47 Min.

K#365 Black Friday aus Sicht der Händler Kassenzone | CEO Interviews

    • Wirtschaft

Black Friday Realitäten aus Sicht von Händlern. In dieser Folge sprechen fünf Händler über ihre Sicht auf den Black Friday.

Manuel Siskowski, Gründer und Geschäftsführer vom Werkzeughersteller Wiesemann 1893 (https://wiesemann1893.com; mehr bei Kassenzone):

„Unsere Spaltäxte sind wie Klopapier“ – Manuel Siskowski berichtet von Lieferschwierigkeiten aufgrund von Rohstoffknappheit, die Aktionen wie den Black Friday erschweren. Dazu kommt, dass Werkzeuge weniger stark nachgefragt würden, als typischere Consumer-Produkte.

Monique Hoell, D2C-Unternehmerin (Ex-HelloBody CEO):

Für Monique Hoell ist der Black Friday ein Event, das längst an Magie verloren hat. Die Konkurrenz der Marken ist zu hoch, Kund:innen würden viel zu viel Werbung sehen in den Social Media und daher eher negative Gefühle zum Black Friday entwickeln. Auch interessant: Die meisten Kund:innen, die über die großen Preisnachlässe gewonnen werden, rentieren sich gar nicht oder kommen erst zum nächsten großen Rabatttag wieder. Das war vor drei oder vier Jahren aber noch anders.

Erik Reintjes, Co-Gründer und GF vom Farbenhersteller Miss Pompadour (https://www.misspompadour.de; mehr bei Kassenzone):
Miss Pompadour haben sich früh dagegen entschieden, beim Black Friday mitzumachen – und haben stattdessen den „Better Friday“ ins Leben gerufen: Es gibt 10 % Rabatt für Kund:innen und 10 % des Tagesumsatzes werden gespendet. Damit wird zwar auch ein künstlicher Kaufimpuls bewirkt, aber Miss Pompadour entgeht weniger Marge – wichtig für das gebootstrapte Unternehmen.

Michael Saitow, Gründer und CEO der Saitow AG, Betreiber der B2B-Reifenplattform Tyre24 (https://tyre24.alzura.com/de/de/; mehr bei Kassenzone):

Bei Tyre24 gibt es keinen Black Friday – „für den Bereich ist Beständigkeit wichtiger, als an einem Freitag im Jahr ein guter Preis“, so Saitow. Überhaupt liegt der Rabattkorridor bei 5 bis 20 %, wenn es etwa Aktionen zum Saisonwechsel gibt.

Philip Kehela, Geschäftsführer vom Möbel-Start-up MOKEBO (https://mokebo.de; mehr bei Kassenzone):

Mokebo vertreibt Möbel über einen eigenen Onlineshop aber zB auch auf Amazon und OTTO. Das Start-up nimmt 2021 erstmal am Black Friday teil. Zuvor hat das junge Unternehmen darauf geachtet, dass die Marke nicht durch Sales-Aktionen hochgezogen wird, was schlicht nicht nachhaltig wäre. Nun aber legt Mokebo richtig los, hat sich etwa mit seinen Partnern (Möbellieferanten) auf geteilte Margeneinbußen verständigt und erstmals eine umfangreiche Marketing-Kampagne gestartet, die vor allem Erfahrungswerte bringen soll. Vorher lag der Fokus auf der steten Optimierung des Angebots.

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Disclaimer: https://www.kassenzone.de/disclaimer/

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Black Friday Realitäten aus Sicht von Händlern. In dieser Folge sprechen fünf Händler über ihre Sicht auf den Black Friday.

Manuel Siskowski, Gründer und Geschäftsführer vom Werkzeughersteller Wiesemann 1893 (https://wiesemann1893.com; mehr bei Kassenzone):

„Unsere Spaltäxte sind wie Klopapier“ – Manuel Siskowski berichtet von Lieferschwierigkeiten aufgrund von Rohstoffknappheit, die Aktionen wie den Black Friday erschweren. Dazu kommt, dass Werkzeuge weniger stark nachgefragt würden, als typischere Consumer-Produkte.

Monique Hoell, D2C-Unternehmerin (Ex-HelloBody CEO):

Für Monique Hoell ist der Black Friday ein Event, das längst an Magie verloren hat. Die Konkurrenz der Marken ist zu hoch, Kund:innen würden viel zu viel Werbung sehen in den Social Media und daher eher negative Gefühle zum Black Friday entwickeln. Auch interessant: Die meisten Kund:innen, die über die großen Preisnachlässe gewonnen werden, rentieren sich gar nicht oder kommen erst zum nächsten großen Rabatttag wieder. Das war vor drei oder vier Jahren aber noch anders.

Erik Reintjes, Co-Gründer und GF vom Farbenhersteller Miss Pompadour (https://www.misspompadour.de; mehr bei Kassenzone):
Miss Pompadour haben sich früh dagegen entschieden, beim Black Friday mitzumachen – und haben stattdessen den „Better Friday“ ins Leben gerufen: Es gibt 10 % Rabatt für Kund:innen und 10 % des Tagesumsatzes werden gespendet. Damit wird zwar auch ein künstlicher Kaufimpuls bewirkt, aber Miss Pompadour entgeht weniger Marge – wichtig für das gebootstrapte Unternehmen.

Michael Saitow, Gründer und CEO der Saitow AG, Betreiber der B2B-Reifenplattform Tyre24 (https://tyre24.alzura.com/de/de/; mehr bei Kassenzone):

Bei Tyre24 gibt es keinen Black Friday – „für den Bereich ist Beständigkeit wichtiger, als an einem Freitag im Jahr ein guter Preis“, so Saitow. Überhaupt liegt der Rabattkorridor bei 5 bis 20 %, wenn es etwa Aktionen zum Saisonwechsel gibt.

Philip Kehela, Geschäftsführer vom Möbel-Start-up MOKEBO (https://mokebo.de; mehr bei Kassenzone):

Mokebo vertreibt Möbel über einen eigenen Onlineshop aber zB auch auf Amazon und OTTO. Das Start-up nimmt 2021 erstmal am Black Friday teil. Zuvor hat das junge Unternehmen darauf geachtet, dass die Marke nicht durch Sales-Aktionen hochgezogen wird, was schlicht nicht nachhaltig wäre. Nun aber legt Mokebo richtig los, hat sich etwa mit seinen Partnern (Möbellieferanten) auf geteilte Margeneinbußen verständigt und erstmals eine umfangreiche Marketing-Kampagne gestartet, die vor allem Erfahrungswerte bringen soll. Vorher lag der Fokus auf der steten Optimierung des Angebots.

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