Diese Woche im Datenschutz-Puls: Alles, was jetzt wirklich relevant ist.
Mit Matthias Wolf (legal data) und Georg Schröder (legal data)
Von heimlicher Videoüberwachung im privaten Wohnraum bis hin zu neuen KI-Befugnissen für Sicherheitsbehörden – die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie schnell sich das Spannungsfeld zwischen Technologie, Sicherheit und Persönlichkeitsrechten verschiebt.
Wir sprechen über zentrale Entscheidungen und Trends, die Unternehmen und Betroffene jetzt kennen müssen:
Der Bundesgerichtshof verhandelt einen brisanten Fall zur heimlichen Videoüberwachung in der eigenen Wohnküche – mit grundsätzlicher Bedeutung für das Verhältnis von Hausrecht und Persönlichkeitsrechten.
Das VG Düsseldorf bringt Klarheit für die Praxis: Eine einfache Transportverschlüsselung (TLS) kann bei E-Mails ausreichen – auch bei sensiblen Daten. Eine wichtige Entscheidung für Unternehmen im täglichen Umgang mit Kommunikation.
Das VG Ansbach befasst sich mit der Frage, welcher Rechtsweg bei DSGVO-Schadensersatzansprüchen der richtige ist – und schafft damit mehr Orientierung für Betroffene.
Auch die Behörden melden sich deutlich zu Wort: Die Zahl der Datenschutzbeschwerden steigt massiv, insbesondere durch zunehmende Datenverarbeitung und den Einsatz von KI. Gleichzeitig zeigen neue Bußgelder – etwa 12,5 Millionen Euro gegen Poste Italien – wie ernst Verstöße genommen werden.
Auf politischer Ebene sorgt ein neues Gesetz für Diskussionen: Künftig sollen BKA und Bundespolizei verstärkt KI einsetzen, etwa zur biometrischen Gesichtserkennung im Internet. Kritiker warnen vor erheblichen Grundrechtseingriffen.
Und schließlich ein Fall aus dem Alltag mit Sprengkraft: Ein Friseur filmt heimlich einen 13-Jährigen – ein Beispiel dafür, wie schnell Datenschutzverletzungen auch strafrechtliche Relevanz bekommen können.
(c) legal data Schröder Rechtsanwaltsgesellschaft, www.legadata.law
Informationen
- Sendung
- HäufigkeitMonatlich
- Veröffentlicht5. Mai 2026 um 17:00 UTC
- Länge55 Min.
- BewertungUnbedenklich
