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Vertiefende Gespräche mit herausragenden Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Die Sternstunde Philosophie vermittelt lebensnahe Denkanstösse zu zentralen Fragen unserer Zeit.

Sternstunde Philosophi‪e‬ Schweizer Radio und Fernsehen

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Vertiefende Gespräche mit herausragenden Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Die Sternstunde Philosophie vermittelt lebensnahe Denkanstösse zu zentralen Fragen unserer Zeit.

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    Hans-Johann Glock – Tiere verstehen, aber wie?

    Hans-Johann Glock – Tiere verstehen, aber wie?

    Delphine geben sich Namen. Elefanten erkennen sich im Spiegel. Und manche Zwergschimpansen verstehen Englisch. Was geht im Kopf dieser klugen Tiere vor? Was denkt ein Krake? Und haben Ameisen ein Bewusstsein? Yves Bossart spricht mit dem Philosophen Hans-Johann Glock über den Geist von Tieren.

    Tiere sind nicht dumm. Sie können kommunizieren, vorausplanen, Werkzeuge verwenden, ja sogar täuschen. Manche Tiere sind ausgesprochen sozial, einzelne Arten haben gar einen Sinn für Gerechtigkeit. Wie machen Tiere das? Was bedeuten diese Erkenntnisse für unser Menschenbild? Und für unseren Umgang mit Tieren? Hans-Johann Glock ist Philosophie-Professor an der Universität Zürich und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Geist von Tieren. Yves Bossart spricht mit ihm über das Bewusstsein von Kraken und Krähen und fragt: Wie können Tiere denken, wenn sie doch keine Sprache haben? Und können wir jemals wissen, was eine Katze wirklich denkt?

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    Die Grenzen des Wissens

    Die Grenzen des Wissens

    «Ich weiss, dass ich nichts weiss» lautet der wohl berühmteste Satz der Philosophiegeschichte. Sokrates mahnte zur Demut: Unser Erkenntnisvermögen ist begrenzt. Doch unser Wissen nimmt jährlich zu. Könnte es also sein, dass wir dereinst alles wissen? Oder hat unser Wissenshorizont Grenzen?

    Welche Geheimnisse die Weiten des Alls bergen und was die Welt im Innersten zusammenhält: Kaum etwas hält uns mehr in Atem als die Suche nach neuem Wissen. Und doch stossen wir dabei immer wieder an Grenzen. Es ist gut, diese Grenzen zu kennen, sagt Wissenschaftsphilosoph Claus Beisbart. Denn was wir nicht wissen können, darüber lohne es sich auch nicht zu streiten. Doch werden die erbittertsten Kämpfe nicht viel mehr über Glaubens- als über Wissensfragen geführt? Und warum haftet dem Skeptizismus gegenwärtig etwas Problematisches an, wo doch Sokrates uns zur Skepsis ermahnte? Barbara Bleisch unternimmt mit Claus Beisbart eine Reise an die Grenzen unseres Wissenshorizonts und fragt nach dem Wert des Wissens, auch angesichts der Corona-Pandemie.

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    50 Jahre Frauenwahlrecht – Demokratie für (fast) alle

    50 Jahre Frauenwahlrecht – Demokratie für (fast) alle

    Vor 50 Jahren gestanden die Schweizer auch ihren weiblichen Mitbürgerinnen das Stimm- und Wahlrecht zu. Einer der krassesten Ausschlüsse aus der Schweizer Demokratie kam zu einem Ende. Doch auch heute dürfen nicht alle mitbestimmen. Warum eigentlich?

    Die Schweiz zelebriert sich gern als «Wiege der Demokratie». Die Hälfte der Bevölkerung schloss sie jedoch bis 1971 vom Mitbestimmungsrecht aus. Die Schweiz war damit eines der letzten Länder der Welt, das auch seinen weiblichen Mitbürgerinnen demokratische Rechte zugestand. Der Blick ins Ausland zeigt, dass in vielen Ländern die Frauen anfänglich von der Mitbestimmung ausgeschlossen blieben. Oft erteilte man vor den Frauen den Sklaven, dem Arbeitervolk und den Randständigen das Wahlrecht.

    Demokratie wurde dabei gern als männliches Unterfangen inklusive Saufgelage inszeniert, weiss die bekannte deutsche Historikerin Hedwig Richter. Patriarchale Ausschlussmechanismen griffen aber weiter, auch nachdem die Frauen das Wahlrecht erhalten hatten, so die Historikerin Fabienne Amlinger.

    Heute sind es nicht mehr die Frauen, sondern andere Gruppen, die im Vorzimmer der Macht auf Einlass warten, sagt die Politologin Silja Häusermann.

    Wer darf mitreden in einer Demokratie und wie verschaffen sich Ausgeschlossene Gehör? Barbara Bleisch diskutiert die Fragen mit den drei Expertinnen.

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    Wirtschaft nach Corona: Hochfahren oder umdenken?

    Wirtschaft nach Corona: Hochfahren oder umdenken?

    Der Shutdown rettet Leben. Aber er kostet. Der Staat verschuldet sich in Milliardenhöhe. Was heisst das für die nächsten Jahre? Welche Wirtschaft brauchen wir für die Zukunft? Yves Bossart im Gespräch mit der Spitzenökonomin Monika Bütler, Wirtschaftsprofessorin und Mitglied der Corona-Taskforce.

    Drei bis fünf Milliarden Franken pro Monat. So viel kostet der Shutdown, schrieb die NZZ kürzlich. Welche Folgen haben die Corona-Massnahmen für unsere Wirtschaft? Kommt die grosse Konkurswelle, die globale Rezession, die Inflation? Welche wirtschaftlichen Reformen braucht es für die Zukunft? Müssen wir uns gar verabschieden von unserem Lebensstil, vom ewigen Wachstum?

    Darüber spricht Yves Bossart mit Monika Bütler. Sie ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, Mitglied der Corona-Taskforce des Bundesrates und gilt als wichtigste Ökonomin der Schweiz.

    • 59 min
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    Mit Peter Schneider auf der Couch – Philosophie der Psychoanalyse

    Mit Peter Schneider auf der Couch – Philosophie der Psychoanalyse

    Die Diagnose-Handbücher psychischer Krankheiten werden immer dicker. Das zu beobachtende Kommen und Gehen psychischer Krankheiten irritiert. Werden wir irgendwann alle für verrückt erklärt? Barbara Bleisch fragt nach bei Psychoanalytiker Peter Schneider.

    Bin ich noch normal oder habe ich einen an der Waffel? Psychische Krankheiten rücken immer näher an die Grenze zur Gesundheit. Diagnosen können den Zugang zu Unterstützung ermöglichen, aber auch stigmatisierend wirken. Oft unterstehen sie dabei historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einflüssen. Peter Schneider teilt Sigmund Freuds aufgeklärtes Verständnis von Krankheit und plädiert in seinem Buch «Normal, gestört, verrückt» für einen gelasseneren Umgang mit Abweichenden. Barbara Bleisch fragt den Psychoanalytiker und Satiriker, woher unsere Sehnsucht nach Schubladisierung rührt, ob man sich in seiner Praxis nach wie vor auf eine Couch legt, und was das Konzept der Seele heute noch taugt.

    • 59 min
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    Philipp Blom: Die Natur schlägt zurück

    Philipp Blom: Die Natur schlägt zurück

    Wir Menschen stehen nicht über der Natur. Wir sind Teil von ihr, abhängig und verletzlich. Das zeigt die Pandemie ebenso wie die Klimakrise. Für den Bestsellerautor Philipp Blom ist klar: Unser Selbstbild und unser Wirtschaftssystem sind bankrott. Wir brauchen ein neues Lebensmodell für die Zukunft.

    «Menschen lernen nicht aus der Geschichte, aber sie reagieren auf Traumata», schreibt der deutsche Historiker und Philosoph Philipp Blom. Hinterlässt die Pandemie ein solches Trauma? Oder die Klimakrise?
    Nach Blom befinden wir uns derzeit am Ende von 3000 Jahren Kulturgeschichte. Am Anfang stand das göttliche Gebot: Macht euch die Erde untertan! Aufklärung, Industrialisierung und Kolonialismus folgten diesem Glauben.
    Damit ist jetzt Schluss, meint Blom: Ausbeutung, Wachstum und Selbstüberschätzung haben ausgedient. Die Menschheit braucht eine neue Meistererzählung, eine neue Zukunftsvision. Aber welche? Yves Bossart spricht mit dem zukunftsorientierten Historiker über unsere Zeitenwende und all das, was auf dem Spiel steht.

    • 57 min

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