22 Folgen

Sex? Beziehungen? Kinderwunsch?
Wenn du schon immer etwas über die BDSM Szene erfahren wolltest, wenn du schon immer ein Paar intime Fragen hattest aber nie jemanden gehabt hast, der sie beantworten kann, wenn dich Intimität, Erotik und alles was dazu gehört interessiert, dann bist du hier richtig.
Wir sind Miriam und Michal, Gynäkologin und Sexualmedizinerin, Psychologe und medizinischer Podcaster.
Wir werden dich in die Welt von Eros und Psyche mitnehmen und dich dort begleiten, viel Spass!

Eros und Psych‪e‬ Michal und Miriam

    • Sexualität
    • 4.7 • 13 Bewertungen

Sex? Beziehungen? Kinderwunsch?
Wenn du schon immer etwas über die BDSM Szene erfahren wolltest, wenn du schon immer ein Paar intime Fragen hattest aber nie jemanden gehabt hast, der sie beantworten kann, wenn dich Intimität, Erotik und alles was dazu gehört interessiert, dann bist du hier richtig.
Wir sind Miriam und Michal, Gynäkologin und Sexualmedizinerin, Psychologe und medizinischer Podcaster.
Wir werden dich in die Welt von Eros und Psyche mitnehmen und dich dort begleiten, viel Spass!

    Warum macht uns die Macht so geil? Das Gespräch mit Dominus Nox Part II

    Warum macht uns die Macht so geil? Das Gespräch mit Dominus Nox Part II

    Dieses Gespräch bringt uns auf die theoretische Ebene, der Frage, warum Macht für uns so sexualisierend ist. Für Nox hängt es auch damit zusammen, wer Sex initialisiert. Das Spiel mit der Macht dient dem Schutz und Befreiung. Es schützt nämlich vor Ablehnung und es befreit von der Angst, etwas auszuprobieren, was man selber nicht ganz genau einordnen oder benennen kann. Eine elegante Lösung in einem sozial-sexuellen Dilemma?
    Das Spiel erlaubt einem Menschen etwas innerhalb der Sexualität vorzuschlagen, ohne das Risiko zu haben, dass es zu einem eineindeutigen, komischen bzw. unangenehmen Moment kommt. Wer hätte gedacht, dass Machtspiel soviel zusätzlichen Raum für die Personen Raum bietet?
    Was passiert mit der Verantwortung, wenn macht verteilt wird? Auch das ist nicht einfach zu beantworten und es hängt stark davon ab, welche Konstellation sich die Akteure wünschen.
    Ausserdem ist es sehr schwierig eine Balance zwischen Aufregung und Sicherheit zu finden, denn genau dieser Cocktail macht es für die Personen innerhalb der Sexualität ein ganz neues Licht in die «Partnerschaft» bringen kann. Das hinge laut Nox mit unseren inneren «Persönlichkeiten» zusammen, vor allem mit denen, die wir nicht frei und überall zum Vorschein bringen dürfen. Das Spiel mit der Macht erlaubt es uns die Verantwortung für die Eigenkontrolle abzulegen, das rohe und wilde Ich zu entfesseln.
    Es geht aber weiter, das Spiel mit der Macht führt zu der Frage «Kann mich mein Partner auf die rohe Art und Weise aushalten, und nicht nur aushalten sondern vielleicht sogar lieben und feiern?»
    Zuletzt wird es dann noch nerobiologisch-psychologisch, denn Nox spricht über die Rolle des Serotonins innerhalb der sexuellen Machtspiele. Testosteron dürfen wir natürlich auch nicht vergessen. Macht als solches ist einfach die Möglichkeit über Ressourcen zu bestimmen, diese jemanden zur Verfügung zu stellen oder zu entziehen, aber im sexuellen Rahmen geht es mehr um ein Verhältnis zwischen Menschen mit verschiedenen sozialen Status. Einfach zusammengefasst: Wer über Ressourcen bestimmt hat Macht, das macht diese Person begehrt, denn Ressourcen sind begehrt. Macht also führt zur erhöhtem Begehren.
    Es scheint Nox so zu sein, dass Macht nicht ein Teil vom Haben, sondern ein Teil vom Sein darstellt. Macht als Teil unserer Persönlichkeit könnte den Grossteil der Machtfaszination ausmachen.

    Zum wiederholten Mal, schaffte Dominus Nox, ein komplexes und faszinierendes Thema wunderbar aufzuarbeiten. Findet ihr nicht?

    Viel Spass!

    Gast: Dominus Nox, auf Fetlife und Dominus_Nox auffindbar
    Host: Michal Hulik, Psychologe und medizinischer Podcaster 

    Literatur:

    Bezreh, T., Weinberg, T. S., & Edgar, T. (2012). BDSM Disclosure and Stigma Management: Identifying Opportunities for Sex Education. American Journal of Sexuality Education, 7(1), 37-61. doi: 10.1080/15546128.2012.650984

    Bourdage, J. S., Lee, K., Ashton, M. C., & Perry, A. (2007). Big Five and HEXACO model personality correlates of sexuality. Personality and Individual Differences, 43(6), 1506-1516. doi: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0191886907001584

    Gaither, G. A., & Sellbom, M. (2003). The Sexual Sensation Seeking Scale: Reliablity and Validity Within a Heterosexual College Student Sample. Journal of Personality Assessment, 81(2), 157-167. doi: 10.1207/s15327752jpa8102_07

    Malouff, J. M., Thorsteinsson, E. B., & Schutte, N. S. (2005). The Relationship Between the Five-Factor Model of Personality and Symptoms of Clinical Disorders: A Meta-Analysis. Journal of Psychopathology and Behavioral Assessment, 27(2), 101-114.

    • 54 Min.
    Das Spiel mit der Macht. Der Talk mit Dominus Nox Part I

    Das Spiel mit der Macht. Der Talk mit Dominus Nox Part I

    Ein Teil des BDSM liegt in dem spielerischen Einsatz der Machtkonstellationen, die nicht mit dem «normalen», ausserhalb der Sexualität liegenden Verhältnissen zusammenhängen müssen. Ungefähr so könnte man laut Dominus Nox (nachfolgend nur noch Nox) die grundlegende Idee des D/s (Dominanz/Submission) in der Sexualität bezeichnen.
    Allein dieser Satz zeigt wundervoll auf, was passiert wenn tiefgründige Überlegungen innerhalb der Sexualität entwickelt werden. Als Zuhörer bekommt man in diesem Talk mit Nox nämlich eine sehr differenzierte, intellektuelle Zusammenfassung der Macht Thematik im sexuellen Kontext.
    Der individuelle Anspruch auf Machkonstellationen kann von kurzzeitigem intensive Erlebnis innerhalb des Schlafzimmers sein, oder eine langfristige Verteilung der Macht innerhalb der verschiedenen Lebensbereichen. Die Partner in dieser interdependenten Beziehung entscheiden gemeinsam darüber, was gemacht wird. Anders gesagt, was auch immer entschieden wurde, unterliegt einem Konsens! Da bedeutet das Vergewaltigungsphantasien vollkommen in Ordnung sind, solange beide dies wollen und als erotisierend, sexuell erfüllend erleben.
    Allgemein, scheint es so zu sein, dass BDSM nicht mehr als eine Randgruppe zu betrachten ist, sondern unter den jüngeren (35 J) zu einer fast schon Subkultur geworden ist. Dadurch ist es auch schwieriger einzugrenzen, was alles unter den Oberbegriff BDSM eigentlich noch fällt, denn je mehr Menschen innerhalb dieser Subkultur vorhanden sind, desto mehr Variationen der Praktiken wir beobachten können.
    Nox stellt fest, dominant zu sein innerhalb der Sexualität ist nicht gleichzustellen mit der Dominanz innerhalb des sozialen Lebens ist. Als Submissiver Part sollte man also nicht Angst haben, dass etwas mit einem nicht stimmt, nur weil man Demütigungen als sexuell erregend findet. Zu Recht spricht Nox von sexuellen Sehnsüchten.

    Ich will aber nicht mehr verraten, sondern lasse euch in dieses tiefgründige Gespräch einfach mal eintauchen. Ein echt saftiger Talk ;)

    Viel Spass beim Zuhören!


    Gast: Dominus Nox,  Auf Fetlife auffindbar unter Dominus_Nox
    Host: Michal Hulik, Psychologe und medizinischer Podcaster

    Literatur:
    Wismeijer, A. A., & Van Assen, M. A. (2013). Psychological characteristics of BDSM practitioners. The journal of sexual medicine, 10(8), 1943-1952.

    Holvoet, L., Huys, W., Coppens, V., Seeuws, J., Goethals, K., & Morrens, M. (2017). Fifty shades of Belgian gray: The prevalence of BDSM-related fantasies and activities in the general population. The journal of sexual medicine, 14(9), 1152-1159.

    Barker, M., Iantaffi, A., & Gupta, C. (2007). Kinky clients, kinky counselling? The challenges and potentials of BDSM.

    Kleinplatz, P. (2006). Learning from extraordinary lovers: lessons from the edge. In P.
    Kleinplatz, & C. Moser, (Eds.) SM: Powerful Pleasures. (pp.325-348) Binghamton, NY: Haworth Press.

    Denman, C. (2004). Sexuality: A Biopsychosocial Approach. London: Palgrave.

    Jozifkova, E. (2013). Consensual sadomasochistic sex (BDSM): The roots, the risks, and the distinctions between BDSM and violence. Current psychiatry reports, 15(9), 392. 

    Brown, A., Barker, E. D., & Rahman, Q. (2020). A systematic scoping review of the prevalence, etiological, psychological, and interpersonal factors associated with BDSM. The Journal of Sex Research, 57(6), 781-811.

    Richters, J., De Visser, R. O., Rissel, C. E., Grulich, A. E., & Smith, A. M. A. (2008). Demographic and Psychosocial Features of Participants in Bondage and Discipline, “Sadomasochism” or Dominance and Submission (BDSM): Data from a National Survey. The Journal of Sexual Medicine, 5(7), 1660-1668. doi: 10.1111/j.1743-6109.2008.00795.x

    • 39 Min.
    Stillen, eine Wissenschaft für sich? Das Gespräch mit Liesel Burisch

    Stillen, eine Wissenschaft für sich? Das Gespräch mit Liesel Burisch

    Liesel bringt uns ganz am Anfang des Gesprächs mehr Klarheit darüber, was es heisst «queer» zu sein, einerseits für sie selber, aber auch im breiten Verständnis der Masse. Es ist für den einen oder anderen ein Novum, die Begrifflichkeiten sind eher subjektiv definiert und Liesel betont, dass für sie die Freiheit in dem «queer-Dasein» im Vordergrund steht.
    Sie ist eine Buchautorin und hilft ihren Lesern das Stillen viel besser zu verstehen.
    Laut Miriam hat Liesel es geschafft mit ihrem Buch sehr viel Druck aus diesem Thema zu nehmen und konkrete Ansätze zu bringen, die tatsächliches Verständnis, Unterstützung und Normalität mit sich tragen. Bspw. erklärt Liesel, dass eine stillende Person darauf achten sollte, was Stillen für sie und das Kind ausser der Nahrungsaufnahme noch bedeutet (Zeit in Zweisamkeit, Schutz vor der Welt etc.). Liesel spricht auch über Sex während der Stillzeit, für viele Partner kein einfaches Thema.
    Schliesslich eröffnet Miriam das Thema Kunst, denn Liesel ist auch künstlerisch tätig. Gorilla, Video und Kunst sind wohl die drei Begriffe, die Dich als Zuhörer animieren sollten bis am Schluss zuzuhören!
    Viel Vergnügen

    Gast: Liesel Burisch, Buch, Website, Kunst-Tipp
    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Website 

    • 43 Min.
    "Wir müssen reden, Frau Doktor!" Das Gespräch mit Dr. Yael Adler

    "Wir müssen reden, Frau Doktor!" Das Gespräch mit Dr. Yael Adler

    Yael ist eine sehr energische und man könnte sagen umtriebige Dermatologin. Mit vollem Engagement pendelt sie durch die Bundesrepublik eines Fernsehtermins zum anderen. Sie spricht verständlich, macht einen bodenständigen Eindruck. Es ist gerade diese Mischung, die sie als Buchautorin erfolgreich macht. Sie beobachtet nicht nur was ist, sondern betont auch was sein könnte und das braucht unser Gesundheitswesen.
    In unserem Gespräch geht es vorrangig um die Inhalte ihres neuen Buches. Sie schreibt wie sie spricht, informativ, aber locker, das Lesen gestaltet sich leicht.
    Yael betont die Tragweite und den Sinn der Arzt-Patient-Beziehung und anhand einiger fatalen Beispiele zeigt sie innerhalb ihrer Erzählung, wozu fehlende Empathie und Interesse seitens der Ärzte führen können. Sie fordert die Patienten aber auch gleichzeitig auf, kein ohnmächtiger Konsument der «medizinischen Dienstleistung» zu sein, sondern eine mitgestaltende Figur zu werden.
    In Ihrem Buch findet man auch humorvolle Aufteilung der Ärzte und der Patienten in prototypische Charaktere, was einen schönen Kontrast zu den sehr hautnahen Erlebnissen der Patienten bieten. Es braucht eben beides, Humor und die bittere Fragilität des menschlichen Daseins.
    Was sie uns noch alles erzählt, das könnt ihr gerne innerhalb der Podcasts herausfinden!

    Viel Vergnügen beim Zuhören!

    Gast: Dr. Yael Adler, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, Buchautorin
    Host: Michal Hulik, Psychologe und medizinischer Podcaster, Website 

    • 36 Min.
    Wenn dein Penis nicht stehen will? Der Talk von Miriam und Michal über Erektionsstörungen

    Wenn dein Penis nicht stehen will? Der Talk von Miriam und Michal über Erektionsstörungen

    Willkommen zu der Weihnachtsfolge unseres Podcasts! Wie Miriam treffend und lustig angemerkt hat, könnte es ja sein, dass Santa Claus aufgrund seines Alters und der stressigen Aufgabe in der Tat an einer erektilen Dysfunktion leidet.
    Wir haben in dieser Folge nicht nur über die Definition der Störung gesprochen, sondern auch über die Ursachen/Risikofaktoren und über die Wahrnehmungen der Betroffenen.
    Miriam konnte ausserdem einige Fehlinformationen oder Mythen aufräumen und erklärte auch warum man die Scham über dieses Thema zu sprechen lieber ablegen sollte.
    Eine Weihnachtsfolge wäre ja nichts ohne Weihnachtswünsche und deswegen wünschen wir euch ganz viel Spass in eueren Liebesleben!



    Frohe Festtage

    Michal und Miriam, Instagram

    • 42 Min.
    “Meine Offenheit hat sich verändert" Das Gespräch mit Joana

    “Meine Offenheit hat sich verändert" Das Gespräch mit Joana

    Wofür steht denn der Name ihres Sexshops «little secrets»? Und was unterscheidet den Sexshop von Anderen? 

    Joana erklärt im Podcast wie aus einer kleinen Idee beim Kaffee mit Mama ein Unternehmen entstanden ist. Dem Geschäft geht es gut und das vor allem wegen zwei Gründen. Erstens ist es die Auswahl, die ist nämlich in Ihrem Shop bewusst begrenzt und so gewählt, dass sowohl der Anfänger als auch der Profi in Sachen Sexspielzeug auf seine Kosten kommt. Und der andere Grund? Tja! Stellt euch vor ihr schreibt im Chat auf der Webseite «hey, Ich will einen Vibrator aber keine Ahnung welchen» und dann antwortet die Geschäftsführerin persönlich. Cool nicht wahr?
    Wie Joana sagt, es gibt alles von klein und niedlich, bis zu gross oder stark. Joana erklärt die Funktionsweise vom Womanizer und anderen Sexspielzeugen, auch mal gut das gehört zu haben.
    Achja und wer genervt ist durch die eher unschönen Verpackungen bei Sexspielzeugen, der wird sich bei Joana freuen, denn ihre Verpackungsart distanziert sich ganz gewaltig vom üblichen Angebot. Laut Miriam könnt die Verpackung auch von einer Duftkerze oder einer Flasche Wein sein. Andere Themen wie «warum denn die Biene als Logo?» und «Sexspielzeug als Revolution der weiblichen Sexualität» erwarten euch ebenso.

    Viel Spass

    Gast: Joana, Website

    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Website 

    • 30 Min.

Kundenrezensionen

4.7 von 5
13 Bewertungen

13 Bewertungen

Leli55 ,

Origineller, informativer Podcast!

Locker, humorig und trotz allem mit Ernsthaftigkeit und Kompetenz. Großes Lob an Dr. Mottl die den Themen die Schwere nimmt und mit Coolness, Wärme und Witz im Dialog mit dem Kollegen Michal Aufklärung 2.0 so unterhaltsam rüberbringt... musste tatsächlich laut Lachen ( in der U-Bahn) beim 3. Teil...macht Lust auf mehr!

Mana Akhigbe ,

Echt spannend und informativ

Den Blick hinter die Kulissen einer anderen Welt für mich, aber sehr spannend zu gleich!

BeatK. ,

Cool

Ohne Tabus, locker und unterhaltsam!

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