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Deutsch lehren – ein spannender Job. Warum unterrichten Lehrer und Lehrerinnen in aller Welt die deutsche Sprache? Wie gestalten sie ihren Unterricht? Was lesen sie selbst gerne, was mögen sie an Deutschland? Lehrer und Lehrerinnen aus Europa, Afrika, Asien, Amerika und dem Nahen und Mittleren Osten erzählen von ihren Erfahrungen und geben den einen oder anderen Tipp.

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Deutsch lehren – ein spannender Job. Warum unterrichten Lehrer und Lehrerinnen in aller Welt die deutsche Sprache? Wie gestalten sie ihren Unterricht? Was lesen sie selbst gerne, was mögen sie an Deutschland? Lehrer und Lehrerinnen aus Europa, Afrika, Asien, Amerika und dem Nahen und Mittleren Osten erzählen von ihren Erfahrungen und geben den einen oder anderen Tipp.

    Chau aus Vietnam

    Chau aus Vietnam

    Deutschland, seine Kultur und seine Sprache sollte man am besten vor Ort kennenlernen: Das ist für die Deutschlehrerin und ihre Schüler essenziell. Denn so können Brücken zwischen Ländern gebaut werden.Name: Chau

    Land: Vietnam

    Geburtsjahr: 1985

    Beruf: Deutschlehrerin am Goethe-Institut

    Das mag ich an der deutschen Sprache:
    Die Grammatik, besonders die Deklination, die Konjugation der Verben und allgemein die Struktur der Sprache.

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    ich nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur liebe.

    Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
    München, weil München einfach München ist! Außerdem war es die erste Stadt meines ersten Aufenthaltes in Deutschland 2008. Ich habe noch viele Freunde dort.

    Mein deutsches Lieblingsessen:
    Brezeln mit Butter.

    Mein deutsches Lieblingssprichwort:
    „Ohne Fleiß kein Preis“. Man braucht nicht nur Intelligenz, um eine Sprache zu lernen, sondern man muss sich auch ein bisschen anstrengen.

    Meine deutschen Lieblingsbücher:
    „Der Vorleser“ und „Der Pianist“. Ich habe viel über die deutsche Geschichte erfahren. Dabei gefallen mir die Bücher besser als deren Verfilmungen.

    Mein Lektüretipp für den Deutschunterricht:
    Natürlich alles, was das Interesse der Deutschlernenden weckt. Auch Programme wie das PASCH-Programm sind sehr hilfreich. Einige meiner Schülerinnen und Schüler waren damit in Deutschland, haben die Kultur, die Sprache kennengelernt. Dadurch haben sie nicht nur selbst ihre Sprachkenntnisse verbessert, sondern waren auch im Unterricht eine große Hilfe, weil sie ihre Erfahrungen weitergeben konnten. Ich sehe sie als Brückenbauer zwischen zwei Ländern.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Vor allem die Artikel.

    Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrerin:
    Dass ich durch Aktivitäten und Wettbewerbe viele deutschlernende Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Regionen Vietnams kennengelernt habe. Und für mich persönlich: die Möglichkeit, an Fortbildungsprogrammen in Deutschland teilzunehmen und mich mit Kolleginnen und Kollegen im DaF-Bereich austauschen zu können.

    Dieses Interview entstand im Rahmen der Internationalen Deutscholympiade 2018. Sie wird vom Goethe-Institut gemeinsam mit dem Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband veranstaltet.

    • 4 min
    Raquel aus Brasilien

    Raquel aus Brasilien

    Mit ihrer Begeisterung für Klang und Struktur des Deutschen will die Lehrerin Raquel andere anstecken. Es sollte für keinen Lernenden ein Geheimnis bleiben. Nicht umsonst heißt ihre Sprachschule „Deutsch ohne Geheimnis“.Name: Raquel

    Land: Brasilien

    Geburtsjahr: 1978

    Beruf: Deutschlehrerin, Leiterin der Online-Sprachschule Alemão Sem Segredo (Deutsch ohne Geheimnis)

    Das mag ich an der deutschen Sprache:
    Ihre Melodie und Struktur.

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    ich meinen Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven eröffnen möchte.

    Das ist typisch deutsch für mich:
    Dass Deutsche sehr organisiert sind.

    Meine Lieblingsstadt in Deutschland:
    Hannover. Dort fühle ich mich zuhause.

    Mein deutsches Lieblingsessen:
    Rote Grütze. Allein beim Gedanken daran, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Die Süßspeise ist eine tolle Kombination aus süß und nicht zu sauer.

    Mein deutsches Lieblingswort:
    „gemütlich“. Nicht nur das Wort klingt schön, sondern auch das, was es ausdrückt.

    Mein deutsches Lieblingsbuch:
    „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch.

    Mein Lektüretipp für den Deutschunterricht:
    DaF-Lektüren von Cornelsen oder Langenscheidt.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Ich bemühe mich, ihnen das Vorurteil zu nehmen, Deutsch sei eine schwere Sprache. Deutsch kann jeder lernen!

    Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrerin:
    Jede Schülerin und jeder Schüler! Somit habe ich die Möglichkeit, sie über die deutsche Sprache eine neue Welt kennenlernen zu lassen.

    • 2 min
    Volha aus Weißrussland

    Volha aus Weißrussland

    Die Deutschlehrerin Volha machte ihre große Liebe zum Beruf. Sie schätzt an Deutsch die Logik und den Reichtum und hat jede Menge praktischer Tipps für alle, die sprachlich Berge versetzen möchten.Name: Volha

    Land: Weißrussland

    Geburtsjahr: 1982

    Beruf: Lektorin für deutsche Sprache an der Medizinischen Universität Gomel

    Das mag ich an der deutschen Sprache:
    Ihre Logik und ihren Reichtum.

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    es nach so langer Zeit zur Liebe meines Lebens geworden ist. Deutsch zu unterrichten ist Hobby und Arbeit zugleich.

    Das ist typisch deutsch für mich:
    Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft.

    Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
    Bayern und seine Seen, Lieblingsstädte sind München und Berlin.

    Mein deutsches Lieblingsessen:
    Apfelkücherl mit Vanilleeis.

    Mein deutsches Lieblingswort:
    Das ist eher ein ganzer Satz: „Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!“ Das hört man in Geschäften oder Restaurants, wenn man bedient wird.

    Mein deutsches Lieblingsbuch:
    Die Bibel.

    Mein Tipp für den Deutschunterricht:
    So viel Deutschland und Deutsch um sich herum schaffen wie möglich: deutsches Fernsehen gucken, zum Beispiel Deutsche Welle TV; Deutsch hören, zum Beispiel die langsam gesprochenen Nachrichten der DW oder Hörbücher; Deutsch vorlesen, das trainiert den Sprechapparat und fördert das Sprachverständnis; und Vokabeln lernen, am besten, indem man sie aufschreibt oder Vokabeltrainer nutzt.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Die bestimmten und unbestimmten Artikel. Im Russischen gibt es keine Artikel.

    Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrerin:
    Wenn ich das Gefühl habe, meine Schülerinnen und Schüler mit dem Deutsch-Virus infiziert zu haben, so dass sie – wie ich – Berge versetzen können.

    • 3 min
    Alba aus Kolumbien

    Alba aus Kolumbien

    Wer Deutsch beherrscht, ist etwas Besonderes. Das will die Deutschlehrerin ihren Lernenden neben Grammatik, Vokabeln und richtiger Aussprache der Umlaute vermitteln.Name: Alba

    Land: Kolumbien

    Geburtsjahr: 1976

    Beruf: Koordinatorin für Internationale Beziehungen, Deutsch-Lehrbeauftragte, Lehrerin für Religion, Politik und Bildungsmedien an der Escuela Normal Superior María Auxiliadora de Copacabana in Antioquia

    Das mag ich an der deutschen Sprache:
    Dass man Repekt von anderen Leuten erntet, wenn man eine in ihren Augen so schwierige Sprache beherrscht. Vor allem unseren ärmsten Schülerinnen und Schülern können so in der Zukunft Türen geöffnet werden, die sonst verschlossen wären.

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    ich an einem Forschungsprojekt der PH Heidelberg zur Pädagogik für Straßenkinder beteiligt war. Ziel war es zu erreichen, dass Deutschunterricht in den Lehrplan von Schulen aufgenommen wurde. Für das Projekt wurden einige Lehrerinnen und Lehrer sowie Alumni verpflichtet, Deutsch zu lernen und zu lehren.

    Das ist typisch deutsch für mich:
    Fachwerkhäuser, Pünktlichkeit und Umweltschutz.

    Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
    Die Region um die wunderschöne mittelalterliche Stadt Schwäbisch Hall. Mit ihr verbinde ich sehr viele schöne Erinnerungen. Aber es gibt noch mehrere andere Orte, die mich begeistern. Freiburg, wo ich mich 2018 im Rahmen der Internationale Deutscholympiade (IDO) aufhielt, gehört sicher dazu.

    Mein deutsches Lieblingsessen:
    Die zahlreichen Sorten von Brötchen und Kuchen.

    Mein deutsches Lieblingswort:
    „Möglichkeit“. Das war das erste Wort mit Umlaut, das ich auf A1-Niveau gelernt habe.

    Mein deutsches Lieblingsbuch:
    Allgemein mag ich Werke von Soziologen und Theologen wie beispielsweise von Hans Küng. Aber auch historische Romane wie Umberto Ecos „Der Friedhof in Prag“ reizen mich.

    Mein Lektüretipp für den Deutschunterricht:
    Lektüre wähle ich abhängig vom jeweiligen Sprachniveau. Jungen mögen Krimis sehr. Für die Niveaus A1 und A2 empfehle ich manchmal „Der Tote im Moor“.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Die Deklination, das Genus, das oft nicht mit dem spanischer Wörter übereinstimmt, aber auch die Aussprache von Umlauten.

    Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrerin:
    Die Möglichkeit, jungen Menschen Austauschmöglichkeiten und neues kulturelles Wissen vermitteln zu können.

    Meine Erfahrungen mit den Deutschlernangeboten der Deutschen Welle:
    Ich arbeite im Unterricht viel mit den verschiedenen Lernangeboten, egal ob Video, Text oder Audio, schätze die didaktische Aufbereitung. Mir persönlich gefallen aber auch TV-Sendungen der Deutschen Welle wie Euromaxx, Kultur.21, Quadriga.


    Dieses Interview entstand im Rahmen der Internationalen Deutscholympiade 2018. Sie wird gemeinsam vom Goethe-Institut mit dem Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband veranstaltet.

    • 5 min
    Valentina aus Russland

    Valentina aus Russland

    Die Liebe zu Deutsch weckten bei Valentina gute Lektoren des DAAD und der Bosch-Stiftung. An der Sprache selbst schätzt sie die Logik, die Wortbildung und das Adverb „warum“. Warum nur?Name: Valentina

    Land: Russland

    Geburtsjahr: 1984

    Beruf: Deutschlehrerin in Princeton, USA

    Das mag ich an der deutschen Sprache:
    Die Logik und die Möglichkeiten, verschiedene Wörter zu bilden.

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    ich selbst als Schülerin und Studentin gute Lehrkräfte hatte, die in Russland als Lektoren des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD und der Bosch-Stiftung tätig waren. Mit einem Stipendium der Frankfurter Allgemeinen Zeitung studierte ich Germanistik in Heidelberg, wo ich auch promovierte.

    Das ist typisch deutsch für mich:
    Getroffene Vereinbarungen auch einzuhalten.

    Meine Lieblingsstadt in Deutschland:
    Heidelberg.

    Mein deutsches Lieblingsessen:
    Spätzle und Maultaschen, die von Freunden zubereitet werden.

    Mein deutsches Lieblingswort:
    „Warum?“ Damit kann man nämlich ein Gespräch mit Deutschen beliebig lange in Gang halten.

    Mein deutsches Lieblingsbuch:
    „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann.

    Mein Lektüretipp für den Deutschunterricht:
    Die „Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Die Bezeichnungen grammatischer Kategorien.

    Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrerin:
    Spontane Gespräche mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die auf Deutsch geführt werden können.

    • 2 min
    Necssima aus Benin

    Necssima aus Benin

    Seine Lehrmethode: Spaß haben beim Lernen, dann ist man auch motiviert. Deutschlehrer wurde er, weil die Sprache in dem französischsprachigen Benin einen guten Ruf hat.Name: Necssima

    Land: Benin

    Geburtsjahr: 1974

    Beruf: Deutschlehrer an einem katholischen Gymnasium in Cotonou

    Das mag ich an der deutschen Sprache:
    Präzise Wörter. Manche versteht man auch ohne Wörterbuch. Ein Beispiel: „Frauenarzt“. Das französische Wort „gynécologue“ kann man sich nicht sofort erschließen.

    Ich unterrichte Deutsch, weil …
    Deutsch in meinem Heimatland einen guten Ruf hat und es dort wenige Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer gibt.

    Das ist typisch deutsch für mich:
    Die Pünktlichkeit – und dass Deutsche erst etwas planen und dann handeln.

    Meine Lieblingsregion/-stadt in Deutschland:
    Berlin, eine bunte und lebendige Stadt!

    Mein deutsches Lieblingsessen:
    Bratwurst mit Brötchen.

    Mein deutsches Lieblingswort:
    „Spaß“. Ohne Spaß gibt es keine Motivation. Und ohne Spaß ist das Leben langweilig.

    Mein deutsches Lieblingsbuch:
    „Ihr und Wir“. Man lernt in diesen Lehrbüchern nicht nur die deutsche Sprache, sondern erfährt auch viel über das Land Deutschland.

    Mein Tipp für den Deutschunterricht:
    Um die Aussprache zu üben, lasse ich meine Schülerinnen und Schüler die Texte laut lesen.

    Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
    Die Grammatik, vor allem wegen der Deklination.

    Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrer:
    Wenn ich merke, dass meine Schülerinnen und Schüler Spaß am Lernen haben. Dafür organisiere ich die eine oder andere Aktivität. 2009 etwa besuchte einer meiner Schüler eine deutsche Realschule. Ich selbst hatte Gelegenheit, 2018 an derInternationale Deutscholympiade teilzunehmen.

    Meine Erfahrungen mit den Deutschlernangeboten der Deutschen Welle:
    Ich kenne noch keine. Aber alles, was unterstützt, um mit Spaß Deutsch zu lernen, werde ich sicher nutzen.


    Dieses Interview entstand im Rahmen der Internationalen Deutscholympiade 2018. Sie wird gemeinsam vom Goethe-Institut mit dem Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband veranstaltet.

    • 5 min

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