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Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte.
Mit Dank an Andreas Hildebrandt und Anne Schott.

Auf den Tag genau Jan Fusek, Fabian Goppelsröder und Robert Sollich

    • Cultura y sociedad

Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte.
Mit Dank an Andreas Hildebrandt und Anne Schott.

    Wie stoppt man die Verbreitung der Grippe?

    Wie stoppt man die Verbreitung der Grippe?

    Pandemien hat es bekanntlich immer schon gegeben. Zu den schwersten diesbezüglichen Geißeln zählte im 20. Jahrhundert die sogenannte Spanische Grippe, die in den Jahren 1918 bis 1920 in mehreren Wellen um den Globus ging und mit ihren mindestens 25 Millionen Opfern wohl allein mehr Tote forderte als der Erste Weltkrieg. Im Gegensatz zu heute wurden seinerzeit zumindest in Deutschland und Europa indes erstaunlich wenig epidemologische Schutzmaßnahmen ergriffen; das öffentliche soziale und kulturelle Leben pulsierte fast ungebremst weiter. Auf nachgerade skurrile Weise vertraut nehmen sich hingegen die medizinischen Ratschläge gegen eine weitere Verbreitung aus, die die Kliniker seinerzeit aussprachen und die der Vorwärts in seiner Ausgabe vom 10. April 1920 wie folgt zusammenfasst.
    Es liest Paula Leu.

    • 6 min
    Durch Berlins Kanalisation

    Durch Berlins Kanalisation

    Die Berliner Unterwelt, im übertragenen Sinne, hat ihren festen Platz in der Erinnerungskultur an die 20er Jahre. Ein Autor der Morgenpost widmet sich am 9. April 1920 aber der tatsächlichen Unterwelt Berlins, wie er sie dutzende Meter unterhalb der Großstadt vorfindet. Für ihn sind die Kanäle, Leitungen und Tunnel, nun wieder im übertragenen Sinne, die Verdauungsorgane Berlins.
    Gelesen von Frank Riede.

    • 7 min
    Frankfurter Zusammenstöße

    Frankfurter Zusammenstöße

    Der sogenannte Kapp-Putsch vom 13. März 1920 galt zwar spätestens mit der Beendigung des Generalsstreiks am 23. März als abgewehrt. Die von ihm ausgelösten Erschütterungen zogen allerdings immer noch weite Kreise. Nach wie vor tobten Anfang April vor allem im Ruhrgebiet Kämpfe zwischen aufständischen Arbeitern und der Reichswehr - was wiederum die französische Politik auf den Plan rief, die durch die damit verbundenen deutschen Truppenbewegungen in Grenznähe wesentliche Paragraphen des Versailler Friedensvertrags verletzt wähnte. Unmittelbare Folge war ein Vorstoß französischer Armeeverbände über den Rhein, der in einer mehrtägigen Besetzung Frankfurts am Main und umliegender Städte mündete. Die deutsche Empörung über diese Aktion und die durch sie ausgelösten blutigen Zusammenstöße war enorm, wovon auch der folgende Bericht im Berliner Tageblatt vom 8. April 1920 eindrücklich kündet.
    Es liest Frank Riede.

    • 4 min
    Schieber der Fremdsprachen

    Schieber der Fremdsprachen

    Am 7. April wirft das 8-Uhr Abendblatt einen Blick auf den Fremdsprachenunterricht in Berlin. Welche Fremdsprachen sind beliebt und wer lernt diese Fremdsprachen? Die Ergebnisse der Recherche werden mit der Situation vor dem Ersten Weltkrieg verglichen. Dabei zeigt sich nicht nur eine Verschiebung bei den Präferenzen, sondern auch eine neue am Fremdsprachenerwerb interessierte Kundschaft: die Schieber.
    Es liest Paula Leu.

    • 6 min
    Vormarsch im Ruhrgebiet

    Vormarsch im Ruhrgebiet

    Wie befürchtet kommt es aufgrund der Unruhen an der Ruhr zu einer Polizeiaktion im sogenannten Industriegebiet. Truppen der Reichswehr rücken auf die Hochburgen der Aufrührer vor. Obwohl Kampfhandlungen, wenn möglch, vermieden werden sollen, leidet die Bevölkerung unter der Auseinandersetzung und der Gewalt von beiden Seiten. Politisch gibt es durch das gesamte Spektrum der republikanischen Parteien kaum Widerspruch – obwohl hier zur Verteidigung der Republik auf Truppenteile und auf Freikorps zurückgegriffen wird, die diese noch vor kurzem mit Kapp und Lüttwitz zu stürzen suchten. Der Vorwärts berichtet über den Vormarsch ins Ruhrgebiet am 6.4.1920.

    • 4 min
    Ostermontag 1920

    Ostermontag 1920

    Auf den 5. April fiel 1920 der Ostermontag. An diesem Tag erschienen keine Zeitungen, weshalb unser Podcast heute nicht wie gewohnt einen Artikel präsentiert. Sie können natürlich gerne alte Folgen nachhören. Uns bleibt nicht anderers übrig, als Ihnen zu Wünschen, dass Sie gesund durch die Covid 19-Krise kommen.

    • 56 segundos

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