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Warum sind Sie gegen staatliche Verlagsförderung, Frau Bublitz? literaturcafe.de - Bücher, Autoren, Schreiben und Lesen

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Siv Bublitz findet es wichtig, dass Verlage von staatlichen Mitteln unabhängig sind. Bücher unterschieden sich von anderen Handelswaren, dass sie gleichzeitig Wirtschafts- und Kulturgut seien. Beides müsse miteinander in Einklang gebracht werden. Ansonsten bestehe die Gefahr einer politischen oder anders gearteten Abhängigkeit. Zwar sehe sie derzeit keine Probleme, doch die Geschichte habe gezeigt, dass politische Systeme nicht immer so bleiben, wie sie sind. Wo Unabhängigkeit möglich sei, solle sie erhalten bleiben. Gleichzeitig ist sich Siv Bublitz natürlich darüber bewusste, dass ein Verlag natürlich auch indirekt von einer Autorenförderung profitiert, wie sie beispielsweise der Deutsche Literaturfonds betreibt.

Natürlich muss Siv Bublitz auch die Frage gestellt werden, wie unabhängig ein Verlag wie S. Fischer ist, der zum Holtzbrinck-Konzern gehört.

Die S. Fischer Verlage, so berichtete es Siv Bublitz auf dem Podium der Diskussionsrunde »Die Sache mit dem Geld« und im Podcast, veröffentlichen nur noch 300 statt vormals 500 Bücher im Jahr. Die gleichgebliebene Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern könne sich so intensiver um diese Titel kümmern, der Umsatz sei tatsächlich gleich geblieben.

Im Podcast-Gespräch erläutert die verlegerische Geschäftsführerin, worin ihrer Ansicht nach die beiden zentralen Aufgaben eines Verlags bestehen: das sei zum einen das Kuratieren eines interessanten und relevanten Programms. Die zweite große Aufgabe sei es, diese Bücher sichtbar zu machen. Das sei ganz etwas anders, als Bücher nur zu drucken. Bei insgesamt 70.000 Titeln im Jahr und einem großen medialen Rauschen, das sich nicht nur auf Bücher konzentriere, sei es besser, die bestehenden Kräfte auf weniger Bücher zu konzentrieren. Aber steigt so nicht auch der Erfolgsdruck?

Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

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Siv Bublitz findet es wichtig, dass Verlage von staatlichen Mitteln unabhängig sind. Bücher unterschieden sich von anderen Handelswaren, dass sie gleichzeitig Wirtschafts- und Kulturgut seien. Beides müsse miteinander in Einklang gebracht werden. Ansonsten bestehe die Gefahr einer politischen oder anders gearteten Abhängigkeit. Zwar sehe sie derzeit keine Probleme, doch die Geschichte habe gezeigt, dass politische Systeme nicht immer so bleiben, wie sie sind. Wo Unabhängigkeit möglich sei, solle sie erhalten bleiben. Gleichzeitig ist sich Siv Bublitz natürlich darüber bewusste, dass ein Verlag natürlich auch indirekt von einer Autorenförderung profitiert, wie sie beispielsweise der Deutsche Literaturfonds betreibt.

Natürlich muss Siv Bublitz auch die Frage gestellt werden, wie unabhängig ein Verlag wie S. Fischer ist, der zum Holtzbrinck-Konzern gehört.

Die S. Fischer Verlage, so berichtete es Siv Bublitz auf dem Podium der Diskussionsrunde »Die Sache mit dem Geld« und im Podcast, veröffentlichen nur noch 300 statt vormals 500 Bücher im Jahr. Die gleichgebliebene Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern könne sich so intensiver um diese Titel kümmern, der Umsatz sei tatsächlich gleich geblieben.

Im Podcast-Gespräch erläutert die verlegerische Geschäftsführerin, worin ihrer Ansicht nach die beiden zentralen Aufgaben eines Verlags bestehen: das sei zum einen das Kuratieren eines interessanten und relevanten Programms. Die zweite große Aufgabe sei es, diese Bücher sichtbar zu machen. Das sei ganz etwas anders, als Bücher nur zu drucken. Bei insgesamt 70.000 Titeln im Jahr und einem großen medialen Rauschen, das sich nicht nur auf Bücher konzentriere, sei es besser, die bestehenden Kräfte auf weniger Bücher zu konzentrieren. Aber steigt so nicht auch der Erfolgsdruck?

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