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Der erste Eindruck - direkt nach dem Kino - in etwa 12 Minuten und spoilerfrei, versprochen. Das ist unser Kerngeschäft. Ansonsten echte Liebe für japanische Filme, eine Schwäche für Science-Fiction und ungebrochene Entdeckungslust für bekannte und unbekannte Klassiker.

  1. 1d ago

    Folge 1422: DAS ENDE DER STERNE - Die Liebe in den Zeiten der Pandemie

    Achtung, diesmal SPOILERN wir, sowohl hier im Text als auch im Podcast. Nach dem Trailer hatte ich etwas anderes erwartet: einen postapokalyptischen Actionthriller, düster und niederschmetternd, weil einem Protagonisten ans Herz wachsen, die dann nach und nach sterben. So sind die Genre-Vorgaben. Es geht erst einmal langsam los, wir begleiten den Piloten Hig (Jacob Elordi) auf seinen Streifzügen durch das fast menschenleere Denver. Es fühlt sich lange Zeit an, wie eine realistische und ruhige Version von THE OMEGA MAN (I Am Legend) und dann wie A BOY AND HIS DOG. Aber irgendwann trifft Hig auf Cima, eine junge Frau (Margaret Qualley). Beide haben in der pandemischen Apokalypse ihre Partner verloren und nähern sich ganz langsam an. Auch wenn zwischendurch marodierende Banden für Lebensgefahr und Spannung sorgen, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hier um eine postapokalyptische Version von JENSEITS VON AFRIKA handelt. Es geht um Hig und Cima und die respektvolle und anständige Art, wie diese beiden Menschen in einer gesetzlosen Welt nach dem Ende der Zivilisation miteinander umgehen. Es geht um die Frage, ob man gut sein und bleiben kann in einer bösen, gescheiterten Welt. Ridley Scott wählt dafür zurecht eine ruhige Erzählweise und dreht wunderbare Bilder fast komplett in einer Natur, von der wir erkennen, dass sie bleiben wird, wenn wir längst verschwunden sein werden – durch eine Pandemie oder was auch immer. Im Podcast direkt nach dem Kino sind wir ganz unterschiedlicher Meinung und diskutieren zu siebt über Pacing und Musik, über ein absurdes Zwischenspiel, über Higs Hund und ein Happy End unter Sternen. Am Mikrofon: Johanna, Anke, Gabriele, Heidi, Marc, Tom und Thomas.

    Folge 1422: DAS ENDE DER STERNE - Die Liebe in den Zeiten der Pandemie
  2. Aug 8

    Folge 1420: SPIDER-MAN – BRAND NEW DAY – Peter allein zu Haus

    Peter Parker steht wieder am Anfang: Nach all den Abenteuern, sogar mit den Avengers im All, ist er plötzlich wieder ein Niemand. Selbst sein bester Freund Ned kennt ihn nicht mehr und viel schlimmer noch: MJ kann sich überhaupt nicht an Peter Parker erinnern. Wir erleben ihn wieder als sehr nahbaren Charakter, ein junger Mann, der sich vor lauter Liebeskummer kopfüber in die Superheldenarbeit wirft, bis ihn der Stress in die Knie zwingt. Da ist genau die Coming-of-Age-Melancholie zu spüren, die Spider-Man schon in den Comics zum interessantesten Superhelden gemacht hat. Mit ihm konnten wir uns als junge Leser identifizieren. Und niemand konnte das bislang so gut verkörpern wie Tom Holland. In SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY schwingt ein düsterer Ton mit – von Trauer um die Mutterfigur May, Trauer um die verlorene große Liebe, Trauer um den verlorenen besten Freund und Angst die Kontrolle zu verlieren und die eigenen Werte preiszugeben. Die Gegenspielerin erweist sich ebenfalls als verzweifelter Charakter: Sadie Sink, die mit STRANGER THINGS berühmt wurde, steigt hier in das Marvel Cinematic Universe ein und ich fresse einen Besen, wenn sie nicht in kommenden Filmen noch eine große Rolle spielen wird. Ihr Auftritt hier ist auf jeden Fall sehr beeindruckend und erinnert stark an den unterschätzten Film FALLEN (1998) mit Denzel Washington. Im Podcast direkt nach dem Kino kommen acht verschiedene Stimmen und Meinungen zu Wort – vom Wunsch in dieser Welt von Spider-Man zu bleiben und einfach im Kino gleich sein nächstes Abenteuer anzuschauen, über den Wunsch nach weniger vorhersehbaren Geschichten bis hin zur Enttäuschung über einzelne Nebendarsteller ist alles dabei. Aber die Runde ist sich einig: SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY ist visuell sehr gelungen und sehr unterhaltsam. Das Kino auf jeden Fall war an einem Werktag ausverkauft und Applaus gab es auch. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Anke, Johanna, Gabriele, Katharina P., Marc, Harald, Tom und Thomas.

    Folge 1420: SPIDER-MAN – BRAND NEW DAY – Peter allein zu Haus
  3. Jul 25

    Folge 1419: DIE ODYSSEE - Ein Mann will nach Hause

    Eines vorweg: Christopher Nolan hat das Epos von Homer (und das Publikum) mit Respekt behandelt. Gerade für Zuschauer, die sich kaum oder gar nicht mit griechischer Mythologie oder den Geschichten rund um den trojanischen Krieg auskennen, ist Nolans Film ein wirklich guter Einsteig. Mich hat begeistert, wie viel in der Pause und nach dem Kino von fast allen Zuschauern über die Menschen, Monster und Götter der Odyssee gefragt, geantwortet und diskutiert worden ist. Vom Gilgamesch-Epos abgesehen sind Ilias und Odyssee die ältesten literarischen Werke, die wir kennen – mit Odysseus als einem modernen Helden, der neugierig und eigensinnig ist und lieber auf seinen eigenen scharfen Verstand vertraut als auf die Götter. Nolan entblättert nach und nach seine depriminierende Botschaft: Wir selbst sind der Untergang unserer Zivilisation – und er zeigt Odysseus (Matt Damon) als den klügsten Krieger, der nicht nur den Trojanischen Krieg mit seiner List gewinnt sondern auch die Schuld erkennt, die die siegreichen Griechen mit dem Massaker in Troja auf sich geladen haben. Ein Held mit posttraumatischer Belastungsstörung, der in den Armen der Nymphe Calypso (Charlize Theron) seine schrecklichen Erinnerungen verdrängt. Nolans ODYSSEE wirkt in keiner Szene wie ein Sandalenfilm, weil immer an realen, wunderbar ausgesuchten Orten gedreht wurde und CGI-Effekte zwar existieren aber praktisch unsichtbar sind. Im Podcast direkt nach dem Kino sind wir unterschiedlicher Meinung und sprechen über Frauenfiguren, nonlineares Erzählen, über Vorteile und Nachteile einer Starbesetzung und ob Nolan mit IMAX einer fixen Idee nachgejagt ist, die dem Film vielleicht nicht gut getan hat … Am Mikrofon nach drei Stunden Kino: Heidi, Johanna, Anke, Marc, Tom und Thomas. Thomas war zu seiner großen Freude Gast bei Christian im Filmpodcast Second Unit und die beiden haben sich etwas ausführlicher mit Nolans Film beschäftigt – 2,5 Stunden :-) Wir empfehlen: Erst Film schauen, dann bei SchönerDenken ersten Eindruck hören, dann die Langfassung bei Second Unit (aber immer noch kürzer als der Film).

    Folge 1419: DIE ODYSSEE - Ein Mann will nach Hause

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Der erste Eindruck - direkt nach dem Kino - in etwa 12 Minuten und spoilerfrei, versprochen. Das ist unser Kerngeschäft. Ansonsten echte Liebe für japanische Filme, eine Schwäche für Science-Fiction und ungebrochene Entdeckungslust für bekannte und unbekannte Klassiker.

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