58 episodios

Monatliches Freundinnengespräch zwischen Politik & Popkultur

Feuer & Brot Alice Hasters & Maximiliane Haecke

    • Cultura y sociedad
    • 5.0 • 1 valoración

Monatliches Freundinnengespräch zwischen Politik & Popkultur

    Ambiguous loss - Trauer ohne Abschied

    Ambiguous loss - Trauer ohne Abschied

    Let’s talk about a feeling: Trauer. In unserer Gesellschaft gibt es kaum Raum dafür, Verluste zu betrauern. Und wenn wir den Raum bekommen, dann scheint es so, als ob wir von unserem Umfeld dazu angehalten werden, ihn möglichst effizient zu nutzen und schnell über unsere Trauer hinwegzukommen. Die Trauerberaterin Pauline Boss hält nicht viel davon (und wir auch nicht). Sie meint: Wenn man schwere Verluste erlebt, kommt man nie zu einem Abschluss - viel mehr sollte man lernen mit dieser Trauer umzugehen. Sie hat einen Begriff geprägt, der die Verluste benennt, die oftmals unaufgearbeitet und unausgesprochen bleiben: "Ambigous loss" - uneindeutiger Verlust. In dieser Folge sprechen wir über den Umgang mit Verlusten und Trauer. Wir alle erleben ambigous loss, ob im Kleinen oder Großen, ob auf individueller oder gesellschaftlicher Ebene. Und vor allem im Jahre 2020, wo wir so viele Dinge verlieren und vieles außerhalb unserer Kontrolle liegt. 


    Shownotes:


    Mehr zu Ambigous Loss: 


    On being with Krista Tippet: Ambigous loss with Pauline Boss
    https://onbeing.org/programs/pauline-boss-navigating-loss-without-closure/


    Rice and Shine: Hamburg 1980 - als Rassismus wieder aufflammte
    https://riceandshine.podigee.io/37-hamburg-1980


    Racial Melancholia: 


    NPR Codeswitch: Ask Codeswtich - What about your friends? 
    https://www.npr.org/2020/01/22/798367810/ask-code-switch-what-about-your-friends


    Refuge in grief: How to help a grieving friend 
    https://refugeingrief.com/


    Epigenetik: 
    Sci Show Psych: Can trauma be inherited 
    https://www.youtube.com/watch?v=NuIM39dcUs4&t=93s
     
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    • 55 min
    Schön vs. schlau - Sexismus im Feminismus

    Schön vs. schlau - Sexismus im Feminismus

    Schön und sexy oder schlau - mit dieser Dichotomie sind wir aufgewachsen und irgendwie hält sich diese für Frauen ja auch bis heute. Wir haben zwar mittlerweile verstanden, dass als "sexy" angesehene Frauen auch schlau sein können (News!). Dennoch: Gesellschaftlich werden diejenigen missachtet, die sich dafür entscheiden mit ihrem Aussehen und/oder ihrem Körper Geld zu verdienen. Nicht nur das - viele sehen Frauen, die diesen Weg einschlagen, werden als hinderlich für den Feminismus gesehen. Dass sich so viele Frauen Schönheitsoperationen unterziehen werfe uns Jahre zurück, heißt es oft. Selling Sex würde "den Feminismus nicht voranbrigen". Wer „Male Gaze“ bedient gilt als unempazipiert. Aber ganz so einfach ist das nicht. Denn wie ordnet man dann Frauen wie z.B. Cardi B. ein? 


    Bad Feminist, good feminist - Immer noch scheint es zwei Lager zu geben, die sich gegenüberstehen. Die einen, die in weiblichen Schönheitsidealen die Dominanz durchs Patriarchat sehen und meinen, man müsse sich davon lösen. Und die anderen, die sich von feministischen Bewegungen nicht abgeholt fühlen, weil High Heels, Schminke und Sexiness abgewertet werden. Warum ist es für Frauen okay, mit Startups oder Büchern Geld zu verdienen aber nicht durch Sexarbeit, Modeln oder Only Fans? Ist ein heteronormativer Lebensstil wirklich schlecht für den Feminismus, wenn es aber das ist, was eins wirklich will? Können Kapitalist*innen feministisch sein? Und ist es nicht eigentlich dem Patriarchat geschuldet, dass Frauen sich in diesen Fragen noch bekämpfen? Keine einfache Fragen, die wir uns diese Folge stellen, aber interessant und relevant allemal.
     
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    • 57 min
    "Magical Negro" im Film - Romantisierte Unterdrückung

    "Magical Negro" im Film - Romantisierte Unterdrückung

    Diesmal widmen wir uns wieder einer Filmtrope-Analyse: Dem „Magical Negro“. Die Academy Awards lieben diesen Stereotyp und wir sind damit aufgewachsen. Der freundliche, mysteriöse Schwarze Mensch, der magisch, wie aus dem nichts auftaucht und es sich zur Mission macht der weißen Hauptfigur zu helfen. Manchmal buchstäblich durch magische Fähigkeiten (die sie selbst überhaupt nicht gerne haben wollen), wie bei „The Green Mile“ oder „Ghost - Nachricht von Sam“. Manchmal auch durch ein Talent, dass sie aber selbst nicht nutzen, sondern nur anderen beibringen, wie in „Die Legende von Bagger Vance“. Hinter diesem Trope steht die romantisierte Vorstellung, dass Schwarze Menschen nur dafür da sind, um (weißen Menschen) zu helfen. Der Begriff „Negro“ als Bezeichnung für Schwarze Menschen wurde Anfang des 20 Jahrhunderts in den USA genutzt und ist heute nicht mehr angebracht. Der Name des Filmtropes stammt vom Filmregisseur Spike Lee.
     
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    • 48 min
    Lagebesprechung - BLM, Allyship und Medientrubel

    Lagebesprechung - BLM, Allyship und Medientrubel

    https://www.youtube.com/watch?v=ociMBfkDG1w
    "The day Beyoncé turned black"

    https://www.thisamericanlife.org/708/here-again
    "Bim Adewunmi talks about the feeling of now."


     
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    • 55 min
    Verschwörungsmythen - wenn Diskurse gekapert werden

    Verschwörungsmythen - wenn Diskurse gekapert werden

    Mythen vs. Fakten
    Es ist Mai 2020 und wir leben in stürmischen Zeiten. Das Vetrauen aller in alles scheint erschüttert, Verschwörungsmythen sprießen aus dem Boden wie Unkraut und mittlerweile sind es eine ganze Reihe prominenter Menschen, die Verschwörungs-geschichten verbreiten. So zum Beispiel, Corona sei harmlos und nur ein großer Plan der mächtigen Elite, uns alle zu ihren Untertanen zu machen, Bill Gates will uns Mikrochips einpflanzen - und die Regierung, der Virologe Christian Drosten und die Medien bereiten ihm den Weg dafür. Aha. Warum springen so viele auf Verschwörungsmythen an? Die Wissenschaft suggeriert: Wer wenig Kontrolle über seine Lebenssituation hat, ist anfälliger für Verschwörungsdenken. Außerdem zeigt sich: Wir müssen über die Begriffe „rechts“ und „links“ sprechen. Genauso wie den Mythos „politische Neutralität“.

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    • 1h 11 min
    Wir müssen über Geld reden

    Wir müssen über Geld reden

    Warum wir unsere Angst vor dem Thema Finanzen dringend hinter uns lassen sollten
    Wir haben lange überlegt, über welches Thema wir gut in dieser Folge sprechen könnten, denn irgendwie ist es ja doch alles mit unserem Ausnahmezustand und dem der ganzen Welt verknüpft. Es ist eine seltsame, beängstigende, verwirrende Zeit, in der wir alle mit unterschiedlichen Sorgen und Ängsten zu kämpfen haben. Wir haben gemerkt: wir reden öfter als sonst über Geld. Und klar ist, die "Corona-Krise" bedeutet für viele Menschen überall auch gleichzeitig eine finanzielle Krise und oder Existenzbedrohung. Gleichzeitig trifft die Krise auch noch besonders Frauen, da diese 70% der Tätigkeiten im Gesundheitswesen ausüben, generell eher im Niedriglohnsektor arbeiten oder alleinerziehend sind. Wo es vorher schon gehakt hat, zeigt uns CoVid19 jetzt erst recht Missstände auf: eine Studie der Bundesregierung von 2019 hat sogar gezeigt, dass nur 10% aller Frauen zwischen 30 und 50 Jahren ein Nettoeinkommen über 2000 Euro haben. Altersarmut trifft Frauen ebenfalls besonders hart. Wo könnten die Ursachen dafür liegen, dass Frauen sich weniger mit ihrer finanziellen Situation auskennen oder generell beschäftigen? Was tun wir dafür tun, die Angst vorm Thema Finanzen bei uns selbst abzubauen und wie können wir offener über Geld sprechen und zwar nicht nur bei Geldsorgen?

     
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    • 1h 12 min

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