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Die Reportagen rücken Menschen ins Zentrum, deren Schicksale und Abenteuer. Gezeigt werden neben den grossen Abenteuern auch die kleinen Sensationen des Alltags.

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Die Reportagen rücken Menschen ins Zentrum, deren Schicksale und Abenteuer. Gezeigt werden neben den grossen Abenteuern auch die kleinen Sensationen des Alltags.

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    Michelle – Ein Leben auf der Achterbahn (2/2)

    Michelle – Ein Leben auf der Achterbahn (2/2)

    Michelle wächst in Heimen auf und hat Mühe, ihre Emotionen zu kontrollieren. Zahlreiche soziale Institutionen muss sie aufgrund ihrer Aggressionen verlassen und es wird schwierig, für die junge Frau einen Platz zu finden. Eine Herausforderung für das Sozial- und Gesundheitssystem. Weil ihre Mutter mit Michelle nicht mehr zurechtkam, kommt das Mädchen als 11-Jährige in ein Heim. Michelle hat Mühe mit Strukturen, erträgt wenig Kritik und rastet schnell aus. Einmal attackiert sie sogar eine Person mit einem Messer. Es beginnt ein Teufelskreis: Immer wieder muss sie ein Heim oder eine Wohngruppe verlassen, weil sie als untragbar gilt. Wegen ihrer Verhaltensstörung ist es schwierig, für Michelle einen geeigneten Platz zu finden.

    Als Teenager hat Michelle wenig Selbstvertrauen, hasst das Leben und sich selbst. Ist sie besonders wütend, ritzt sie sich die Arme blutig. Mehrere Suizidversuche ziehen jeweils einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nach sich. Aufgrund ihrer Stimmungsschwankungen diagnostizieren die Ärzte bei der jungen Frau eine Borderline-Störung. Als sie 22 Jahre alt ist, konsumiert Michelle zwischen den Aufenthalten in den Kliniken allerlei Drogen. Sie hat weder einen Schulabschluss, noch sonst eine Ausbildung und bezieht eine IV-Rente. Als sie mit 23 Jahren schwanger wird, übernimmt sie zum ersten Mal Verantwortung für ihr Leben.

    14 Jahre lang begleitete Reporter Hanspeter Bäni Michelle, von ihrem Eintritt ins Heim als 11-Jährige bis heute. Entstanden ist eine zweiteilige, erschütternde Reportage über einen Menschen, der durch sein Verhalten das Sozial- und Gesundheitssystem an seine Grenzen bringt.

    • 23 min
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    Michelle – Ein Leben auf der Achterbahn (1/2)

    Michelle – Ein Leben auf der Achterbahn (1/2)

    Michelle wächst in Heimen auf und hat Mühe, ihre Emotionen zu kontrollieren. Zahlreiche soziale Institutionen muss sie aufgrund ihrer Aggressionen verlassen und es wird schwierig, für die junge Frau einen Platz zu finden. Eine Herausforderung für das Sozial- und Gesundheitssystem. Weil ihre Mutter mit Michelle nicht mehr zurechtkam, kommt das Mädchen als 11-Jährige in ein Heim. Michelle hat Mühe mit Strukturen, erträgt wenig Kritik und rastet schnell aus. Einmal attackiert sie sogar eine Person mit einem Messer. Es beginnt ein Teufelskreis: Immer wieder muss sie ein Heim oder eine Wohngruppe verlassen, weil sie als untragbar gilt. Wegen ihrer Verhaltensstörung ist es schwierig, für Michelle einen geeigneten Platz zu finden.

    Als Teenager hat Michelle wenig Selbstvertrauen, hasst das Leben und sich selbst. Ist sie besonders wütend, ritzt sie sich die Arme blutig. Mehrere Suizidversuche ziehen jeweils einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nach sich. Aufgrund ihrer Stimmungsschwankungen diagnostizieren die Ärzte bei der jungen Frau eine Borderline-Störung. Als sie 22 Jahre alt ist, konsumiert Michelle zwischen den Aufenthalten in den Kliniken allerlei Drogen. Sie hat weder einen Schulabschluss, noch sonst eine Ausbildung und bezieht eine IV-Rente. Als sie mit 23 Jahren schwanger wird, übernimmt sie zum ersten Mal Verantwortung für ihr Leben.

    14 Jahre lang begleitete Reporter Hanspeter Bäni Michelle, von ihrem Eintritt ins Heim als 11-Jährige bis heute. Entstanden ist eine zweiteilige, erschütternde Reportage über einen Menschen, der durch sein Verhalten das Sozial- und Gesundheitssystem an seine Grenzen bringt.

    • 22 min
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    Herr Henggeler studiert die Schöpfung – Von kleinen Wundern im australischen Busch

    Herr Henggeler studiert die Schöpfung – Von kleinen Wundern im australischen Busch

    Christof Henggeler lebt seit 30 Jahren im australischen Busch. Dort hat er eine Methode entwickelt, die zukunftsweisend sein könnte. Mit einfachsten Mitteln schafft er es, dass in wüstenähnliche Landschaften das Leben zurückkehrt. «Ich aktiviere die Selbstheilungskräfte der Natur», sagt er. Christof Henggeler hat eine Vision. Er will der Welt zeigen, dass der Mensch nicht nur das Potenzial hat, die Natur zu zerstören, sondern dass er ihr auch helfen kann, sich zu erholen, indem ihre Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Henggeler hat vor 30 Jahren im australischen Outback eine Farm namens Kachana aufgebaut, fast eine Flugstunde vom nächsten Ort entfernt. Dort treibt er Viehherden über sein Land. Das klingt banal, hat aber schier unglaubliche Effekte: In wüstenähnliche Landschaften kehrt das Leben zurück.

    Henggeler wuchs auf einer Farm in Rhodesien auf, dem heutigen Simbabwe. Als das Land Anfang der 1970er-Jahre im Bürgerkrieg versank, kehrten die Henggelers in die Schweiz zurück, wo Christof seine heutige Frau Jacqueline traf – die Tochter eines Engelberger Hoteldirektors. Er wanderte nach Australien aus und sie folgte ihm. Die beiden gründeten eine Familie. Christof Henggeler wollte Farmer sein und die Natur verstehen lernen. Darum führte er seine Liebsten Anfang der 1990er-Jahre an einen Ort, an dem es monatelangen Dauerregen gibt und über 40 Grad im Schatten heiss werden kann.

    Reporter Simon Christen hat die Henggelers im australischen Busch besucht, wo sich kleine Wunder ereignen: Bäche fliessen wieder, Tiere sind da und Pflanzen wachsen. Jetzt, wo alle von Klimawandel und Umweltschutz reden, könnte Henggelers Feldforschung zukunftsweisend sein. Denn er hat Prinzipien entwickelt, die globale Gültigkeit haben: wie sich Biodiversität fördern lässt, die Wassersicherheit steigt und das Land gesünder und produktiver wird. Gleichzeitig binden diese Landschaften neu tonnenweise Kohlenstoff.

    • 23 min
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    Die Jurtenkinder – Eine Schweizerin hilft den Ärmsten der Mongolei

    Die Jurtenkinder – Eine Schweizerin hilft den Ärmsten der Mongolei

    Wer das urbane Zentrum von Ulan Bator verlässt, entdeckt zahllose Jurten und einfache Holzhäuser, die sich ringartig um die Stadt legen. Hier wohnen die Ärmsten. Alkohol, Gewalt und Missbrauch sind alltäglich. Die Bernerin Christine Jäggi kämpft dagegen an. Christine Jäggi, die 2003 als Reiseleiterin die Mongolei kennengelernt hat, wollte diese Abwärtsspirale nicht hinnehmen: Sie gründete einen Verein und engagiert sich seitdem für ein besseres Leben der Jurtenkinder. Heute ist die Kindertagesstätte Bayasgalant (mongolisch für glücklich) für 175 Kinder zu einem zweiten Zuhause geworden. Hier bekommen sie drei Mahlzeiten am Tag, saubere Kleidung, Betreuung und Bildung, aber vor allem dürfen sie hier einfach Kind sein und spielen.

    Die heute 58-jährige Jäggi, selbst Mutter zweier erwachsener Kinder, kennt die Geschichten der Kleinen und Grossen. Mehrmals wöchentlich skypt sie mit der mongolischen Projektleiterin Zayanyam Okhinoo, die alles fest im Griff hat. Sie sprechen über Kinder, die zu Hause vom betrunkenen Vater angegriffen werden, und freuen sich aber gleichzeitig auch über den 18-jährigen Battur, der die Schule als Jahrgangsbester abgeschlossen hat und nun studieren will.

    Die Reporterin Elvira Stadelmann hat Christine Jäggi im Sommer 2017 auf ihrer jährlichen Reise in die Mongolei begleitet. Beim Wiedersehen gehen die Emotionen. Es bestärkt Jäggi in ihrem Engagement, wenn sie sieht, wie Kinder, denen das Leben kaum eine Chance gibt, Fortschritte machen und selbstbewusst werden.

    • 22 min
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    Cliqme – Der Berner Star im Kosovo

    Cliqme – Der Berner Star im Kosovo

    Er heisst Gassann Nyangi, ist im Kongo geboren und in Bern aufgewachsen – und macht heute als Cliqme Karriere im Kosovo. Auf der Bühne bringt der Rapper Kosovaren zum Beben. Cliqme kann es selbst kaum glauben, dass er als Aussenseiter in der albanischen Musikszene so euphorisch empfangen wird. Seit einem Jahr wohnt Gassann Nyangi in Pristina. Der sprachbegabte Berner spricht bereits Albanisch mit kosovarischem Akzent. Das gefällt den Einheimischen: Seit er gemeinsam mit dem kosovarischen Rapper Capital T. einen Song produziert hat, wurde Cliqme dort auf einen Schlag bekannt. In der Schweiz trat er bereits als MC auf – als sogenannter Warmup für Superstars. Jetzt reisst Cliqme auf der Bühne die jungen Kosovaren mit. Afrosound auf Albanisch, das ist neu. Und auch, dass ein Ausländer in das arme Land kommt, um auf Albanisch zu singen.

    Die Familie des 30-jährigen Gassann Niangy, alias Cliqme, ist vor 29 Jahren aus dem Kongo in die Schweiz geflüchtet ist. Gassanns Vater ist heute der erste afrikanische Fahrlehrer der Schweiz. Nach 26 Tagen hatte er, noch im Asylbewerberheim, bereits einen Job und war bis heute nur einmal drei Wochen arbeitslos. Sein Vater ist Cliqmes Vorbild: «Wir sind Kämpfer», wiederholt der Rapper immer wieder.

    Die Reporterin Martina Mieth zeigt das Porträts eines Mannes, der all seine Energie einsetzt, um in einem der ärmsten Länder Europas ganz gross rauszukommen.

    • 21 min
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    Der Tod – das letzte Tabu: Mein Kind ist unheilbar krank

    Der Tod – das letzte Tabu: Mein Kind ist unheilbar krank

    «Wie lange soll mein Kind leben?» Für Eltern eine der wohl traurigsten und zugleich brutalsten Fragen überhaupt. «Reporter» traf Familien, die Antworten auf diese Frage finden und sich mit dem Sterben ihrer Kinder auseinandersetzen müssen. Die 13-jährige Ceren kann nicht mehr sprechen, sich nicht mehr bewegen und muss künstlich beatmet und ernährt werden. Ohne diese Massnahmen wäre Ceren längst tot. Sie leidet an Morbus Pompe, einer neuromuskulären Erkrankung. Für ihre Eltern, die das sterbenskranke Mädchen daheim pflegen, ist klar, dass ihre Tochter im Kreis der Familie sterben soll. Wann? Nie. So der natürliche Wunsch der Eltern. Und doch fragen sie sich: Was hat Ceren noch von diesem Leben? «Sie hat heute kurz gelächelt.» Für die Eltern ein untrügliches Zeichen, dass ihre Tochter noch dableiben mag.

    Magali ist soeben 15 Jahre alt geworden und hat ihren Geburtstag zusammen mit ihren Freundinnen zu Hause gefeiert. Oft sieht sie diese nicht mehr. Magali leidet an Rasmussen-Enzephalitis, einer lebensbedrohlichen Krankheit, die das Hirn schädigt. Aus dem gesunden Mädchen, das sie war, ist ein schwerstbetroffener Teenager geworden. Sie ist sowohl kognitiv als auch körperlich eingeschränkt. Im Frühling dieses Jahres wäre Magali fast gestorben. Ihre Eltern sind aufgrund der Krankheit gezwungen, sich mit dem Tod ihrer Tochter auseinandersetzen.

    Merke ich, ob mein Kind noch leben will? Wenn ich mich gegen lebenserhaltende Massnahmen entscheide, habe ich dann trotzdem genug gekämpft? Wie egoistisch ist es, wenn ich nicht loslassen kann?
    Sowohl Magalis als auch Cerens Familie werden vom Palliative Care Team des Zürcher Kinderspitals auf ihrer Suche nach Antworten begleitet. Ein Prozess, der sich im Verlauf der Krankheit immer wieder ändern kann. Laut der Palliativmedizinerin Eva Bergsträsser ist eine solche Unterstützung wichtig und folgenschwer: «Die Eltern müssen mit der Entscheidung, etwas künstlich zu beschleunigen oder abzubremsen, im Nachhinein weiterleben.»

    Liams Eltern haben bis zum Schluss um das Leben ihres Sohnes gekämpft. Er ist mit drei Jahren an Leukämie verstorben. «Wir wollten, dass Liam am Leben bleibt», erzählen die Eltern der Reporterin Vanessa Nikisch im Film. «Deshalb kam für uns ein Therapieabbruch nicht in Frage.» Erst ganz am Ende seien sie mit der Frage «Wie weiter?» konfrontiert gewesen. «Doch Liam hat uns die Entscheidung abgenommen.»

    • 23 min

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