auf den Markt kommen. Den Autorinnen und Autoren entgehen die Lesungshonorare. Sie selbst, so Travnicek sei in einer privilegierten Lage, da sie noch einen Halbtagsjob außerhalb des Kulturbetriebs habe und zudem Schreib- und Übersetzungsaufträge. Doch es treffe natürlich Kolleginnen und Kollegen, die ansonsten kein festes Einkommen haben und möglicherweise auch Kinder zu ernähren haben.

    Zwar werde überall dazu aufgerufen, die Bücher der Kolleginnen und Kollegen zu kaufen, doch wirke das nicht als Sofortmaßnahme, weil die Abrechnungen erst im nächsten Jahr erfolge und das Geld dann erst aufs Konto komme.

    Dennoch ist Travniceks Appell klar: »Wir sollten über Bücher sprechen!«

    Und so sprechen Cornelia Travnicek und Wolfgang Tischer in dieser Podcast-Folge des literaturcafe.de natürlich auch über »Feenstaub«. Ein Gespräch, das ursprünglich auf der Bühne der Leipziger Buchmesse geplant war.

    Der Roman spielt in einer fiktiven Stadt, die überall auf der Welt sein könnte. Mitten im Fluss, der durch die Stadt fließt, gibt es eine Insel, auf der die leben, die unsichtbar bleiben, die Menschen am Rande, sie selbst dann nicht wahrgenommen werden, wenn sie am anderen Ufer des Flusses auftauchen. Es ist die Geschichte dreier Jungs, die für den Krakadzil auf Diebestouren gehen müssen. Sie sind klein und flink und wollen nicht erwachsen werden, da ihre Zukunft auch so schon ungewiss ist.

    In einer lyrischen Sprache interpretiert Cornelia Travnicek die Geschichte von Peter Pan neu. Es ist jedoch keine phantastische Erzählung, denn die Stadt ist im Hier-und -Jetzt zu finden, obwohl man hin und wieder Fabelwesen zu sehen glaubt. Ein Buch, das auch äußerlich und im Satz optisch auffällig und ansprechend daherkommt, denn als Lyrikerin weiß Cornelia Travnicek auch in ihren belletristischen Texten den Weißraum zu nutzen, der den Worten und Sätzen mehr Wucht verleiht.

    Hören Sie im Podcast des literaturcafe.de das ausführliche Gespräch mit Cornelia Travnicek. Die Podcast-Folge erscheint in der Reihe von Autor*innengesprächen, die trotz Absage der Leipziger Buchmesse 2020 im Podcast des literaturcafe.de nachgeholt werden.

    Cornelia Travnicek: Feenstaub: Roman. Gebundene Ausgabe. 2020. Picus Verlag. ISBN/EAN: 9783711720900.

    »Der freie Hund«: Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo über ihren Italien-Krimi

    »Der freie Hund«: Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo über ihren Italien-Krimi

    Das Vinum im Stuttgarter Literaturhaus ist an diesem Donnerstagnachmittag fast leer. Am Abend davor war das noch ganz anders. Da feierte das Autorenduo Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo die erfolgreiche Premierenlesung ihres neuen Buches. Fast 900 Menschen und Fans waren in den großen Saal des Hospitalhofs gekommen, um die beiden lesen und erzählen zu hören.


    »Der freie Hund – Commissario Morello ermittelt in Venedig« heißt das neue und erste Buch, dass die beiden gemeinsam geschrieben haben. Gleichzeitig ist es der Auftakt einer neuen Krimireihe. Schorlau und  Caiolo sind beste Freunde, sie kennen sich seit über 20 Jahren. In dieser Zeit ist Wolfgang Schorlau zum Bestseller-Autor geworden. Die Krimis der mittlerweile neun Bände umfassenden Reihe um Privatermittler Georg Dengler landen sofort auf der Bestsellerliste. Schorlau gilt als Meister der Recherche, der wahre Begebenheiten mit Fiktion verbindet. Sein Faktenwissen ging soweit, dass er vom NSU-Untersuchungsausschuss des Baden-Württembergischen Landtags als Experte angehört wurde (PDF-Protokoll), weil er zu diesem Thema für »Die schützende Hand – Denglers achter Fall« recherchiert hatte.


    Für das Buch »Der freie Hund« hat Wolfgang Schorlau das erste Mal mit einem Co-Autor und Freund zusammengearbeitet. Im Podcast des literaturcafe.de berichten die beiden, wie die Arbeit in der Praxis aussah und wie sie gemeinsam recherchierten und Plot und Figuren entwickeln. Das Erzählen in Krimis habe sich auch durch die Fernsehserien geändert, sagt Schorlau. Und tatsächlich liest sich »Der freie Hund« wie die spannende Pilotfolge einer Serie.


    Commissario Morello wird von Sizilien nach Venedig zwangsversetzt. Sein Vorgesetzter will ihn in Sicherheit wissen, denn Morello hat sich mit der Mafia angelegt. Doch für den Süditaliener Morello gibt es zunächst keinen schlimmeren Ort als die Lagunenstadt in Norditalien. Als Leserin und Leser wachen wir gemeinsam mit Morello in Venedig auf und lernen seine neuen Kollegen kennen, die ebenfalls alles andere als begeistert sind, dass ihnen ein Ortsfremder als Hauptkommissar vor die Nase gesetzt wird.


    Hören Sie im Podcast des literaturcafe.de das ausführliche Gespräch mit den beiden Autoren. Die Folge bildet zudem den Auftakt einer Reihe von Autorengesprächen, die trotz Absage der Leipziger Buchmesse im Podcast des literaturcafe.de nachgeholt werden.


    Abonnieren Sie daher kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 35 Min.
    Wie geht’s weiter mit dem Urheberrecht, Frau Falkenhagen?

    Wie geht’s weiter mit dem Urheberrecht, Frau Falkenhagen?

    Wolfgang Tischer fand die Diskussion hierüber eher zahm, die Autorin Lena Falkenhagen fand es gut, dass die Frage bei der Tagung des Deutschen Literaturfonds überhaupt besprochen wurde. Als VS-Vorsitzende vertritt Falkenhagen über 4.000 Autorinnen und Autoren. Wie soll die umstrittene EU-Verordnung zum Urheberrecht nun in nationales Recht umgesetzt werden?

    Trotz der Warnung von Experten und Protesten aus dem Netz stimmt das Europaparlament im vergangenen Jahr für eine Urheberrechtsreform. Und wie erwartet, sind es nicht unbedingt die Urheberrinnen und Urheber, sondern die Verwerter, die den nationalen Gesetzgeber zur Umsetzung der für sie wichtigsten Punkte drängen. So fordern die Zeitungsverleger das bereits auf nationaler Ebene wirkungslose Leistungsschutzgesetz auf europäischer Ebene umzusetzen und die Buchverlage fordern schnellstmöglich die Wiedereinführung der Verlegerbeteiligung.

    Für die Verlegerbeteiligung spricht sich jedoch auch der VS, der Verband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus. Lena Falkenhagen ist seit 2019 die Vorsitzende des Verbands, der zur Gewerkschaft ver.di gehört. Ansonsten sieht man durchaus noch Verbesserungsbedarf am ersten Entwurf des Justizministeriums, die EU-Vorgaben in deutsches Recht umzusetzen.


    Zum Gespräch nachgetragen sei an dieser Stelle noch: Auf der Tagung des Deutschen Literaturfonds in Leipzig wurde Lena Falkenhagen als »Nachfolgerin von Heinrich Böll« bezeichnet. Im Podcast-Gespräch war sich die Autorin jedoch schon ziemlich sicher, dass Böll zwar Gründungsmitglied, aber nicht VS-Vorsitzender war, sondern dass dieses Amt als erstes Dieter Lattmann innehatte. Ein verifizierender Blick in die Wikipedia zeigt: Lena Falkenhagen hatte Recht.

    Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

    Mit dieser Folge enden die täglichen Sonderfolgen von der Tagung des Deutschen Literaturfonds am 31. Januar 2020 im Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.

    Doch bald schon folgt die nächste »reguläre« Folge des Podcasts des literaturcafe.de.

    Abonnieren Sie daher kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 12 Min.
    Wie macht ein kleiner Verlag seine Bücher sichtbar, Herr Beskos?

    Wie macht ein kleiner Verlag seine Bücher sichtbar, Herr Beskos?

    Die Verlegerin der S. Fischer Verlage spricht sich klar gegen staatliche Förderung aus. Wie steht Daniel Beskos zu diesem Thema? Auch er betont, dass sich Verlage an der Schnittstelle zwischen Kultur und Wirtschaft befinden und daher zumindest eine Förderung sinnvoll sein könnte, wenn es um den kulturellen Teil des Verlagsgeschäfts gehe.

    Die Lage ist auch für die unabhängigen Verlage nicht einfacher geworden. Die KNV-Insolvenz traf insbesondere die kleineren Verlage, andere Großhändler listen die älteren Backlist-Titel aus, der Handel hat oftmals sein Budget schon mit den Titeln der großen Verlage ausgeschöpft und die Medien besprechen immer weniger Bücher.

    Im Podcast-Gespräch erzählt Daniel Beskos, warum er dennoch gerne Verleger ist und warum es schon immer die Kompetenz der unabhängigen Verlage war, kreative Wege zu finden, das kleine und feine Verlagsprogramm sichtbar zu machen.

    Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

    Abonnieren Sie kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 7 Min.
    Warum sind Sie gegen staatliche Verlagsförderung, Frau Bublitz?

    Warum sind Sie gegen staatliche Verlagsförderung, Frau Bublitz?

    Siv Bublitz findet es wichtig, dass Verlage von staatlichen Mitteln unabhängig sind. Bücher unterschieden sich von anderen Handelswaren, dass sie gleichzeitig Wirtschafts- und Kulturgut seien. Beides müsse miteinander in Einklang gebracht werden. Ansonsten bestehe die Gefahr einer politischen oder anders gearteten Abhängigkeit. Zwar sehe sie derzeit keine Probleme, doch die Geschichte habe gezeigt, dass politische Systeme nicht immer so bleiben, wie sie sind. Wo Unabhängigkeit möglich sei, solle sie erhalten bleiben. Gleichzeitig ist sich Siv Bublitz natürlich darüber bewusste, dass ein Verlag natürlich auch indirekt von einer Autorenförderung profitiert, wie sie beispielsweise der Deutsche Literaturfonds betreibt.

    Natürlich muss Siv Bublitz auch die Frage gestellt werden, wie unabhängig ein Verlag wie S. Fischer ist, der zum Holtzbrinck-Konzern gehört.

    Die S. Fischer Verlage, so berichtete es Siv Bublitz auf dem Podium der Diskussionsrunde »Die Sache mit dem Geld« und im Podcast, veröffentlichen nur noch 300 statt vormals 500 Bücher im Jahr. Die gleichgebliebene Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern könne sich so intensiver um diese Titel kümmern, der Umsatz sei tatsächlich gleich geblieben.

    Im Podcast-Gespräch erläutert die verlegerische Geschäftsführerin, worin ihrer Ansicht nach die beiden zentralen Aufgaben eines Verlags bestehen: das sei zum einen das Kuratieren eines interessanten und relevanten Programms. Die zweite große Aufgabe sei es, diese Bücher sichtbar zu machen. Das sei ganz etwas anders, als Bücher nur zu drucken. Bei insgesamt 70.000 Titeln im Jahr und einem großen medialen Rauschen, das sich nicht nur auf Bücher konzentriere, sei es besser, die bestehenden Kräfte auf weniger Bücher zu konzentrieren. Aber steigt so nicht auch der Erfolgsdruck?

    Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

    Abonnieren Sie kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 12 Min.
    Wie verfahren Sie mit dem Gendern in Ihren Büchern, Frau Kunstmann?

    Wie verfahren Sie mit dem Gendern in Ihren Büchern, Frau Kunstmann?

    Verlegerin Antje Kunstmann (Kunstmann Verlag) auf der Tagung des Deutschen Literaturfonds in Leipzig

    Einen Titel wie »Der weiße N***r Wumbaba« würde Verlegerin Antje Kunstmann heute nicht mehr verwenden. »Vom Wind verweht« erschien unlängst im Kunstmann Verlag in einer Neuübersetzung, da in der alten die Figuren der Sklaven in einer herabsetzenden Sprache geredet hatten. Antje Kunstmann über das Verlegen in sprachsensiblen Zeiten.

    Ist die Diskussion um die Wirkung und Verwendung von Sprache auch eine Diskussion Jung gegen Alt? »Ich glaube, dass das immer so ist«, sagt Antje Kunstmann im Podcast-Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de am Rande der Tagung des Deutschen Literaturfonds in Leipzig. »Und das finde ich eigentlich auch produktiv, weil ich finde, dass wenn man jung ist, das eine bestimmte Radikalität haben muss und auch nicht mitbedenkt, dass die, die auf dem Podium sitzen und jetzt schon so alt sind auch eine Geschichte mit der politischen Korrektheit haben.« Kunstmann erläutert, an welchen Stellen die Kritik ihrer Meinung nach gerechtfertigt ist und wo es auch absurd wird.

    Wie verfährt man im Kunstmann Verlag mit Sprachregelungen? Gibt es die überhaupt? »Die Autorinnen und Autoren müssen das im Wesentlichen entscheiden. Ich würde in einen literarischen Text dazu nicht eingreifen. Mir geht es um die Inhalte und ›Wie ist die Haltung des Autors?‹. Entspricht die dem, von dem ich denke, das ist etwas, das man erzählen muss.«

    Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

    Abonnieren Sie kostenlos unseren Podcast z. B. bei Apple Podcasts oder Spotify, um keine Folge zu verpassen und um automatisch über neue Ausgaben informiert zu werden.

    • 10 Min.

Kundenrezensionen

Melendurance ,

Melanie

Sehr anregend und interessant – freue mich auf mehr!

hansi1 ,

Weiter so...

Die großen Worte lass ich mal in den Bücher stehen, ich vergebe kurz und knapp 4 Punkte ;-)

Top‑Podcasts in Bücher

Zuhörer haben auch Folgendes abonniert: