9 Folgen

Damals in der Schule, als du mit dem Textmarker deine gelben Reclamhefte bearbeitet hast. Die von Goethe, Schiller und Lessing, all den Großen eben. An wie viele Frauen erinnerst du dich da, die du gelesen hast?

Wir, Vivi und Katha, eine Literaturwissenschaftlerin und eine Journalistin, 27 und 28 Jahre alt, konnten diese Frage mit weniger als drei in unseren jeweils dreizehn Jahren Schuljahren beantworten.

Ein belastendes, aber kein verwunderliches Ergebnis. Bei all der Männerzentriertheit in Feuilletons, Preislisten und Kantonisten. Und dem Sexismus, dem sich gestandene und neue, alte und junge, weiße und nicht-weiße Autorinnen aussetzen müssen.

Habt ihr keinen Bock mehr drauf? Wir auch nicht. Ehre wem Ehre gebührt!

Frauen schreiben auch. Vivien Helmli und Katharina Meyer zu Eppendorf

    • Bücher
    • 5.0, 4 Bewertungen

Damals in der Schule, als du mit dem Textmarker deine gelben Reclamhefte bearbeitet hast. Die von Goethe, Schiller und Lessing, all den Großen eben. An wie viele Frauen erinnerst du dich da, die du gelesen hast?

Wir, Vivi und Katha, eine Literaturwissenschaftlerin und eine Journalistin, 27 und 28 Jahre alt, konnten diese Frage mit weniger als drei in unseren jeweils dreizehn Jahren Schuljahren beantworten.

Ein belastendes, aber kein verwunderliches Ergebnis. Bei all der Männerzentriertheit in Feuilletons, Preislisten und Kantonisten. Und dem Sexismus, dem sich gestandene und neue, alte und junge, weiße und nicht-weiße Autorinnen aussetzen müssen.

Habt ihr keinen Bock mehr drauf? Wir auch nicht. Ehre wem Ehre gebührt!

    #8 Erinnerungen eines Mädchens von Annie Ernaux

    #8 Erinnerungen eines Mädchens von Annie Ernaux

    CORONAVIRUS! (Bitte in Cardi B-Stimme lesen) Wir leben in Zeiten einer Pandemie, die unser aller Leben beeinflusst hat und unsere Normalität verändert. Auch Katha und Vivi mussten sich erstmal einstellen und durften sich lang nicht sehen. Doch jetzt ist der Podcast zurück! In dieser Folge sprechen wir über Annie Ernaux' kollektive Autobiographie "Erinnerung eines Mädchens". Sie beschreibt das Mädchen, das sie im Sommer 1958 war, als sie ihre ersten sexuellen Erfahrungen gemacht hat. Wir sprechen über sexuelle Selbstbestimmung, den Mythos der Jungfräulichkeit und Konzepte, die nur dem Patriarchat nutzen. Ein Buch, das zur Selbstreflexion und zur Einordnung in die Geschichte der Gesellschaft anregt.

    • 35 Min.
    Folge 7 - Transit von Anna Seghers

    Folge 7 - Transit von Anna Seghers

    Willkommen in 2020, finally dann auch mal von uns! 3 Immerhin: Wir haben die podcastfolgenfreie Zeit genutzt, um ein bisschen umzubauen. Fortan erwartet euch hier (noch) konzentriertere Besprechungen und mehr meta, mal sehen ob das funktioniert! Den Anfang macht deshalb Anna Seghers und ihr etwas weniger bekannterer Roman »Transit«. An ihm diskutieren wir die Wichtigkeit von Erinnerung an den Holocaust, nicht nur in Jubiläums-Jahren. Und ganz eventuell empfehlen wir sogar einen Autor zwischendurch, ups ...

    • 25 Min.
    Folge 6 - Harry Potter von J.K. Rowling

    Folge 6 - Harry Potter von J.K. Rowling

    Es ist das Werk, das eine ganze Generation geprägt hat: Harry Potter. In unserer »ultimativen Weihnachtsfolge«, auf die sich Katha schon seit der ersten Folge dieses Podcasts freut, haben wir das Werk von J.K. Rowling und auch sie selbst einer feministischen Kritik unterzogen. Ist Hermine nicht eigentlich auch eine intersektionale Feministin? Warum erfahren wir so wenig wie Harry Potter? Und was würden wir J.K. Rowling fragen, wenn wir dürften? »Entschuldigen Sie sich noch für ihren transfeindlichen Tweet?«, zum Beispiel. Denn wenn uns Harry Potter eines gelehrt hat, dann ist es doch wohl eines: Toleranz.

    • 58 Min.
    Folge 5 - Spaltkopf von Julya Rabinowich

    Folge 5 - Spaltkopf von Julya Rabinowich

    Es ist passiert: Wir waren uns das erste Mal uneinig. Als wir uns vor der Aufnahme kurz über unseren ersten Eindruck austauschten, war Vivi von Sprache und Form begeistert, Katha eher ernüchtert. Nichtsdestotrotz ist Spaltkopf ein Roman, den man lesen kann. Er ist unbequem und drückt das durch Sprache und Aufbau, Einschübe und unklare Verhältnisse auch immer wieder aus. Julya Rabinowitsch stellt in der Geschichte der kleinen Mischka, die im Alter von sieben Jahren mit Eltern und Großmutter ihre sowjetische Heimat verlässt, ihre eigene dar. Kulturschocks, versuchte Anpassung und gleichzeitige Abgrenzung und das Leben und Suchen zwischen zwei Identitäten sind Problematiken, mit denen Mischka kämpft, doch auch ihre Erwachsenen Bezugspersonen tragen innere Konflikte aus. Wir sprechen in der Folge über Entwurzelung, innere Zerissenheit und wie man über diese schreiben kann und darüber, ob Sprache auch mal unangenehm sein kann und muss. Spannend, wenn man mal richtig darüber diskutieren kann, was Bücher mit einem machen!

    • 33 Min.
    Folge 4 - All das zu verlieren von Leïla Slimani

    Folge 4 - All das zu verlieren von Leïla Slimani

    Okay, diese Folge ist wirklich eine Achterbahnfahrt. Besprochen haben wir das damalige Debüt der FANTASTISCHEN Leïla Slimani, hatten es beide in ein paar STUNDEN ausgelesen und konnte diese Folge so wirklich gar nicht erwarten. Ist einfach das schönste, wenn man ein Buch nicht weglegen will. Eine Magie, die sich einfach so ergibt, die man nicht steuern kann. In unserer vierten Folge haben wir viel über die Erwartungen an Frauen gesprochen - und wie sie sich in all diesen Rollen ausdrückt, die wir Frauen so haben: Liebhaberinnen, Ehefrauen, Mütter.

    • 30 Min.
    Folge 3 - Sommerhaus, später von Judith Hermann

    Folge 3 - Sommerhaus, später von Judith Hermann

    Thank god haben wir endlich ENDLICH Judith Hermann, 1970 in Westberlin geboren, gelesen. »Sommerhaus, später« war für uns ein einziges Fest, sprachlich, inhaltlich, erzähltechnisch (Zitat Vivi: »Ein feuchter Traum der Erzähltechnik«). In unserer dritten Folge besprechen wir zwei Kurzgeschichten (»Sonia« und »Ende von Etwas«) aus Hermanns bekanntesten Erzählband und diskutieren dabei auch über toxische Beziehungen, Matriarchat und Pflege in Deutschland. Ihr habt Anregungen oder Kritik? Dann schreibst uns gern auf Instagram: @frauenschreibenauch. Und nun, Judith, the stage is yours! 3

    • 25 Min.

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