Schon seit längerem werden sogenannte Psychedelika – etwa LSD, Psilocybin oder MDMA – mit Erfolg in der Psychotherapie eingesetzt. Bei Depressionen, Angststörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen bringen diese Wirkstoffe oft erstaunliche Linderung. Wie erste Studien zeigen, könnten sie auch im Bereich der Palliative Care für Menschen am Lebensende erheblichen Nutzen stiften, etwa indem sie die Angst vor dem Sterben mildern und uns einen neuen Blick auf die eigene Biographie finden lassen.
Sivan Schipper, Leitender Arzt Innere Medizin und Leiter Palliative Care am Spital Uster, erforscht das Potenzial von Psychedelika-assistierten Therapien am Lebensende. Wir sprechen mit ihm über Chancen und Risiken solcher Ansätze und fragen, welche Lücken sie in der palliativen Versorgung schliessen könnten. Das Gespräch führt Jean-Daniel Strub, Ethiker und Leiter des Instituts Neumünster in der Gesundheitswelt Zollikerberg.
- Zum Artikel «Psychedelika‐assistierte Therapie zur Behandlung von Angst, Depression und existenzieller Not bei Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheiten» (Schipper et al. 2024): https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD015383.pub2/full/de.
- Zum Artikel «Therapie auf Trip» aus dem Republik-Magazin (7.9.2024): https://www.republik.ch/2024/09/07/therapie-auf-trip.
- Zur Folge 4 des Morgen:Rapport über «Total Pain in der Palliativen Geriatrie»: https://open.spotify.com/episode/3Dhx4Gu5bb61W9n5HYs5Lr?si=1xbllBxZQzW4WqWHIPtxyg.
Informationen
- Sendung
- HäufigkeitZweiwöchentlich
- Veröffentlicht18. März 2025 um 21:31 UTC
- Länge36 Min.
- Folge23
- BewertungUnbedenklich
