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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.

 

Ratgeber Schweizer Radio und Fernsehen

    • Society & Culture

Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.

 

    Krautfäule breitet sich aus – was tun?

    Krautfäule breitet sich aus – was tun?

    Krautfäule (Phytophthora infestans) ist eine Pilzerkrankung, welche grosse Schäden bei Frühkartoffeln und Tomatenpflanzen anrichtet, etwas weniger Schaden nehmen Peperoni und Auberginen. Krautfäule breitet sich bei Regenwetter und hoher Luftfeuchtigkeit sehr schnell aus. 

    Tomatenpflanzen, welche vor Regen geschützt sind, werden infolge der hohen Luftfeuchtigkeit auch befallen. Schnelles Handeln ist wichtig, denn die befallenen Früchte sind ungeniessbar und die ganze Pflanze stirbt rasch ab.


    Schadbild an Tomatenpflanzen:

    Zuerst graugrüne, dann braune Flecken an den Spitzen älterer Blätter, braune Flecken an den Stängeln und zuletzt braune, eingesunkene Stellen an den Tomatenfrüchten.


    Was tun?

    * Täglich kontrollieren und bei trockenem Wetter die befallenen Blätter und Stängel abschneiden, im Plastiksack sammeln und entsorgen. Danach Hände und Gartenschere desinfizieren.
    * Biologische Pflanzenschutzmittel mit Kupfer (Vorsicht: Kupfer reichert sich im Boden an) wirken nur zu Beginn eines Ausbruchs, bevor der Krankheitsdruck zu gross ist.


    Vorbeugend:

    * Zurückhaltend mit Stickstoff düngen um einen blattreichen, mastigen Bestand zu vermeiden.
    * Lockerer Bestand mit nur zwei Tomatenpflanzen pro m2, damit die Blätter rasch abtrocknen.
    * Widerstandsfähige Sorten anbauen (z.B. Primabella, Resi, Golden Currant, Rote Murmel, De Berao).

    • 5 min
    Sicherheit beim Stand Up Paddeln

    Sicherheit beim Stand Up Paddeln

    Sie sind von Seen und Flüssen im Sommer kaum mehr wegzudenken, die vielen Stand Up Paddlerinnen und Paddler. Auch wenn das Paddeln sehr einfach sein soll, ein Einführungskurs lohnt sich allemal, sagt Marc Kipfer von der Beratungsstelle für Unfallverhütung. 

    Wind, Wetter und die richtige Ausrüstung sind vor dem Paddelvergnügen sorgfältig abzuklären und bereit zu legen.

    Wind und Wetter

    Gerade der Wind wird von vielen Paddlern unterschätzt. Schnell ist man rausgepaddelt. Aber wie kommt man wieder rein? Deshalb vorher unbedingt die Windverhältnisse studieren und Route entsprechend auswählen. Klar gehören auch entsprechende Kleidung, allenfalls sogar ein Neoprenanzug zur Ausrüstung. Auch wenn es sommerlich warm ist, fällt man aufgeheizt in den kalten See, kann es gefährlich werden.

    Busse

    Obligatorisch ist: Eine Rettungsweste oder eine Schwimmhilfe mit mindestens 50 N Auftrieb. Am besten lässt man sich im Fachgeschäft beraten. Ist man ohne Rettungsweste unterwegs, kann man nach der Binnenschiffahrtsverordnung gebüsst werden. Auch obligatorisch: Das Brett muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer versehen sein. Verliert man das Brett unbedingt die Polizei unter Nr. 117 informieren. Andernfalls provoziert man eine Suchaktion der Gewässerpolizei.

    Im Fluss nie mit Leash, also Paddling-Leine

    Paddelt man auf dem See, kann man sich das Brett mit der sogenannten Leash, der Paddling-Leine ans Fussgelenk binden. Das ist bei einem Paddelvergnügen auf dem Fluss zu gefährlich. Leicht kann man mit der Leash irgendwo hängen bleiben.

    • 5 min
    Verträge Quittungen & Co: Wie lange muss man sie aufbewahren?

    Verträge Quittungen & Co: Wie lange muss man sie aufbewahren?

    Von Zeit zu Zeit sollte man es tun: Das Büro ausmisten. Und dann kann die eine oder andere Unsicherheit auftreten: Kann man 20 Jahre alte Steuerunterlagen oder Verträge wirklich wegwerfen? Und die Quittung für das teure Collier? Massgebend ist die jeweilige Verjährungsfrist.

    Ist ein Vertrag oder ein Beleg verjährt, kann der Gläubiger keine Forderung mehr stellen. Es besteht also keine Gefahr mehr, dass man zum Beispiel eine früherer Zahlung belegen muss, und die entsprechenden Dokumente können getrost entsorgt werden.

    Je nach Dokument sind die Verjährungsfristen unterschiedlich. Hier ein paar Beispiele:


    Kaufbelege / Quittungen:

    * Bei Geräten mit Garantieanspruch sollte die Quittung mindestens während der Garantiezeit (meistens 2 Jahre) aufbewahrt werden, um bei Mängeln problemlos reklamieren zu können.
    * Wer auf Nummer sicher gehen will, behält gewisse Belege fünf Jahre. Denn die meisten Rechnungen (für Geräte, Möbel, Abos, Versicherungen, Arztrechnungen, Kleider, Lebensmittel etc.) verfallen erst nach dieser Zeit.
    * Das heisst jetzt aber nicht, dass jede kleinste Bezahlung dokumentiert und aufbewahrt werden muss. Schliesslich bezahlen wir heute häufig mit Bankkarte oder Handy und die Transaktionen erscheinen auf dem Bankauszug. Das genügt als Beleg für eine getätigte Zahlung.
    * Man kann sich daher getrost auf Quittungen für teurere Anschaffungen, die man bar bezahlt hat, beschränken.


    Bankbelege:

    * Da viele Kaufverträge eine Verjährungsfrist von fünf Jahren haben, macht es Sinn, Kontoauszüge, Zahlungsbelege und Kreditkartenabrechnungen so lange aufzubewahren.
    * Zu Not kann man auch bei der Bank einen Auszug nachfordern. Je nach Aufwand für die Bank können hier aber Kosten anfallen.


    Verträge:

    * Kaufverträge: Siehe oben (Kaufbelege / Quittungen)
    * Versicherungsverträge: Hier gilt eine Verjährungsfrist von zwei Jahren, ab dem Zeitpunkt der Auflösung des Vertrages. Ab diesem Moment können keine Anträge oder Forderungen mehr gestellt werden.
    * Mietverträge: Mietverträge verlieren ihre Gültigkeit, sobald der Vermieter das Mietdepot zurückbezahlt hat. Ab diesem Zeitpunkt sind alle Ansprüche erloschen.
    * Wohneigentum: Sämtliche Dokumente rund um die eigene Immobilie sollte man nach dem Verkauf noch zehn Jahre aufbewahren.


    Steuerunterlagen:

    * Es wird empfohlen, Steuererklärungen mit Beilagen und Steuerbescheide 15 Jahre aufzubewahren.
    * Dies, weil die Steuerverwaltung innerhalb dieser Frist allenfalls Nachsteuerverfahren einleiten kann.


    Und gewisse Dokumente sollte man gar nie entsorgen

    Zum Beispiel:

    * Quittungen für wertvolle Anschaffungen (Schmuck, teures Velo etc). Solche Kaufbelege können wichtig werden, wenn man zum Beispiel bei einem Diebstahl der Hausratversicherung beweisen muss, dass man wirklich im Besitz dieses Gegenstandes war.
    * Geburtsurkunde
    * Familienbüchlein
    * Erbvorbezüge
    * Kontostand zum Zeitpunkt der Heirat
    * Dokumente für teure Anschaffungen oder Erbschaften während der Ehe

    • 4 min
    Smartphone: Was bringt ein Neustart?

    Smartphone: Was bringt ein Neustart?

    Wenn das Smartphone lahmt oder abstürzt, versuchen viele BenutzerInnen das Problem mit einem Neustart zu beheben. In welchen Fällen ist das sinnvoll und was passiert bei einem sogenannten «Soft Reset» überhaupt? Sollte man das Smartphone gar regelmässig neu starten?

    Im Unterschied zu einem Windows-Rechner zwingt uns ein Smartphone höchstens nach einem Update des Betriebssystems zu einem Neustart.

    Das Gerät manuell neu zu starten, kann etwas bringen bei einem offensichtlichen Fehlverhalten. Wenn der Bildschirm auf Eingaben nicht reagiert oder mobile Daten zwar funktioniere, man aber nicht telefonieren kann.

    Beim Neustart werden alle Dienste und Services neu gestartet, Funkverbindungen etwa.

    In seltenen Fällen kann ein Smartphone komplett abstürzen, so dass nicht einmal mehr der Ausschaltknopf reagiert, ein Neustart also nicht möglich ist.
    In diesem Fall helfen Tastenkombinationen (wer sie für sein Gerät finden will, am besten googeln nach «Soft Reset + Gerätemodell + Hersteller»):

    * iPhone: Lautertaste kurz drücken, loslassen, dann die Leiser-Taste kurz drücken, dann den Einschaltknopf gedrückt halten
    * Samsung: Einschaltknopf und die Leiser-Taste etwa zehn Sekunden gleichzeitig drücken
    * Huawei: Die Ein/Aus-Taste mindestens zehn Sekunden drücken

    Wichtig: Falls das Telefon fragt, ob es einen «Soft Reset» machen soll oder einen «Hard Reset»: «Soft Reset» wählen.
    Ein «Hard Reset» löscht alles, das Handy wird auf Werkeinstellungen zurückgesetzt. Das macht nur Sinn vor einem Verkauf des Geräts.

    Ein Neustart bringt nichts, um das Smartphone zu «beschleunigen» unter der Annahme, dass so Programme, die im Hintergrund «bremsen», dies nicht mehr tun.
    Zwar werden im Hintergrund aktive Apps durch den Neustart beendet - nach dem Hochfahren starten diese aber wieder.
    Apps wie WhatsApp oder Facebook müssen automatisch im Hintergrund laufen, sonst würde man neue Nachrichten nicht sehen, die eintreffen.

    • 4 min
    Vorsorgeuntersuchungen: Cholesterin

    Vorsorgeuntersuchungen: Cholesterin

    Die Untersuchung des Cholesterins, des Blutfettes, ist ab 40 Jahren angezeigt. Das macht aber nur Sinn, wenn der Patient oder die Patientin auch bereit ist, etwas zu ändern, sofern das Cholesterin zu hoch ist. Das sagt die Hausärztin Monika Reber aus Langnau im Emmental.

    Wer keine Risikofaktoren hat, sich gesund fühlt und erblich nicht vorbelastet ist, wenn es ums Bluttfett, also um das Cholesterin geht, der braucht diesen speziellen Blutwert nicht extra bestimmen lassen, sagt die Hausärtzin Monika Reber.

    Erbliche Vorbelastung und Vorerkrankungen

    Wer allerdings ein hohes Cholesterin in der Familie hat, vielleicht schon mal einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hatte, tut gut daran, ab 40 Jahren mal das Cholesterin bestimmen zu lassen. 

    Risikofaktoren

    Wie immer: Wer sich wenig bewegt, womöglich noch ein paar Kilos zu viel mit sich herumschleppt, sollte ebenfalls mal das Cholesterin im Blut bestimmen lassen.

    • 4 min
    Erdbeerpflanzen: Jetzt pflegen für die nächste Ernte

    Erdbeerpflanzen: Jetzt pflegen für die nächste Ernte

    Nach der Ernte ist vor der Ernte! Erdbeerpflanzen, die einmal jährlich Früchte tragen, stehen in der Regel zwei bis drei Jahre im selben Gartenbeet. Es lohnt sich, sie jetzt zu pflegen und fit zu machen für die nächste Ernte.

    Nach der Ernte werden alle alten und z.B. von Hagel geschädigten Blätter weggeschnitten, damit keine Krankheiten und Schädlinge von den alten Blättern auf die nachfolgenden, jungen Blätter wandern können.

    Die Erde wird rundherum oberflächlich gelockert und die Erdbeeren mit Beerendünger gedüngt. Beerendünger sorgt für eine ausgeglichene Nährstoffversorgung und die Pflanzen überwintern ohne Kälteschaden. Kuhgülle eignet sich nicht, da diese zu viel schnellwirkenden Stickstoff enthält und die Blätter zu schnell zu gross werden, dadurch gibt es mehr Kälteschaden im Winter und es folgt im Frühsommer eine Ernte von zu kleinen Erdbeeren.

    Einmaltragende Erdbeeren werden von Mitte Juli bis Mitte August gesetzt und zwei Wochen nach der Pflanzung mit Beerendünger versorgt.

    • 5 min

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