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Handelsblatt Today ist der börsentägliche Podcast aus dem Newsroom des Handelsblatts. Wir analysieren die relevantesten Themen des Tages und beschreiben deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Dafür sprechen wir mit Analysten, Branchenexperten, Politikern und Handelsblatt-Korrespondenten aus aller Welt.

Wir schauen auf die spannendsten Entwicklungen an den Leitbörsen und sprechen mit unseren Experten über verschiedene Anlageformen wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe. Außerdem ordnen wir die wichtigsten geldpolitischen Entscheidungen und Nachrichten aus der Unternehmenswelt für Anlegerinnen und Anleger ein.

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    USA schießen mutmaßlichen Spionageballon aus China ab – die Folgen / Die wichtigsten Infos zum Ionos-Börsengang

    USA schießen mutmaßlichen Spionageballon aus China ab – die Folgen / Die wichtigsten Infos zum Ionos-Börsengang

    Das Verhältnis zwischen den beiden Supermächten USA und China gilt ohnehin schon als angespannt. Nach dem Abschuss eines mutmaßlichen chinesischen Spionageballons vor der Küste des US-Bundesstaates South Carolina wächst nun die Sorge, dass sich der Konflikt weiter zuspitzen könnte.

    Tagelang flog der Ballon über amerikanisches Territorium, bevor er am Samstag von US-Kampfjets abgeschossen wurde. China weist die Spionagevorwürfe zurück und spricht von einem zivilen Forschungsballon, der durch starke Winde abgetrieben worden sei. Der Abschuss sei aus der Sicht des chinesischen Außenministeriums eine „offensichtliche Überreaktion“ der USA gewesen.

    „China bemüht sich um Deeskalation“, sagt Handelsblatt-China-Korrespondentin Sabine Gusbeth im Podcast. Die Wortwahl aus dem chinesischen Außenministerium sei vergleichsweise zurückhaltend.

    Denn die chinesische Staatsführung habe eigentlich ein Interesse daran, das Verhältnis zu den USA zu verbessern. „Sie hofft auf Investitionen und Technologie aus dem Ausland, um die schwächelnde Wirtschaft anzukurbeln“, erklärt Gusbeth im Gespräch mit Host Anis Micijevic.

    Außerdem: Der Internetdienstleister und Telekomkonzern United Internet will seine Webhosting-Tochter Ionos an diesem Mittwoch an die Frankfurter Börse bringen. Handelsblatt-Reporter Arno Schütze erklärt, wie interessierte Privatanleger die Aktie vor dem Börsendebüt zeichnen können.

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    • 29 min
    Droht in Indien ein zweites Wirecard? Vorwurf der Bilanzfälschung gegen Adani-Konzern

    Droht in Indien ein zweites Wirecard? Vorwurf der Bilanzfälschung gegen Adani-Konzern

    Der indische Mischkonzern Adani ist ins Visier von Hedgefonds geraten – und verlor innerhalb einer Woche mehr als 100 Milliarden Euro an Börsenwert. Droht in Indien ein zweites Wirecard?
    Den meisten Menschen in Deutschland dürfte der Name des indischen Mischkonzerns Adani bislang kaum bekannt gewesen sein. Doch seit der US-Hedgefonds Hindenburg Research dem Infrastruktur-Unternehmen unter anderem Bilanzfälschung und Kursmanipulation vorgeworfen hat, ist Panik in der internationalen Finanzwelt ausgebrochen: Innerhalb von nur einer Woche gingen nach Bekanntwerden der Vorwürfe mehr als 100 Milliarden US-Dollar an Börsenwert verloren.

    Handelsblatt-Korrespondent Mathias Peer fühlt sich daher an den Fall Wirecard erinnert – auch, wenn er bei der abschließenden Bewertung des Falls zur Vorsicht mahnt. „Im Fall von Wirecard haben sich die Vorwürfe erhärtet, bei Adani noch nicht“, so Peer. „Aber zumindest in der öffentlichen Kommunikation haben Wirecard und Adani viel gemeinsam.“ So seien auch bei Wirecard zunächst die Kritiker des Unternehmens öffentlich angefeindet worden. Ähnlich sei es nun bei Adani, wo die Attacke auf Adani auch als Attacke auf den Wirtschaftsstandort Indien wahrgenommen werde.

    „Damals haben die Shortseller schon sehr viele Fakten vorab auf den Tisch gelegt“, so Peer. Ähnlich sei es nun bei den Untersuchungen durch den Hedgefonds Hindenburg. Offen ist noch, wie tief auch westliche Banken bei Adani im Risiko stehen – und ob es dem Unternehmen gelingt, das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen.

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    Die Handelsblatt-Leserfavoriten in dieser Woche:

    [Immobilien: Vonovia stoppt alle Neubau-Projekte für das Jahr 2023](https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobilien-vonovia-stoppt-alle-neubau-projekte-fuer-das-jahr-2023/28953850.html)

    [Energie: Russland wird überschüssiges Gas kaum los](https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energie-russland-wird-ueberschuessiges-gas-kaum-los-/28942774.html)

    [Audi fehlen für 2023 konkurrenzfähige Elektroautos](https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/audi-fehlen-fuer-2023-konkurrenzfaehige-elektroautos/28947360.html)

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    • 27 min
    Wie ChatGPT unser aller Leben verändert / Chatbot im Mensch-Maschine-Interview: Moderiert KI künftig unseren Podcast?

    Wie ChatGPT unser aller Leben verändert / Chatbot im Mensch-Maschine-Interview: Moderiert KI künftig unseren Podcast?

    Der Erfolg des Chatbots ChatGPT hat einen regelrechten Wettlauf unter den Tech-Riesen ausgelöst: Microsoft arbeitet eng mit der Entwicklerfirma OpenAI zusammen und will Milliarden in das Unternehmen stecken. Der Nachfolgedienst GPT-4 könnte bald mit Microsofts Suchmaschine Bing kombiniert werden. Eine Premiumversion für 20 Dollar im Monat soll nach Angaben des Start-ups aus San Francisco ebenfalls kommen. ChatGPT basiert auf Künstlicher Intelligenz (KI) und wurde mit einer gewaltigen Datenmenge trainiert, um menschliche Sprache nachzuahmen.

    Der Facebook-Mutterkonzern Meta will noch in diesem Jahr mit eigenen neuen KI-Anwendungen ChatGPT Konkurrenz machen. Und der Suchmaschinen-Platzhirsch Google hat einen eigenen Chatbot namens Lamda in der Pipeline, dem ein ehemaliger Softwareingenieur sogar ein Bewusstsein zugeschrieben hat.

    Silicon-Valley-Reporter Stephan Scheuer spricht im Podcast über den KI-Wettlauf: „Das Beispiel OpenAI zeigt, dass es nicht unbedingt ein Gigant sein muss, der eine neue Technologie entscheidend mitprägt.“

    Lesen Sie hier die Handelsblatt-Titelgeschichte zum Thema: https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/chatgpt-sam-altman-der-mann-der-ihr-leben-veraendern-wird/28957638.html

    Scheuer glaubt, dass trotz aller Bedenken 2023 das Jahr der sogenannten generativen KI wird. Damit sind KI-Modelle gemeint, die eigenständig neue Texte oder Bilder erschaffen können, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.

    Das wiederum könnte laut Experten einschneidende Folgen für Berufsgruppen haben, die ihr Geld bislang mit der Produktion von Texten, Tönen oder Bildern verdient haben.

    Handelsblatt-Today-Host Anis Micijevic hat ChatGPT gefragt, ob er sich Sorgen um seinen Job machen muss. Die Antwort: „Ich denke, dass es in naher Zukunft unwahrscheinlich ist, dass ein Sprachmodell wie ich in der Lage sein wird, einen Job wie den des Moderators von Handelsblatt Today vollständig zu übernehmen.“

    Es sei jedoch wichtig zu beachten, dass die Technologie sich ständig weiterentwickle und es möglicherweise in der Zukunft Fortschritte geben werde, die diese Annahme in Frage stellen könnten, fügte der Chatbot im Mensch-Maschine-Gespräch hinzu.

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    • 43 min
    Inflation sinkt im Euro-Raum überraschend stark / Gute Zeiten für Anleihen: Worauf Anleger achten sollten

    Inflation sinkt im Euro-Raum überraschend stark / Gute Zeiten für Anleihen: Worauf Anleger achten sollten

    Anleihen feiern 2023 ihr Comeback: Daten der französischen Bank Société Générale zeigen, dass Unternehmen in Europa in diesem Jahr neue Anleihen im Volumen von rund 100 Milliarden Euro begeben haben. Der Januar ist damit mit Blick auf die Emissionen einer der besten Monate aller Zeiten.

    „Der Anleihemarkt wird jetzt vor allem für Privatanleger wieder interessanter, weil sie einen Ticken mehr an Zinsen bekommen als bei einer Bank“, sagt Anleihe-Händlerin Bianca Becker von der Börse Stuttgart im Podcast. Ähnlich wie beim Aktienmarkt richte sich der Fokus der Anleger auf die Aussagen der Notenbanker und die anstehenden Zinssitzungen der US-Notenbank Fed und der EZB.
    Mehr zum Thema lesen Sie hier: https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/anleihen/anlagestrategie-warum-viele-investoren-wieder-so-stark-auf-anleihen-setzen/28952434.html

    Außerdem: Die Inflationsrate im Euro-Raum ist im Januar auf 8,5 Prozent gesunken und damit stärker als erwartet. Im Dezember hatte die Teuerungsrate noch bei 9,2 Prozent gelegen. Analysten hatten für Januar einen Wert von 9,0 Prozent prognostiziert. Geldpolitik-Experte Jan Mallien erklärt im Interview, warum Ökonomen mit ihren Erwartungen so zurückhaltend waren und was das für die anstehende Zinssitzung der Europäischen Zentralbank bedeutet.
    Mehr zum Thema lesen Sie hier: https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/preisentwicklung-inflation-im-euro-raum-sinkt-ueberraschend-stark/28954898.html

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    • 34 min
    Für wen sich die betriebliche Altersvorsorge lohnt – und für wen nicht / Vonovia stoppt Neubau von Wohnungen

    Für wen sich die betriebliche Altersvorsorge lohnt – und für wen nicht / Vonovia stoppt Neubau von Wohnungen

    Mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) können Arbeitnehmer ihre Rentenlücke im Alter schließen oder zumindest verkleinern. Grundsätzlich hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf eine sogenannte Entgeltumwandlung.

    Dabei wird ein Teil des Einkommens für die betriebliche Altersvorsorge verwendet. Davon profitiert auch der Arbeitgeber, denn durch die Entgeltumwandlung sinkt das zu versteuernde Bruttogehalt des Arbeitnehmers und damit auch die Steuern und Sozialabgaben.

    Es gibt jedoch auch Nachteile: Im Alter müssen die Auszahlungen der Betriebsrente voll versteuert werden. Außerdem werden die kompletten Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung auf die Auszahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge fällig.

    Grundsätzlich gilt: „Je mehr der Arbeitgeber zuschießt, desto eher kann sich die bAV für Arbeitnehmer lohnen“, sagt Markus Hinterberger, Chefreporter im Handelsblatt-Geldanlage-Team. Es sollten jedoch mehr als 50 Prozent sein, noch besser seien zwei Drittel oder mehr, die der Arbeitgeber beisteuert.

    Im Gespräch mit Host Anis Micijevic erklärt Hinterberger, wie die Betriebsrente zustande kommt, wann eine Steuerfalle droht und was bei einem Jobwechsel passiert.

    Außerdem: Der Immobilienkonzern Vonovia hat aufgrund steigender Baukosten und Zinsen alle für 2023 vorgesehenen Neubauprojekte gestoppt. Was das für Mieter bedeutet, erklärt Handelsblatt-Reporter Julian Trauthig im Podcast.
    Mehr zum Thema lesen Sie hier: https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/immobilien-vonovia-stoppt-alle-neubau-projekte-fuer-2023/28953850.html

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    • 30 min
    Die Inflation sinkt, die Lebensmittelpreise bald auch? / Warum Europa auf Rohstoffe aus Südamerika angewiesen ist

    Die Inflation sinkt, die Lebensmittelpreise bald auch? / Warum Europa auf Rohstoffe aus Südamerika angewiesen ist

    Bundeskanzler Olaf Scholz ist für vier Tage nach Südamerika gereist. Die Reise zeigt klar, dass die Bedeutung des fernen Kontinents für Europa zunimmt. Denn viele südamerikanische Länder gelten als wichtige Lebensmittellieferanten und als elementare Exporteure wertvoller industrieller Rohstoffe.

    Ziel der Reise von Olaf Scholz ist deshalb auch, dass die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen der EU mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur wiederbelebt werden. Zu den Mercosur-Staaten gehören neben Brasilien auch Argentinien, Paraguay und Uruguay.

    Die Verhandlungen um die Gründung der größten Handelszone der Welt sind bereits 1999 gestartet, lagen aber lange Zeit auf Eis. Mit dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva an der Macht, könnte das Mercosur-Abkommen jetzt endlich zum Abschluss gebracht werden. "Die Europäer müssen jetzt zeigen, dass ihnen die Partnerschaft mit Südamerika am Herzen liegt, dass sie bereit sind, dort zu investieren", sagt Moritz Koch, Leiter des Handelsblattbüros in Brüssel, in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today.

    Das Abkommen wäre für Europa ein entscheidender Schritt, um sich neue Handelspartner zu erschließen und um sich unabhängiger von China zu machen. Eine wichtige Rolle spielen hierbei zum Beispiel die riesigen Reserven von Lithium in Chile. Der Rohstoff wird bei der Herstellung von Batterien benötigt und ist damit elementar für das Wachstum der Elektromobilität.

    Außerdem: Die Lebensmittelpreise sind im Laufe des Vorjahres auf ein Rekordhoch gestiegen. Im Dezember 2022 haben sich die Preise für Nahrungsmittel nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 19,76 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht. Am teuersten sind Speisefette und Speiseöle geworden. Doch auch für Molkereiprodukte und Eier sind die Preise erheblich gestiegen. Nun aber scheint es für Verbraucher Grund zur Hoffnung zu geben.

    “Es gibt mehrere Gründe, warum wir davon ausgehen, dass die Verbraucherpreise wieder rückläufig sein werden”, sagt die Makroökonomin Kerstin Bernoth in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today. Ein wichtiger Faktor ist die positive Entwicklung der Inflation. Teils hätten Akteure von der bisherigen Inflation profitiert.

    Zu den Inflationsgewinnern zählten beispielweise Landwirte. “Agrarwirte haben 2022 stark gestiegene Unternehmensgewinne, obwohl die Produktionskosten durch die hohen Energiekosten und gestiegenen Getreidekosten und Futtermittel gestiegen sind”, so Bernoth. Preissteigerungen auf dem Weltmarkt würden die höheren Kosten für Landwirte gerade wettmachen.
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