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Der erste Eindruck - direkt nach dem Kino - in etwa 12 Minuten und spoilerfrei, versprochen. Das ist unser Kerngeschäft. Ansonsten echte Liebe für japanische Filme, eine Schwäche für Science-Fiction und ungebrochene Entdeckungslust für bekannte und unbekannte Klassiker.

  1. 9h ago

    Folge 1430: DIE FRAU, DIE SINGT – INCENDIES

    Wir nehmen unsere Podcast-Episoden immer direkt nach dem Kino auf – bei der Aufnahme, die wir nach DIE FRAU, DIE SINGT aufgenommen haben, kann man hören, wie angeschlagen wir sind. Im Mittelpunkt des Dramas steht Nawal, eine Frau, die aus dem Libanon stammt und mit ihren beiden mittlerweile erwachsenen Zwillingskindern, einer Tochter und einem Sohn, in Kanada lebt. Nach ihrem Tod erhalten die Kinder zwei Briefe: einen Brief, den sie an den unbekannten Vater aushändigen sollen, und einen Brief, den sie einem Halbbruder geben sollen, von dessen Existenz sie nichts wussten. Sie machen sich auf den Weg und erfahren im Libanon die erschütternde Geschichte ihrer Herkunft … Denis Villeneuve erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen: einmal das dramatische Leben von Nawal in einem Bürgerkrieg, der das Land und die Menschen verheert, ein Leben voller Liebe, Hass, Ablehnung, Mord, Gefangenschaft und Folter. Auf der zweiten Ebene die Suche der Zwillinge nach dem Vater und dem Bruder, in der sie nach und nach Zeitzeugen finden, die vom Schicksal ihrer Mutter Nawal berichten. Die Geschichte nimmt immer mehr biblische Ausmaße an, eine klassische, griechische Tragödie in einem absolut realistisch erzählten Rahmen. Als wäre die Handlung nicht schon berührend und schockierend genug, findet Denis Villenueve dafür intensive Bilder, die sich uns eingebrannt haben (der brennende Bus!). Mit belegter Stimme direkt nach dem Kino am Mikrofon: Bettina, Katharina, Götz und Thomas.

    Folge 1430: DIE FRAU, DIE SINGT – INCENDIES
  2. Sep 18

    Folge 1424: TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA - Großer Spaß und kleiner Tod

    Ich bewundere Regisseurin Jane Schoenbrun für die unbekümmerte Art, wie sie eine Meta-Slasher-Groteske inszeniert, ohne sich auch nur einen Deut um Genre-Gesetze und Publikumserwartungen zu scheren. Allein schon die ersten Minuten, die Geburt, Ruhm, Ausbreitung, Absturz und Verachtung eines Horror-Franchises im Schnelldurchlauf zeigen, sind eine liebevolle, kreative und sachkundige Hommage und Parodie der großen Slasher-Reihen. Aber Schoenbrun arbeitet sich nicht an diesen Filmen ab – sie zeigt eine ganz eigene Geschichte: Eine Independent-Regisseurin (Hannah Einbinder), die die abgewirtschaftete Camp-Miasma-Slasher-Reihe irgendwie woke, irgendwie frisch, neu starten soll. Aber sie weiß nicht wie – bis sie auf die Hauptdarstellerin bzw. das Final Girl (herausragend als Diva: Gillian Anderson) des ersten Camp Miasma-Films stößt. Die beiden charismatischen Frauen nähern sich auf verschiedenen Ebenen an. Es entsteht ein faszinierender Reboot mit unerwarteten Wendungen, der schnell die Oberfläche der üblichen Genreparodien hinter sich lässt und irgendwo zwischen Freud und Marx, zwischen Erotik und Blutfontänen dahin geht, wo weder ein Arthouse-Film noch ein Slasher-Film jemals zuvor gewesen ist. Ein richtiger Festivalfilm – und das ist ein Kompliment. Filmwissenschaftler werden sich die Finger wundtippen bei der Analyse von CAMP MIASMA: die queere Anziehung, das Spannungsfeld von Angst, Gefahr, Gewalt und Sexualität, die Abrechnung mit dem Film-Business, der ebenso subtile wie groteske Humor. Viel Stoff zum Nachdenken auf der einen Seite, aber auch einfach ein großer Spaß auf der anderen Seite. Absolut sehenswert. Direkt nach dem Film gut gelaunt am Mikrofon: Anke, Marc und Thomas.

    Folge 1424: TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA - Großer Spaß und kleiner Tod

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Der erste Eindruck - direkt nach dem Kino - in etwa 12 Minuten und spoilerfrei, versprochen. Das ist unser Kerngeschäft. Ansonsten echte Liebe für japanische Filme, eine Schwäche für Science-Fiction und ungebrochene Entdeckungslust für bekannte und unbekannte Klassiker.

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