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Sascha Lobo – Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE erscheint wöchentlich sonntags und befasst sich mit kontroversen Themen rund um Soziale Medien, Überwachungstechnologie, Digitalisierung, Internet und Social Media. Abonnieren Sie uns jetzt!

Sascha Lobo – Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE SPIEGEL ONLINE

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Sascha Lobo – Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE erscheint wöchentlich sonntags und befasst sich mit kontroversen Themen rund um Soziale Medien, Überwachungstechnologie, Digitalisierung, Internet und Social Media. Abonnieren Sie uns jetzt!

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Moorfuss ,

Gut aber zu langsam

Ich folge einer ganzen Reihe von Podcasts und es ist unmöglich alles zu hören, was mich interessiert. Insofern stört mich die überaus langsame Sprechweise von Herrn Lobo sehr. Habe jetzt festgestellt, dass der Podcast bei 1,5 facher Geschwindigkeit fast normal klingt. Das ist gleich viel besser

Ebor56 ,

Beleidugung des Intellekts

Habe mir die ersten 7 Minuten angehört, dann war es vorbei. Lobo macht genau dasselbe, was alle anderen Gesinnungswächter und -polizisten so gerne machen: Sie biegen sich die Fakten so zurecht, daß das Target in eine bestimmte Schablone eines Feindbildes paßt, um dann für dieses Feindbild die allseits bekannte Keule draufzuhauen.

Im konkreten Fall Kalbitz heißt es, er sei mit NPD-Funktionären nach Griechenland gefahren und in demselben Hotel untergebracht worden, und in dem Hotel sei eine Hakenkreuzfahne vom Balkon gehißt worden. Das BKA hat die 14 anderen (!) als Neonazis bezeichnet. Damit ist für Lobo bewiesen, Kalbitz ist (auch) ein Neonazi. Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen. Wobei eigentlich gar nicht klar wird, was genau denn das Vergehen ist.

Dazu wird mal wieder der Begriff "Nazi" benutzt, um jede Diskussion (im Selbstgespräch sowieso schwierig) zu unterbinden, was denn überhaupt ein Nazi sei, und warum man den bekämpfen müsse.

Das ist nicht nur dumm, das ist auch gefährlich, weil es in die Gesinnungsüberwachung führt. Allein wer Anlaß gibt zu dem Verdacht, ein "Nazi" (unter welcher Definition ist für Lobo beliebig) zu sein, wird als solcher abgestempelt und ist automatisch persona-non-grata, und im weiteren vogelfrei. Jede seiner Äußerungen ist dann indiskutabel, nicht wegen dessen, was er sagt, sondern weil er es ist, der es sagt. Bei Politikern ist das ein Todesurteil in unserer ach-so aufgeklärten demokratischen Gesellschaft, bei kleinen Leuten ist es die Straftat der "Hetze" (siehe #Hessengegenhetze, da wird die Legitimation der Gesinnungspolizei schon vorbereitet).

Ein Mensch ist dann - und nur dann - zu ächten, wenn er sein "Nazi-sein" dadurch äußert, daß er sich gegen die Verfassung stellt. Dann ist er extrem, und steht außerhalb der demokratischen Ordnung. Das ist aber nicht für "Nazis" ein Alleinstellungsmerkmal. Das hat er mit linken und islamistischen und sonstigen Extremisten gemein.

Sicher war Kalbitz damals auch dumm, dabeizusein. Aber er hat nie bestritten, nach Griechenland gefahren und in dem Hotel übernachtet zu haben. Das alleine macht ihn nicht zum Verfassungsfeind. Er hat sogar Reue geäußert. Er hat auch - unwiderlegt - behauptet, die Flagge sei nicht in seinem Beisein, mit seinem Wissen und schon gar nicht in seinem Zimmer gehißt worden.

Ich weiß nicht, ob er ein Nazi ist, oder war, oder sein wird. Das ist für mich aber auch zweitrangig. Das ist wie mit den "Begrapschervorwürfen" von vor 30 Jahren bei Kevin Spacey (mittlerweile alle fallengelassen, worauf es aber nicht ankommt).

Das, was er heute, als Politiker der AfD, von sich gibt, ist in meinen Augen manchmal nicht besonders intelligent, manchmal genau meine Meinung, und manchmal auch nicht meine Meinung. Das trifft auf so gut wie jeden Politiker zu. Selbst ein Habeck, eine Baerbock (so schwer zuzugeben mir das fällt), ein Lindner, ein Gysi, ja selbst eine Merkel, alle sagen manchmal Dinge, die ich gut finde, und manchmal (bei den genannten leider zu oft) greife ich mir nur noch an den Schädel und stelle erneut fest: die Dummheit regiert.

Was ich damit sagen will: Kalbitz mag dumm gehandelt und andere Fehler begangen haben, meinetwegen auch dumm sein. Es ist aber nicht erkennbar rechtsextrem. Er vertritt keine rechtsextremen Standpunkte. Er verweigert der Verfassung und ihren Prinzipien nicht erkennbar die Gefolgschaft. Er will erkennbar unser politisches System, wie in der Verfassung vorgesehen, nicht abschaffen. Er ist auch kein Straftäter, insbesondere kein Volksverhetzer (das - und nur das - ist nämlich strafbare "Hetze").

Und nun frage ich mich, ob es einer demokratisch verfaßten Gesellschaft mit allen unseren Freiheiten würdig ist, Menschen, die sich nicht außerhalb der Verfassung stellen, mit vollkommen undefinierten Begriffen wie "Nazi", "Rassist", und "Hetze" für ihre angebliche Gesinnung zu ächten. Stattdessen sollten die lieben Linken und Grünen und Roten und Schwarzen und Gelben doch einmal versuchen, in der Sache Herrn Kalbitz und die AfD zu widerlegen. Das können sie nicht. Das wissen sie. Deshalb sind sie so geil (im wahrsten Sinne des Wortes) darauf, die Nazikeule zu schwingen - mehr haben sie ja nicht.

Daß Lobo das verteidigt, ist eine Beleidigung seines eigenen Intellekts und dessen seiner Hörer.

cheng-fu ,

Name der GästInnen wäre super

Lieber Sascha, ich liebe diesen Podcast. In den Anmerkungen wird die Musik erwähnt, das ist toll, und ich hätte gerne noch den Namen der GesprächspartnerInnen erwähnt.... Danke sehr.

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