50 avsnitt

«Dini Mundart – Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum Klingen.

Lesungen von MundartautorInnen, Lieder von MundartsängerInnen, Geschichten und Beiträge zur Mundartkultur von Freiburg bis ins St.Galler Rheintal und von Schaffhausen bis zu den Walsern.

 

Dini Mundart Schnabelwei‪d‬ Schweizer Radio und Fernsehen

    • Samhälle och kultur
    • 5.0 • 1 betyg

«Dini Mundart – Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum Klingen.

Lesungen von MundartautorInnen, Lieder von MundartsängerInnen, Geschichten und Beiträge zur Mundartkultur von Freiburg bis ins St.Galler Rheintal und von Schaffhausen bis zu den Walsern.

 

    «Red nid so wüescht, pftammi!»

    «Red nid so wüescht, pftammi!»

    Wie früher geflucht wurde. Wie man sich in anderen Ländern beschimpft. Warum man überhaupt wüste Wörter braucht. Gastgeberin Nadia Zollinger im Gespräch mit Mundartredaktor Markus Gasser.

    Nadia meint, so schlimm wie «di hüttigi Jugend» habe noch nie jemand geflucht. Sie denkt an «Figg dini Muetter» und Ähnliches. Markus widerspricht: Im Spätmittelalter wurde so derb geflucht, dass auch ein abgekochter moderner Rapper oder ein «stärnsverruckte» Wutbürger schamrot werden könnte. Nur, eine Beschimpfung wie «gehigende zers-futt-pfaffen-huoren» aus dem 15. Jahrhundert muss man erst verstehen! Markus klärt auf.

    Wie wurde früher geflucht im Vergleich zu heute? Wie fluchen und schimpfen die verschiedenen Länder und Kulturen? Warum fluchen wir überhaupt? Ein lustvolles Gespräch über ein tabuisiertes Sprachregister.

    Familienname Kirchmeier

    Wie immer wird auch ein Familienname erklärt: Dieses Mal ist es der Name «Kirchmeier» - der auf ein kirchliches Amt zurückgeht.

    • 56 min
    Béla Rothenbühler: «Provenzhauptschtadt»

    Béla Rothenbühler: «Provenzhauptschtadt»

    Ein Mundartroman auf Luzerndeutsch: Béla Rothenbühler erzählt in «Provenzhauptschtadt» von einem jungen Mann, der sich während der Fussball-WM 2018 in einem psychotischen Wahn verliert.

    Thomas Müller, der Protagonist von «Provenzhauptschtadt», stellt sich auf einen gemütlichen Sommer 2018: Auf der Dachterasse den Schwalben zuschauen, einen Lillet trinken, im «Pablic Viuing» die WM-Spiele schauen.

    Vom Liebskummer zum Wahn

    Doch dann verliebt sich Thomas zum dritten Mal in seinem Leben in eine «Schanti», in eine Chantal. Das Unheil nimmt seinen Lauf und Thomas sieht plötzlich Parallelen zwischen sich und seinem Namensvetter, dem deutschen Fussballspieler Thomas Müller: Wenn dieser gut spielt, dann ergeht es auch ihm gut - und umgekehrt. Und 2018 ist gar keine gute WM für Deutschland und Thomas Müller...

    Gespräch und Lesung

    Der Autor von «Provenzhauptschtadt», Béla Rothenbühler, liest in der Sendung «Dini Mundart» aus seinem luzerndeutschen Roman. Und er spricht mit Mundartredaktor André Perler darüber: Etwa, was an Luzern so provinziell ist.

    Fritz Widmer: Der Troubadour im Schatten von Mani Matter

    Ausserdem in der Sendung: Martin Hauzenberger hat eine Biografie über den Emmentaler-Berner Trobadour Fritz Widmer geschrieben - voll von Anekdoten und Überraschungen. Wir stellen das Buch vor.

    Familiennamen Glatz, Reidhaar, Tschupp, Tschopp und Tschudin

    This Fetz, Redaktor beim Schweizerdeutschen Wörterbuch, dem sogenannten Idiotikon, erläutert fünf Familiennamen, die alle auf einen Übernamen zurückgehen, der mit der Haarpracht eines Vorfahren zu tun hat. Oder, wie im Fall von Glatz, auf die offensichtliche Abwesenheit dieser Haarpracht. Ausserdem räumt er mit einigen Mythen auf, etwa, dass «Tschudin» aus dem Russischen komme.

    Und es gibt auch Antworten auf die Fragen, woher der Gottschalkenberg im Kanton Zug seinen Namen hat und woher die Redewendung «Er kann Corona» oder «Sie kann Krise» kommt.

    Buch-Tipps:

    * Béla Rothenbühler: Provenzhauptschtadt. Roman. Der gesunde Menschenversand 2021.
    * Martin Hauzenberger: Fritz Widmer. Der Berner Troubadour aus dem Emmental. Biografie. Zytglogge 2021.

    • 54 min
    Elsass-Folk-Pop: «E betzi Müsk met m Babüsk»

    Elsass-Folk-Pop: «E betzi Müsk met m Babüsk»

    «Babüsk» ist die Abkürzung für «Baïtza Büewa Speziàl Klub». Hinter dieser Folk-Pop-Band stehen vier Elsässer, die mit traditionellen und neueren Volksliedern aus ihrer Heimat in Wirtshäusern und an Dorffesten auftreten. Luzia Stettler hat Babüsk bei den Proben im Elsässischen Guevenatten besucht.

    Ludowig Renoir ist Hufschmied, Jean-Sébastien Ineich arbeitet als Hypotherapeut, Bernard Schittly und François ChuSinChung sind Lehrer. Ihre Muttersprache ist Französisch, aber durch die Beschäftigung mit dem altem Liedgut ihrer Heimat haben sie für sich den Charme und den Wert der elsässischen Kultur und Sprache entdeckt.

    Ludowig Renoir, dessen Mutter eigentlich aus Mulhouse stammt, bedauert sehr, dass man in seiner Familie nie den lokalen Dialekt gepflegt hat. Bernard Schittly macht die Regierung für das Absterben des Elsässischen im Alltagsgebrauch verantwortlich: «Auch die Basken, die Bretonen oder die Menschen in der Provence haben ihre Sprache bereits aufgegeben.» Jetzt seien die Elsässer an der Reihe, «und wir sind schon weit unten.»

    Wie sehr gerade die ältere Bevölkerung emotional noch am Elsässischen hängt, merken die Babüsk-Leute immer wieder, wenn sie vor Publikum spielen. «Viele Zuhörerinnen und Zuhörer reagieren gerührt; sie spüren, wie diese alten Volkslieder etwas in ihrer Seele aufwühlen. Luzia Stettler hat die Babüsk-Männer bei den Proben besucht und mit ihnen über ihre musikalische Arbeit gesprochen.

    Edgar Zeidler «Am And vom Liad»
    Auch Edgar Zeidler weiss um den fragilen Schatz des Elsässischen Kulturgutes. Seit Jahren setzt sich der Dichter, Dozent und Mundartforscher aus Colmar für die Gleichstellung des Elsässischen neben Hochdeutsch und Französisch ein. Die Verse in seinem neuen, wunderbaren Gedichtband «Am And vom Liad» sind denn auch konsequent dreisprachig verfasst.

    «Längwyligi Zyte»
    Im Jahr 1920, während einer verheerenden Maul- und Klauenseuche in der Schweiz, verfasste die Emmentaler Dichterin Lina Wisler-Beck ein Quarantänegedicht mit dem Titel «längwyligi Zyte». Es klingt in jeder Zeile so tagesaktuell, als hätte es eine pandemiemüde Zeitgenossin verfasst! Die Autorin hat das Gedicht 1988, als Neunzigjährige, in einem Gespräch mit Franz Hohler am Radio vorgelesen. Wir hören es nach!

    «hindedrii isch ghofstettneret»
    Ausserdem erklärt This Fetzer vom Schweizerischen Idiotikon den Familiennamen «Helg» und Mundartredaktor Markus Gasser den seltsamen Ausdruck «hindedrii isch ghofstettneret», der in der Nordwestschweiz früher geläufig war und sich in kulturhistorisch interessanter Art auf die Gemeinde Hofstetten im Leimental bezieht.

    • 57 min
    Das Kauderwelsch von Behörden und PolitikerInnen

    Das Kauderwelsch von Behörden und PolitikerInnen

    Was ist so lustig daran, wenn Bundesrat Merz über Bündnerfleisch redet? Und warum haben wir seinerzeit so mitlachen müssen, als es ihn «vertätscht» hat?

    Gastgeberin Nadia Zollinger und Mundartredaktor Markus Gasser diskutieren über die Sprache der Politik. Nadia versteht bei Parlamentsreden nur Bahnhof und muss das Abstimmungsbüchlein mehrfach lesen, um den Inhalt zu begreifen. Sie fragt sich deshalb, weshalb diese Sprache so unglaublich kompliziert sein muss. Markus meint, das habe seine Gründe und entwirft eine Art Bauanleitung für Beamtensprache.

    Zudem vergeben die beiden die «Goldmedaille der Verständlichkeit» im Parlament und untersuchen, wie komplex die verschiedenen Parteien sprachlich unterwegs sind.

    Familienname Hürlimann
    Gabriela Bart, Redaktorin beim Schweizerdeutschen Wörterbuch, erläutert ihre Recherchen zum Familiennamen Hürlimann, der in den Kantonen Zug und Zürich alt beheimatet ist. Unter anderem kann sie belegen, dass die Zuger Hürlimann aus dem Appenzellischen eingewandert sind. Sie zitiert einen Beleg aus dem Jahr 1487, eine Hochzeitsurkunde von einem Hermann Hürlimann, der aus Appenzell stammt und in Walchwil eine Trin Küning heiratet. Natürlich erklärt Gabriela Bart auch die ursprüngliche Bedeutung des Namens.

    • 52 min
    Magazin: Dialäkt oder Mundart – spannende Variation

    Magazin: Dialäkt oder Mundart – spannende Variation

    Immer wieder fragen wir bei Dialektthemen nach richtig oder falsch. Ein Radiohörer fragt, ob man in der Schweiz besser «Dialäkt» oder «Mundart» sage. Das Dini-Mundart-Magazin schaut Variationen an und zeigt verschlungene Wege auf.

    Im Mittelpunkt des Dini-Mundart-Magazins stehen jeweils Wort- und Namenerklärungen. Diesmal geht es um Varianten und Variationen im Lauf der Zeit.

    In der Deutschschweiz werden die Begriffe Dialekt und Mundart heute gleichbedeutend gebraucht. In Deutschland ist das anders – und auch bei uns kann jede Person ihren Favoriten wählen. Um Variation geht es auch bei anderen Begriffen, die Christian Schmutz live erklärt: Kann man in der Deutschschweiz auch «Ambiente» statt «Ambiance» sagen? Und wo sagt man «für wän?», wo «für wär?» und wo gar «für wäm?» Es gibt Antworten mit grossem Aha- und Oho-Potenzial.

    «Swiss Music Abwart»

    Die Idiotikon-Redaktion erläutert den Familiennamen Wettstein. Und Christian Schmutz hat als Tipp aus der Sprachwelt den Spreng dabei. Das gigantische Wörterbuchprojekt des Johann Jakob Spreng war 250 Jahre im Archiv der Uni Basel verschollen.

    Gregi Sigrist von der SRF-Musikredaktion lässt schliesslich hinter die Kulissen des neuen Mundartlieds «Swiss Music Abwart» von Hermann blicken. Das vielfältige Album «K.O.Boomer» der Luzerner Band erscheint am 12. März.

    TIPP:

    Johann Jakob Spreng, Nicolas Fink (Hg.): Unerhörte Auswahl vergessener Wortschönheiten aus Johann Jakob Sprengs gigantischem, im Archive gefundenen, seit 250 Jahren unveröffentlichten deutschen Wörterbuch. Verlag Das kulturelle Gedächtnis 2021.

    Hermann: Swiss Music Abwart. Musik-Single 2021.

    • 52 min
    Falsche Freunde aus fremden Sprachen

    Falsche Freunde aus fremden Sprachen

    Das «Handy» ist im Englischen ein «cell phone» oder «mobile phone». Und «public viewing» in England, das ist eine Leichenschau. Solche Falsche Freunde, besonders aus dem Englischen, können ziemlich peinliche Missverständnisse provozieren!

    Über Falsche Freunde und Scheinanglizismen diskutieren Nadia Zollinger und Markus Gasser in der Sendung. Und für einmal gibt es nichts zu streiten. Die beiden sind sich einig: Scheinanglizismen wie «Handy» oder «Showmaster» und Falsche Freunde wie «sensible» - das eben NICHT «sensibel» bedeutet – das sind fiese sprachliche Fallgruben.

    Ob sie nur interessant oder tatsächlich auch falsch sind, das bleibt trotzdem diskutabel. Ausserdem, kleiner Spoiler: Falsche Freunde gibt es auch zwischen den Mundarten! Stichworte «Moore» oder «Scheiche».

    Familienname Schönbächler

    Zudem erklärt Hans-Peter Schifferle vom Schweizerischen Idiotikon den Familiennamen Schönbächler, der typisch für Einsiedeln ist, der aber auch etwas mit dem Elsass zu tun hat!

    • 53 min

Kundrecensioner

5.0 av 5
1 betyg

1 betyg

Mest populära podcaster inom Samhälle och kultur

Andra som lyssnade prenumererar på

Mer av Schweizer Radio und Fernsehen