128 Folgen

Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, wollen ab jetzt wöchentlich über Geld sprechen. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge.

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Wohlstand für Alle Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt

    • Wirtschaft
    • 4,7 • 480 Bewertungen

Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, wollen ab jetzt wöchentlich über Geld sprechen. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge.

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    Ep. 103: Ist eine Welt ohne Wachstum möglich?

    Ep. 103: Ist eine Welt ohne Wachstum möglich?

    Die neusten extremen Wetterereignisse haben noch einmal verdeutlicht, wie wichtig der Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel ist. Lange Zeit agierte die Politik zu zögerlich und viele Bürger ignorierten die Gefahren. Zugleich aber gibt es mit den Postwachstums- bzw. Degrowth-Anhängern eine Strömung aus Denkern und Aktivisten, die ein anderes Wirtschaften einfordert. Die Rede ist häufig von Überkonsum und Überflussgesellschaft, gefordert wird eine Abkehr vom Wirtschaftswachstum, auch wird das Bruttoinlandsprodukt als Maßstab für wirtschaftlichen Erfolg kritisiert.
    Können wir uns tatsächlich vom #Wirtschaftswachstum lösen? Und wäre es überhaupt wünschenswert? Der Ökonom Branko #Milanović meldet erhebliche Zweifel an, seine These: Die Welt ist einfach zu arm, um jetzt vom Wachstum abzulassen.
    Auf den ersten Blick scheint das wenig einleuchtend zu sein. Sofort haben wir Bilder vor Augen von Superreichen, die mit Privatjets zum Shoppen nach New York fliegen, oder wir denken an die luxuriösen Kreuzfahrtschiffe, die immer beliebter werden und große Umweltschäden anrichten. Das aber sind eher spezielle Auswüchse, konzentriert man sich auf das Alltägliche, auf die europäischen Bürger mit einem mittleren #Einkommen und setzt dieses in Beziehungen zum globalen Medianeinkommen, sieht die Welt plötzlich anders aus. Eine Politik des radikalen Verzichts würde uns alle hart treffen.
    In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Grenzen des Wachstums und über die Grenzen der Wachstumskritik.

    Literatur:

    Karl Marx: Das Kapital, Bd. 1, MEW 23, Dietz.

    Branko Milanović: "Die Degrowth-Illusion", in: Makronom, online verfügbar unter: https://makronom.de/die-degrowth-illusion-24137

    Branko Milanović: "Die Degrowth-Illusion, Teil II", in: Makronom, online verfügbar unter: https://makronom.de/die-degrowth-illusion-2-24156

    Branko Milanović: Die ungleiche Welt. Migration, das Eine Prozent und die Zukunft der Mittelschicht, Suhrkamp.

    Leigh Philips: Austerity Ecology & the Collapse-Porn Addicts: A Defence of Growth, Progress, Industry and Stuff, Zero Books.

    Leigh Phillips: "Postwachstum als Illusion", in: Le Monde diplomatique, online verfügbar unter: https://monde-diplomatique.de/artikel/!5735453

    Matthias Schmelzer/Andrea Vetter: Degrowth/Postwachstum zur Einführung, Junius.

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    • 28 Min.
    Literatur #7: James Krüss - Timm Thaler oder das verkaufte Lachen

    Literatur #7: James Krüss - Timm Thaler oder das verkaufte Lachen

    1962 erschien der Roman „Timm Thaler oder: Das verkaufte Lachen“. Für James Krüss war es der Durchbruch. Weihnachten 1979 veröffentlichte das ZDF eine gleichnamige Mini-Serie mit Thomas Ohrner in der Titelrolle, die bis heute Kultstatus genießt.
    Sowohl das Buch als auch der Film erzählen nicht bloß von einem Jungen, der durch einen tragischen Unfall plötzlich sehr allein in der Welt ist und einen Pakt mit dem Teufel eingeht, sondern beide Werke handeln auch vom Kapitalismus. Allegorisch werden Profitmechanismen offengelegt sowie die Kapitalkonzentration und die Tendenz zum Monopolkapitalismus beschrieben.
    „Timm Thaler“ ist dabei, anders als etwa Roald Dahls Kinderbuch „Charlie und die Schokoladenfabrik“, dezidiert kapitalismuskritisch angelegt und redlich bemüht, die Komplexität des Wirtschaftssystems verständlich zu machen. James Krüss hatte für seine Geschichte ein berühmtes Vorbild, dessen Lektüre ebenfalls lohnenswert ist: „Peter Schlehmils wundersame Geschichte“ von Adelbert von Chamisso. Im Mittelpunkt des Kunstmärchens steht ein junger Mann, der seinen Schatten an einen Fremden verkauft und somit zum Ausgestoßenen wird. Auch Chamissos Werk zeugt bereits von einer frühen Globalisierung, wenngleich wir heute alle Sieben-Meilen-Stiefel zu tragen scheinen.
    In „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Bücher von Krüss und Chamisso.

    Literatur:

    James Krüss: Timm Thaler oder das verkaufte Lachen, Ravensburger.

    Adelbert von Chamisso: Peter Schlehmihls wundersame Geschichte, Reclam.

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    • 51 Min.
    Ep. 102: Wahl 2021 - Das FDP-Programm

    Ep. 102: Wahl 2021 - Das FDP-Programm

    Die FDP unter der Führung von Christian Lindner legt ein Wahlprogramm vor, dass, nun ja, eine eigenartige Interpretation der Wirklichkeit ist. Während die Ungleichheit wächst, Unternehmen steuerlich in den vergangenen 20 Jahren sukzessive entlastet wurden und auch Kapitalerträge niedriger versteuert werden müssen als der Lohn, versprechen die Liberalen den Reichen noch weitere Steuererleichterungen. Genug ist nicht genug. Wie immer bei der FDP geht es nicht darum, Steuern progressiv zu gestalten, sondern man orientiert sich an dem Matthäus-Prinzip: Wer hat, dem wird gegeben.
    Da wundert es schon sehr, wenn Parteichef Lindner in einem Interview beklagt, dass Kinder von Hartz-IV-Empfängern bei einem Nebenverdienst 80 Prozent des Einkommens weggesteuert bekommen. Zeigt sich die FDP in ihrem Programm nun von ihrer sozialen Seite? Keineswegs. Selbst eine globale Mindeststeuer für Unternehmen unterstützt man eigentlich nur, um in Deutschland Steuern zu senken. Wenige Reförmchen im Sozialen finden sich im Programm, sonst aber sollen diejenigen, die wenig haben, auch weiterhin nicht mehr bekommen. Stattdessen will man innovativ sein, was die Technologien anbelangt: Selbst von Hyperloops und von Flugtaxen für strukturschwache Regionen ist die Rede. Kurzum: Es darf gelacht werden.
    Mehr zum FDP-Wahlprogramm von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur:

    ZEW: "Wer könnte von welcher Regierungsbeteiligung profitieren", online verfügbar unter: https://www.zew.de/presse/pressearchiv/wer-koennte-von-welcher-regierungsbeteiligung-profitieren-aktualisiert

    FDP: Wahlprogramm, online verfügbar unter:
    https://www.fdp.de/sites/default/files/2021-06/FDP_Programm_Bundestagswahl2021_1.pdf

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    • 33 Min.
    Ep. 101: Rauf mit der Erbschaftssteuer!

    Ep. 101: Rauf mit der Erbschaftssteuer!

    Reichtum wird immer mehr vererbt und immer weniger erarbeitet. Die Ungleichheit wächst, wir nähern uns allmählich wieder feudalen Zeiten. Dies verrät ein Blick auf die vergangenen 200 Jahre.
    Der Ökonom Thomas Piketty hat in seinem Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ für Frankreich eine detaillierte Analyse vorgelegt und warnt vor einer Gesellschaft der Erben, in der jene, die arbeiten müssen und auf kein Erbe hoffen können, immer seltener die Möglichkeit haben, ein nennenswertes Vermögen aufzubauen. Die Vergangenheit, lautet Pikettys alarmierende Diagnose, frisst die Zukunft.
    Trotz solcher Befunde lehnen viele eine höhere Besteuerung von Erbschaften ab. Gewarnt wird vor Kapitalflucht und der Aufkündigung des familiären Zusammenhalts, dabei hat das Prinzip Erbschaft wenig mit einer Leistungsgesellschaft oder dem Wettbewerbsgedanken zu tun. Eigentlich müssten auch liberale Ökonomen und Politiker für eine angemessene Erbschaftsteuer sein, um die soziale Mobilität zu gewährleisten.
    In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über das Thema Erbschaft und machen einen Vorschlag für eine gerechtere Vermögensverteilung.

    Literatur:

    Stefan Bach: "Erbschaftsteuer. Firmenprivilegien begrenzen, Steuerbelastungen strecken", online verfügbar unter: https://www.diw.de/de/diw_01.c.496900.de/publikationen/wochenberichte/2015_07_1/erbschaftsteuer__firmenprivilegien_begrenzen__steuerbelastungen_strecken.html

    Julia Friedrichs: Wir Erben. Was Geld mit Menschen macht, Piper Verlag.

    Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert, C.H. Beck.

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    • 32 Min.
    Q&A: Eure Fragen, unsere Antworten!

    Q&A: Eure Fragen, unsere Antworten!

    100 Folgen "Wohlstand für Alle" – das ist ein Grund zum Feiern! Daher haben wir uns Zeit genommen, eure Fragen zu beantworten. Vielen Dank für die rege Teilnahme im YouTube-Live-Chat und in den Kommentaren!

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    • 2 Std 4 Min.
    Ep. 100: Wahl 2021 - Das AfD-Programm

    Ep. 100: Wahl 2021 - Das AfD-Programm

    „Deutschland, aber normal“ – so lautet das Versprechen der AfD für die Bundestagswahl 2021. Schaut man sich jedoch das Wahlprogramm genauer an, bemerkt man eine – gelinde gesagt – recht eigenwillige Interpretation von Normalität.
    Lassen wir, wie es sich für einen Wirtschaftspodcast gehört, mal alle identitätspolitischen Themen des Programms beiseite, und konzentrieren wir uns ganz auf die wirtschaftlichen Felder: Schnell stellt sich heraus, wirtschaftspolitisch wäre eine Umsetzung dieses Programms ein Fiasko für den Wirtschaftsstandort Deutschland, den Weidel und Co. zu retten vorgeben. Die Abschottungspolitik würde den Fachkräftemangel sowie das demographische Problem verschärfen, das Kapital würde noch stärker von Unten nach Oben verteilt werden, außerdem könnten Familien dem Sozialstaat leise Servus sagen, denn dieser wird als Reproduktionsverhinderer dargestellt.
    Das Hauptfeindbild aber ist und bleibt die EU. Als Anti-Euro-Partei begann der aufhaltsame Aufstieg der AfD, diese Tradition belebt man jetzt wieder, um gegen Green Deal und EZB mobil zu machen. Dass angesichts der aktuellen Krise die EU-Mitgliedstaaten solidarischer als bei der Finanzkrise 2008 miteinander umgehen, stört die Rechten ebenso wie das Schwinden der Vormachtstellung der deutschen Industrie. Das ist nicht verwunderlich, ein wenig überraschend ist jedoch dann schon, wie groß die ökonomische Ahnungslosigkeit bei der AfD ist.
    Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur:

    AfD: Wahlprogramm 2021, online verfügbar unter:
    https://cdn.afd.tools/wp-content/uploads/sites/111/2021/06/20210611_AfD_Programm_2021.pdf

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    • 33 Min.

Kundenrezensionen

4,7 von 5
480 Bewertungen

480 Bewertungen

England@2013 ,

Sarkasmus, Ironie und das passende Mindset

Toller Podcast. Toller Inhalt.
Der Frank Thelen hate veranlasste mich diesen Kommentar zu verfassen. Find ich super.

Aber wehrte Herren. Sie müssten ein wenig an der sarkastischen/ironischen bzw. der stimmlichen Inszenierung arbeiten. Ironie und Sarkasmus haben sich vom regulären Tonfall im besonderen Maße hervorzuheben.

Saludos desde Argentina a los compañeros „camino del lobo“ y „olé“!

Neven.Sca ,

Hunger für alle

Man kann sich diesen Podcast als eine Art advocatus diaboli zum System „Kapitalismus“ anhören, jedoch merkt man schnell, dass dort viel heiße und linke Luft in den Argumenten der beiden Hosts ist.
Für Anfänger, die nach Wohlstand für alle suchen, ist dieser Podcast nicht geeignet, da solch eine Einstellung eher zu Armut und Hunger führt.
Es werden bewusst (oder unbewusst) Fakten verdreht und falsch dargestellt, so dass es so aussieht, als ob der freie Markt schlechter ist, als ein Markt mit staatlicher Einmischung.
Aus der Realität kennen wir das Gegenteil und ich hoffe, dass zukünftig die Erzählung in den Podcast mehr der Realität gleichen werden.

Fiona Calisti ,

Sexistisch

Und Überheblich trotz Halbwissen.

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