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Im Zentrum von «Sternstunde Philosophie» stehen Persönlichkeiten aus allen Bereichen: Stimmen, die zum Denken anregen oder unser Zeitgeschehen reflektieren und einordnen.

Sternstunde Philosophie Schweizer Radio und Fernsehen

    • Philosophy
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Im Zentrum von «Sternstunde Philosophie» stehen Persönlichkeiten aus allen Bereichen: Stimmen, die zum Denken anregen oder unser Zeitgeschehen reflektieren und einordnen.

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    US-Wahlen – Was auf dem Spiel steht

    US-Wahlen – Was auf dem Spiel steht

    Die USA stehen vor der Wahl. Und vor dem Abgrund. Das Land ist zutiefst gespalten. Es herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Was steht auf dem Spiel? Wie konnte es so weit kommen? Die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen und der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller zur Lage der Nation. Pandemie, Proteste, Polarisierung. Dazu Wirtschaftskrise, Demokratiekrise, Vertrauenskrise. Die mächtigste Demokratie droht im Chaos zu versinken. Wie wurde der amerikanische Traum zum Albtraum? Woran leidet die amerikanische Seele? Und welche Folgen hätte eine Wiederwahl von Donald Trump für die USA, für Europa, für die ganze Welt? Darüber spricht Yves Bossart mit der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen, Professorin für Anglistik an der Universität Zürich und Global Distinguished Professor an der New York University., und mit dem Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller, Professor für Ideengeschichte an der Princeton University.

    • 1 hr
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    Nach mir die Würmer – Tabu Sterben und Tod

    Nach mir die Würmer – Tabu Sterben und Tod

    Sterben muss jeder. Sterben üben kann aber niemand. Wie also sollen wir uns auf den eigenen Tod vorbereiten? Und was passiert mit dem Körper, wenn er zur Leiche wird? Warum jagen uns tote Körper Angst ein? Die «Sternstunde der Nacht» zu den grossen Tabus am Ende des Lebens. Der Tod ist für viele Menschen ein Tabu. Gleichzeitig wird er für viele in der Zeit von Corona zur unmittelbaren Realität. Ebenso tabu ist der Leichnam. Wer will schon wissen, dass sich der Darm entleert oder sich die Haut ablöst, nachdem wir die ewige Ruhe gefunden haben? Oder dass der Atem rasselt, wenn es zu Ende geht? Viele empfinden auch Angst oder Ekel beim Anblick toter Körper. Warum eigentlich?

    Fakt ist: Jeder von uns wird irgendwann zur Leiche. Aber was passiert dabei genau? Tut sterben weh? Wie geht Sterben in Zeiten des Coronavirus? Und was kommt nach dem Sterben: das Feuer, die Würmer oder die Diamantpresse?

    Barbara Bleisch und Yves Bossart diskutieren in der «Sternstunde der Nacht» mit Mark Benecke, Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie, Martin Prein, Thanatologe und ehemaliger Bestatter, Alexandra Schiller, Sterbebegleiterin mit Hund, Sabine Mehne, Krebs-Langzeitüberlebende, Peter Steiger, Intensivmediziner, und Steffen Eychmüller, Palliativmediziner, über den Sterbeprozess und fragen, was mit unseren sterblichen Überresten geschieht.

    Den Abend begleitet der Schriftsteller Pedro Lenz mit seinen Texten.

    • 1 hr 30 min
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    Bénédicte Savoy – Kolonialkunst muss zurück nach Afrika

    Bénédicte Savoy – Kolonialkunst muss zurück nach Afrika

    Europas Museen sind voll von Raubkunst aus kolonialer Zeit. Die französische Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy fordert eine bedingungslose Rückgabe dieser Kulturgüter. Über 90 Prozent der afrikanischen Kulturgüter befinden sich in europäischen Sammlungen, die direkt auf die Kolonialzeit zurückgehen. Dies gilt auch für Schweizer Museen. Die französische Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy plädiert entschieden für eine umfassende Rückgabe der Werke an die Ursprungsländer. Im Jahre 2018 veröffentlichte sie - gemeinsam mit Felwine Sarr - eine von Emmanuel Macron in Auftrag gegebene Studie zur Restitution afrikanischer Kulturgüter. Doch die politischen, rechtlichen und logistischen Hürden sind hoch.
    Wie umfassend war der Kunstraub einstiger Kolonialmächte? Welche Folgen zeitigt er bis heute in den afrikanischen Herkunftsländern? Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger legt Bénédicte Savoy ihre Vision einer neuen, gerechteren Museumskultur dar.

    • 59 min
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    Bernhard Schlink – Von Abschied und Neuanfang

    Bernhard Schlink – Von Abschied und Neuanfang

    Mit seinem Roman «Der Vorleser» erlangte der Schriftsteller Bernhard Schlink Weltruhm. Als Jurist hat er in Deutschland Rechtsgeschichte geschrieben. Sein Denken kreist um Recht und Moral – und darum, wie wir uns verändern, ohne uns zu verlieren. Bernhard Schlink ist einer der bekanntesten Schriftsteller der Gegenwart – und hat zugleich als Spezialist für Öffentliches Recht die deutsche Bundesregierung bei Prozessen vor dem Verfassungsgericht vertreten. Nach dem Fall der Mauer war er Teil des «Runden Tischs», an dem für die Ex-DDR eine neue Verfassung ausgehandelt werden sollte. Beruflich wie privat war stets neues Umdenken gefragt. In seinem neusten Erzählband «Abschiedsfarben» geht Schlink nun der Frage nach, was einen Abschied zum Aufbruch werden lässt und wie Veränderung gelingt, auch wenn uns alte Muster prägen. Diese Frage stellt sich auch mit Blick auf unsere Gesellschaft. Schlink fürchtet eine umfassende Moralisierung als Reaktion auf tiefgreifende Verunsicherung. Auch als Gesellschaft gilt es, die Beweglichkeit im Umgang mit Traditionen nicht zu verlieren. Barbara Bleisch spricht mit Bernhard Schlink über das Verlassen ausgetretener Pfade, ohne den Boden unter den Füssen zu verlieren.

    • 57 min
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    Experten oder Volk – Wer regiert unser Land?

    Experten oder Volk – Wer regiert unser Land?

    Die einen fordern ein Ende der Freiheitsbeschränkungen, die anderen schimpfen die Demonstrierenden «Covidioten». Wer aber regiert die Schweiz: Das Volk, gewählte Politiker oder Expertinnen? Der Philosophische Stammtisch mit Svenja Flasspöhler, Jonas Lüscher, Barbara Bleisch und Wolfram Eilenberger. Die Frage stellt sich nicht erst seit Corona, sondern war bereits mit Blick auf die Klima- und Finanzkrise Thema: Soll die Demokratie einer Expertokratie weichen – oder ist das bereits geschehen? Gerade Krisen verlangen nach wohl informierten, politischen Entscheidungen. Es sind damit Phasen, in denen die Spannung zwischen wissenschaftlicher Expertise und demokratischer Meinungsbildung besonders sichtbar wird. Doch Philosophinnen und Politologen warnen: Eine liberale Demokratie muss Pluralismus aushalten und darf die Meinungsvielfalt nicht aushebeln. Eine «Diktatur der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler» wäre auch das Ende einer Demokratie. Von Kontrollverlust der Laien ist die Rede, von der Entmündigung der Bürgerinnen und Bürger.
    Am Philosophischen Stammtisch debattieren Barbara Bleisch und Wolfram Eilenberger mit der Philosophin Svenja Flasspöhler und dem Schriftsteller Jonas Lüscher, der selbst schwer an Covid-19 erkrankte, über die grösste Gefahr für die Demokratie: Besteht sie in der Regentschaft ausgewiesener Expertinnen und Experten? Oder in der ganz und gar selbstbestimmten politischen Willensbildung der Mehrheit?

    • 59 min
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    Der gekränkte Mann als Gefahr

    Der gekränkte Mann als Gefahr

    Gewalt, Alkoholismus, Suizid, Rechtsextremismus, Verschwörungstheorien: überall herrscht Männerüberhang. Warum ist das so? Wie findet der Mann aus der Krise? Yves Bossart im Gespräch mit den Philosophen Philipp Hübl und Dominique Kuenzle – über die wahren Problemzonen des modernen Mannes.

    • 58 min

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