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Wo war die Varusschlacht? Was steckt hinter dem Mythos der Hanse? War Helmut Kohl ein großer Kanzler? Und wo sind eigentlich die Frauen in der Geschichte?

Wir stellen Fragen an die Vergangenheit, beleuchten Ereignisse und Persönlichkeiten – und zeigen, was das alles mit heute zu tun hat.

Jeden Monat neu zum Thema des aktuellen Hefts von ZEIT Geschichte.

Die Hosts von "Wie war das noch mal?", Markus Flohr und Judith Scholter, haben zusammen in Hamburg Geschichte studiert, Geschichten geschrieben und sind nun Redakteur und Redakteurin bei ZEIT Geschichte.

ZEIT Geschichte – Wie war das noch mal‪?‬ ZEIT ONLINE

    • History

Wo war die Varusschlacht? Was steckt hinter dem Mythos der Hanse? War Helmut Kohl ein großer Kanzler? Und wo sind eigentlich die Frauen in der Geschichte?

Wir stellen Fragen an die Vergangenheit, beleuchten Ereignisse und Persönlichkeiten – und zeigen, was das alles mit heute zu tun hat.

Jeden Monat neu zum Thema des aktuellen Hefts von ZEIT Geschichte.

Die Hosts von "Wie war das noch mal?", Markus Flohr und Judith Scholter, haben zusammen in Hamburg Geschichte studiert, Geschichten geschrieben und sind nun Redakteur und Redakteurin bei ZEIT Geschichte.

    Der Tag, an dem der Reichstag brannte

    Der Tag, an dem der Reichstag brannte

    Um kurz nach 21 Uhr tönt am 27. Januar 1933 ein Alarm durch Berlin: Der Reichstag brennt! Polizei und Feuerwehr eilen mit ihren Fahrzeugen zum Parlament im Herzen der Stadt. Bald werden Schläuche über Schläuche ins Innere des Gebäudes gelegt, aus der Kuppel züngeln schon die Flammen. Der Plenarsaal ist nicht mehr zu retten. Die Polizei verhaftet noch im Gebäude den jungen Niederländer Marinus van der Lubbe. Hitler und Göring verkünden, als sie am Tatort ankommen, es handele sich um einen Aufstand von links. Jetzt sollten "alle Kommunisten aufgehängt werden". Sie sind seit Ende Januar an der Macht, und die Terrorwelle, die sie in den folgenden Tagen lostreten, bedeutet das Ende der Demokratie in Deutschland.

    Wir zeichnen in unserer neuen Folge die Ereignisse dieses Abends in Berlin nach und beleuchten auch den Lebensweg des angeklagten Brandstifters Marinus van der Lubbe. Den Brand ordnen wir ein in den Niedergang der Weimarer Republik und in die Gewaltgeschichte der letzten Jahre von Weimar. Wir sprechen dazu mit dem Historiker Markus Roth vom Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main. Und diskutieren schließlich sowohl die lange vorherrschende These, Marinus van der Lubbe habe ganz allein gehandelt, als auch die zeitgenössische Überzeugung vieler Deutscher, der Brand sei auf ein Komplott der Nationalsozialisten zurückzuführen.

    Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins ZEIT Geschichte. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen:
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    • 1 hr 9 min
    Der Tod des Diktators (2): Benito Mussolini und Francisco Franco

    Der Tod des Diktators (2): Benito Mussolini und Francisco Franco

    Was passiert mit einer Diktatur, wenn der Diktator stirbt? Wie kann eine Gesellschaft mit dem Erbe der Gewaltherrschaft umgehen? In einer Doppelfolge unseres Geschichtspodcasts erzählen Frank Werner und Judith Scholter von Momenten, in denen sich die Zukunft eines Landes öffnet.

    Am 28. April 1945 wird der italienische Diktator Benito Mussolini am Comer See von Partisanen erschossen. Seine Leiche wird geschändet und in Mailand öffentlich zur Schau gestellt, bevor sie für mehrere Jahre verschwindet. Der spanische Diktator Francisco Franco stirbt 1975 mit 82 Jahren und wird seinem Wunsch entsprechend in einem gigantischen Mausoleum im „Tal der Gefallenen“ nördlich von Madrid beigesetzt. Doch auch das war nicht für die Ewigkeit gemacht: 2019 wird der Leichnam Francos nach jahrelangen Debatten umgebettet. Das Grab eines Diktators ist keine Privatsache.

    Im zweiten Teil unserer Doppelfolge über den Tod von Diktatoren und ihr Nachleben sprechen wir über Benito Mussolini und Francisco Franco. Wir erzählen von den Ereignissen des April 1945 und des November 1975 und fragen, wie die Gesellschaften in Italien und Spanien mit dem Erbe der Diktatoren umgegangen sind. Und wir sprechen mit dem Historiker Jörg Baberowski darüber, welche Rolle der Faktor Zeit bei der Aufarbeitung einer diktatorischen Vergangenheit spielt.

    Im ersten Teil der Doppelfolge geht es um den Tod von Adolf Hitler 1945 und um die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der Bundesrepublik.

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    • 44 min
    Der Tod des Diktators (1): Adolf Hitler

    Der Tod des Diktators (1): Adolf Hitler

    Was passiert mit einer Diktatur, wenn der Diktator stirbt? Wie kann eine Gesellschaft mit dem Erbe der Gewaltherrschaft umgehen? In einer Doppelfolge unseres Geschichtspodcasts erzählen Frank Werner und Judith Scholter von Momenten, in denen sich die Zukunft eines Landes öffnet.

    Am 30. April 1945 erschießt sich Adolf Hitler im Bunker unter der Berliner Reichskanzlei. Doch ausgerechnet Stalin, der eindeutige Beweise für den Tod Hitlers besitzt, schürt Zweifel: Hitler sei bei Franco in Spanien oder per U-Boot nach Japan entkommen. Die Deutschen nehmen die Kolportage dankbar an: Statt sich mit ihrer eigenen Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, ergötzen sie sich an Legenden und Verschwörungstheorien über Hitlers vermeintlichen Verbleib.

    Im ersten Teil der Doppelfolge über den Tod von Diktatoren und ihr Nachleben zeichnen wir diese letzten Stunden Hitlers nach und auch auf die direkt nach seinem Tod einsetzende Legendenbildung. Wir erzählen von den verschiedenen Wellen der Auseinandersetzung mit dem Diktator und fragen nach dem Stand in der Gegenwart. Und wir bitten den Historiker Norbert Frei, die deutsche Vergangenheitspolitik nach 1945 für uns einzuordnen.

    Im zweiten Teil der Doppelfolge wird es um Benito Mussolini und Francisco Franco gehen.



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    • 41 min
    Kennen Sie Blumenau?

    Kennen Sie Blumenau?

    Mit 16 Getreuen setzt Hermann Otto Blumenau, ein Apotheker aus dem Harz, im Jahr 1850 nach Brasilien über. Seit Jahren verfolgt er hartnäckig eine Idee: eine Kolonie im unbewohnten Dschungel. Dafür hat er von der Regierung des jungen brasilianischen Staates Land gekauft und in der deutschen Heimat Siedler geworben. Sie landen in der Provinz Santa Catarina am Fluss Itajaí. Bald treffen sie auf die Kaingang und die Xokleng – Indigene, die in dem Gebiet leben.

    Heute ist Blumenau eine Großstadt mit mehr als 300.000 Einwohnern. Mittendrin erinnert ein Mausoleum an den Stadtgründer, noch immer sprechen viele Menschen hier und in der gesamten Provinz Santa Catarina neben Portugiesisch auch Deutsch oder deutsche Dialekte. Was Blumenau aber fehlt, ist ein Ort, der in ähnlicher Weise wie an den Stadtgründer auch an die Kaingang und Xokleng erinnert, deren Schicksal mit der deutschen Einwanderung so eng verbunden ist.

    Wir erzählen am Beispiel der Stadt Blumenau die Geschichte der deutschen Einwanderung nach Brasilien: von Hermann Otto Blumenaus schicksalhafter Begegnung mit Alexander von Humboldt, seinem hoffnungsvollen Aufbruch, ersten Rückschlägen und baldigen Erfolgen – und von den ersten Gerüchten über "Indianerüberfälle" bis zum brutalen Vernichtungskrieg, der um 1900 gegen die Indigenen auch in den von Deutschen bewohnten Gebieten tobte und sie fast gänzlich auslöschte.

    Stefan Rinke, Professor für die Geschichte Lateinamerikas an der Freien Universität Berlin, ordnet für uns die Geschichte Blumenaus in die Geschichte Brasiliens ein und schaut vor allem auf die Politik gegenüber der indigenen Bevölkerung bis heute. Und hin und wieder lassen wir auch Hermann Blumenau mithilfe seiner Briefe und Tagebücher zu Wort kommen.

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    Das Blumenau-Lied hat uns freundlicherweise Vox3 zur Verfügung gestellt: Vox3 –"Das geht nach Blumenau (Germanic Folklore from the Itajaí valley)".

    • 53 min
    Briefe aus der Neuen Welt

    Briefe aus der Neuen Welt

    Am 23. Juli 1884 geht das 24-jährige Dienstmädchen Wilhelmine Wiebusch in Hamburg an Bord eines Dampfschiffes, um die Reise in die Neue Welt anzutreten. Wilhelmine will gemeinsam mit ihrer Freundin Anna ein neues Leben im fernen Amerika beginnen. In New York angekommen, schreibt sie ihrer in Hamburg zurückgebliebenen Freundin Marie Kallmeyer über mehrere Jahre hinweg Briefe. In unserer neuen Podcastfolge folgen wir Wilhelmine auf ihrer Reise. Die Schauspielerin Elke Appelt hat uns dafür Auszüge aus Wilhelmines Briefen eingelesen. Wie erlebte Wilhelmine New York? Schaffte sie den Neuanfang? Und inwieweit war ihr Weg typisch für die Millionen Deutschen, die in die Vereinigten Staaten gingen? Anhand ihrer Briefe zeichnen wir die Geschichte der deutschen Amerikaauswanderung nach und setzen ihr Einzelschicksal in den historischen Kontext.

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    Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter zeitgeschichte@zeit.de.

    Weitere Informationen zur Folge:

    Die Briefe von Wilhelmine Wiebusch entstammen der Briefedition „Briefe aus Amerika: deutsche Auswanderer schreiben aus der neuen Welt 1830-1930“ von Wolfgang Helbich, C. H. Beck Verlag 1988

    • 45 min
    Antikes Athen: Ist Losen demokratisch?

    Antikes Athen: Ist Losen demokratisch?

    Etwa von 500 vor Christus an beginnen die alten Griechen, vor allem die Athener, ein Kleroterion, eine Losmaschine, zu benutzen. Es war zuerst aus Holz, später aus Marmor und eine Art Schlüsseltechnologie für die Demokratie. Ein wichtiges Element der politischen Verfassung Athens war die Beteiligung von möglichst vielen Bürgern am politischen Prozess und am Gemeinwesen. Um allen freien Männern – Frauen und Sklaven waren ausgeschlossen – die gleiche Chance auf Teilhabe zu gewährleisten, wurde das Los eingesetzt: Amtsträger wurden so bestimmt, Aufseher über die Brunnen oder über die Märkte, und auch Richter – oft gleich Hunderte auf einmal, wenn Gerichtstag war. Das ging nur mit einer Losmaschine.
    Wir sprechen in unserer Sendung mit dem Politologen Herfried Münkler über die attische Demokratie, lassen uns von Kaja Harter-Uibopuu den Apparat erklären und fragen, warum gerade das Losen im alten Griechenland als besonders demokratisch galt – das Wählen aber als elitär verpönt war. Und wir fragen, ob auch wir heute von der Demokratie der alten Griechen lernen können.

    Mehr zum Thema lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe des Magazins ZEIT Geschichte – „Die alten Griechen“. Unter diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen bestellen: https://abo.zeit.de/zg-testen/?icode=01w0169k0575angaudall2110&utm_medium=audio&utm_source=zgpodcast&utm_campaign=zg_zon_podcast&utm_content=&wt_zmc=audall.int.zabo.zgpodcast.zg_zon_podcast....x

    Die Redaktion erreichen Sie per Mail unter zeitgeschichte@zeit.de.

    Weitere Informationen zur Folge:

    Einen kurzen Film, in dem Kaja Harter-Uibopuu das Hamburger Kleroterion vorführt, finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=u1B3aRRCYvo

    Und 2019 erschien das Buch „Abschied vom Abstieg. Eine Agenda für Deutschland“, in dem Herfried Münkler und seine Frau Marina Münkler sich Gedanken über die Wurzeln und die Zukunft unserer Demokratie machen.

    • 41 min

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