Interessant sind die Zahlen, die Interviews sind ein gutes Feature, denn sie leben von den Gästen. Die beiden Herren sind jedoch leider rhetorisch eher hinteres Drittel. Sie sollten sich ab und zu mal selbstkritisch ihre Produkte anhören bzw. Feedback von sprachlich gewandteren Personen einholen. Das Gendern wird endgültig ad absurdum geführt, wenn „der Zuschauende“ gesagt wird, von der Tatsache des grammatikalischen Irrsinns abgesehen, wenn man ein Partizip so gebraucht. Kleine Deutschlektion: es ist ein Partizip, kann ohne Artikel benutzt werden… Immerhin schafft Ron es inzwischen den extremen rheinländischen Singsang im Rahmen zu halten. Vermessen ist es Entscheidungen der Trainer zu kritisieren ohne Hintergründe oder deren Argumente zu kennen. Legitim wäre es die eigene Meinung als Frage zu formulieren. Unangemessen ist das Bashing von Kommentatoren bzw. insgesamt der Arbeit der Sendeanstalten. Kritik kann man anbringen, es ist jedoch nicht besonders originell und kein guter Stil dabei fast wörtlich die Positionen von Lesser und Peiffer zu übernehmen ohne dies kenntlich zu machen. Generell sollten Podcaster mit diesem Anspruch und dieser Reichweite Kritik sachlich und höflich formulieren. Der Gipfel der Unverschämtheit: Lästern über Aktive, die an schwierigen Stellen gestürzt sind. Geht gar nicht! Und erst recht nicht von Leuten, die diesen Sport nie auf Wettkampfniveau, von Weltcup ganz zu schweigen, betrieben haben. Ergänzend: Inzwischen ist ja nur noch Ron am Start. Habe mal in Folge 285 reingehört, weil ich auf das Fazit von Michael Rösch gespannt war. Und was passiert: Es wird endlos über Preisgelder bzw. generell das Einkommen der Biathletinnen und Biathleten, teure Uhren etc. geredet. Soviel sozialer Neid ist abstoßend. Wer sich über Einkünfte von Sportlern (und hier sind es nur die Männer) aufregend will, soll doch bitte beim Fußball bleiben.