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Meditationen und Gebete von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) am Kolosseum Karfreitag 2005 (8 Tage vor dem Tod des Seligen Johannes Paul II) Gelesen von Schwester Salome. Besuchen Sie Totus2us.com, das der Muttergottes gewidmet ist und von unseren heiligen Vätern Johannes Paul II, Benedikt XVI und Papst Franziskus inspiriert wurde.

Via Crucis - Kreuzweg 2005 - Totus2us Totus2us

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Meditationen und Gebete von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) am Kolosseum Karfreitag 2005 (8 Tage vor dem Tod des Seligen Johannes Paul II) Gelesen von Schwester Salome. Besuchen Sie Totus2us.com, das der Muttergottes gewidmet ist und von unseren heiligen Vätern Johannes Paul II, Benedikt XVI und Papst Franziskus inspiriert wurde.

    Jesus wird ins Grab gelegt - Vierzehnte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    Jesus wird ins Grab gelegt - Vierzehnte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    14 Station: Jesus wird ins Grab gelegt – BXVI Meditation: "Jesus, der Geächtete und Geschändete, wird ehrenvoll in ein neues Grab gelegt. Nikodemus bringt hundert Pfund einer Mischung aus Myrrhe und Aloe, die einen kostbaren Geruch ausströmen sollen. Es ist nun wie bei der Salbung in Bethanien – ein Übermaß, das uns an die verschwenderische Liebe, an den „Überfluß“ der Liebe Gottes erinnert, die sich in der Hingabe des Sohnes zeigt. Gott verschwendet sich selbst. Wenn Gottes Maß der Überfluß ist, sollte auch uns für Gott nichts zu viel sein. So hat es uns Jesus selbst in der Bergpredigt gelehrt (Mt 5, 20). Aber sollten wir dabei nicht auch an das Wort des heiligen Paulus denken, daß Gott „durch uns den Duft der Erkenntnis Christi... verbreitet. Denn wir sind Christi Wohlgeruch...“ (2 Kor 2, 14f). Im Verwesungsgeruch der Ideologien sollte unser Glaube wieder Duft sein, der auf die Spur des Lebens führt. In der Stunde der Grablegung beginnt sich aber vor allem das Wort Jesu zu erfüllen: „Amen. Amen. Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht“ (Joh 12, 24). Jesus ist zum gestorbenen Weizenkorn geworden. Von dem gestorbenen Weizenkorn her beginnt die große Brotvermehrung, die bis zum Ende der Welt anhält: Er ist Brot des Lebens, das im Überfluß für alle Menschheit reicht und ihr die Nahrung gibt, das, wovon der Mensch in Wahrheit lebt: das ewige Wort Gottes, das Fleisch und so Brot geworden ist für uns durch Kreuz und Auferstehung hindurch. Über dem Begräbnis Jesu leuchtet das Geheimnis der Eucharistie." Besuchen Sie Totus2us.com, das der Muttergottes gewidmet ist und von unseren heiligen Vätern Johannes Paul II, Benedikt XVI und Papst Franziskus inspiriert wurde.

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    Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner jungfräulichen Mutter gelegt - Dreizehnte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner jungfräulichen Mutter gelegt - Dreizehnte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    13 Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner jungfräulichen Mutter gelegt – BXVI Meditation: "Jesus ist gestorben, sein Herz wird von der Lanze des römischen Soldaten durchbohrt, und es entströmen ihm Blut und Wasser: geheimnisvolle Darstellung des Stroms der Sakramente, der Taufe und der Eucharistie, aus denen von dem geöffneten Herzen des Herrn her immer neu die Kirche geboren wird. Seine Gebeine werden nicht, wie die der beiden anderen Gekreuzigten, zerbrochen; so erweist er sich als das wahre Osterlamm, an dem kein Gebein zerbrochen werden darf (Ex 12, 46). Und nun, da alles durchlitten ist, zeigt sich, daß er trotz aller Verwirrung der Herzen, trotz der Macht von Haß und Feigheit nicht allein geblieben ist. Es gibt die Getreuen. Unter dem Kreuz waren Maria, seine Mutter, ihre Schwester Maria, Maria Magdalena und der Jünger gestanden, den er liebte. Nun kommt auch ein reicher Mann – Josef von Arimathäa: Der Reiche findet durch das Nadelöhr, weil Gott ihm die Gnade dazu schenkt. Er bestattet Jesus in seinem noch unberührten Grab in einem Garten: Der Friedhof wird zum Garten, wo Jesus begraben wird – zum Garten, aus dem Adam vertrieben wurde, als er sich von der Fülle des Lebens, von seinem Schöpfer losgerissen hatte. Das Grab im Garten läßt uns wissen, daß die Herrschaft des Todes zu Ende geht. Und es kommt ein Mitglied des Hohen Rates, Nikodemus, dem Jesus das Geheimnis der Wiedergeburt aus Wasser und heiligem Geist angekündigt hatte. Auch in dem Gremium, das seinen Tod beschlossen hatte, gibt es denjenigen, der glaubt und der Jesus gerade als Gestorbenen neu erkennt und bekennt. Über der Stunde der großen Trauer, der großen Verfinsterung und Hoffnungslosigkeit steht doch geheimnisvoll das Licht der Hoffnung. Der verborgene Gott ist doch der lebendige und der nahe Gott. Der gestorbene Herr bleibt doch der Herr und unser Retter, auch in der Nacht des Todes. Die Kirche Jesu Christi, seine neue Familie, beginnt sich zu formen." Besuchen Sie Totus2us.com, das der Muttergottes gewidmet ist und von unseren heiligen Vätern Johannes Paul II, Benedikt XVI und Papst Franziskus inspiriert wurde.

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    Jesus stirbt am Kreuze - Zwölfte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    Jesus stirbt am Kreuze - Zwölfte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    12 Station: Jesus stirbt am Kreuze – BXVI Meditation: "Über dem Kreuz Jesu steht in den beiden Weltsprachen von damals – griechisch und latein – und in der Sprache des auserwählten Volkes – hebräisch – wer er ist: der König der Juden, der verheißene Sohn Davids. Pilatus, der ungerechte Richter, ist wider Willen zum Propheten geworden. Vor der Weltöffentlichkeit wird Jesu Königtum proklamiert. Jesus selbst hatte den Titel Messias nicht zugelassen, weil er eine falsche – menschliche – Idee von Macht und von Rettung hervorgerufen hätte. Aber nun darf der Titel öffentlich dastehen – über dem Gekreuzigten. So ist er wirklich König der Welt. Nun ist er wahrhaft „erhöht“. In seinem Abstieg ist er aufgestiegen. Nun hat er radikal den Auftrag der Liebe erfüllt, er hat sich weggegeben von sich selber, und gerade so ist er nun die Erscheinung des wahren Gottes, des Gottes, der die Liebe ist. Nun wissen wir, wer Gott ist. Nun wissen wir, wie wahres Königtum aussieht. Jesus betet den Psalm 22, der mit den Worten beginnt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen...“ (Ps 22, 2). Er nimmt das ganze leidende Israel in sich auf, die ganze leidende Menschheit, die Not ihres Gottesdunkels und läßt so dort Gott erscheinen, wo er endgültig besiegt und abwesend scheint. Das Kreuz Jesu ist ein kosmisches Ereignis. Die Welt wird dunkel, wo Gottes Sohn dem Tod preisgegeben ist. Die Erde erbebt. Und am Kreuz beginnt die Kirche der Heiden. Der römische Hauptmann erkennt, bekennt Jesus als den Sohn Gottes. Vom Kreuz aus siegt er – immer neu." Besuchen Sie Totus2us.com, das der Muttergottes gewidmet ist und von unseren heiligen Vätern Johannes Paul II, Benedikt XVI und Papst Franziskus inspiriert wurde.

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    Jesus wird ans Kreuz genagelt - Elfte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    Jesus wird ans Kreuz genagelt - Elfte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    11 Station: Jesus wird ans Kreuz genagelt – BXVI Meditation: "Jesus wird ans Kreuz genagelt. Das Grabtuch von Turin gibt uns eine Vorstellung von der unerhörten Grausamkeit dieser Prozedur. Den angebotenen Betäubungstrunk trinkt Jesus nicht: Er nimmt den ganzen Schmerz der Kreuzigung bewußt auf sich. Sein ganzer Leib ist zerschlagen; die Worte des Psalms sind wahr geworden: „Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet“ (Ps 22, 7). „Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet... Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen“ (Jes 53, 3f). Halten wir inne vor diesem Bild des Schmerzes, vor dem leidenden Gottessohn. Schauen wir auf ihn hin in den Stunden der Selbstgerechtigkeit und des Genusses, damit wir lernen, Grenzen einzuhalten, das Vordergründige aller bloß materiellen Güter zu durchschauen. Blicken wir auf ihn hin in den Augenblicken der Not und der Anfechtung, um zu erkennen, daß wir gerade so Gott nahe sind. Versuchen wir, sein Gesicht zu erkennen in denen, die wir verachten möchten. Vor dem angeklagten Herrn, der seine Macht nicht gebrauchen wollte, um vom Kreuz herabzusteigen, sondern die Not des Kreuzes bis zum Ende durchgelitten hat, kann uns noch ein anderer Gedanke aufsteigen. Ignatius von Antiochia, selbst um des Herrn willen in Ketten gelegt, hat die Smyrnäer gelobt wegen ihres unerschütterlichen Glaubens: Sie seien gleichsam mit Fleisch und Blut angenagelt am Kreuz des Herrn Jesus Christus (1, 1). Lassen wir uns annageln an ihn und keiner Versuchung nachgeben, uns loszulösen und dem Spott zu folgen, der uns dies einreden will." Besuchen Sie Totus2us.com, das der Muttergottes gewidmet ist und von unseren heiligen Vätern Johannes Paul II, Benedikt XVI und Papst Franziskus inspiriert wurde.

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    Jesus wird seiner Kleider beraubt - Zehnte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    Jesus wird seiner Kleider beraubt - Zehnte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    10 Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt – BXVI Meditation: "Jesus wird seiner Kleider beraubt. Das Gewand weist dem Menschen seine soziale Stellung zu; es gliedert ihn in die Gesellschaft ein, macht ihn zu jemand. Die öffentliche Entblößung bedeutet, daß Jesus nun nichts mehr ist – ein Ausgestoßener, der Verachtung preisgegeben. Der Augenblick der Entblößung erinnert uns auch an die Ausstoßung aus dem Paradies: Der Glanz Gottes ist von dem Menschen abgefallen, nun findet er sich nackt und ausgesetzt, entblößt und schämt sich. Jesus nimmt die Situation des gefallenen Menschen auf diese Weise noch einmal auf. Der entkleidete Jesus erinnert uns daran, daß wir alle das „erste Gewand“, den Glanz Gottes verloren haben. Unter dem Kreuz würfeln die Soldaten dann um seine armselige Habe, um das Gewand. Die Evangelisten erzählen dies mit Worten aus dem Psalm 22, 19 und sagen uns damit das, was Jesus den Jüngern von Emmaus nach der Auferstehung sagen wird: All dies ist geschehen „gemäß der Schrift“. Nichts ist hier bloßer Zufall, all dieses Geschehen ist eingeborgen im Wort Gottes und getragen von seinem göttlichen Sinn. Der Herr durchschreitet alle Stationen und Stufen des menschlichen Verlorenseins, und jede dieser Stufen ist in aller Bitterkeit ein Schritt der Erlösung: Er führt gerade so das verlorene Schaf wieder heim. Erinnern wir uns auch noch daran, daß uns Johannes als Gegenstand der Verlosung das Untergewand Jesu nennt, das von oben her durchgewebt und ohne Naht war (19, 23). Wir dürfen darin eine Anspielung auf das Gewand des Hohenpriesters sehen, das „aus einem einzigen Faden genäht“ war, ohne Naht (Fl J a III 161). Er, der Gekreuzigte, ist in der Tat der wahre Hohepriester." Besuchen Sie Totus2us.com, das der Muttergottes gewidmet ist und von unseren heiligen Vätern Johannes Paul II, Benedikt XVI und Papst Franziskus inspiriert wurde.

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    Jesus fällt zum dritten Male unter dem Kreuz - Neunte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    Jesus fällt zum dritten Male unter dem Kreuz - Neunte Station des Kreuzes - von Kardinal Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI) - Totus2us

    9 Station: Jesus fällt zum dritten Male unter dem Kreuz – BXVI Meditation: "Was kann uns der dritte Fall Jesu unter dem Kreuz sagen? Wir haben an den Sturz des Menschen insgesamt gedacht, an den Abfall so vieler von Christus in einen gottlosen Säkularismus hinein. Müssen wir nicht auch daran denken, wie viel Christus in seiner Kirche selbst erleiden muß? Wie oft wird das heilige Sakrament seiner Gegenwart mißbraucht, in welche Leere und Bosheit des Herzens tritt er da oft hinein? Wie oft feiern wir nur uns selbst und nehmen ihn gar nicht wahr? Wie oft wird sein Wort verdreht und mißbraucht? Wie wenig Glaube ist in so vielen Theorien, wie viel leeres Gerede gibt es? Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ihm ganz zugehören sollten? Wie viel Hochmut und Selbstherrlichkeit? Wie wenig achten wir das Sakrament der Versöhnung, in dem er uns erwartet, um uns von unserem Fall aufzurichten? All das ist in seiner Passion gegenwärtig. Der Verrat der Jünger, der unwürdige Empfang seines Leibes und Blutes, muß doch der tiefste Schmerz des Erlösers sein, der ihn mitten ins Herz trifft. Wir können nur aus tiefster Seele zu ihm rufen: Kyrie, eleison - Herr, rette uns (vgl. Mt 8, 25)." Besuchen Sie Totus2us.com, das der Muttergottes gewidmet ist und von unseren heiligen Vätern Johannes Paul II, Benedikt XVI und Papst Franziskus inspiriert wurde.

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