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In "Frisch an die Arbeit" stellen Leonie Seifert und Daniel Erk spannenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Fragen über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Arbeit.

Frisch an die Arbeit ZEIT ONLINE

    • Business
    • 4.1 • 266 Ratings

In "Frisch an die Arbeit" stellen Leonie Seifert und Daniel Erk spannenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Fragen über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Arbeit.

    Macht Ihnen Fußballspielen noch Spaß, Matthias Ginter?

    Macht Ihnen Fußballspielen noch Spaß, Matthias Ginter?

    "Es gibt kaum einen Moment, in dem ich nicht darüber nachdenke, was mir hilft, ein besserer Fußballer zu werden", sagt der Bundesligaprofi und Nationalspieler Matthias Ginter im Zeit-Online-Podcast Frisch an die Arbeit. "Wenn ich mal was Ungesünderes esse, habe ich sofort ein schlechtes Gewissen – und dann lasse ich es lieber."

    Heute spielt der 26-jährige Ginter als Innenverteidiger bei Borussia Mönchengladbach. Eigentlich stammt er aber aus einem Vorort von Freiburg, mit elf Jahren wechselte er dort zum SC Freiburg. "Mit dem Fußball angefangen habe ich wie viele kleine Jungs, weil es mir Spaß machte und mein Hobby Nummer 1 war", erzählt Ginter im Podcast. Ein Hobby, das früh einen großen Teil seiner Zeit einnahm. "Ich würde sagen, dass ich mit 16, 17 Jahren angefangen habe zu arbeiten", erzählt Ginter im Podcast. In diesem Alter bestritt er auch sein erstes Profi-Spiel, ein Freundschaftsspiel für den SC Freiburg in Bern. "Ich wollte nie etwas anderes werden als Fußballprofi", sagte er.

    Ginter sieht auch, welchen hohen Preis er für seinen Erfolg zahlt: "Gerade nach Niederlagen denke ich, dass es schön wäre, einen Beruf zu haben, der nicht so viel Disziplin erfordert", sagt er. Und er sieht die Nachteile des Ehrgeizes: "Manchmal frage ich mich: Wann bin ich denn mal zufrieden?"

    • 37 min
    Wie erforscht man Pornos, Madita Oeming?

    Wie erforscht man Pornos, Madita Oeming?

    "Porno-Konsum ist ein großer Teil meines Jobs", sagt Madita Oeming im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Die 36-jährige Kulturwissenschaftlerin erforscht als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Paderborn die Rolle von Pornografie in der Gesellschaft und hält Seminare dazu. Um wissenschaftlich arbeiten zu können, sichtet sie fast täglich pornografische Inhalte. "Wenn ich einen Vortrag halte, brauche ich gutes Material. Gerade wenn ich spezielle fünf Sekunden suche, um mein Argument zu belegen", sagt Oeming.

    Oeming schrieb ihre Masterarbeit zu Moby-Dick-Pornos, "was eine große Freude war", wie sie sagt. Weshalb Oeming sich dann den Porn Studies, den Porno-Wissenschaften, verschrieben hat, dazu aktuell promoviert und Seminare anbietet. Einfach sei es jedoch nicht, zu Pornografie und ihrer kulturellen Rolle in der Gesellschaft zu forschen: "Es gibt genau eine englische Fachzeitschrift zu Pornografie. Die ist in Deutschland ausschließlich an einer Universität zugänglich."

    Mit der Bezeichnung "Porno-Wissenschaftlerin" habe sie sich gut arrangiert, sagt Oeming im Podcast: "Ich identifiziere mich sehr stark mit meinem Forschungsgebiet." Doch manches irritiere auch: "Menschen schicken mir manchmal interessante pornografische Aufnahmen. Das ist schon komisch, weil das ja heißt, dass sie beim Masturbieren an mich denken!"

    • 39 min
    Rappt man als Mann anders, Mavi Phoenix?

    Rappt man als Mann anders, Mavi Phoenix?

    "Endlich ein Mann zu werden, ist eine riesige Chance für mich als Rapper ", sagt der österreichische Musiker und trans Mann Mavi Phoenix im ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". "Ich werde mich äußerlich verändern und meine Stimme wird sich auch verändern. Das ist ein totales Privileg, weil ich mich wirklich verändere – und das nicht über einen neuen Style oder eine neue Frisur inszenieren muss." Mavi Phoenix, 25 Jahre alt, gab im Herbst des vergangenen Jahres öffentlich bekannt, dass er sich als Mann verstehe und künftig auch als Mann leben und auftreten werde. "Ich habe eine Testosteron-Creme, die schmiere ich seit einem Monat auf meinen Unterarm", erzählt Phoenix. Das werde natürlich auch seine Musik beeinflussen. "Ich habe wieder das Gefühl wie am Anfang: Ich muss mich beweisen! Ich muss zeigen, dass ich jemand bin!" sagt Phoenix. Um die Transition geht es auch auf seinem aktuellen Album "Boys Toys". Angefangen zu rappen hat Phoenix mit elf, zwölf Jahren. Zunächst veröffentlichte er seine Musik auf MySpace, seine erste EP "My Fault" war sein Durchbruch: Der Wiener Radiosender FM 4 nahm den Song "Green Queen" ins Programm, die Band Bilderbuch trat live mit Phoenix auf, noch ehe er seinen Schulabschluss hatte.

    • 40 min
    Wie führt man ein gutes Gespräch, Matze Hielscher?

    Wie führt man ein gutes Gespräch, Matze Hielscher?

    In dieser Folge ist Matze Hielscher zu Gast im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Der 40-Jährige ist der Gründer und Geschäftsführer des Onlinestadtmagazins Mit Vergnügen und Host des Interview-Podcasts Hotel Matze. Sein Geheimnis bei seinen langen Interviews mit Prominenten, sagt Hielscher, sei ganz simpel: "Ich halte mich an Roger Willemsens Ratschlag: Frag nur das, was dich interessiert." Die besten Gespräche seien die, wenn man merke, da habe jemand ein wirkliches Interesse an seinem Gegenüber.

    Hielscher kommt aus Elsterwerda im Süden Brandenburgs. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Lampenfachverkäufer und spielte über zehn Jahre in der Indie-Pop-Band Virginia Jetzt!. Als sich die Band im Jahr 2010 auflöste, gründete Hielscher gemeinsam mit seinem Freund Pierre Türkowsky, der zuvor in Berliner Clubs gearbeitet hatte, erst die Partyreihe Remmidemmi, dann Mit Vergnügen, eine Mischung aus Blog, Booking- und PR-Agentur. Parallel legte Hielscher bei Partys auf. Die Eventtipps von Hielscher wurden schnell beliebt, Mit Vergnügen wurde zu einem "Medienhäuschen", wie Hielscher es formuliert, das mittlerweile neben Berlin auch in München, Hamburg und Köln Veranstaltungen empfiehlt. Nur die DJ-Karriere hing Hielscher bald an den Nagel: "Ich habe aufgehört aufzulegen, als die Leute mich gesiezt haben", erzählt er.

    • 50 min
    Wie können wir Frauen besser vor Gewalt schützen, Christina Clemm?

    Wie können wir Frauen besser vor Gewalt schützen, Christina Clemm?

    "Dass die Gewalt gegen Frauen und Kinder durch Corona zugenommen hat, das wissen wir aus Studien", sagt Christina Clemm, Fachanwältin für Strafrecht und Familienrecht, im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Die 52-Jährige registrierte die gestiegene Gewalt allerdings auch selbst: "Ich erlebe das auch in meiner Praxis. Ich habe viel, viel mehr Anfragen von Betroffenen von Gewalt als vor einem Jahr."
    Clemm ist der Meinung, dass öffentlich viel mehr über Gewalt gegen Frauen und Gewalt in Familien gesprochen werden müsse. Im Podcast spricht sie auch darüber, was ihren Beruf so besonders macht: "Natürlich denke ich manchmal, als Anwältin in einem anderen Bereich hätte ich früher Feierabend und mehr Geld – aber das kann ich nicht und das, was ich mache, interessiert mich sehr", sagt Clemm. "Es gibt nicht besonders viele langweilige Tage in meinem Berufsleben."
    Über die Erfahrungen ihrer Mandantinnen hat Clemm daher vor Kurzem ein Buch geschrieben: Es heißt "AktenEinsicht – Geschichten von Gewalt gegen Frauen", ist im März im Kunstmann-Verlag erschienen und umfasst acht Geschichten von Vergewaltigungen, Mordversuchen und Morden, "die tatsächlichen Ereignissen nachempfunden sind, aber in dieser Form nicht stattgefunden haben“. Dort erklärt sie: Wann ist es Mord, wann Totschlag und was ist Heimtücke? Und wie groß dürften die Dunkelziffern der Fälle sein?


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    • 43 min
    Was braucht eine Schule, um gut durch die Corona-Zeit zu kommen, Markus Plietzsch?

    Was braucht eine Schule, um gut durch die Corona-Zeit zu kommen, Markus Plietzsch?

    "Wir wussten, dass wir vergleichsweise gut durch die Corona-Zeit kommen würden", sagt Markus Plitzsch im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Der 51-Jährige unterrichtet als Lehrer die Fächer Deutsch, Politik und Wirtschaft an der Richtsberg-Gesamtschule im hessischen Marburg. Er sagt: "Wir haben seit einem guten Jahrzehnt intensiv auf Digitalisierung hingearbeitet, angefangen mit einem selbstgebastelten W-LAN." Dass Plietzsch selbst Lehrer wurde, war für ihn dabei lange nicht abzusehen: "Ich habe das Gymnasium nach der 9. Klassen wegen Langeweile verlassen", erzählt er. Doch gerade das sei für seine Arbeit heute besonders wichtig. Als Gesamtschullehrer habe er daher den Anspruch, seinen Schülerinnen und Schülern zu helfen, ihren eigenen Weg zu finden, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zu entdecken, statt einfach ein fixes Curriculum durchzupauken. Doch vor zehn Jahren habe er gemerkt, dass er etwas ändern musste. Er habe daraufhin viel Zeit und Energie darauf verwendet, das pädagogische Konzept neu zu erfinden. Dazu hat Plietzschs Gesamtschule einerseits in Zusammenarbeit mit den Eltern und finanziert durch öffentliche Mittel den Unterricht komplett digitalisiert – und andererseits im Zuge eines Umbaus die Klassenzimmer abgeschafft. "Unser Grundgedanke war: Wie kann man Schule so verändern, dass Schüler kreativ arbeiten können?"

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    • 33 min

Customer Reviews

4.1 out of 5
266 Ratings

266 Ratings

eskimoak ,

Schöner Podcast

Xxx

bestsignnervt ,

Luft nach oben

Schade, dass die Folge mit Ginter so... schwach war. Weiß nicht ob’s an den Fragen lag oder an ihm selber, aber er kam als völlig uninteressanter, gestriegelter Vollprofi ohne Ecken und Kanten rüber. Da hätte man ihn ruhig mal mit spontanen, provokativen Fragen aus der Reserve locken können. Stattdessen: „kannst du dich auch selbst loben?“ *schnarch*

jcucufufufu ,

The new one was the first

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