Einhaltung der Projektbearbeitungszeit (40 bzw. 80 Stunden) – IT-Berufe-Podcast-Shorts #14

Um die exakte Einhaltung der Projektbearbeitungszeit (40 bzw. 80 Stunden) beim Abschlussprojekt geht es in der vierzehnten Episode der Shorts des IT-Berufe-Podcasts.

Für die betriebliche Projektarbeit solltest du die vorgegebene Zeit von 40 Stunden bzw. 80 Stunden in der Anwendungsentwicklung praktisch exakt einhalten. Mehr Zeit kann zum Nichtbestehen führen, weniger Zeit ist zwar rechtlich grundsätzlich möglich, verschlechtert aber unnötig deine Prüfungsleistung. Wenn deine Planung oder die IHK-Vorgaben unklar sind, solltest du das vor dem Projektantrag klären und dein Projekt so darstellen, dass du am Ende genau auf die erlaubte Stundenzahl kommst.

Inhalt

Kernaussage

Für die betriebliche Projektarbeit gelten feste Zeitvorgaben: 40 Stunden in den meisten IT-Berufen und 80 Stunden in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Diese Zeit solltest du im Projektantrag und in der Projektdurchführung möglichst exakt einhalten.

Zeitvorgaben: mehr geht nicht

Die rechtliche Grundlage – die Berufsverordnung – nennt für die betriebliche Projektarbeit eine Prüfungszeit von höchstens 80 Stunden. Daraus folgt:

  • Weniger Zeit ist rechtlich grundsätzlich erlaubt.
  • Mehr Zeit ist nicht erlaubt.
  • Wenn du die erlaubte Zeit überschreitest, hältst du die Prüfungsvorgaben nicht ein und könntest dadurch durch die Prüfung fallen.

Deshalb sollte in deiner Zeitplanung am Ende genau die erlaubte Stundenzahl stehen:

  • 40 Stunden in den meisten IT-Berufen
  • 80 Stunden in der Anwendungsentwicklung

Warum die exakte Planung erwartet wird

Projektplanung gehört zu den Ausbildungsinhalten in allen IT-Berufen. Dazu gehört auch, zeitliche Vorgaben einzuhalten. Auch wenn eine Planung auf die Stunde genau in der Realität oft unrealistisch ist, wird in der Prüfung erwartet, dass du dich an die formalen Vorgaben hältst.

Dazu kommt:

  • Prüfungsleistungen sollen vergleichbar sein.
  • Ohne feste Obergrenze könnten einzelne Prüflinge deutlich mehr Zeit investieren als andere.
  • Größere Projekte würden auch zu umfangreicheren Dokumentationen führen, die von Prüfenden gelesen werden müssten.

Weniger Zeit ist zwar erlaubt, aber unklug

Auch wenn das Gesetz "höchstens" sagt, ist weniger Zeit aus Sicht der Prüfungsleistung keine gute Idee. Wenn du freiwillig weniger Zeit nutzt,

  • zeigst du weniger von deinen Fähigkeiten,
  • nutzt deinen möglichen Bewertungsrahmen nicht aus,
  • und stellst dich schlechter dar als jemand, der die volle Zeit sinnvoll ausschöpft.

Die Aussage dazu ist klar: Weniger Zeit zu planen oder zu nutzen ist möglich, aber für deine Note eher nachteilig.

Pufferzeit im Projektantrag

Manche planen im Antrag bewusst Pufferzeit ein, weil Projekte nie perfekt planbar sind. Dabei gilt aber:

  • Ob das erlaubt oder sogar gewünscht ist, hängt von der IHK ab.
  • Es gibt IHKs, die einen Puffer akzeptieren oder fordern.
  • Es gibt auch Fälle, in denen ein Antrag mit eingeplanter Pufferzeit abgelehnt würde.

Die Empfehlung ist deshalb:

  • Informiere dich vorher bei deiner IHK, welche Erwartungen gelten.
  • Reiche den Antrag möglichst direkt passend ein, damit er nicht wegen solcher Punkte zurückkommt.

Warum ein abgelehnter Antrag problematisch ist

Wenn dein Projektantrag abgelehnt wird und du ihn überarbeiten musst,

  • verlierst du Zeit durch Überarbeitung und erneute Prüfung,
  • darfst du mit dem Projekt erst nach Genehmigung anfangen,
  • und bekommst dadurch zusätzlichen Zeitdruck.

Deshalb ist es sinnvoll, die formalen Anforderungen vorab zu klären.

Abweichungen vom Projektantrag helfen bei Überziehung nicht

Auch wenn es in Projektdokumentationen oft ein Kapitel zu Abweichungen vom Projektantrag gibt, kannst du damit keine längere Projektzeit rechtfertigen. Wenn dein Projekt mit 80 oder 40 Stunden genehmigt wurde, bleibt diese Vorgabe bestehen.

Das heißt:

  • Eine Überschreitung lässt sich nicht einfach dadurch retten, dass du sie in der Doku erwähnst.
  • Der Prüfungsausschuss kann das als Verstoß gegen die Vorgaben werten.

Umgang mit Abweichungen während des Projekts

Wenn du in einer Projektphase mehr Zeit brauchst als geplant, solltest du in der Darstellung dafür sorgen, dass du diese Zeit in einer anderen Phase wieder einsparst, damit du am Ende insgesamt auf die erlaubte Stundenzahl kommst.

Typisch ist dann ein Soll-Ist-Vergleich, in dem beschrieben wird, dass an einer Stelle mehr Zeit nötig war und an anderer Stelle entsprechend weniger. Auch wenn das in der Realität oft konstruiert wirkt, ist genau das Teil des Prüfungssystems.

Fazit

Die Antwort auf die Ausgangsfrage ist eindeutig:

  • Mehr als die erlaubten 40 bzw. 80 Stunden solltest du nicht haben.
  • Weniger wäre zwar grundsätzlich möglich, ist für deine Prüfungsleistung aber nicht sinnvoll.
  • Plane dein Projekt so, dass du am Ende genau auf die vorgegebene Stundenzahl kommst.
  • Wenn es Unklarheiten zu Pufferzeiten oder Formvorgaben gibt, kläre das vorher mit deiner IHK.

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