14 Folgen

Dokumentarfilme zu Themen aus Gesellschaft, Natur, Politik, Sport und Wirtschaft. Es sind Geschichten, so einzigartig wie das Leben.

DOK Schweizer Radio und Fernsehen

    • Gesellschaft und Kultur
    • 3.9 • 36 Bewertungen

Dokumentarfilme zu Themen aus Gesellschaft, Natur, Politik, Sport und Wirtschaft. Es sind Geschichten, so einzigartig wie das Leben.

    • video
    Biodiversität in Gefahr – Was tun?

    Biodiversität in Gefahr – Was tun?

    Immer mehr Menschen in der Schweiz engagieren sich in ihrer nächsten Umgebung für mehr Artenvielfalt. Sie brechen Beton auf, gärtnern ohne Gift oder begrünen fachkundig Flachdächer. Die Projekte sind innovativ, mit Herzblut entwickelt und zeigen, dass sich auch im Kleinen viel erreichen lässt. Katrin Morina ist Naturgartenfachfrau und wohnt in einer Gross-WG in einem fünfstöckigen Haus mit etwas Umschwung in Bern. Zusammen mit ihren 20 Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern hat sie einen Wettbewerb der Stadt Bern gewonnen und befreit den Aussenbereich ihres Hauses von Teer.
    Marianne Küffner und ihre Tochter wohnen in einer Überbauung in Meisterschwanden. Sie sehen täglich auf das Flachdach des gegenüberliegenden Gebäudes und fragen sich, ob man dieses nicht artenreicher begrünen könnte. Wird sich die Gemeinde überzeugen lassen?
    Edwin Bigger ist Naturgärtner im Sarganserland und versucht schon lange seine Kundinnen und Kunden zu überzeugen, ihre Gärten ein bisschen wilder, biodiverser und vor allem giftfrei zu gestalten. Nun sind seine Vorschläge salonfähig und er berät sogar die Stadt Sargans, die sich zum Ziel gesetzt hat, die biodiversesten Stadt der Schweiz zu werden.
    Aber nicht nur in den Siedlungsgebieten ist Biodiversität wichtig. Die Artenvielfalt ist auch auf dem Land gefährdet. Der WWF prämiert darum besonders gute Magerwiesen. Mit der Kartierung solcher Wiesen will man Samenspenderflächen für Neuansaaten in der Region finden. Denn jahrelang wurde mit industriellem Saatgut überall gleich begrünt, was dazu führte, dass heute viele Wiesen in der Schweiz gleich aussehen. Nur wenn sich auch das ändert, glauben Naturschützerinnen und -schützer, lässt sich der Artenrückgang in der Schweiz aufhalten.
    «DOK»-Autorin Michèle Sauvain begleitet die Biodiversitätsprojekte über ein Jahr und zeigt, was sich im Kleinen und mit wenig Ressourcen erreichen lässt.

    • 49 Min.
    • video
    Ein Bike-Track für Lesotho

    Ein Bike-Track für Lesotho

    Der Bündner Claudio Caluori baut Mountainbike-Strecken rund um die Welt. Er ist fest davon überzeugt, dass der Sport die Menschen zusammenbringt und die Welt zu einem besseren Ort macht. So baut er und sein Team jüngst zwei neue Bike-Strecken für Schulen in Lesotho. Begonnen hat Claudio Caluori seine Karriere als erfolgreicher Downhill-Rennfahrer. Sieben Mal holte der Flimser den Schweizermeister-Titel und sorgte auch auf dem internationalen Parkett für Furore.

    Nach seinen Profijahren blieb er dem Mountainbikesport treu und gründete eine Firma, die Bike-Trails baut. Das mittlerweile 40-köpfige Team errichtet nicht nur in der Schweiz spektakuläre Parcours, sondern auch weltweit. Claudio Caluori gilt als der Erfinder der Asphalt-Pumptracks. Bis heute hat sein Team mehr als 200 dieser Bike-Strecken auf der ganzen Welt gebaut.

    Caluori ist davon überzeugt, dass seine Trails Menschen zusammenbringen und die Welt zu einem besseren Ort machen. Aus diesem Grund realisiert er und sein Team mit der Stiftung «pumpforpeace» auch immer wieder Pumptracks in sozial benachteiligten Regionen. So kommt es, dass er in seinem jüngsten Projekt gleich zwei neue Asphalt Bike-Strecken in Lesotho gebaut hat. In Zusammenarbeit mit Schulen realisierte er mit seinem Team in kurzer Zeit zwei neue Wellenbahnen. Der enge Zeitplan, die kulturellen Unterschiede sowie die schweizerischen Qualitätsansprüche verlangten von allen vollen Einsatz.

    Heute haben die Schülerinnen und Schüler zwei wunderbare neue Pumptracks, die als willkommene Freizeitaktivität angenommen werden, die Jugendliche von der Strasse fernhalten und sie in Bewegung und sozialem Umgang fördern.

    • 49 Min.
    • video
    Schmutzige Geschäfte – Der Schweizer Finanzplatz und die Klimakrise

    Schmutzige Geschäfte – Der Schweizer Finanzplatz und die Klimakrise

    Die Grossbanken in der Kritik: Gemäss Umweltschutzorganisationen stellen Credit Suisse und UBS viel Geld für die Finanzierung von Öl, Gas und Kohle bereit und heizen so das Klima auf. «DOK» ist den Spuren des Geldes nach Deutschland und in die USA gefolgt. Ein Finanzkrimi. In der Nähe von Köln liegt eines der grössten künstlichen Löcher Europas: Riesige Bagger dringen im Tagebau Garzweiler bis 200 Meter in die Tiefe, um Kohle zu fördern. Wenige Kilometer davon entfernt gehen der 28-jährige David Dresen und seine Mutter durch ein Geisterdorf: «Es sieht aus wie in einem Kriegsgebiet», sagt Marita Dresen und blickt auf zerstörte Häuser. Das Dorf Immerath wurde vor zwei Jahren abgerissen, weil unter seinem Boden Braunkohle liegt. Das gleiche Schicksal droht auch der Heimat der Dresens.

    «Sie zerstören nicht nur mein Zuhause sondern auch das Weltklima!» David Dresen streitet sich mit einem Wachmann des Energiekonzerns RWE. Kohle ist der klimaschädlichste aller Brennstoffe. Der Konzern will weiterhin Dörfer umsiedeln, um Braunkohle zu gewinnen, obwohl die deutsche Regierung beschlossen hat, bis 2038 alle Kohlekraftwerke abzuschalten.

    Finanziert wird der Konzern RWE von internationalen Banken. Auch von der Credit Suisse und der UBS. «DOK» hat eine Analyse mittels Finanzdatenbanken erstellen lassen: Gemäss dieser Analyse haben die beiden Grossbanken seit dem Pariser Klimaschutzabkommen über 270 Million Euro allein fürs Kohlegeschäft von RWE bereitgestellt – in Form von Krediten oder als Vermittler von Kapital für Investoren.

    Beide Grossbanken haben unterdessen einschränkende Richtlinien fürs Kohlegeschäft erlassen. Die grösste Pensionskasse Publica aber investiert bereits seit 2016 nicht mehr in Firmen, die Kohle abbauen. Aufgrund des langfristigen Anlagehorizontes gehören Pensionskassen zu den ersten, die ihre Portfolios angepasst haben.

    Das grösste Geschäft im Bereich der fossilen Energien macht der Finanzplatz mit Öl- und Gasfirmen. Die Spur des Geldes führt «DOK»-Autorin Karin Bauer nach Texas. Dort wird nach Öl und Gas gefrackt, in dem riesige Wassermengen mit Chemikalien versetzt ins Schiefergestein gepresst werden. Sharon Wilson, früher angestellt bei einer Ölfirma, jetzt Umweltschützerin, macht unsichtbare Schadstoffe sichtbar: Mit einer speziellen Infrarotkamera zeigt sie, dass Methan aus Lecks der Gastanks entweicht. Methan ist quasi der böse Zwilling von CO2, es heizt den Planeten noch stärker auf.

    Die Produktion von fossilen Energien macht rund einen Drittel des weltweiten Methanausstosses aus. Von Banken verstehe sie nicht viel, sagt Sharon. «Aber ich bin eine Mutter und will, dass meine Kinder eine Chance haben, in der Zukunft zu leben».

    Inmitten der Pandemie, geht der Film der Frage nach: Bringt der Druck von der Strasse, der Investoren und des gesunkenen Ölpreises die Banken zum Umdenken?

    • 50 Min.
    • video
    Heim- und Verdingkinder – Die Aufarbeitung eines grossen Unrechts

    Heim- und Verdingkinder – Die Aufarbeitung eines grossen Unrechts

    Tausenden von Menschen wurde in der Schweiz im 20. Jahrhundert grosses Unrecht getan. Sie wurden entrechtet, erniedrigt und missbraucht. Nach Jahrzehnten entschuldigte sich die Schweiz, arbeitete auf und leistete Wiedergutmachung. Ein historischer Erfolg? Oder ein fauler Kompromiss? Mario Delfino erinnert sich an glückliche erste Jahre in einem Waisenhaus in Norditalien. Dann adoptierte ihn ein kinderloses Ehepaar aus dem zürcherischen Thalwil. Für den Fünfjährigen begann ein Albtraum. Seine Adoptivmutter sperrte ihn stundenlang in sein Zimmer ein, schlug ihn, erniedrigte ihn. Mit 13 wurde alles noch schlimmer. Er klaute mit zwei Kollegen eine Geldkassette, erschrak über den eigenen Mut und gab alles zurück. Trotzdem waren sich Jugendanwaltschaft und Adoptivmutter schnell einig, dass der Junge weg muss: in ein Heim für Schwererziehbare im luzernischen Knutwil, das religiös geführt war. Delfino geriet in die Hände eines pädophilen Sadisten.

    Mindestens 60'000 Menschen wurden in der Schweiz im 20. Jahrhundert Opfer von administrativen Versorgungen. Dazu kommen Heim- und Verdingkinder. Und Opfer von Übergriffen in kirchlichen Institutionen. Sie wurden entrechtet, erniedrigt und missbraucht. Was diese Menschen erlebten, prägte sie, zeichnete sie für ihr Leben. Was damals passiert ist, war lange nur bruchstückhaft bekannt. Es gab Berichte über Einzelschicksale, aber das Ausmass des begangenen Unrechts kannte die Schweiz nicht. Politik, kirchliche Institutionen und Bauernvertreter wehrten sich jahrzehntelang erfolgreich gegen jede ernsthafte Form der historischen Aufarbeitung und wiesen eine finanzielle Wiedergutmachung weit von sich. «Da habe ich mir geschworen, dass ich dies ändern möchte», sagt Guido Fluri. Fluri war selber ein Heimkind, wurde später ein sehr erfolgreicher Unternehmer und machte sich den Kampf für ehemalige Heim- und Verdingkinder zur Lebensaufgabe. Fluri sammelte im Jahr 2014 in Rekordzeit über 100'000 Unterschriften für eine eidgenössische Volksinitiative: «Wiedergutmachung für Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen (Wiedergutmachungsinitiative)». Später zog Fluri seine Initiative zugunsten eines indirekten Gegenvorschlages zurück. Das Bundesgesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (AFZFG) entstand.

    Davon profitierte auch Berthy Schnegg, die fünf Jahre alt war, als sich ihre Eltern scheiden liessen. Die Geschwister wurden auseinandergerissen. Berthy Schnegg landete als Verdingkind im Berner Oberland. Misshandlung und Erniedrigung prägten ihre Jugend. Und als sie in die Pubertät kam, wurde alles noch schlimmer. Einer der Söhne des Bauern war 14 Jahre älter als sie und begann, sie zu bedrängen. Eines Nachts stand er in ihrem Zimmer und ging weiter. «Ich musste es über mich ergehen lassen», sagt Berthy Schnegg. Die Schweiz hat dieses dunkle Kapitel ihrer Geschichte aufgearbeitet. Es gab offizielle Entschuldigungen. Und einen «Solidaritätsbeitrag» von 25'000 Franken pro Opfer. Ende gut, alles gut? Das finden nicht alle Betroffenen. «DOK» hat auch mit solchen geredet, die finden, die Aufarbeitung und die einmaligen 25'000 Franken seien kein historischer Erfolg, sondern ein fauler Kompromiss gewesen.

    • 50 Min.
    • video
    So esse ich – So bin ich

    So esse ich – So bin ich

    1,5 Tonnen Nahrungsmittel, so viel nimmt der Mensch durchschnittlich pro Jahr zu sich. Aber Essen ist längst nicht mehr nur Ernährung, sondern bedeutet heute Identität, Heilung und Selbstbestimmung. «DOK» begleitet Menschen, für die Essen nicht gleich Essen ist. Der Wecker klingelt um halb drei. Für die gesunde Ernährung anderer steht er mitten in der Nacht auf: der Gemüse- und Früchtehändler Tiziano Marinello. Der Engroshandel von Gemüse und Früchten spielt sich ab, wenn die Welt noch schläft, denn was tagsüber geerntet wird, soll möglichst frisch beim Abnehmer ankommen. Goldgräberstimmung herrsche bei ihm, sagt Tiziano Marinello, der Trend zu gesunder Ernährung schlage sich nieder. Für ihn als Händler bedeutet gesunde Ernährung auch, dass er immer mehr mit Produzenten zusammenarbeitet, die im Umkreis von wenigen Kilometern ansässig sind. Mit gutem Grund: Die Konsumentinnen und Konsumenten wollen regionale Produkte.
    Rebecca Clopath setzt Regionalität radikal um. Bei ihr kommt nur auf den Teller, was der Alpenraum hergibt. Sie, die als talentierte Köchin eine internationale Kochkarriere hätte anstreben können, entschied sich für ihre Heimatgemeinde Lohn, ein kleines Bergbauerndorf im Kanton Graubünden. Bei ihr heisst ein Menu «Esswahrnehmung» und dauert mehrere Stunden. Und was der Gast auf dem Teller serviert bekommt, wurde tage-, wochen-, manchmal sogar monatelang vorbereitet. Sie möchte, dass ihre Gäste Neues entdecken: Hanf, Harz oder Wurst aus Murmeltier.
    Immer mehr Menschen ändern ihre Ernährung, manchmal radikal – und das sei auch richtig, findet Bestseller-Autor Bas Kast. Er hat es selbst auch getan, nachdem ihm sein Körper ein deutliches, schmerzendes Warnsignal gegeben hat. Sein Buch «Der Ernährungskompass» ist seit Jahren ein Renner und steht für den Erfolg unzähliger anderer Ernährungsbücher, die für Millionenumsätze sorgen. Unter gesunder Ernährung verstehen offensichtlich immer mehr Menschen eine fleischlose oder vegane Ernährung. Thomas und Sabina Sigrist leben seit drei Jahren vegan, weil die Produktionsbedingungen der Fleisch- und Milchindustrie sie anwidern. Dass die beiden Kraftsportler sind, hat sie nicht davon abgehalten, im Gegenteil. Thomas Sigrist, dreifacher Karate Schweizermeister, isst einen Linseneintopf mit viel Genuss.
    Oft ist das Essverhalten paradox: Auf der einen Seite wird das Essen zelebriert wie nie zuvor, auf der anderen Seite boomt «eating on the go», das oft gedankenlose Mampfen unterwegs. Noch nie gab es so viele und so sichere Lebensmittel wie heute – und trotzdem ist die Verunsicherung riesig. Die Frage «Was soll ich essen?» ist der Frage «Was darf ich essen?» gewichen. Die Ernährung ist der Gesellschaft buchstäblich über den Kopf gewachsen. Die Ernährungswissenschaftlerin Christine Brombach sagt, selbst Expertinnen und Experten wie sie können die Übersicht kaum behalten. Sie kommt deshalb zum Schluss, dass viele Menschen einfach auf ihren eigenen Tellern ihre Welt kreieren und ihre Haltung ausdrücken: So esse ich – So bin ich.

    • 49 Min.
    • video
    Pump for peace - Ein Bike-Track für Lesotho

    Pump for peace - Ein Bike-Track für Lesotho

    Der Bündner Claudio Caluori baut Mountainbike-Strecken rund um die Welt. Er ist fest davon überzeugt, dass der Sport die Menschen zusammenbringt und die Welt zu einem besseren Ort macht. So baut er und sein Team jüngst zwei neue Bike-Strecken für Schulen in Lesotho. Begonnen hat Claudio Caluori seine Karriere als erfolgreicher Downhill-Rennfahrer. Sieben Mal holte der Flimser den Schweizermeister-Titel und sorgte auch auf dem internationalen Parkett für Furore.

    Nach seinen Profijahren blieb er dem Mountainbikesport treu und gründete eine Firma, die Bike-Trails baut. Das mittlerweile 40-köpfige Team errichtet nicht nur in der Schweiz spektakuläre Parcours, sondern auch weltweit. Claudio Caluori gilt als der Erfinder der Asphalt-Pumptracks. Bis heute hat sein Team mehr als 200 dieser Bike-Strecken auf der ganzen Welt gebaut.

    Caluori ist davon überzeugt, dass seine Trails Menschen zusammenbringen und die Welt zu einem besseren Ort machen. Aus diesem Grund realisiert er und sein Team mit der Stiftung «pumpforpeace» auch immer wieder Pumptracks in sozial benachteiligten Regionen. So kommt es, dass er in seinem jüngsten Projekt gleich zwei neue Asphalt Bike-Strecken in Lesotho gebaut hat. In Zusammenarbeit mit Schulen realisierte er mit seinem Team in kurzer Zeit zwei neue Wellenbahnen. Der enge Zeitplan, die kulturellen Unterschiede sowie die schweizerischen Qualitätsansprüche verlangten von allen vollen Einsatz.

    Heute haben die Schülerinnen und Schüler zwei wunderbare neue Pumptracks, die als willkommene Freizeitaktivität angenommen werden, die Jugendliche von der Strasse fernhalten und sie in Bewegung und sozialem Umgang fördern.

    • 49 Min.

Kundenrezensionen

3.9 von 5
36 Bewertungen

36 Bewertungen

Top‑Podcasts in Gesellschaft und Kultur

Zuhörer haben auch Folgendes abonniert:

Mehr von Schweizer Radio und Fernsehen