180 Folgen

Sham, Laura, Lena, Shoko, Laura und Nathalie betrachten gesellschaftliche Debatten durch die feministische Brille. Eine neue Folge gibt es alle 14 Tage.

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    • Philosophie
    • 4.8 • 597 Bewertungen

Sham, Laura, Lena, Shoko, Laura und Nathalie betrachten gesellschaftliche Debatten durch die feministische Brille. Eine neue Folge gibt es alle 14 Tage.

    Schönheitsideale und Selbstwertgefühl in den Sozialen Medien - mit Maria Popov

    Schönheitsideale und Selbstwertgefühl in den Sozialen Medien - mit Maria Popov

    Immer mehr Menschen, vor allem junge Frauen, wünschen sich, offline so auszusehen wie online. Denn die bearbeiteten Bilder in den sozialen Medien verändern weltweit, wie wir Schönheit wahrnehmen. Wie können wir feministisch damit umgehen und das Internet für uns – und nicht gegen uns – arbeiten lassen?

    • 48 Min.
    Männerwelten 2.0 – die Dauerausstellung geht weiter

    Männerwelten 2.0 – die Dauerausstellung geht weiter

    Die Museen sind zu, doch die Dauerausstellung „Männerwelten“ geht weiter. Ursprünglich führte Sophie Passmann im Mai diesen Jahres in 15 Minuten auf ProSieben durch eine virtuelle Ausstellung, die sich mit sexualisierter Gewalt an Frauen beschäftigte. Im Zentrum standen neben Penisbildern und Hassnachrichten auch andere Exponate, die grausame Geschichten über sexualisierte Gewalt an Frauen zeigten. Triggernd, erschreckend, gruselig – die Ausstellung hat auch Laura und Lena aufgewühlt. Aber wirklich überraschend war das, was hier gezeigt wurde, nicht. Geschichten wie diese gehören zum Alltag fast aller Frauen.

    Nachdem das Kurzvideo „Männerwelten“ gesendet war, meldeten sich direkt die ersten kritischen Stimmen: Wichtiges Thema, ja! Und toll, dass es in der Primetime auf ProSieben gezeigt wurde. Aber wo ist die Diversität in den Erzählungen? Wieso wird das Problem sexualisierter Gewalt auf die Erfahrungen von weißen, normschönen, cis Frauen reduziert, wo doch gerade die Menschen prozentual häufiger von Gewalt betroffen sind, die unter Mehrfachdiskriminierungen leiden?


    Die LGBTQIA Aktivistin Phenix Kühnert erzählt im Interview, wieso sie sich in der Ausstellung nicht repräsentiert gefühlt hat und was sie sich bei der Umsetzung des Beitrags gewünscht hätte. Laura und Lena greifen diese Kritik in der heutigen Folge auf und nutzen sie, um die Ausstellung weiter zu spinnen. Im Zentrum der weiterführenden Ausstellung „Männerwelten 2.0“ stehen daher auditive Exponate, die verschiedene Erfahrungen sexualisierter Gewalt künstlerisch aufarbeiten. 


    Die Aktivistin Chiara Seidl wird euch mit ihrem Lied „How it feels“ garantiert einen Ohrwurm verpassen. Darin erzählt sie von dem Schmerz, wenn Überlebenden von sexualisierter Gewalt nicht geglaubt wird. Die Kabarettistin und Autorin Dr. Michaela Dudley kreiert Wortspiele und Reime, die sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregen. Sie bringt auf den Punkt, wieso wir endlich anfangen müssen, sexualisierte Gewalt als strukturelles Problem anzupacken. Dazu ruft auch das Kollektiv „Las Tesis“ auf, deren Performance „Und violador en tu camino“ Anfang des Jahres überall auf der Welt nachgeahmt wurde.


    Neben wunderbaren Frauen sind in dieser Ausstellung auch Männer zu hören: Der Youtuber Thieß Grotrian thematisiert in seinem Poetry Slam zum Beispiel den gewaltvollen Prozess seiner Transition. Eine Perspektive, die in feministischen Debatten um Gewalt häufig vergessen wird. Außerdem wollen Laura und Lena den Diskurs auch mal von der anderen Seite betrachten und den Fokus auf die Täter legen. Wie kann es sein, dass jede*r Frauen kennt, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, aber die dazugehörigen Täter in der Versenkung verschwinden? Wie lange müssen es noch die Überlebenden sein, die von ihren traumatisierenden Erfahrungen berichten, ehe Männer anfangen sich zu ihren Taten zu positionieren. Der Männerforscher Christoph May gehört zu den Wenigen, die diesen Schritt gehen und dazu aufrufen, das Thema sexualisierte Gewalt auf die Agenda von Männern zu setzen.

    • 59 Min.
    Sexualisierte Gewalt im Krieg und in modernen Gesellschaften: Japans “Trostfrauen"

    Sexualisierte Gewalt im Krieg und in modernen Gesellschaften: Japans “Trostfrauen"

    Geschätzt 100.000 bis 300.000 Frauen und Mädchen wurden im Zweiten Weltkrieg als sogenannte "Trostfrauen" in japanischen Bordellen zwangsprostituiert. Eine Statue in Berlin wollte an dieses Kriegsverbrechen erinnern, soll nun aber, nach Druck aus Tokio, wieder verschwinden. Warum?

    • 59 Min.
    Feministisches Glotzen - Unsere Serien- und Filmtipps für den Lockdown

    Feministisches Glotzen - Unsere Serien- und Filmtipps für den Lockdown

    Wir haben einen bundesweiten Lockdown im November und das Team des Lila Podcasts sitzt vor dem Bildschirm. Diesmal aber nicht nur, um fleißig für euch zu recherchieren, interviewen oder Töne zu schneiden, sondern um Serien- und Filme zu schauen. Laura Vorsatz, Sham, Lena und Shoko sprechen über ihre Glotz-Empfehlungen:

    Laura spricht über Fleabag, eine britische Tragikomödie mit nur zwei Staffeln, weil die Drehbuchautorin und Schauspielerin Phoebe Waller-Bridge die Serie beendete, als sie am Besten war. Waller-Bridge spielt eine junge, in London ansässige Frau, die frei und sexuell aktiv ist, aber auch viel Wut mit sich herumträgt. Die Protagonistin kommuniziert regelrecht mit dem Publikum, indem sie die "vierte Wand" bricht, sodass wir als Zuschauer*innen das Gefühl bekommen, als beste*r Freund*in einen Blick in ihr Leben zu gewinnen.

    Sham ist von der japanischen Animationsserie (Aggressive Retsuko) begeistert. Die 25 Jährige Pandafrau Retsuko lebt als gewöhnliche OL (Office Lady) in Tokyo und ist dem Machtmissbrauch ihres Vorgesetzten ausgesetzt. Ständig kommandiert er sie herum, sie solle ihm Tee einschenken, seinen Tisch wischen oder mehr Arbeit erledigen. Den aufgebauten Stress lässt Retsuko in einer Einzelkabine ihrer Stammkaraokebar aus - in Form von Heavy Metal. Da sie aber eine zurückhaltende, ruhige Persönlichkeit nach Außen ausstrahlt, darf niemand von ihrem Geheimnis erfahren.

    Lena stellt Pose vor, eine Serie, die sich mit der Ballroom Culture aus den Jahren 1987 und 1988 beschäftigt. Die trans Frau und Hauptdarstellerin Blanca Rodriguez, die selbst in der Ballromm Culture aktiv ist, tritt regelmäßig bei Tanzwettbewerben gegen andere an und kämpft außerdem gegen die tägliche Diskriminierung von trans Menschen oder People of Colour. Im Unterschied zu anderen Produktionen werden die Rollen der trans Personen an tatsächliche trans Schauspieler*innen vergeben, und auch hinter der Kamera wirkt eine breite Gemeinschaft von trans Menschen mit. Die Serie ist der Hit für alle Fans von Voguing, Musik und Glamour und trifft mit ihren gesellschaftskritischen Themen mitten ins Herz.

    Shoko, die weniger Serien schaut, aber ein großer Fan von Filmen ist, stellt die koreanisch-amerikanische Produktion von Bong Joon-ho namens Okja vor. Der Film behandelt die Geschichte der 14 Jährigen Mija und ihrer besten Freundin und Familienmitglied Okja. Okja ist ein sogenanntes Superschwein, das zehn Jahre bei Mija auf einem koreanischen Berg wohnen durfte und wieder zurück nach Amerika geschleppt wird, um zu Fleisch verarbeitet zu werden. Entsetzt darüber, macht sich Mija auf die weite Reise, um Okja wieder zurück zu bringen.

    • 57 Min.
    Proteste gegen Abtreibungsverbot in Polen - sexuelle Selbstbestimmung überall!

    Proteste gegen Abtreibungsverbot in Polen - sexuelle Selbstbestimmung überall!

    In dieser Folge spricht Lena Sindermann mit Aleksandra Magryta von der "Federation for women and family planning" in Polen und mit Katrin Wagner von Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung über die aktuellen politischen Erdbeben in Sachen Frauenrechte in Polen.

    • 41 Min.
    Wütende Frauen verändern die Welt

    Wütende Frauen verändern die Welt

    Laura Lucas und Susanne Klingner sprechen in dieser Folge über Frauen, die mit lauter Stimme sprechen, sich beschweren, die das System umstürzen wollen oder die sich vielleicht auch gerade erst einmal anfangen, ihre eigene Wut zuzulassen.

    Denn Frauen & Wut, das passte in den Vorstellungen der Gesellschaft jahrhundertelang nicht zusammen. Frauen hatten nett zu sein und gefällig und Frauen mit starker Meinung wurden als Hexen verbrannt, als verrückte Nervensägen verdammt oder als hysterisch verspottet.

    Auch heute noch gibt es heftige Reaktionen auf Frauen mit dezidierten Meinungen, mit Wut auf die bestehenden Verhältnissen. Darüber sprechen wir mit der Autorin Bianca Jankovska.

    • 1 Std. 2 Min.

Kundenrezensionen

4.8 von 5
597 Bewertungen

597 Bewertungen

Inara Danica ,

Wichtig und angenehm divers

Komme von „All inclusive“ der Aktion Mensch, nachdem ich mein Hörverhalten geändert hatte von „Das Thema liegt mir total!“ zu „Das Thema ist gesellschaftlich wichtig, und ich weiß darüber noch zu wenig.“

Einmal mehr habe ich erkannt: Quellen sind besonders junge Aktivistinnen, die den besseren Blick haben auf aktuelle Herausforderungen und die heutige Gesamtlage. Bei Rassismus und Diskriminierung im Alltag werde ich mich auch noch weiterbilden. Dass ich dazu motiviert bin, liegt an Eurer in jeder Folge gezeigten positiven Grundhaltung. Dadurch bleibe ich auch am Ball bei für mich schwer zugänglichen, verwandten Themen statt frustriert abzuschalten.

Großartig finde ich Eure Team-Erweiterung, um feministische Vielfältigkeit besser abbilden zu können.

Bitte genau so weitermachen!

Mr_Mataallo ,

Freue mich über jeden Upload

Ich bin von der facettenreichen Darstellung der jeweiligen Themengebiete sehr begeistert. Für mich als cis Mann und POC immer wieder sehr aufschlussreich, informativ sowie weckt immer wieder ein gesundes Gefühl der Demut bzgl. der unterschiedlichen Perspektiven und Umständen mit denen andere Menschen momentan leben.

Mara_Fox ,

Lässt nicht alle Stimmen und kritische Aspekte einfließen

Der Podcast gefällt mir generell gut, leider ist mir jedoch bei den Folgen, wo es um Pornos und um Prostitution ging, aufgefallen, dass kritische Aspekte kaum Raum bekamen und entsprechende Stimmen garnicht bzw. nicht ausreichend zu Wort kamen. Da die Macherinnen des Podcasts bereits auf solche Stimmen aufmerksam gemacht wurden, gehe ich davon aus, dass diese bewusst außen vor gelassen wurden. Das sehr unkritische Interview mit Ilan Stephani bestätigt diese Wahrnehmung in meinen Augen. Da dies auf mich eine sehr verharmlosende Wirkung hat finde ich das bewusste Ausblenden sehr problematisch. Schade. Sollte doch noch auf diese Aspekte eingangen werden, ändere ich gerne meine Bewertung.

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