BZ am Ohr

Elternbeirat fordert Aussetzung des umstrittenen Kompass-4-Tests an Grundschulen

Ein Test sorgt an den Grundschulen in Baden-Württemberg seit ein paar Monaten für viel Wirbel. „Kompass 4“ heißt dieser Test, der von der schwarz-grünen Landesregierung eingeführt wurde und der den Zustrom auf das bald neunjährige Gymnasium begrenzen soll. Konnten bisher die Eltern entscheiden, welche Schullaufbahn ihr Kind nach der vierten Klasse einschlagen soll, sollen nun Lehrer und Kompass 4 hinzukommen.

Das Problem: Bei einer Stichprobe im November 2024 erreichten nur sechs Prozent der Viertklässler im Matheteil Gymnasiumniveau. Auch Sebastian Kölsch aus Freiburg findet den Test zu schwer. Er ist zweifacher Vater und Vorsitzender des Landeselternbeirats. Kölsch erklärt im Gespräch mit BZ-Redakteurin Stephanie Streif, warum er von Anfang an gegen eine verbindliche Grundschulempfehlung war, dass er den Test für unausgereift hält und zumindest für dieses Schuljahr von der Politik verlangt, den Test auszusetzen.

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