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Episode 25: Der mörderische Elektriker Tatort Niedersachsen - der Crime-Podcast der Braunschweiger Zeitung

    • Geschichte

Die Presse taufte ihn „Mr. Volt“, „Elektro-Otto“ oder den „Blaubart von Hannover“. Die Taten des Elektrikers Otto Pillinger sind in der deutschen Justizgeschichte einmalig. 1972 verstarb seine erste Frau Maria. 1975 seine zweite Frau Gerda. Und 1979 seine dritte Frau Bärbel. Und schließlich 1989 Pillingers vierte Frau Janja. Als ihre Leiche obduziert wurde, kamen ihm die Ermittler endlich auf die Spur. Bei der Leichenschau hatten Rechtsmediziner an der Haut der Toten Strommarken entdeckt. Die anderen toten Ehefrauen wurden exhumiert, bei zweien gab es ebenfalls Hinweise auf Stromstöße.
Pillinger hatte ein Kästchen zusammengebaut, angeblich ein Alkoholmessgerät, das tatsächlich ein tödliches Maschinchen war. Er tötete, weil er die vermögenden Frauen beerben oder Versicherungen kassieren wollte. Doch er bestritt seine Taten bis zuletzt. Sein Fall musste mehrmals von verschiedenen Gerichten neu aufgerollt werden. Erst 1998 wurde er nach einem spektakulären Indizienprozess vom Landgericht Göttingen wegen Mordes an seiner vierten Ehefrau zu zehn Jahren Haft verurteilt. Rechtskräftig wurde auch dieses Urteil nie: In seiner Zelle traf Elektro-Otto ausgerechnet der Schlag – er starb wenige Tage später.

Die Presse taufte ihn „Mr. Volt“, „Elektro-Otto“ oder den „Blaubart von Hannover“. Die Taten des Elektrikers Otto Pillinger sind in der deutschen Justizgeschichte einmalig. 1972 verstarb seine erste Frau Maria. 1975 seine zweite Frau Gerda. Und 1979 seine dritte Frau Bärbel. Und schließlich 1989 Pillingers vierte Frau Janja. Als ihre Leiche obduziert wurde, kamen ihm die Ermittler endlich auf die Spur. Bei der Leichenschau hatten Rechtsmediziner an der Haut der Toten Strommarken entdeckt. Die anderen toten Ehefrauen wurden exhumiert, bei zweien gab es ebenfalls Hinweise auf Stromstöße.
Pillinger hatte ein Kästchen zusammengebaut, angeblich ein Alkoholmessgerät, das tatsächlich ein tödliches Maschinchen war. Er tötete, weil er die vermögenden Frauen beerben oder Versicherungen kassieren wollte. Doch er bestritt seine Taten bis zuletzt. Sein Fall musste mehrmals von verschiedenen Gerichten neu aufgerollt werden. Erst 1998 wurde er nach einem spektakulären Indizienprozess vom Landgericht Göttingen wegen Mordes an seiner vierten Ehefrau zu zehn Jahren Haft verurteilt. Rechtskräftig wurde auch dieses Urteil nie: In seiner Zelle traf Elektro-Otto ausgerechnet der Schlag – er starb wenige Tage später.

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