9 Min.

Die dunklere Seite eines Hauskreises Sehnsucht nach Gott - Was wir zum Leben brauchen

    • Christentum

Ein Artikel von Greg Morse, The Darker Side of Small Group, 17. Februar 2018. Übersetzt von Abijah Hesse.

IN DER ARTIKELREIHE „THE GLOBDROP LETTERS“ KORRESPONDIERT OBERTEUFEL WORMWOOD MIT DEM UNTERTEUFEL GLOBDROP, UM IHN IN DER BÖSEN KUNST SUBTILER VERFÜHRUNG ZU UNTERWEISEN. DIESE ARTIKEL TRETEN IN DIE RIESIGEN FUSSSTAPFEN VON C. S. LEWIS KLASSIKER: „THE SCREWTAPE LETTERS“

https://www.glaubend.de/wp-content/uploads/2020/09/Die-dunklere-Seite-eines-Hauskreises_01.mp3

Mein lieber Globdrop,

ich gebe zu, bescheidene Erwartungen an deinen Erfolg gehegt zu haben, aber die unbeholfenen Andeutungen aus deinem letzten Brief haben sogar mich in Erstaunen versetzt. Du stehst kurz davor, deinen Mann dazu zu bringen, seinen Hauskreis zu verlassen? Ehrlich gesagt, wenn ich nicht dein Onkel wäre, würde ich dich zu einem Schreibtischjob im Hauptquartier herabstufen. Wenn du dein Leben nicht damit verbringen willst, die  WLan-Frequenzen der Menschen zu unterbrechen, ihre Drucker zu stören und die Autokorrektur in ihren Textnachrichten zu manipulieren, musst du anfangen, wie ein Dämon und weniger wie die Beute denken.

Nicht wir, sondern sie gehen davon aus, dass alle Hauskreise unserer Sache schaden und wir daher jeden einzelnen von ihnen hassen müssten. Aber was ich annahm und was aus unserer letzten Diskussion ersichtlich sein sollte, hast du anscheinend völlig übersehen. Neffe, wir lieben den Hauskreis deines Patienten. Tatsächlich befindet sich einer der sichersten Orte der Welt, um tote Seelen zu verbergen – und lebende zu verderben, in einer solchen Kohorte.  

Nun, versteh mich in diesem Punkt nicht falsch. Halte deinen Mann so weit es möglich ist, entfernt von so vielen aktiven Regimentern wie möglich. Aber diese besondere Gruppe von Soldaten kann weder gerade marschieren, noch ihre Stiefel richtig festzurren – geschweige denn ihre Gewehre laden oder Pistolen abfeuern. Die meisten sind Vogelscheuchen, leblose Männer und Frauen, die geistliche Anstrengung kaum mögen. Ihre Waffen sind zu schwer, die Rüstung Gottes zu unhandlich – sie pflücken Löwenzahn auf dem Schlachtfeld. Und glaub es, Globdrop, ihre religiöse Benommenheit ist nicht zufällig entstanden.

Endlich holen wir die Ernte dessen ein, was wir vor vielen Jahren korrupt gesät haben. Wir nennen es die Atombombe. Es ist eine Idee, eine wirklich großartige Unterstellung. Die Annahme, einfach ausgedrückt, ist, dass jeder, der sich für einen Christen hält, tatsächlich einer ist. Lass mich das erklären, um weitere Verwirrung zu vermeiden.

Schau dir unsere geliebte Ashley an. Sie ist jetzt seit vier Jahren in der Gruppe und gibt vor, seit zehn Jahren dem Feind zu gehören. Tut sie das jedoch wirklich? Natürlich nicht. Mit ihr ist es ein ewiger Klatsch und Tratsch, sie ist völlig unversöhnlich gegenüber ihren Eltern und fühlt sich heimlich, wenn sie sich mit den eigenen Worten des Feindes beschäftigt, wie einer, der mit seinen Socken in eine Pfütze tritt. Sie zeigt keine Anzeichen dieser schrecklichen Herzensveränderung, die der Feind in ihnen bewirkt. Sie hat keine wirkliche Liebe zum Feind – nur eine höfliche Toleranz gegenüber der christlichen Religion. Aber da sitzt sie, eine Christin für alle, die sie wöchentlich sehen. Warum? Weil sie sich für eine hält. Sie denkt es, deshalb ist sie es.

Neffe, obwohl sie nie gegenseitig ihre Uniformen inspizieren, sollten wir sicherheitshalber Vorkehrungen treffen. Schau dir das Mädchen an. Wir brachten ihr die akzeptierten christlichen Slogans bei, füllten ihr Smartphone mit (etwas) „christlicher Musik“, ließen sie ein paar christliche Kästchen ankreuzen, bequatschten sie dann,

Ein Artikel von Greg Morse, The Darker Side of Small Group, 17. Februar 2018. Übersetzt von Abijah Hesse.

IN DER ARTIKELREIHE „THE GLOBDROP LETTERS“ KORRESPONDIERT OBERTEUFEL WORMWOOD MIT DEM UNTERTEUFEL GLOBDROP, UM IHN IN DER BÖSEN KUNST SUBTILER VERFÜHRUNG ZU UNTERWEISEN. DIESE ARTIKEL TRETEN IN DIE RIESIGEN FUSSSTAPFEN VON C. S. LEWIS KLASSIKER: „THE SCREWTAPE LETTERS“

https://www.glaubend.de/wp-content/uploads/2020/09/Die-dunklere-Seite-eines-Hauskreises_01.mp3

Mein lieber Globdrop,

ich gebe zu, bescheidene Erwartungen an deinen Erfolg gehegt zu haben, aber die unbeholfenen Andeutungen aus deinem letzten Brief haben sogar mich in Erstaunen versetzt. Du stehst kurz davor, deinen Mann dazu zu bringen, seinen Hauskreis zu verlassen? Ehrlich gesagt, wenn ich nicht dein Onkel wäre, würde ich dich zu einem Schreibtischjob im Hauptquartier herabstufen. Wenn du dein Leben nicht damit verbringen willst, die  WLan-Frequenzen der Menschen zu unterbrechen, ihre Drucker zu stören und die Autokorrektur in ihren Textnachrichten zu manipulieren, musst du anfangen, wie ein Dämon und weniger wie die Beute denken.

Nicht wir, sondern sie gehen davon aus, dass alle Hauskreise unserer Sache schaden und wir daher jeden einzelnen von ihnen hassen müssten. Aber was ich annahm und was aus unserer letzten Diskussion ersichtlich sein sollte, hast du anscheinend völlig übersehen. Neffe, wir lieben den Hauskreis deines Patienten. Tatsächlich befindet sich einer der sichersten Orte der Welt, um tote Seelen zu verbergen – und lebende zu verderben, in einer solchen Kohorte.  

Nun, versteh mich in diesem Punkt nicht falsch. Halte deinen Mann so weit es möglich ist, entfernt von so vielen aktiven Regimentern wie möglich. Aber diese besondere Gruppe von Soldaten kann weder gerade marschieren, noch ihre Stiefel richtig festzurren – geschweige denn ihre Gewehre laden oder Pistolen abfeuern. Die meisten sind Vogelscheuchen, leblose Männer und Frauen, die geistliche Anstrengung kaum mögen. Ihre Waffen sind zu schwer, die Rüstung Gottes zu unhandlich – sie pflücken Löwenzahn auf dem Schlachtfeld. Und glaub es, Globdrop, ihre religiöse Benommenheit ist nicht zufällig entstanden.

Endlich holen wir die Ernte dessen ein, was wir vor vielen Jahren korrupt gesät haben. Wir nennen es die Atombombe. Es ist eine Idee, eine wirklich großartige Unterstellung. Die Annahme, einfach ausgedrückt, ist, dass jeder, der sich für einen Christen hält, tatsächlich einer ist. Lass mich das erklären, um weitere Verwirrung zu vermeiden.

Schau dir unsere geliebte Ashley an. Sie ist jetzt seit vier Jahren in der Gruppe und gibt vor, seit zehn Jahren dem Feind zu gehören. Tut sie das jedoch wirklich? Natürlich nicht. Mit ihr ist es ein ewiger Klatsch und Tratsch, sie ist völlig unversöhnlich gegenüber ihren Eltern und fühlt sich heimlich, wenn sie sich mit den eigenen Worten des Feindes beschäftigt, wie einer, der mit seinen Socken in eine Pfütze tritt. Sie zeigt keine Anzeichen dieser schrecklichen Herzensveränderung, die der Feind in ihnen bewirkt. Sie hat keine wirkliche Liebe zum Feind – nur eine höfliche Toleranz gegenüber der christlichen Religion. Aber da sitzt sie, eine Christin für alle, die sie wöchentlich sehen. Warum? Weil sie sich für eine hält. Sie denkt es, deshalb ist sie es.

Neffe, obwohl sie nie gegenseitig ihre Uniformen inspizieren, sollten wir sicherheitshalber Vorkehrungen treffen. Schau dir das Mädchen an. Wir brachten ihr die akzeptierten christlichen Slogans bei, füllten ihr Smartphone mit (etwas) „christlicher Musik“, ließen sie ein paar christliche Kästchen ankreuzen, bequatschten sie dann,

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