Krise. Ein Wort, das gerade überall auftaucht.
Regierungskrise. Vertrauenskrise. Klimakrise. Bildungskrise. Demokratiekrise.
Aber woran erkennen wir eigentlich, dass etwas wirklich eine Krise ist? Und was passiert, wenn wir beginnen, jede gesellschaftliche Entwicklung als Krise zu beschreiben?
In dieser Folge sprechen Silke Borgstedt und Sebastian Jarzebski über den erstaunlichen Siegeszug des Krisenbegriffs. Über die Frage, warum Krisen früher gefühlt einen Anfang und ein Ende hatten, heute aber zum Dauerzustand geworden zu sein scheinen. Über die Rolle von Medien, Aufmerksamkeit und politischer Deutungsmacht. Und darüber, warum viele Menschen ihren Alltag oft ganz anders erleben als die öffentliche Krisenerzählung vermuten lässt.
Außerdem geht es um die Angst vor dem weißen Blatt, KI als Schreibpartner, die legendäre „Ergebniskrise“ aus der Fußballsprache und die Frage, ob wir vielleicht längst nicht mehr zwischen einer Krise und der Ankündigung einer Krise unterscheiden.
Am Ende bleibt eine kleine Hausaufgabe:
Welche der Krisen, die uns täglich begegnen, sind tatsächlich Krisen und welche vielleicht nur Probleme, Herausforderungen oder Entwicklungen, die wir anders erzählen könnten?
Information
- Show
- FrequencyEvery two weeks
- Published3 June 2026 at 14:25 UTC
- Length47 min
- Season1
- Episode6
- RatingClean
